ARCHOS 80 Helium 4G im Dauertest – Teil 3 – Display und Akku

Archos Helium 80 4G Display (1)

Teil 2 im Archos 80 Helium 4G Dauertest und hier dreht sich alles um das Display und den Akku. Auf dem Papier wirken die Daten eher spärlich, aber wie sieht es in der Praxis aus? Denn grau ist bekanntlich alle Theorie…

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Display:

Archos Helium 80 4G Display (6)In der heutigen Zeit schielt beinahe jeder nicht mehr auf die GHz eines Prozessors, sondern eher nach der Anzahl der Pixel auf einem Display. Selbst der interessierte Laie braucht heute mindestens HD wenn nicht gar Full-HD und das natürlich zum absoluten Tiefpreis. Funktioniert leider nur bedingt, denn gerade die Displays machen die Geräte teuer. Und das es nicht immer gleich HD oder Full-HD sein muss, beweist das Archos Tablet ziemlich gut. Natürlich ist eine Auflösung von 1024 x 768 Pixel gröber als Full-HD, aber das heißt nicht automatisch, dass es schlecht ist. Man muss schon genau hinschauen, um einzelne Pixel auszumachen.

Das Display liefert ein kontrastreiches Bild und kräftige, leuchtende Farben. Auch die Helligkeit geht völlig in Ordnung. Leider gibt es keine automatische Regelung, so dass man des öfteren von Hand nachregulieren muss. Die Bedienung hakt ab und zu mal. Will heißen, dass man manchmal ein zweites mal irgendwas drücken muss, um eine Aktion zu starten. Dafür reagiert es schnell und auch feinfühlig genug, so dass man auch gerne mal mit mehreren Fingern tippen kann, ohne es aus dem Konzept zu bringen. Typisch IPS sind die möglichen Blickwinkel. Selbst man recht flach von der Seite auf das Display schaut, ist dessen Inhalt noch gut zu erkennen. Lediglich die Farben verblassen ein wenig, aber das ist absolut im Rahmen und wird auch von der deutlich teureren Konkurrenz nicht besser gemacht.

Aber noch einmal kurz zur Auflösung. Auf einem Tablet wird man öfter auch mal was lesen. Sei es ein eBook oder die Onlineausgabe einer Tageszeitung. Und das geht mit dem Helium 4G absolut problemlos. Selbst bei maximaler Vergrößerung von Internetseiten sind keinerlei Treppenbildungen oder Stufen sichtbar.

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Aber es gibt durchaus Kritikpunkte. Das wären zum einem drei riesige Lichthöfe jeweils in den Ecken des Display. Diese sind so hell, dass man sie schon im laufenden Betrieb sehen kann, wenn es mal etwas dunkler wird. Nicht wirklich störend, aber sichtbar, solange man keinen Film schaut. Gerade bei dunklen Szenen leuchtet es fröhlich vor sich hin. Desweiteren die Ablesbarkeit im Freien. Solange die Sonne nicht scheint, ist es noch in Ordnung. Aber wehe sie scheint in voller Pracht. Dann geht nichts mehr, trotz maximaler Helligkeitseinstellung. Dazu spiegelt es noch so stark, dass man teilweise richtig geblendet wird.

Akku:

Beim Akku kann das Helium 4G leider nicht mit der Konkurrenz mithalten. 3500 mAh sind für ein Tablet schon arg wenig. Vor allem wenn damit unterwegs noch arbeiten will und es im Netz nach der besten Verbindung suchen muss. Nur mal so zum Vergleich. Ein ASUS MeMo Pad HD 8 (Testbericht) bringt es auf 3950 mAh. Das Acer Iconia A1-830 8 (Testbericht) bietet 4000 mAh, das Samsung Galaxy Tab 3 8.0 (Testbericht) und dessen Nachfolger, das Galaxy Tab 4 8.0 derer 4450 mAh. Gefolgt vom LG G Pad 8.3 (Testbericht) mit ordentlichen 4600 mAh, Medion LifeTab S7852 (Testbericht) mit schon 4850 mAh und als absoluten Killer das Lenovo Yoga Tablet 8 (Testbericht) mit bisher unerreichten 6000 mAh.

Wie immer habe ich das Display auf 75% eingestellt. WLAN, GPS, Sync usw. immer aktiv. Dazu halt noch die Simkarte um auch unterwegs online zu sein und dabei sucht es sich automatisch die höchstmögliche Geschwindigkeit. Am besten natürlich LTE.

Ich muss zugeben, dass ich ziemlich überrascht, wie lange der Akku durchgehalten hat. Hätte ich nicht geglaubt, aber 2 Tage sind bei einer für Tablets üblichen Nutzung kein Problem. Wer viel unterwegs ist und die mobile Datenverbindung intensiv nutzt, wird zwar nicht so lange ohne Steckdose auskommen, aber auch hier sind 18 Stunden kein Ding der Unmöglichkeit. Natürlich sind das alles nur grobe Werte, denn es hängt von zu vielen Faktoren ab. Gerade bei den 4G Tablets geht enorm viel Akku drauf, wenn es ständig nach neuen Masten für den Empfang suchen muss. Das kennen wir ja schon von den Smartphones zur Genüge.

Eine Stunde Video schauen entziehen dem Akku moderate 14%, beim Spielen sind es, je nach Spiel, bis zu 23%. Lässt man das Helium über Nacht im Standby liegen, verbraucht es nur sehr wenig. Mal sind es 2% pro Nacht, dann auch mal 4% aber alles nichts dramatisches. Der AnTuTu Akkutest liefert ein Ergebnis von 5663 Punkten.

So gesehen also wirklich beachtlich und hätte ich so nicht erwartet.

Archos Helium 80 4G Akku (2)

Teil 4 – Klang, Konnektivität und Fazit

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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