ASUS VivoTab Note 8 – das Windows 8 Tablet mit dem Wacom Stylus im Dauertest

ASUS VivoTab Note 8 BannerUnverhofft kommt oft. So erging es mir mit dem nächsten Dauertestkandidaten. Das ASUS VivoTab Note 8 hat es wenige Minuten vor dem Start in den Urlaub doch noch zu mir geschafft. Schon lange wollte ich mal ein Windows 8 Tablet testen und wer mich kennt weiß, dass ich nicht immer nur nach High-End suche. Auch in der preislichen Mittelklasse gibt es vielleicht die ein oder andere Perle zu entdecken. Ob das Note 8 dazu gehört? Der Dauertest wird es zeigen.

Android Tablets habe ich zu Dutzenden getestet. Ich wollte unbedingt mal eins mit Windows 8.1 testen und da kam mir ein Angebot von Asus zum testen des VivoTab 8 gerade recht. Auf 8″ stehe ich sowieso und ich will herausfinden, ob man mit so einem Tablet wirklich praktikabel arbeiten kann.

Technische Daten:

  • Windows 8.1 32 Bit
  • 8″ IPS LED Display mit 1280 x 800 Pixel
  • 188 ppi
  • 1,86 GHz Intel Atom Z3740 Quad-Core Prozessor
  • Intel HD GPU mit DirectX 11
  • 2 GB RAM
  • 32 / 64 GB interner Speicher
  • microSD bis 64 GB
  • 5 Megapixel Kamera
  • 1,26 MP Frontkamera mit 720p Videoaufnahme
  • WLAN 802.11 a/b/g/n
  • Bluetooth 4.0
  • Mikro-USB 2.0
  • Miracast
  • GPS
  • Stereo-Lautsprecher
  • 220,9 x 133,8 x 10,95 mm
  • 390 g
  • 3950 mAh

Produktseite: http://www.asus.com/de/ASUS_VivoTab_Note_8

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: G_eManual_VER8517.pdf

Preislich liegt das nur in schwarz lieferbare Tablet in der 32 GB Version bei knapp 250 € und die 64 GB Variante bei 329 €. Mein Tipp: gleich die 64er Version zulegen. Speicher ist gerade bei Windows ein kostbares Gut, auch wenn man diesen per microSD erweitern kann. Aber so eine Speicherkarte ist für Windows eben nur ein externer Speicher. Und interner Speicher ist nur durch noch mehr internen Speicher zu ersetzen. Leider gibt es kein Modell mit 3G/4G Unterstützung.

Übersicht:

Unboxing:

Interessiert sich wirklich jemand für den Karton? Viereckig und bunt bedruckt. Und leider nicht viel drin:

  • ASUS Vivotab Note 8
  • Wacom Stylus
  • 2A Headset
  • USB Kabel
  • Kurzanleitung

Trotzdem ist das mittlerweile Standard. Mehr gibt es kaum noch dazu. Aber egal. Alleine das das Netzteil 2A liefert, ist schon eine Erwähnung wert.

ASUS VivoTab Note 8 Unboxing (2)

Verarbeitung und Ausstattung:

Packt man das Vivotab Note aus und hat vorher schon mal ein paar Tablets dieser Größenklasse in der Hand gehabt, wird man den Gedanken nicht los, dass es recht dick und schwer ist. Bei der Dicke stimmt das auch. So ein iPad Mini 2 (Testbericht) ist gerade einmal 7,5 mm dick, ein Samsung Galaxy Note 8 (Testbericht) 7,95 mm. Etwas dicker ist das LG G Pad 8.3 (Testbericht) mit 8,3 mm. Beim Gewicht ist es ähnlich gravierend. Das iPad Mini 2 bringt gerade einmal 331 g auf die Waage, das Samsung Note 8 derer 340 g und das LG Pad 338 g.

Rein optisch ist es von bekannten Android Tablets eigentlich gar nicht zu unterscheiden. Die Front lässt zum Display einen recht breiten Rand stehen, aber irgendwelche Tasten gibt es dort nicht. Einzig das ASUS Logo und die Linse der Frontkamera sind direkt zu entdecken. Direkt neben der Kamera ist unsichtbar eine LED verbaut die leuchtet, sobald die Kamera läuft und direkt nebenan noch der Sensor für das Umgebungslicht.

An der Unterseite herrscht gähnende Leere. Linsk außen findet man dann den (offenen) microSD Slot und die Windows Taste. Am oberen Ende die Mikro-USB Buchse und die 3,5 mm Headsetbuchse. Rechts dann die Power-Taste und die einteilige Lautstärke-Taste. Übrigens entsperren sowohl die Windows- als auch die Power-Taste das Tablet. Obwohl die Tasten aus Kunststoff bestehen, bieten sie alle einen guten Druckpunkt und sitzen ohne klappern in ihren Öffnungen.

Auf der Rückseite zentral die etwas herausstehende Linse der Hauptkamera, welche aber leider ungeschützt den höchsten Punkt darstellt. Von daher herrscht hier akute Kratzergefahr. Links unten der Einschub für den Stift von Wacom und zwei Lautsprecher. Die Breite und die Zahl der Löcher verspricht viel Bumms.

Obwohl es eher dicklich wirkt, liegt das Tablet gut in der Hand. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen, auch wenn das Gerät komplett aus Plastik besteht. So fühlt es sich halt auch an.

Hier noch ein Größenvergleich zu folgenden Konkurrenten:

  • Samsung Galaxy Note 8
  • LG G Pad 8.3
  • iPad Air
  • iPad Mini 2
  • Samsung Galaxy TabPro 8

Betriebssystem:

ASUS VivoTab Note 8 Screenshots (10)Muss man über Windows 8.1 noch viele Worte verlieren? Die meisten von uns werden damit arbeiten und auf dem Tablet sieht es genauso aus wie auf den „Großen“. Es lässt sich genauso nutzen und verändern. Für mich hat Microsoft den Spagat geschafft, dass man ein Betriebssystem ohne irgendwelche großen Veränderungen auf so gut wie allen Geräteklassen laufen lassen kann. Aber was man niemals außer acht lassen sollte. Das hier ist ein Tablet und kein kleines Laptop. Natürlich kann man eine Bluetooth Tastatur verbinden, aber trotzdem ist ein Tablet eben kein Laptop oder gar ein PC.

Wer einen Microsoft Account hat und sich damit anmeldet, wird direkt nach dem Start sehen, dass diverse Einstellungen, WLAN Verbindungen, Desktophintergrund usw. direkt übernommen werden. Sämtliche Apps aus dem Store laufen auch auf dem Vivotab. Was mich erstaunt hat. Selbst mit den recht kleinen Scrollbalken oder Kontrollkästchen kann man auch mit dem nackten Finger gut arbeiten. Noch besser geht es natürlich mit dem Stift.

Einzige sichtbare Anpassung ist die Tastatur. Neben der Standard QWERTZ Option gibt es noch eine für die Handschrifterkennung. Und die funktioniert dank des hervorragenden Wacom Stifts sehr gut. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir erst einmal angewöhnen musste einigermaßen vernünftig zu schreiben. Mein Gekritzel hat es zuerst kaum erkannt.

Leistung:

Für ein Tablet mit Windows 8.1 in dieser Preisklasse liefert der 1,86 GHz Intel Atom Z3740 Quad-Core Prozessor mit seinen 2 GB RAM genügend Leistung. Wechseln zwischen den Apps, surfen usw. geht ohne jedes Ruckeln oder nennenswerte Verzögerungen vonstatten. Selbst das Öffnen eines größeren Office Dokuments geht schneller als gedacht. Lediglich bei größeren Powerpoint Präsentationen hat der Ladevorgang gedauert. Aber abspielen lief wiederum problemlos. Also für Standardanwendungen absolut gut gerüstet. Glücklicherweise gibt es seit kurzem mit GT Racing 2 mein aktuelles Lieblingsspiel auch für Windows 8.1. Damit teste ich auch alle Androiden, also habe ich es direkt installiert und gestartet. Es läuft zwar, aber es ruckelt merklich. Alle paar Sekunden bleibt es sogar ganz kurz komplett hängen. Aber mal eine kleine Runde Billard oder auch mal einen Flipper bringen das VivoTab nicht an seine Grenzen.

Wie bei Android halte ich von Benchmarks nicht viel. Trotzdem habe ich mal PC Mark 8 laufen lassen. Dabei erreicht es 1198 Punkte. Der SunSpider Test liefert 640,7 ms. Beim Rightware Browsermark 2.0 sind es derer 1527 Punkte.

In Sachen Leistung ist das VivoTab wie schon beschrieben gut gewappnet. Solange man es als reines Tablet für Surfen, Facebook, Youtube oder Office nutzt.

ASUS VivoTab Note 8 Screenshots (12)

Display:

ASUS VivoTab Note 8 Screenshots (8)Heutzutage sind 1280 x 800 Pixel selbst bei einem 8″ Tablet nach wie vor Klassenstandard. Natürlich gibt es auch Tablets mit Full-HD, aber die sind entweder kleiner, laufen mit Android oder erheblich teurer. Das Display bietet keinen Schutz in Form von Gorillas Glas oder ähnlichem. Hier sollte man ein paar Euros in eine vernünftige Displayschutzfolie investieren (Amazon). Oder gleich ein vernünftiges Case (Amazon).

Farben werden gut dargestellt und auch sonst macht das Display eine gute Figur. Natürlich lassen sich beim genauen hinsehen einzelne Pixel ausmachen und Schriften haben bei entsprechender Vergrößerung einen Treppeneffekt. Aber es hält sich wirklich im Rahmen, so dass man auch mal längere Texte ohne Mühe lesen kann. Die Reaktion des Display ist ohne Tadel und im Zusammenspiel mit dem Stift ist eine für meine Begriffe hohe Präzision möglich. Man hat wirklich das Gefühl, dass man auf Papier schreibt, so schnell und sauber werden die Eingaben umgesetzt. Zum ersten mal, dass ich so einen Stift permanent nutze weil er die Bedienung und Eingabe wirklich massiv vereinfacht.

Was mir gar keinen Spaß macht, ist das arbeiten mit dem VivoTab im Freien. Solange die Sonne nicht scheint, ist das Display noch gut zu erkennen. Aber wehe sie kommt heraus. Dann erkennt man kaum noch was, da das Display spiegelt. Da kommt auch die automatische Regelung der Displayhelligkeit auf das Maximum nicht mit.

ASUS VivoTab Note 8 Display (1)

Akku:

Geladen wird der Akku, wie bei Tablets üblich, über ein Standard Mikro-USB Kabel. Und dank des 2A Netzteils entsprechend schnell. Bei der normalen Nutzung sollte der Akku locker bis zu 2 Tage durchhalten. So erging es mir zumindest. Von morgens bis abends habe ich es öfter mal in der Hand und lese RSS Feeds, Mails, surfe usw. Teilweise hat es sogar 4 Tage durchgehalten. Eine Stunde Video in HD Qualität entzieht dem Akku satte 28%. Wer die Displayhelligkeit auf etwa 75% einstellt, kann noch ein paar Stunden mehr heraus holen.

Bei Windows Tablet habe ich noch nicht so die Erfahrungen, daher sage ich jetzt einfach mal, dass die Laufleistung des Akkus in Ordnung geht.

Konnektivität:

Hier gibt es nicht viel zu berichten. Das WLAN Modul leistet gute Dienste und verbindet an allen drei Referenzpunkten (Wohnzimmer, Gartentor, Straßenecke) zuverlässig. Vielen wird eine Mini- oder Mikro-HDMI Buchse fehlen, denn Miracast hat noch nicht jeder Fernseher. Mein Samsung Fernseher ist keine 2 Jahre alt und bietet es nicht. Somit habe ich keinerlei Chance, den Displayinhalt auf diesen zu bringen.

Das GPS ist für mich mittlerweile unverzichtbar geworden. Und da scheint das ASUS eines der wenigen Windows Tablets zu sein, welches ein solches Modul mit an Bord hat. Leider habe ich für Windows keine App oder Webseite gefunden, mit der man die Präzision des Signals messen kann, aber mein Standort wurde immer auf wenige Meter genau bestimmt.

Klang:

Wie schon weiter oben beschrieben, besitzt das VivoTab zwei Lautsprecher auf der Rückseite. An sich ganz toll, nur leider verdeckt man beide komplett, wenn man das Tablet quer hält. Leider sind die vielen Löcher wohl mehr Schein als sein, denn das Klangbild ist doch recht dünn. Bässe gibt es gar nicht, die Mitten sind mir einen Tick zu zurückhaltend und die Höhen dafür zu vorlaut. Genau das ist auch der Grund, warum es beim lauter drehen anfängt blechern zu klingen. Da ich gerade das HTC One M8 getestet habe, konnte ich direkt vergleichen und zwischen dem HTC und dem ASUS liegen klangliche Welten. Zugunsten des HTC. Trotzdem ist die Klangqualität für die allermeisten Anwendungen völlig ausreichend. Wer es besser haben will, sollte sich ein Headset oder einen externen Lautsprecher gönnen.

ASUS VivoTab Note 8 Details (17)

Fazit:

Kann ich das ASUS VivoTab 8 Note empfehlen? Ja. Wer sich den Einsatzzweck eines Tablet vor Augen hält und nicht auf Windows verzichten möchte, der kann bedenkenlos zugreifen. Ich selber bin mehr als positiv überrascht. Bei Windows 7 war es ein Krampf, aber mit Windows 8.1 geht es in die richtige Richtung. Besonders mit dem Wacom Stylus macht das Arbeiten richtig Spaß und ich habe oft genug mein Ultrabook nicht gebraucht, weil ich vieles mal schell mit dem ASUS erledigen konnte. Und genau das suche ich. Etwas was mir den Alltag erleichtert und preislich nicht zu übertrieben. Jetzt habe ich Blut geleckt und werde mir mal noch das ein oder andere Windows Tablet näher anschauen.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

One Comment

  • STudyTraY-Experte sagt:

    Witzig, besonders der Stift lässt unter Win8 freude aufkommen?

    Komischerweise sehe ich 10 jähriger Stift-Nutzer es genau anders. Win7 war für uns Pen’ner zum ARBEITEN per Griffel DEUTLICH komfortabler.

    Nervig RIESiGE Tast die überflüssig die Sicht versperrt und werksseitig erst mühsam manuell aufgerufen werden muss, gab es unter Windows XP Vista oder 7 nicht.

    Die für mich überflüssigen Feedbacks unter der Stift Spitze können nicht mehr deaktiviert werden. Win 8 ist leider primär für die Fingerei gemacht.

    Allein die Tatsache das ich seit 10 Jahren den Stift als 3-5 Tasten Maus Alternative freudig verwenden konnte, bleibt nun unter der Win 8 App Welt mein Maus-Stab nur noch ein dummer Stift also ein pures Mal-Werkzeug, sehr schade und ägerlich.

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