Aus Samsungs Trickkiste – nur original Ladegeräte liefern volle Leistung

Samsung Ladegerät

Stellt euch vor, das eure Ladegerät für das geliebte Smartphone oder Tablet im Eimer ist oder nicht mehr auffindbar. Kennt ihr alle oder? Was macht man dann? Rechner an, ebay, Amazon und Co. nach einem möglichst günstigen Ersatz abgegrast oder? Das man beim Zubehör von Drittanbietern auch oft mal ein paar Nachteile einkauft wurde jetzt an einem Beispiel für Samsung Ladegeräte bewiesen. Und das ist schon ein starkes Stück…


Aber zurück zu unserer Geschichte. Mir ging es vor 2 Wochen so. Plötzlich war mein Ladegerät für mein Galaxy Nexus nicht mehr auffindbar. Weg…wie vom Erdboden verschluckt, also musste ein Ersatz her. Das original kostet beim Media Mark um die Ecke dezente 23 €. Eine Menge Geld für ein Stück Plastik und ein bisschen spindeldürres Kabel oder? Aber mittlerweile ist der microUSB-Anschluss zum Laden so gut wie Standard und so holte ich mein HTC Ladegerät aus der Schublade.

Da ich meine Handys eigentlich immer über Nacht lade oder wenn ich sie sowieso nicht brauche, ist mir ein Umstand zwar mal aufgefallen, aber nicht bewusst geworden. Der Ladevorgang schien mit dem HTC länger zu dauern, als mit dem original Samsung Lader.

Das ist wohl auch einem Tüftler aus dem xda-developers aufgefallen und hat nachgeforscht. Und siehe da…er wurde fündig. Samsung wendet einen ganz perfiden Trick an, um die Ladezeit an „fremden“ Ladegeräten künstlich zu verlängern. Kein Witz.

Aktuelle Samsung Phones wie das Galaxy SII, Nexus oder Note werden mit bis zu 800 mAh geladen. Bei Fremdgeräten wird dieses künstlich auf mickrige 350 mA begrenzt, also weniger als die Hälfte!!!

Und so funktioniert es:

In den allen Ladegeräten findet man zwei Pins, welche bei Samsung aber überbrückt sind, also verbunden. Und genau diese Brücke fehlt in anderen Ladegeräten. Dreimal dürft ihr jetzt raten, welche Rolle ein aktuelles Smartphone da jetzt spielt, wenn es geladen werden soll. Das Handy fragt diese Brücke irgendwie ab. Also ob vorhanden oder nicht.

Wenn vorhanden = volle Leistung
Nicht vorhanden = Handbremse anziehen

Diese Abfrage wurde beim Nexus im Kernel bereits gefunden und kann mit einem angepassten Kernel umgangen werden -> Link (nur für Galaxy Nexus und die Garantie ist futsch)

Bei xda hat der Tüftler nun eine Anleitung veröffentlicht, wie man diese Brücke nachträglich einbauen kann. Vorausgesetzt, das euer Ladegerät diese zwei Pins ebenfalls hat.Einfach verbinden und schwupps gibt volle Power für den Akku.

Link zur Anleitung: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1384253

Aber Achtung: das gilt nur für Samsung!!!

Ich habe zwar einige Lader zu Hause herum fliegen, leider sind die alle nicht so einfach zu öffnen. Aber eines purer Neugier werde ich eines davon opfern…

Wie steht ihr dazu? Lieber gleich original kaufen oder mit solchen Einschränkungen leben?

*** Update ***

Per Kommentar bin ich darauf hingewiesen worden, dass es technisch so gewollt ist. Rein technisch scheint das ja korrekt zu sein. Aber alleine die Tatsache, dass es Hersteller gibt, die alle Geräte, egal ob eigene oder fremde, gleich behandeln, ändert nichts an meiner Sichtweise. Ich verurteile dieses Getue nach wie vor. Vor dem Ladegerät sind alle gleich…

Quelle

SanDisk MicroSD 64GB
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Abruf der Informationen: 26.07.2016 21:28:12 | Bitte Disclaimer beachten

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

20 Comments

  • Peter sagt:

    Weder noch. Kein Samsung kaufen bis solche „Tricks“ aufhören!

    Aus Umweltschutzgründen wurde weltweit beschlossen, Ladegeräte zu vereinheitlichen, so dass sie für alle Geräte verwendet werden können. Das macht auch mehr als Sinn, bei den jährlich zig Millionen verkauften Geräten. Wenn nun Hersteller meinen sie müssten solche sinnvollen Vorschriften aushebeln dann gehören sie selbst ausgehebelt, dem Umweltschutz zu Liebe.

  • […] ich nicht, einen vermutlich vorhandenen Schriftgröße-5 Satz in den Hinweisen zum Akku!).Quelle: Mobi-Test/**/81961 […]

  • MrFX sagt:

    Gut, ob das wirklich Schikane von Samsung ist, weiß man nicht… bei den Apple-Geräten ist es übrigens auch so und sogar so in den Entwicklerunterlagen dokumentiert (500 mA oder 1000 mA).

    Hat sicher auch etwas mit dem Dauerstrom bei Billigstladern zu tun (viele sind dafür nämlich gar nicht dimensioniert)… wäre ja schade, wenn die dann in Flammen aufgehen.

    • markus_emmtee sagt:

      Wenn es keine Schikane ist, dann ist es zumindest verar…. Das andere Hersteller auch so verfahren ist ja eine Super Entschuldigung. Der Sch…. auf die Strasse also mach ich es auch? 
      Das mit den Billigladern mag ich ja noch Akzeptieren. Wenn aber mein Blackberry, HTC, Nokia Ladegerät ebenfalls Stunden braucht um mein Samsung zu laden ist es einfach nicht aktzeptabel.

      Die Entschuldigung mit den billigladern passt also nur bei Apple da sie eine eigenen Standard setzten. Bei Samsung ist es nur Geldschneiderei.

      • resident_cj sagt:

        Wieso passt sie denn bei apple eher als bei den anderen Herstellern ? Diese brücke befindet sich ja im LADEADAPTER und nicht im Kabel. Der Ladeadapter ist ja von den in/out anschlüssen gleich denen der anderen Hersteller, nur das Kabel was zum iphone/ipad führt hat einen anderen Anschluss. 

        Btw… hatte mich schon gewundert warum mein jetzt glücklicherweise verscherbeltes SGN an meinem nokia n900 lader mit imperialen 1500mah langsamer läd als an dem achso tollen 1000mah original Lader von Samsung.

  • notRosencrantz sagt:

    afaik ist das im USB Standard so definiert. Über die Impedanz auf der Datenleitung kann bzw muss ein Verbraucher nachsehen, ob da nen Charger dran ist. Nur dann darf das Gerät mehr als 500mA ziehen. Das müsste sich recherchieren lassen.
    Das Palm Pre Ladegerät ist auch nen richtiger Charger.

    Also kein Grund zum aufregen.

  • T sagt:

    Die Lade Geschwindigkeit wird mit Ladestrom umschrieben, daher muss auch die Einheit mA heißen und nicht mAh (das beschreibt die Kapazität eines Akkus)

  • Timo Witte sagt:

    Das ist nicht „perfide“ oder ein „Trick“ das ist so gewollt. Die Brückung der Datenleitungen sagt dem Handy das es an einem USB-Ladegerät hängt. Sind sie nicht gebrückt denkt es es hängt an einem PC oder USB-Hub, hier darf nicht soviel Leistung gezogen werden, da es sonst ganz andere Probleme gibt.
    Die ganzen Geräte von Apple sollte man hier an den Pranger stellen, den dort ist es wirklich mit Absicht so gemacht. Dort müssen bestimtme Widerstände zwischen den einzelnen Pins existieren, damit das Gerät überhaupt läd!
    http://blog.curioussystem.com/2010/08/the-dirty-truth-about-usb-device-charging/ <- hier ein paar mehr Infos dazu.
    Ich habe mir selbst ein Ladegerät für unterwegs mit Akku gebastelt, dass mit 1,5A laden kann, mein Akku ist somit in ner knappen Stunde voll, das hab ich bisher noch mit keinem Batterielader hinbekommen.

  • Michael Butschek sagt:

    Hallo Peter,

    laut USB-Standard darf ein per USB angestecktes Gerät maximal 500 mA Strom aufnehmen. Computer können sich aber mit den Geräten per USB-Protokoll darauf einigen, dass ein Gerät mehr Leistung bekommt, wenn diese zur Verfügung gestellt werden kann.

    Leider gilt dies nicht für USB-Ladestecker, da dort keine CPU drin steckt und man mit ihnen nicht über das USB-Protokoll kommunizieren kann. Damit man trotzdem USB-Ladestecker mit mehr als 500 mA nutzen kann, hat man sich entschieden, durch Brücken der Datenleitungen dem Gerät klarzumachen, dass hier kein PC, sondern ein Ladegerät dran hängt. So bemerkt das Handy also, dass es mehr Leistung ziehen darf, sprich schneller laden darf.

    Das von dir beschriebene ist also kein Samsung-Trick, sondern ein ganz normaler technischer Standard. Apple benutzt ähnliches mit den iPad-Ladekabeln, die auch deutlich über 500 mA Ladestrom zulassen

    Timo hat dies übrigens schon vor 3 Monaten hier als Kommentar geschrieben. Ich finde es sehr schade, dass du im Artikel keinen Hinweis darauf gegeben hast, dass du hier einem Irrtum aufgesessen warst oder eine Korrektur darunter veröffentlichst hast. Denn jeder Besucher deiner Seite liest zuerst den Artikel, die wenigsten lesen danach noch die Kommentare. So hinterlässt du bei vielen Lesern den falschen Eindruck, Samsung würde irgendwas gemeines machen,

    Als Leser einer Website mit Testberichten, die kompetente Informationen liefern möchte und mit „…wir testen richtig“ wirbt, würde ich mir schon wünschen, dass eine Korrektur direkt unter dem Artikel veröffentlicht wird, wenn ein Fehler unterlaufen ist. Künftige Leser werden es dir wohl danken.

    Grüße, Michael

  • Michael Butschek sagt:

    Anmerkung zu deinem Update:

    Samsung begrenzt hier nicht künstlich. Die Regel ist ganz einfach: Wenn das Ladegerät für mehr als 500 mA ausgelegt ist (dies wird gemäß USB-Norm durch die Brücke signalisiert) und das Handy mit mehr als 500 mA Ladestrom umgehen kann, wird mehr Leistung aufgenommen (= schneller geladen). Trifft eine der beiden Bedingungen nicht zu, wird eben nur mit maximal 500 mA geladen.

    Dies kannst du ganz einfach testen, indem du z.B. ein Apple iPad Ladekabel an einem Samsung Handy anschließt oder ein Samsung Ladekabel an ein Apple iPad hängst. Da siehst du, dass in jedem Fall schnell geladen wird.

    Hast du dagegen ein altes oder billiges Ladegerät, dass nicht mehr als 500 mA liefern kann, wird nicht schnell geladen. Ebenso wenn das Handy aufgrund seiner Elektronik nicht mehr als 500 mA aufnehmen kann.

    Das hat also nichts mit dem Hersteller zu tun, sondern nur damit, ob Ladegerät UND Handy sich darauf verständigen können, die Leistung zu erhöhen.

    Die einzigen Ladeadapter, die mehr als 500 mA ohne diese Brücke liefern, arbeiten gegen die Norm und sind bei uns als China-Ladestecker bekannt. Sie geben entgegen der Norm unerlaubt viel Strom ab. Erst kürzlich kam in den Nachrichten, dass eine Frau in China daran gestorben ist, weil sie so einen unsicheren China-Ladestecker an ihrem iPhone hatte und einen Schlag davon bekam.

  • Anonymous sagt:

    […] […]

  • Wolfgang Exler sagt:

    was für ein Schwachsinn! Die Brücke ist sogar genormt und den USB Battery Charging Specification 1.2 vom 7.>Dezember 2010
    ein USB Anschluß kann nur 500mA liefern, wenn nun ein Handy am USB Anschluß hängt DARF es nur 500mA ziehen sonst stirbt der USB Anschluß.
    Die USB Charging Specification hat verschiedene Verfahren entwickelt wie ein Endgerät erkennen kann ob es an einem einfachen USB Anschluss hangt (max 500mA) oder ob es an einem Ladegerät hang welches mehr Strom liefern kann. Die genannte Brücke ist ein definierter Weg ein solches Ladegerät zu erkennen.

    • Peter W. sagt:

      Und warum bauen die Hersteller von Ladegeräten derart Brücken in ihre Ladegeräte ein? Eben weil man vorgaukeln muss ein original Samsung Ladegerät zu sein. Schwachsinn oder nicht. Diese Info habe ich von eben einem solchen Hersteller und das hat so rein gar nichts mit der USB Spezifikation zu tun. Ist eine reine Samsung Sache und auch Apple bedient sich eines solchen „Tricks“

  • wsm sagt:

    Da unterliegen einige Leute einem großen Irrtum.

    Die genannte Brücke fehlt an jedem PC. Da der USB-Anschluss nur max. 500mA abgibt und sonst überlastet ist, ist diese Brücke nicht am PC-USB-Anschluss vorhanden.

    Wenn das Ladegerät gut ist, und Ströme über 1A auch verkraftet, dann baut der Hersteller diese Brücke ein.
    Ist das Ladegerät Schwach auf der Brust und droht bei Überlastung zu warm zu werden, dann lässt der Hersteller die Brücke weg. Deswegen fehlt beim billigen Ladegerät die Brücke.

    Samsung erlaubt z.B. max. 1.5A, die werden nur vom guten Ladegerät erbracht.
    Ein billiges Gerät, vorher 450mA, bringt mit Brücke 750mA, obwohl 1A drauf steht – halt billig.

    Mein Samsung und das billige Ladegerät laden mein HUAWEI-Handy nur mit 680mA, wegen der internen Ladestrombegrenzung, was auch den Akku schont.

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