BlackBerrys neues OS: BBX

RIMs BlackBerrys haben es in den letzten Jahren zwar geschafft, dass angestaubte Business-Image abzulegen und auch in der nicht Anzug tragenden Generation Fuß zu fassen, ein richtiger Erfolg wie ihn etwa Samsung oder Apple aktuell verbuchen ist RIM allerdings noch nicht gelungen. Zuletzt machte das Unternehmen eher durch tagelange Serverausfälle Schlagzeilen als durch Spitzen-Geräte oder -Leistungen. Mit BBX soll nun alles anders werden.

Größtes Manko der BlackBerrys ist neben den bisher recht sträflich vernachlässigten und kaum auf Geräten vorhandenen Touchscreens vor allem das Betriebssystem. Apple und Google laufen RIM schon seit langem den Rang ab, bieten mehr fürs gleiche Geld und stehen in der Käufergunst ganz oben.

Ein Grund für RIM, seinen BlackBerrys in naher Zukunft ein komplett neues Betriebssystem zu spendieren. BBX soll das bisherigen BlackBerry OS – die letzte Version war BlackBerry OS 7 – mit dem kürzlich erworbenen System QNX zusammenführen.

QNX ist ein proprietäres System, welches als besonders sicher gilt. Die Symbiose mit QNX könnte RIM zum Beispiel dazu verhelfen, das die hauseigenen Smartphones und Tablets in stark auf Sicherheit bedachten Bereichen zum Einsatz kommen. Bisher verzichten derartige Institutionen aus Sichertheitsgründen meist auf internetfähige Geräte.

BBX wird vor allem auf den Browserquellcodes der BlackBerry OS Versionen 6 und 7 basieren. Neben HTML 5 und WebWorks soll auch Adobe Air und Adobe Flash, sowie natives SDK unterstützt werden.

Die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems ist für Anfang 2012 geplant.

Wie sich ein neues Betriebssystem auf den Erfolg des Unternehmens auswirkt, steht noch in den Sternen. Der letzte, der einen solchen Schritt gewagt hat, war Konkurrent Microsoft, der das mäßig erfolgreiche Windows Mobile Ende 2010 gegen das komplett neue Windows Phone 7 ersetzte. Trotz der vielen Neuerungen setzt sich das System nur schwer am Markt durch. Ein Schicksal, das auch RIM drohen könnte.

Quelle

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Handys waren schon immer meine Leidenschaft, die ich durch Zufall vor einigen Jahren zum Beruf machen konnte. Bis heute lässt mich die mobile Welt mit ihren Handys, Smartphones, Tablets und was der Markt sonst noch so her gibt, einfach nicht mehr los.

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