Das Universum in der Handtasche – das Galaxy Note – Teil 5 & Fazit

Das Samsung Galaxy Note ist derzeit eine kleine Besonderheit auf dem Mobilfunkmarkt. Mit seinem 5,3 Zoll großen Touchscreen rangiert es genau zwischen einem handelsüblichen Smartphone und einem Tablet. Von was sprechen wir genau? Einem Tablet, welches auch telefonieren kann oder von einem viel zu großen Smartphone? Für den täglichen Gebrauch zu riesig oder genau richtig? Und vor allem, was sagt die Handtasche dazu? Fragen über Fragen, die ich in den nächsten Tagen klären möchte… Hier nun Teil 5 mitsamt Fazit.

Die Testbericht-Teile 1 bis 4 findet ihr hier: Link zu Teil 1Teil 2Teil 3 und Teil 4.

Mein Note hat gestern wieder die Heimreise angetreten. Schweren Herzens habe ich es wieder hergegeben. Aus diesem Grund – und weil das nächste Testgerät schon vor mir liegt – ist es Zeit für ein Fazit und die Entscheidung: „Erhält das Note unser neues Gütesiegel oder nicht?“

Fazit

Das Samsung Galaxy Note war knapp 2 Wochen lang mein Begleiter. Aus diesem Grund konnte ich natürlich nicht so arg ins Detail gehen und die ganzen Kleinigkeiten ergründen, die bei solchen Tests sonst immer im Vordergrund stehen. Dafür war die Zeit einfach zu knapp. Wer sich allerdings für diese Kleinigkeiten und für einen richtigen Langzeittest interessiert, den lege ich noch einmal Peters Testbericht ans Herz: Peters Test des Galaxy Note

Ich habe mein Augenmerkt vor allem aufs Handling und die Benutzbarkeit gelegt und versucht, das Note aus der Sicht eines Normalnutzers zu testen, der es vor allem benutzen und nicht mit zig Launchern und Co. dran rum basteln will. Mir war wichtig, aufzuzeigen, wie sich das Note im Alltag ohne viel Hintergrundwissen um Smartphones oder Android schlägt und wie sich die Größe auswirkt.

Gerade die war am Anfang ein kleines Problem, da das Note im Gegensatz zu den sonst üblichen Smartphones doch ungewohnt groß ist. Man muss sich an das Handling der 5,3 Zoll erst gewöhnen und lernen, damit umzugehen. Das umfasst neben dem Umdenken im Halten und Ausbalancieren des Gerätes vor allem die der Größe angepasste Bedienung. Menschen mit kleinen Händen oder Frauen haben es schwer, das Gerät wirklich komplett umfassen zu können und alle Bedienelemente auf dem großen Touch-Display zu erreichen. Es ist also klug, sich wichtige Apps und Elemente so anzuordnen, dass man sie mit dem Daumen erreicht. Das bedeutet anfangs ein bisschen Fummelei und Ausprobieren, um die richtigen Positionen zu finden.

Auch das Tippen auf der Touch-Tastatur bereitet kleinen Händen und/oder kurzen Fingern Probleme. Man erreicht einfach die außen liegenden Tasten nicht oder muss sich arg anstrengen, um ran zu kommen. Das heißt, auch hier muss man umdenken und eine Alternative finden, um flott tippen zu können. Ich habe mir beim Note nach kurzer Zeit das zweihändige Tippen im Hochformat angewöhnt. Alternativ kann man das Gerät naürlich auch drehen oder den beiliegenden Stift benutzen. Dieser reagiert jedoch meist etwas träge und verzögert, wenn man mit ihm tippen möchte.

Hat man sich jedoch an diese Neuerungen gewöhnt, geht die Arbeit mit dem Note genauso flott von der Hand wie mit kleineren Smartphones. Im alltäglichen spielt das Note den Vorteil seiner Größe dann voll aus. Webseiten sind übersichtlich und größer als bei kleinen Smartphones. Es passt schlicht mehr auf die Seite, unnötiges Scrollen und Zoomen entfällt also oft ganz. Längere Texte lesen oder größere, sonst auf kleinen Handy-Displays unübersichtliche, Webseiten können leichter gelesen und durchsucht werden. Der Touchscreen reagiert überdies sehr präzise.

In Systemanwendungen wie etwas den SMS und Emails ist die Schrift schön groß und leicht lesbar.

Großer Vorteil, vor allem für Damenwelt, das Note verschwindet nicht auf Nimmerwiedersehen in der Handtasche, sondern ist auch in vollgestopften Taschen schnell und leicht zu finden.

Das Display selbst ist gestochen scharf und stellt Farben brilliant dar. Selbst das Retina des iPhone 4 kommt dagegen kaum an.

Trotz das die Widgets bei mir einige Macken hatten und sich Aufgaben nicht wieder löschen ließen, arbeitet Android auf dem Note zuverlässig und stabil. Das Betriebssystem hat sich in der Zeit weder aufgehangen, noch ist es abgestürzt. Einzig nach dem Wecken aus dem Standby oder bei größeren Datenmengen war das System ab und an etwas träge und brauchte einen Moment, um sich zu fangen.

Die kleine Zusatzspielerei des Malens und Zeichnens mit dem beigefügten Stift habe ich zwar mal kurz ausprobiert, halte es aber wirklich für nicht mehr, als eine Spielerei. Richtig zu gebrauchen ist das ganze in meinen Augen nicht, da der Stift bei schnelleren Strichen einfach zu lange braucht, um hinterher zu kommen. Für schnelle Notizen oder Anmerkungen auf Bildern ist es allerdings gut geeignet.

Alles in allem hat mich das Galaxy Note völlig überzeugt und ich habe es gestern mit zwei weinenden Augen wieder zurück geschickt. Samsung ist in meinen Augen die Symbiose zwischen Telefon und Tablet gut gelungen, nach einiger Zeit merkt man nicht mal mehr, wie groß das Telefon eigentlich ist. Man wird erst daran erinnert, wenn man darauf angesprochen wird 😀

Mein iPad liegt seit Beginn des Tests ungenutzt im Schrank, ich habe es einfach mit dem Note gar nicht benötigt. Das surfen auf der Couch oder unterwegs, für das mein iPad bisher zum Einsatz kam und für das mir normale Handy-Displays einfach zu klein sind, hat das Note ebenfalls mit Bravour erfüllt. Statt dem iPad kam nun auf dem Sofa einfach das Note zum Einsatz, groß genug war es ja. Weniger Platz nimmt es auch weg und man kann es wirklich einfach in der Handtasche mit sich rum tragen – das iPad is dafür eigentlich schon zu groß.

Wenn ich mich aktuell für ein neues Telefon entscheiden müsste, wäre das Note erste Wahl. Aus diesem Grund erhält es von mir auch unser Gütesiegel, ich bin schlichtweg komplett überzeugt, dass sich der Kauf eines Note wirklich lohnt. Wer kein Problem damit hat, ein etwas größeres Telefon als üblich mit sich rumzutragen, generell eher auf größere Smartphones steht oder gern Tablet und Handy vereinen will, ist mit dem Note bestens beraten. Allerdings sollte man sich an die seltsamen Blicke gewöhnen, wenn man damit rum läuft. Den Leuten fällt schon auf, dass das kein normales Smartphone ist 😀

 

About Carmen

Handys waren schon immer meine Leidenschaft, die ich durch Zufall vor einigen Jahren zum Beruf machen konnte. Bis heute lässt mich die mobile Welt mit ihren Handys, Smartphones, Tablets und was der Markt sonst noch so her gibt, einfach nicht mehr los.

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