Honor 5x im Dauertest – die Oberklasse zum Preis der unteren Mittelklasse

Honor 5X Test Banner

Es geht Schlag auf Schlag. Direkt nach dem Nexus 5X (Testbericht) habe ich das (Achtung Verwechselungsgefahr) Honor 5X im Dauertest. Es ist zwar einen knappen hunderter günstiger, aber ist es auch so viel schlechter oder besser gefragt…ist es eine Alternative zu den Bekannten Verdächtigen in der Preisklasse bis 400 €? Das werde ich herausfinden.



 

Zuerst einmal muss man erwähnen, dass Honor nicht irgendeine von vielen China-Klitschen ist, sondern eine direkte Tochter von Huawei. Unter dieser Marke versucht man hochwertige Smartphones und Tablets mit einem aggressiven Preis zu verkaufen. Aber das mit der Bezeichnung 5X ist halt so eine Sache. Wer nun zuerst mit der Bezeichnung 5X da war, Google oder Honor, darüber kann man streiten oder muss sich mal die Akten ziehen, wer den Begriff zuerst hat eintragen lassen. Ist wie bei dem Huhn und dem Ei. Die Verwechslungsgefahr zum Nexus 5X (Testbericht) ist immens hoch und ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, wie ich die beiden verwechsel. Auch hausintern ist dieses 5X etwas unglücklich gewählt. Anhand der Zählweise könnte man meinen, dass das 5X der kleinere Bruder des Honor 7 (Testbericht) sein könnte. Ist es aber nur in Punkto Ausstattung, denn das Display des 5X ist mirt 5,5″ etwas größer als beim Honor 7 mit 5,2″. Alles ein wenig verwirrend.

Bevor es mit dem eigentlichen Dauertest los geht, zunächst einmal kurz die wichtigsten technischen Daten zum Kandidaten:

Technische Daten:

  • Dual-SIM (Nano / Micro)Honor 5X_3
  • Android 5.1.1 Lollipop
  • EMUI 3.1
  • 5,5″ LCD Display mit 1920 x 1080 Pixel
  • 401 ppi
  • 4 x 1,5 GHz + 4 x 1,2 GHz Snapdragon 616 64bit Octa-Core Prozessor
  • Adreno 405 GPU
  • 2 GB RAM
  • 16 GB interner Speicher
  • microSD bis 128 GB
  • 13 Megapixel Kamera
  • 5 Megapixel Frontkamera
  • LTE Cat.4
  • WLAN 802.11 b/g/n (2,4 GHz)
  • Bluetooth 4.1
  • NFC
  • Micro-USB 2.0
  • GPS / GLONASS
  • Fingerabdruckscanner
  • 151,3 x 76,3 x 8,15 mm
  • 158 g
  • 3000 mAh (nicht wechselbar)

Produktseite: hihonor.com/de/honor5x

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: download-c.huawei.com/honor5x_guide.pdf

Das Honor 5X ist ab 220 € in den Farben Gold, Silber und Grau erhältlich und damit ein klassisches Mittelklassegerät.


 

Übersicht:

Unboxing:

Der übliche türkisfarbene Karton und darin folgender Inhalt:

  • Honor5X
  • 1A Netzteil
  • Micro-USB Kabel
  • Headset
  • Entriegelungsstift
  • Kurzanleitung

Also alles recht unspektakulär. Schade ist aber, dass es kein Case als Beilage gibt, wie man es von Huawei kennt. Schließlich ist Honor eine Tochter von Huawei und das Netzteil hätte gerne ein Modell mit 2A sein dürfen. Dafür ist bereits eine wirklich gute Folie auf dem Display.

Honor 5X Unboxing (3)

Verarbeitung und Ausstattung:

Von  außen ist das Honor 5X eher unscheinbar. Sieht aus wie eines von vielen, aber es ist ziemlich eindeutig eines aus dem großen Hause Huawei bzw. deren Designer. Das Gehäuse aus gebürstetem Aluminium, was ja mittlerweile auch in dieser Preisklasse kein Novum mehr ist. Die Front lässt zum Rand hin einen relativ breiten Rand, was aber nur ein optisches Manko ist. Klar sind beinahe randlose Smartphones schöner, aber braucht man das wirklich? Ich sage nein, denn ich teste gerade das Samsung Galaxy S7 Edge und der fehlende Rand macht mir echt zu schaffen. Auch verzichtet das Honor 5X auf Designelemente wie 2,5D curved Glas, also das das Display am Rand abgerundet ist, wie z.B. beim Huawei Mate S (Testbericht). Tasten gibt es vorne keine. Sie werden im Display eingeblendet. Ansonsten nur noch der Helligkeits- und Abstandssensor, die Linse der Frontkamera und der Lautsprecher für Telefonate.

 

Honor 5X Details (23)Am unteren Rand mittig die Micro-USB 2.0 Buchse. Man könnte meinen, dass unter den Löchern zwei Lautsprecher stecken. Dem ist leider nicht so. Einem neuen, unschönen, Trend folgend, befindet sich nur links ein Lautsprecher und rechts ein Mikrofon. Sieht zwar optisch schöner aus, aber es ist halt ein Fake. Dafür gibt es auf der linken Seite ein echtes Highlight. Es gibt zwei Einschübe für Simkarten und eine microSD Speicherkarte. Wo man sich bei anderen Herstellern mit ihren Kombi-Slots entscheiden muss zwischen zwei Simkarten ohne Speicherkarte oder einer Simkarte und einer Speicherkarte, kann man beim Honor 5X alle drei einsetzen. Also zwei Simkarten und zusätzlich noch eine bis zu 512 MB große microSD Speicherkarte. Ich kenne bisher nur das Allview P6 Qmax (Testbericht) mit dieser Möglichkeit. Da gehen bei mir gleich 2 Daumen hoch.

Am Kopfende die 3,5 mm Headsetbuchse und das zweite Mikrofon zur Geräuschunterdrückung. Rechts außen dann noch die einteilige Lautstärketaste und die Powertaste. Beide sitzen perfekt in ihren Öffnungen und bieten sehr gute Druckpunkte. Klappern tun sie nicht.

Auf der Rückseite verhindern an den Enden zwei Plastikkappen, dass das Signal abgeschwächt wird. Kommt dem Empfang sehr zu gute, denn Alu rundherum schirmt ohne Ende ab. Etwas erhaben die Hauptkamera. Schade, dass die Optik nicht komplett ins Gehäuse gepasst hat. So kippelt das Handy beim tippen auf dem Tisch etwas. Links daneben der LED-Blitz und darunter, hier wiederum etwas versenkt, der Fingerabdrucksensor. Der kommt von Huawei wie er auch beim Huawei Mate 8 (Testbericht) verbaut wird und arbeitet schlicht perfekt. Auch mit nassen Fingern. Da versagt das Galaxy S7 übrigens. Egal wie ich den Finger auf den Sensor lege. Er wird sofort erkannt und holt das Gerät aus dem Standby in den Homescreen. ein Feature, welches ich nicht mehr missen möchte. Beim LG V10 (Testbericht) kommt man so nur in den Lockscreen und muss das Gerät dann noch mal entsperren. Aber auch beim Honor 5X ist der Sensor nicht nur ein schnöder Abdruckscanner, denn er kann mehr. Jedem Finger kann ein Befehl zugeordnet werden. So öffnen sich nach dem entsperren mit dem kleinen Finger z.B. direkt die Kontakte oder eine bestimmte App. Ein echt geniales Feature. Oder man fährt mit dem Finger mal von oben nach unten über den Sensor. Schon öffnen sich das Benachrichtigungsfeld. Oder man löst damit die Kamera aus. Gut für Selfies, denn so muss man sich nicht verrenken usw.

Die Verarbeitung ist für ein dieser Preisklasse mehr als ordentlich. Nichts klappert und sämtliche Spaltmaße passen. Kurzum. Fast perfekt. Auch die Haptik ist dank des Alu-Unibody Gehäuse sehr gut.

Und hier der bei mir obligatorische Größenvergleich:

  • Honor 7 (Testbericht)
  • Huawei  GX8 (Testbericht)
  • Samsung Galaxy S6
  • Samsung Galaxy S6 Edge
  • Samsung Galaxy S7
  • Samsung Galaxy S7 Edge (Test folgt)
  • iPhone 6 Plus (Testbericht)

Betriebssystem und Leistung:

Geliefert wird das Honor 5X noch mit Android 5.1.1 Lollipop. Aktuell läuft der Betatest für Android 6.0 Marshmallow. Somit ist also sicher, dass es dieses Update zeitnah geben wird.

Während beim Huawei Mate 8 (Testbericht) bereits die EMUI Oberfläche in der neuen Version 4.0 zum Einsatz kommt, muss sich das 5X noch mit Version 3.1 begnügen. Also exakt der des Huawei Mate S (Testbericht) oder Huawei GX8 (Testbericht). In den beiden Tests habe ich die ganzen Anpassungen und Erweiterungen im Detail beschrieben, daher hier nur kurz ein paar Infos. Direkt nach dem ersten Start stehen von den 16GB Speicher noch exakt 7,86 GB frei. Wer die ganzen unnötigen Apps deinstalliert, kommt auf 8,41 GB freien Speicher. Es lohnt sich also. Wer eine Speicherkarte einsetzt, kann in den Speichereinstellungen diesen als Hauptspeicher angeben. Ab sofort werden alle Apps usw. direkt dort abgelegt und der interne Speicher geschont.

Was aber Huawei bzw. Honor dringend ändern muss, ist die Sache mit den Benachrichtigungen. Die werden werksseitig im Standby geblockt. So passiert es sehr schnell, dass wichtige Mitteilungen erst ankommen, wenn man das Gerät entsperrt. Um das zu verhindern muss man im Benachrichtungsmanager den gewünschten Apps erlauben, auch im Standby Infos abzurufen und weiter zu leiten. Hier schießt die  EMUI über das Ziel hinaus, denn ansonsten ist es wirklich gut und bietet jede Menge sinnvolle Erweiterungen.

Hardwaretechnisch ist es gut bestückt. So bringt es der 8-Kern Prozessor auf 4 Kerne mit je 1,5 GHz und dann noch einmal 4 Kerne mit je 1,2 GHz. Auf dem Prozessor steht Snapdragon 616 drauf und ist damit ein 64bit Modell, dem noch eine Adreno 405 GPU und 2 GB RAM zur Seite stehen. Das ist jetzt keine High-End Ausstattung, aber dafür bewegen wir uns auch in einem eher niedrigen Preislevel. Da muss man die Kirche einfach mal im Dorf lassen. Wer mehr will, muss mehr zahlen. So ist das im Leben.

Und wie nicht anders zu erwarten, läuft diese Kombi angenehm rund, auch wenn es hier und da mal etwas hakelt. Hält sich aber im klassenüblichen Rahmen. Am auffälligsten sieht man es, wenn die Tastatur eingeblendet werden soll. Das kann halt mal eine Sekunde oder einen Ticken länger dauern. Bei Spielen überzeugt das Honor 5X mit größtenteils ruckelfreien Spielvergnügen, so dass selbst Asphalt 8 kein Problem ist. Allerdings wurde das Gerät dabei sehr warm, wenn auch nicht kritisch.

Hier noch ein paar Benchmark Ergebnisse:

  • AnTuTu: 35020
  • Base X Mark: 9340 / 4866
  • Basemark OS II: n.A. / 1245 / n.A. / 716 / 9
  • CF-Bench: 60756 / 58662 / 59499
  • Epic Citadel: 47,3 fps (High Quality)
  • Epic Citadel: 27,8 fps (Ultra High Quality)
  • Epic Citadel: 49,9 fps (High Performance)
  • Geekbench 3: 690 / 2922
  • Icestorm Sing Shot: 129
  • Icestorm Unlimited: 7665
  • Icestorm Extreme: 5399
  • Icestorm: 9402
  • NenaMark 2: 59,9 fps
  • Octane 2.0 Score: 3371
  • Quadrant Standard: 25770
  • Sunspider Browser Benchmark (Chrome): 1450,3 ms
  • PC Mark: 3015
  • Vellamo: 1702 / 1083 / 2046

Honor 5X Leistung (23)

Display:

Auf dem 5,5″ IPS Display tummeln sich insgesamt 1980 x 1280 Pixel. Also eine klassische Full-HD Auflösung. Die Farbtemperatur kann man in den Displayeinstellungen anpassen. Aber auch in der Standardeinstellung weiß die Darstellung mit natürlichen Farben und guten Kontrasten zu gefallen. Die Displayhelligkeit ist sehr hoch, was der Ablesbarkeit im Freien hilft. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert größtenteils sehr gut. Nur ab und zu verhaut sie sich ein wenig und muss dann noch mal nachregeln. Die Blickwinkelstabilität ist typisch für IPS Displays sehr gut. Auch bei sehr flachen Winkeln verändern sich die Farben so gut wie gar nicht. Lediglich die Helligkeit nimmt etwas ab.

Leider gibt es kein Gorilla Glass. Eine einfache Displayfolie muss zum Schutz reichen. Aber besser eine Folie ab Werk als gar nichts.

Kamera:

Die Hauptkamera des Honor 5X löst mit 13 Megapixel Kamera auf. Die Frontkamera immerhin noch mit 5 Megapixel. Einen optischen Bildstabilisator gibt es leider nicht, dafür kann die Frontkamera mit einem Blickwinkel von 90° aufwarten, was für Gruppenselfies gut ist. Im Menü sollte man direkt die Verschönerungsoptionen deaktivieren. Gesichter sehen total unnatürlich aus. Fast schon wie Puppen und da muss man schon blind sein, um das nicht zu entdecken. Einen manuellen Modus gibt es leider nicht.

Warum bei der Videoqualität ab Werk nur HD eingestellt ist verstehe ich nicht. Die Qualität bei HD ist nämlich gelinde gesagt nicht so prickelnd. Bei Full-HD, also 1080p, ist es um Längen besser.

Die Qualität der Bilder geht für die Preisklasse in Ordnung. Solange die Bedingungen stimmen, also Sonnenschein und genügend Licht, gelingen schöne Fotos bei denen der Kontrast, Farben und Detailgrad stimmen. Nur bei maximaler Vergrößerung sieht man, dass Details verschwimmen. Aber seien wir mal ehrlich. Wie oft schaut man sich Fotos auf einem großen Fernseher an oder lässt sich daraus Poster entwickeln? Zu 99,9% wird man die Bilder auf dem Handy zeigen und da wissen die Fotos zu gefallen. Lobenswert muss die Schnelligkeit beim fokussieren und Auslösen genannt werden. Auch dass man ganz nah ran gehen kann und trotzdem noch sauber fokussiert wird, ist nicht selbstverständlich.

Werden die Lichtverhältnisse aber etwas schlechter z.B. in geschlossenen Räumen verrauschen die Bilder zusehends und werden teilweise unansehnlich. Nachts sollte man die Kamera besser stecken lassen. Videos sollte man wie bereits beschrieben direkt in Full-HD aufnehmen. Allerdings verwackeln diese doch recht heftig und der Fokus hat des öfteren Probleme mitzuhalten.

Wie immer findet ihr alle Fotos in ihren vollen Auflösung und unbearbeitet bei Flickr -> Link

Honor 5X Testfoto (8)

Akku:

Der nicht wechselbare 3000 mAh Akku hat einiges zu bieten und entspricht dem (auch in der Akkulaufzeit) Huawei GX8 (Testbericht) . Wie immer ist bei mir Bluetooth, WLAN, GPS und Sync dauerhaft aktiviert, das Display auf 75% Helligkeit mit Automatik und die Abschaltung auf 5 Minuten eingestellt. Die eingebaute Akkusparfunktion ist auf „Normal“ eingestellt, da man diese nicht komplett deaktivieren kann. Wie man am Screenshot sehen kann, nutze ich so ein Smartphone sehr viel und auch mal längere Zeit am Stück. Nach wie vor hat es Huawei bzw. Honor nicht in den Griff bekommen, den Akkuverbrauch im Standby zu senken. Selbst über Nacht gehen da gerne mal 10-15% flöten. Bei dem unten gezeigten Akkuverlauf hatte ich eine Display-On Time von exakt 5 Stunden und 24 Minuten, also durchaus akzeptabel, aber komplett über den Tag komme ich nur, wenn es ich auch mal etwas in Ruhe lasse.

Eine Stunde spielen wie z.B. GT Racing 2 entlockt dem Akku zwar gerne mal bis zu 19% und ein Film in Full-HD deren 20%, aber im normalen Betrieb hält sich der Konsum wirklich in Grenzen,  wie man auch am ziemlich geradlinigen Verlauf sehen kann.

Wer den Intelligenten Energiesparmodus aktiviert, wird sicher noch ein bisschen weiter kommen, da hierbei der Prozessor je nach Bedarf mehr oder weniger viel Leistung liefert. Richtig Saft spart man mit dem Modus „Ultra“. Ähnlich wie bei Samsung wird die Oberfläche nur noch in schwarz/weiß dargestellt und sämtliche Funktionen bis auf die Telefonie und SMS abgeschaltet. Dadurch kommt man selbst mit 3% Akku laut Anzeige noch knapp 3 Stunden ohne Steckdose auskommen könnte.

Im PC Mark Akkutest erreicht es 9 Stunden und 14 Minuten. Im Geekbench 3 Akkutest nach 5 Stunden und 13 Minuten einen Wert von 3135 Punkten.

Honor 5X Akku (4)

Konnektivität:

Da sich das Honor 5X in diesem Punkt auch nicht wirklich vom Huawei GX8 unterscheidet, sind die Ergebnisse auch hier beinahe deckungsgleich. Auch hier zählt das WLAN Modul mit zum besten, was ich je in einem Smartphone getestet habe. Bei mir zu Hause findet mein Laptop exakt 8 WLAN Netzwerke. Auch das Honor 5X findet davon 7 und die mit beinahe voller Leistung. Selbst auf der Straße bin ich mit meinem eigenen WLAN noch verbunden und kann damit problemlos surfen. Leider fehlt auch hier Dual-Band WLAN und der neue ac-Standard. Aber das sollte verschmerzbar sein, weil ich wette, dass die allermeisten Interessenten keine wirkliche Ahnung haben, was das ist und wofür das gut ist. Bluetooth 4.1 ist mit an Bord und läuft tadellos. Dasselbe gilt für das NFC Modul.

Beim GPS Empfang fällt es etwas hinter den Konkurrenten ab. Aber bei einer Genauigkeit von 30 Fuß (10  Meter) im Freien und 56 Fuß (knapp 20 Meter) innerhalb von Gebäuden, kann man  mit dem Honor 5X auch sehr gut navigieren. Zumindest hat es mich nie im Stich gelassen und immer brav meine exakte Position angezeigt.

Beim Empfang gab es auch nichts auszusetzen. Verbindungsabbrüche gab es keine zu beklagen. Dank LTE der Kategorie 4 ist man auch sehr flott im Netz mit bis zu 150 MBit/s unterwegs. Die Empfangsqualität kann und möchte ich nicht näher beurteilen, denn ich wohne mitten im Rhein-Main Gebiet und nutze das Telekom Netz. Damit habe ich überall 4G bzw. LTE und selbst im tiefsten Wald noch Netz. Erwähnenswert ist aber, dass beide Simkarten im LTE Netz funken können. Auch nicht selbstverständlich in dieser Klasse, denn die meisten unterstützen LTE nur für eine Simkarte. Die zweite muss mit dem lahmen HSDPA Vorlieb nehmen. Allerdings ist das Honor 5X nur ein Gerät mit Dual-SIM Standby. Das heißt, dass man immer nur mit einer Karte telefonieren kann und die andere für die Dauer des Telefonats nicht aktiv ist.

Honor 5X Verbindungen (2)

Klang:

Auch wenn die beiden Gitter am unteren Rand auf Stereo-Lautsprecher schließen lassen, ist nur einer verbaut. Unter dem anderen befindet sich eines der beiden Mikrofone. Durch die ungünstige Platzierung wird man den einen dann aber beim Halten im Querformat unweigerlich abdecken. Schade, denn dann kommt da rein gar nichts mehr raus und gerade beim  Spielen oder Video schauen, möchte man doch auch was hören.

Leider klingt der Lautsprecher auch ohne abgedeckt zu werden eher dumpf und blechern. Bässe gibt es nicht, was nicht weiter verwunderlich ist. Die Mitten sind dominierend und lassen den Höhen keinen Raum, wodurch sich dieses  durchwachsene Klangbild ergibt. Aber laut kann es und das ordentlich, auch wenn das nach ein paar Sekunden eher weh tut als gefallen. Um ein paar Freunden ein YouTube-Video zu zeigen reicht es aber allemal aus. Eine Alternative ist das mitgeliferte Headset. Zwar kein hochwertiges, aber um Längen besser als über den Lautsrecher zu hören.

Bei Telefonaten klingt man selber, aber auch der Gesprächspartner eher dumpf und auffällig ist auch eine schwanende Lautstärke. Ein Phänomen, welches ich so bislang nicht kannte.

Honor 5X Details (13)Fazit:

Für den Preis von knapp 215 € kann man mit dem Honor 5X nichts falsch machen. Es bietet ein toll verarbeitetes Aluminiumgehäuse, ein gutes Full-HD Display, die Möglichkeit neben zwei Simkarten zusätzlich noch eine Speicherkarte einzusetzen und als Sahnehäubchen diesen genialen Fingerabdruckscanner mit Zusatzfunktionen. Bis auf ein paar kleine Hänger im Betrieb, der nicht immer so guten Kamera hat das 5X keine wirklichen Nachteile. Um eine passende Alternative zu suchen, muss man lange suchen, um am Ende doch nicht fündig zu werden. Bezieht man sich auf die Displaygröße und/ oder den Preis bzw. anderen Geräten von Honor, fallen mir das OnePlus X (Testbericht) für gut 270 € ein, welches aber keinen Fingerabdruckscanner besitzt oder eben das Nexus 5X (Testbericht) für etwas über 300 € ein. Aus gleichem Hause, etwas kleiner vom Display, dafür besser ausgestattet, aber mit über 300 € eben auch teurere Honor 7 (Testbericht) ein oder das Huawei GX8 (Testbericht) für ebenfalls über 300 €.

Von daher vergebe ich das Gütesiegel.

mobi-test.de-Gütesiegel-300x300

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

One Comment

  • Günter Wilke sagt:

    Keine Frage, sondern ein Lob!
    Sie sind einer der ganz wenigen Tester, die der Telefoniequalität noch Aufmerksamkeit widmen.
    Ich kann das nicht verstehen, warum dieser Sektor totgeschwiegen wird. Die überwiegend schlechte Sprachqualität hält sich meiner Meinung nach deshalb so lange, weil es zu wenig und zu selten kritisiert wird!
    Also weiter so!
    Günter Wilke

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