HTC One M9 im Dauertest – etwas Gutes wurde leider nur leicht verbessert

HTC One M9 Test Banner

Lieber spät als nie, habe ich auch das HTC One M9 einem Dauertest unterzogen. Auf der ersten Blick sieht es dem Vorgänger HTC One M8 (Testbericht) zum verwechseln ähnlich. Mich interessiert vor allem, ob sich der Umstieg lohnt oder der Nachfolger so viel besser ist, dass man dafür alles links liegen lassen kann. Zur Verfügung gestellt wurde mir das HTC One M9 von 1&1. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich.

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Rein optisch ist das M8 und das M9 wirklich sehr leicht zu verwechseln. Vorne erkennt man keinen Unterschied und die Abmessungen unterscheiden sich ebenfalls nur minimal. Erst auf den zweiten Blick erkennt man auf der Rückseite, dass die Kamera keine runde Einfassung mehr hat, sondern eine eckige. Das auch die Power-Taste eine neuen Platz gefunden hat, wird man, wenn überhaupt, erst auf dem dritten Blick entdecken. Das sind aber wirklich die einzig sichtbaren Unterschiede.

Übrigens habe ich hier speziell für das HTC One M9 die besten Tipps & Tricks zusammengestellt -> Link

Technische Daten:

  • Android 5.0.2 LollipopHTC One M9 Front
  • HTC Sense 7.0
  • 5″ Super-LCD 3 Display mit 1920 x 1080 Pixel
  • 441 ppi
  • Gorilla Glas 4
  • 4 x 2,0 GHz + 4 x 1,5 GHz Snapdragon 810 Octa-Core 64 Bit Prozessor
  • Adreno 430 GPU
  • 3 GB RAM
  • 32 GB interner Speicher
  • MicroSD bis 128 GB
  • 20 Megapixel Kamera mit Dual-LED Blitz und 4k Videoaufnahme
  • 4 Megapixel UltraPixel Frontkamera
  • LTE Cat.6
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz)
  • Bluetooth 4.1 mit aptX
  • Infrarot-Sender
  • NFC
  • DLNA
  • HDMI MHL 3.0
  • CIR
  • GPS / GLONASS
  • 144,6 x 69,7 x 9,61 mm
  • 157 g
  • 2840 mAh (nicht wechselbar)
  • Quick Charge 2.0

Produktseite: htc.com/de/htc-one-m9

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: HTC_One_M9_User_Guide_DEU.pdf

Die Farben des HTC One M9 sind die alten Bekannten Gunmetal grey, Gold on Silver und Gold on Gold. Aktuell liegt der Preis um die 520 €.  Ebenfalls erhältlich sind wieder diverse Hüllen wie das DotView-Case und Bumper.

Übersicht:

Unboxing:

Die Box, also die Verpackung ist dieses mal etwas schlichter ausgefallen. Nur der Schriftzug „HTC One M9“ ist darauf zu sehen. Drinnen dann dieses:

  • HTC One M9
  • 1,5 A Netzteil
  • Mikro-USB Kabel
  • Headset mit Aufsätzen
  • Entriegeluungsstift
  • Kurzanleitung

Also auch keine größeren Neuerungen, außer dass das Netzteil mit 1,5 A etwas stärker ausfällt. Schade, dass HTC nicht gleich ein Quick-Charge 2.0 fähiges beilegt.

HTC One M9 Unboxing (2)

Verarbeitung und Ausstattung:

Außen nichts neues und das ist auch ein Stück weit gut so. Was soll man an einem geradezu perfekt verarbeiteten Gehäuse mit seiner tollen Haptik und Ergonomie noch verbessern? Nichts und das denkt sich wohl auch HTC. Also gibt es wieder ein Uni-Body Gehäuse in Aluminium mit einer leichten Wölbung auf der Rückseite. Die Abmessungen sind im Vergleich zum Vorgänger in der Länge und Breite nicht wahrnehmbar geschrumpft, dafür hat es in der Dicke um 0,3 mm zugelegt, was man ebenfalls nicht merkt. Ebenfalls nicht der Rede wert sind die 3 g Gewichtsverlust.

HTC One M9 Hands-On (1)

Die beiden Frontlautsprecher sind natürlich das Erkennungsmerkmal der One Serie. Das hat sich beim M9 auch nicht geändert. Im unteren Lautsprecher ist auch eines der beiden Mikrofone versteckt. Oben verbirgt sich auch noch die Benachrichtigungs-LED. Ansonsten noch die Linse der Frontkamera und der Annäherungssensor.

Am unteren Ende immer noch die leicht aus der Mittte heraus versetzte Micro-USB Buchse und die 3,5 mm Headsetbuchse. Links außen befindet sich nur der Schacht für die Nano-SIM, der mit dem beiliegenden Stift geöffnet werden kann. Am oberen Ende ist zwar immer noch der IR-Sender vorhanden, aber unter einer breiten Abdeckung versteckt. Beim Vorgänger war hier noch die Power-Taste zu finden. Die ist nun auf die rechte Außenseite gerutscht, unterhalb des Schachts für die microSD Speicherkarte (bis zu 2TB) und die nunmehr zweigeteilte Lautstärke-Taste. Alle Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt und sitzen fest in ihren Öffnungen ohne zu klappern. Im Gegensatz zu den glatten Lautstärketasten, besitzt die Power-Taste eine Riffelung. Die beiden Schlitten lassen sich mit dem Stift gut öffnen und schließen sauber und bündig mit dem Gehäuse ab. Nur das Einlegen der Nano-Simkarte erweist sich etwas fummelig, da der Schacht doch recht knapp gehalten wurde.

Auf der nicht abnehmbaren Rückseite, Uni-Body heißt ja aus einem Teil gefertigt, findet man die nur minimal herausstehende durch Saphirglas geschützte Linse der Hauptkamera, den Dual-Blitz und das zweite Mikrofon zur Geräuschunterdrückung.

Auch das One M9 erweist sich als äußerst stabil und verwindungssteif. Verdrehen, drücken oder sonstige normalen Beanspruchungen steckt das Gerät locker weg.

Und hier der bei mir obligatorische Größenvergleich:

Betriebssystem und Leistung:

HTC One M9 Screenshots (12)Mein HTC One M9 32GB wurde noch mit Android 5.0.2 Lollipop geliefert. Mittlerweile ist das Update auf Android 5.1 Lollipop da und sollte bei jedem zum Download angeboten werden. Von den 32GB internen Speicher waren nach dem ersten Start noch 19,14 GB verfügbar. Natürlich ist auch die hauseigene Oberfläche HTC Sense in der neuen Version 7.0 mit an Bord. Da HTC auch schon das M8 auf Android 5.1 mit der neuen Version der Sense Oberfläche anbietet, unterscheiden sich die beiden in dieser Hinsicht überhaupt nicht. Wichtigste Neuerungen sind der Themeeditor, ein Widget welches standortbasiert passende Apps anzeigt und die Möglichkeit zeitgesteuerte Backups der Einstellungen und der Apps inkl. deren Einstellungen anzulegen. Ansonsten ist HTC Sense immer noch angenehm aufgeräumt und bietet viele Möglichkeiten der Individualisierung. An vorinstallierten Apps gibt es zum Glück nicht viele. Darunter Polaris Office 5, Twitter, Skype und ein paar von HTC selbst. Einige kann man deinstallieren, was aber keinen großartigen Platzgewinn bringt.

Erfreulich ist, dass HTC die schnelle Möglichkeit der Umschaltung der Profile beim Drücken einer Lautstärketaste beibehalten hat. Eine Funktion, die ich beim Samsung Galaxy S6 schmerzlich vermisse.

Ansonsten gibt es wieder HTC BlinkFeed, bei dem man an einem Ort diverse Nachrichten und Neuheiten aus auswählbaren Quellen erhält. Wer das nicht braucht, kann es problemlos deaktivieren. Wie das geht ist hier beschrieben -> Link

Unter der Haube hat sich ordentlich was getan. Muss ja auch, wenn man mit der Konkurrenz mithalten möchte. So kommt nun ein fetter 8-Kerner zum Einsatz. Genauer gesagt eine Snapdragon 810 CPU mit 64bit Architektur, der auf vier Kernen mit je 2 GHz taktet und den anderen vier mit je 1,5 GHz. Dazu gesellt sich noch eine Adreno 430 GPU und stramme 4 GB RAM. Das klingt nicht nur nach ordentlich Dampf, sondern liefert diese auch. Egal, was man mit dem One M9 anstellt, es kommt nicht aus der Puste. Selbst aufwendige Spiele wie Asphalt 8 oder GT Racing 2 scrollen butterweich und in einem irren Tempo über das Display. Nicht einmal Abstürze gibt es zu beklagen. Allerdings erweist sich der Alu-Geschoss als Hitzkopf. Vor allem wenn man spielt oder hochauflösende Filme schaut, zeigt mein IR-Thermometer im Bereich der hinteren Kamera einen beachtlichen Wert von bis zu 48,3 °C. Aber genauso schnell wie es sich aufheizt, kühlt es sich auch wieder ab und kann wieder ganz normal genutzt werden.

Hier noch ein paar Benchmark Ergebnisse:

  • AnTuTu: 52423
  • Base X Mark: 28622 / 14969
  • Basemark OS II: 1418 / 1539 / 905 / 3032 / 959
  • CF-Bench: 48726 / 42936 / 45252
  • Epic Citadel: 59,2 fps
  • Geekbench 3: 785 / 3126
  • Icestorm Unimited: 20924
  • Icestorm Extreme: Maxed Out
  • Icestorm: Maxed Out
  • NenaMark 2: 59,9 fps
  • Quadrant Standard: 27175
  • PC Mark: 4101
  • Sunspider Browser Benchmark: 837.0 ms
  • Vellamo: 2983 / 1939 / 1948

Display:

HTC One M9 Display (1)Auch beim Display gibt es zum Vorgänger keine Veränderung. Immer noch wird ein Super-LCD 3 Display mit einer Diagonalen von 5″ zur Anzeige genutzt und die Full-HD Auflösung von 1920 x 1080 Pixel erlaubt knackig scharfe Darstellungen von Grafiken und Text. Selbst im Browser bei maximaler Vergrößerung sind bei Texten keinerlei Treppenbildungen oder sichtbare Pixel zu erkennen. Doch eine Änderung gibt es. Beim One M9 kommt das neue Gorilla Glas 4 zum Einsatz und selbst nach 4 Wochen der intensiven Nutzung verunstaltet nicht einmal ein kleiner Kratzer das Display. Scheint also wirklich äußerst kratzfest zu sein, denn ich stecke das M9 einfach in die Hosentasche ohne weitere Schutzhülle. Das Thema Schwarzwert ist mittlerweile keines mehr. Gerade ein Vergleich zu Samsungs AMOLED-LED Displays hinkt ohne Ende. Denn bei Samsung werden die Pixel bei der Darstellung schwarz einfach abgeschaltet. Schwärzer geht es also nicht. Bei LCD Displays ist das nicht der Fall, trotzdem ist beim One M9 schwarz immer noch als schwarz erkennbar. Farben werden  dafür nicht so übertrieben bunt dargestellt wie auf Super-AMOLED Displays. Mir gefällt hierbei das HTC One M9 richtig gut, denn Farben werden satt und sehr natürlich wiedergegeben. Wem das noch zu viel Farbe oder gar zu wenig ist, kann in den Einstellungen die Farbwiedergabe seinen Wünschen entsprechend anpassen.

Selbst im Freien bei hellsten Sonnenschein ist das Display sehr gut ablesbar. Die automatische Helligkei.tsregelung arbeitet flott und zielsicher. Eigentlich gibt es nur eine Kleinigkeit zu bemängeln. Und das wäre ein ziemlich heftiger Lichthof in einer Ecke des Display, denn es beim HTC One M8 (Testbericht) nicht gab.

Die Gleiteigenschaften des Display sind sehr gut und auch mehrere Eingaben zur selben Zeit werden umgehend umgesetzt. Auch bei der Blickwinkelstabilität geben sich die verschiedenen Typen nichts mehr. Egal wie flach man von der Seite auf das Display schaut. Der Inhalt ist immer gut zu erkennen.

Kamera:

Neben einem stärkeren Prozessor und mehr RAM hat sich vor allem bei der Kamerahardware einige Änderungen gegeben. So hat HTC die ungebliebte UltraPixel Kamera des Vorgängers nach vorne verbannt. Das heißt also 4 Megapixel mit Full-HD Videoaufnahme für die Frontkamera. Die Hauptkamera ist ein „normales“ Kameramodul mit 20 Megapixel Kamera, einem Dual-LED Blitz und 4k Videoaufnahme.

Das Kameramenü an sich ist sehr übersichtlich weil zunächst einmal versteckt. Am unteren Rand findet man jetzt nur noch die Kurzwahltaste für 6 Motivprogramme wie RAW-Kamera oder Selfie. Hier kann man sich auch eigene Voreinstellungen fest abspeichern. Dazu noch die Tasten für Videos und normale Fotos, Blitz und der Galerie. Erst wenn man oben links auf das sog. Hamburger-Menü, also diese drei Punkte tippt, erscheinen weitere Optionen. Wie von HTC gewohnt, gibt es auch beim M8 den genialen Burst-Modus. Einfach den Auslöser gedrückt halten und schon macht die Kamera eine vorher definierte Zahl an Fotos in extrem kurzer Zeit. Ideal für bewegte Motive, wo man sich dann aus allen Aufnahmen die besten aussuchen kann. An sich nix dolles, weil es fast schon alle haben, aber auch beim M9 sind alle Aufnahmen gestochen scharf. Egal wie sich das Objekt bewegt und das obwohl HTC beim M9 keinen extra Bildstabilisator verbaut.

Zoe gibt es auch noch. Damit macht die Kamera mehrere Fotos und ein kurzes Video in einem Aufwasch. Dazu kann man dann die Bilder und das Video mit diversen Effekten ausstatten. Für mich eine eher nutzlose Spielerei, da diese Sequenzen einfach zu kurz sind um irgendwas auszusagen.

An die Kamera eines LG G4 (Testbericht) kommt sie trotz mehr Megapixel aber nicht heran. Schlecht sind die Fotos sicher nicht, aber schaut man sich mal ein Bild in voller Auflösung mal an, dass sieht man doch sehr deutlich, wie Details ineinander verschwimmen. Der Fokus arbeitet flott und präzise, so dass man auch mal sehr nahe an ein Objekt heran gehen kann. Je dunkler es wird, umso krisseliger (Rauschen) werden die Aufnahmen.

Wie immer findet ihr alle Fotos in ihren vollen Auflösung und unbearbeitet bei Flickr -> Link

HTC One M9 Testfoto (8)

Akku:

Der Akku des M9 bietet nunmehr 2840 mAh und damit 240 mAh mehr als der Vorgänger. Den Akkuverbrauch hat HTC mittlerweile wohl gut in den Griff bekommen. Musste ich bei den beiden Vorgängern oft genug zweimal am Tag notfallmäßig an die Steckdose, komme ich mit dem M9 ganz gut über den Tag. Und das obwohl ich immer noch ein sog- Heavy-User bin, also RSS, Twitter, Whatsapp, surfen usw. WLAN, NFC, GPS, Snyc usw. permanent aktiv sind und ich den Kasten eigentlich ständig in der Hand habe. Das Display auf 75% Helligkeit mit Automatik. Auf dem Screenshot unten ist so ein Tag ganz gut zu sehen. Man kann den Akku auch ganz locker in 5 bis 6 Stunden leeren, wenn man mal etwas länger navigiert oder spielt. Übrigens lässt sich in den Einstellungen des Akkus dessen Stand auch in Prozent anzeigen.

Eine Stunde Video in HD Qualität anschauen, bezahlt man mit 18%. Wer auch mal anspruchsvolle Spiele spielen möchte, der muss z.B. bei GT Racing 2 mit bis zu 24% Akkuverbrauch rechnen. Der Tribut an die höhere Prozessorleistung.

Natürlich bietet das M9 wieder einen gut durchdachten Energiesparmodus. Der einfache Modus kastriert nur Funktionen wie die Prozessorleistung, die Displayhelligkeit, die Vibration deaktivieren und die Datenverbindung zu kappen. Der „Extreme Akkusparmodus“ aktiviert sich auf Wunsch bei 20, 10 oder 5% und schaltet alles ab bis auf die nötigsten Funktionen. Damit sind dann noch mal ein paar Stunden Standby drin.

Das Beste ist, dass auch das M9 Quick Charge 2.0 unterstützt. Mit einem passenden Ladegerät (Testbericht) ist der Akku des Boliden innerhalb von nicht einmal 90 Minuten von 0 auf 100% aufgeladen.

HTC One M9 Akku (6)

Konnektivität:

HTC One M9 Screenshots (54)Das HTC One M9 versteht sich mit allem, was es aktuell so an Standards gibt. Dualband WLAN inkl. ac Unterstützung, Bluetooth 4.1 mit aptX Support, DLNA, Miracast und was es halt noch so gibt. Und in keinem Punkt gibt sich das M9 eine Blöße. Das WLAN sehr stabil und mit einer guten Reichweite was auch für Bluetooth gilt. Da ich sehr viel Musik per soptify über Bluetooth Lautsprecher höre, ist dieser Punkt sehr wichtig für mich. Denn nicht immer befinde ich mich im selben Raum wie der Lautsprecher. Und durch die Verbindung kann ich selbst im Treppenhaus beinahe eine ganze Etage tiefer gehen, bis die Verbindung abbricht.

Die Infraot-Fernbedienung ist ganz nett und steuert nach einem kurzen Anlernen alle Gerätschaften wie Fernseher, Blue-Ray Player und Sat Receiver ohne Probleme. Lediglich die bereits vorinstallierte App Peel Smart Remote ist bei der Auswahl der Sender etwas zu umständlich, denn nach Auswahl des richtigen Satelliten kann man sich nicht nur deutsche Sender anzeigen lassen. So bekommt man eine irre lange Liste mit allen Sender und das ohne Suchfunktion. Wer sich aber die Arbeit macht, bekommt eine gute Programmübersicht an die Hand.

Das GPS Modul ist ok, hinkt aber der Konkurrenz etwas hinterher. Zwar ist das Signal nach wenigen Sekunden gefunden, aber bei der Genauigkeit von max. 30 Fuß, also knapp 10 Meter, liegt es im hinteren Mittelfeld. Bessere Module packen da locker 3 Meter Genauigkeit. Zum Navigieren reicht es aber locker und das Signal wird stabil gehalten. Innerhalb von Gebäuden ist es da schon etwas kritischer. Hier dauert es vergleichsweise lange, bis ein brauchbares Signal anliegt. Mit der Zeit pendelt es sich auf eine Genauigkeit von 13 Metern ein, aber bis dahin vergeht sehr viel Zeit.

Keinerlei Probleme gibt es hingegen beim Netzempfang. Verbindungsabbrüche sind seit dem HTC One M7 endlich passe. Allerdings bewerte ich nicht die Empfangsqualität, denn ich lebe mitten im Rhein-Main Gebiet und da habe ich eigentlich an jeder Ecke einen sehr guten Empfang.

Klang:

HTC One M9 Details (16)BoomSound ist BoomSound und da kommt bislang kein Konkurrent heran. Aber das HTC One M9 bietet jetzt auch noch Dolby Audio und damit macht macht Musik hören richtig Laune. Die beiden Frontlautsprecher klingen für ein  Smartphone sehr gut. Bauartbedingt gibt es zwar keine fetten Bässe, aber es pumpt besser als jedes andere Gerät. Die Mitten und Höhen passen gut dazu und drängen sich nicht auf. Und es kann, wenn es sein muss, auch richtig laut ohne dabei zu verzerren oder zu scheppern. Kurzum ein richtig harmonisches Klangbild, so dass man nicht zwingend einen Bluetooth Lautsprecher benötigt. In den Einstellungen kann man zwischen einem Modus für Musik und einem Theater-Mode für Videos und Spiele umschalten. Beim letzteren ist der Sound einen Ticken lauter und voluminöser. Zumindest kommt es mir so vor.

Beim Telefonieren wird man selbst in lauteren Umgebungen immer sehr klar und deutlich verstanden. Das Gegenüber klingt sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk ebenfalls sehr natürlich. Sollte es mal um einen herum lauter sein, kann man den Lautsprecher gerne auf Maximum stellen. Denn dann klingt das One M9 immer noch sehr, sehr sauber.

Fazit:

Das HTC One M9 ist eines der aktuellen Top Smartphones. Aktuell kostet es um die 520 € und damit nur minimal teurer als ein Samsung Galaxy S6 (Test folgt) für knapp 500 €. Hiefür erhält der Käufer ein nahezu perfekt verarbeitetes Smartphone mit ordentlich Dampf, einem sehr guten Display und absolut brauchbaren Kamera. Auch der Rest soweit überzeugen, wobei man sich aber darüber im Klaren sein muss, dass solche Leistungen entsprechend Akku brauchen. Daher lohnt sich auf jeden Fall die Anschaffung eines Quick Charge 2.0 Ladeegerätes (Testbericht), um im Notfall schnell wieder zu Kräften zu kommen.

Aber…wer bereits ein One M8 besitzt, braucht nicht umzusteigen. Das ist zumindest meine Meinung, denn bei der Software unterscheiden sich die beiden nicht und beim Rest muss man selber abwägen, ob einem der Aufpreis von gut 100 € das wert ist. Mir wäre es das nicht. Und beim nächsten Modell muss HTC mal wieder etwas mehr Mut beweisen, was das Design angeht. Ein zweites leichtes Facelift werden die Kunden sicher noch härter bestrafen als jetzt schon beim One M8. Denn es verkauft sich offensichtlich nicht so gut wie erhofft.

Trotzdem vergebe ich das Gütesiegel, denn das HTC One M9 ist alles im allem empfehlenswert.

mobi-test.de-Gütesiegel-300x300

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

One Comment

  • Simeon S sagt:

    Guter Testbericht. Mir gefällt deine Art Berichte zu schreiben. Außerdem findet man hier nicht diesen extremen Negativen Bericht bezüglich Design, Kamera und Prozessor-Hitzeproblem

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