Im Test – das Anker 60W 6-Port Family-Sized Desktop USB Ladegerät mit PowerIQ Technologie

Anker 60W 6-Port Desktopcharger Banner

Von Anker gibt es eine neue Version des Desktopladegerätes. Es bietet nun satte 60W Leistung, dazu gleich 6 USB Anschlüsse und sie alle verfügen die PowerIQ-Technologie. Ich habe es mir bestellt und möchte euch über meine gesammelten Erfahrungen damit berichten.

Das Ladegerät gibt es bei Amazon in schwarz* oder weiß* für jeweils 29,99 €. Der Vorgänger mit 5 USB Anschlüssen und 40 W (Testbericht) ist im Preis reduziert worden und kann bei Amazon* für 19,99 € geordert werden. Allerdings nur noch in schwarz.

In der Verpackung befindet sich neben dem Ladegerät das abnehmbare Netzkabel mit Standard-Euro-Stecker. Die vorhandenen Ladekabel können/müssen verwendet werden. Mittlerweile sollte ja jeder genug dieser Kabel zu Hause haben. Das Ladegerät selbst ist wieder einmal sehr gut verarbeitet. Sanfte Rundungen, ordentliche Kanten und Übergänge. Auch die USB Buchen und der Anschluss für das Netzkabel sind sauber eingepasst und sitzen fest. Oft genug habe ich schon erlebt, dass man beim hineinstecken eines Kabel ins Netzteil die Innereien direkt mit ins Gehäuse geschoben hat, oder beim herausziehen dieselben aus dem Gehäuse gezogen. Öffnen lässt sich das Netzteil nicht. Oder noch schlimmer, wenn man das Gehäuse direkt ohne Werkzeug unfreiwillig öffnen kann. Nicht so beim Anker. Gerade weil hier mit 230 V hantiert wird, ist ein vernünftiges Gehäuse sehr wichtig. Hier lässt Anker keinerlei Anlass zur Kritik. Die Abmessungen betragen 100 x 70 x 25 mm und damit ist es etwas größer als der Vorgänger mit 5 USB Ports. Neu ist aber die blaue LED. Keine Ahnung wer auf diese Idee gekommen ist, aber sie leuchtet dauerhaft, sobald das Ladegerät am Strom hängt. Egal ob was geladen wird oder nicht. Wer das Ladegerät am Bett betreiben möchte, wird sich sicher an der LED stören. Da hilft nur abkleben oder fetter schwarzer Edding.

Anker 60W 6-Port Ladegerät (6)

Leistungsmäßig hat das neue Modell kräftig zugelegt. Anstatt 40W zaubert Anker aus der kleinen Kiste nun 60W bei 12A. Pro USB Port können maximal 2,4 A bei 5V bereit gestellt werden. Allerdings nur, wenn maximal 5 Ausgänge belegt sind. Werden alle 6 benötigt, wird der Strom entsprechend aufgeteilt. Vor allem Smartphones vertragen zum größten Teil sowieso nur 1 A. Erschwerend kommt hinzu, dass z.B. Samsung und Apple eigene Schaltungen zum Laden verwenden. Ich bin kein Techniker, um das jetzt besser zu erklären. Irgendwo bauen diese beiden Brücken oder ähnliches ein, die erkennen, ob es sich um ein original Netzteil oder von einem Fremdanbieter handelt und regeln im Fall von Nicht-Original die Stromstärke nach unten. Daher kommt es auch, dass z.B. ein iPad an einem No-Name Netzteil vom ebay Grabbeltisch ewig lange zum laden braucht. Statt 2,4 A landen nur noch 0,5 A, also 1/5 des Möglichen im Tablet.  Und genau hier kommt die von Anker ganz groß hervorgehobene „PowerIQ Technologie“ zum tragen. Im Ladegerät ist eine intelligente Elektronik verbaut, die erkennt, vom welchem Hersteller das zu ladende Gerät stammt und passt die Stromstärke entsprechend an. Und das funktioniert. In unserem Haushalt gibt es zwei iPads, ein iPhone 6 Plus, ein iPhone 4s, diverse Android Smartphones, ein Windows Phone und dazu noch kabellose Headsets, externe Akkus usw. Sie alle lade ich mit dem Anker und das bislang völlig problemlos. Die iPad Minis werden mit 2A geladen. Exakt dem Wert, welches aus das original Apple Netzteil beim iPad Mini liefert. Mein OnePlus One genehmigt sich 1,9A, allerdings funktioniert hier nicht die Schnellladefunktion, wie es das original Netzteil anbietet. Aber es lädt trotzdem schnell genug.

Beim Test mit den Lastwiderständen liegen die Werte beim Test mit 1A bei 876 mA und 5,01V, was nach einer Stunde eine Aufladung von 936 mAh entsprechen würde. Beim Test in der 2A Stellung lagen die Werte bei 1,60A und 4,72V mit einem Ergebnis von 1830 mAh.

Fiepen, Pfeifen oder andere Geräusche konnte ich selbst bei maximaler Bestückung nicht hören. Die Wärmeentwicklung ist als gering zu bezeichnen. Mein Infrarotthermometer zeigte nach 1 Stunde laden eine Temperatur von max. 29,8 °C an. Selbstverständlich gibt es diverse Sicherungsmechanismen, die eine Überspannung, Überhitzung oder Kurzschluss verhindern.

Was will man mehr über so ein Ladegerät schreiben? Es funktioniert wie es sich gehört, ist gut und vor allem sicher verarbeitet und bietet genug Anschlüsse und Leistung und gleich eine ganze Armada an Gerätschaften zu laden. Das ganze noch schön handlich, dass man es auch mit auf Reisen nehmen kann. Und in Anbetracht dessen, sind knapp 30 € absolut angemessen.  Ein Ladegerät für alles, keine Jagd auf die letzte freie Steckdose in der Wohnung. Dafür gibt es das Gütesiegel.

Halt…einen Nachteil habe ich doch noch entdeckt. Ich nutze ja seit ein paar Wochen die Anker Ladestation (Testbericht). Die ist für das 5-Port Modell konzipiert. Das 6er passt leider nicht in die Halterung. Aber daneben. Und so habe ich nun das neue 60W Netzteil in der Schale drin und bin jetzt erst einmal ausreichend mit Ladekapazitäten versorgt.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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