Im Test – das CHOETECH 6-fach USB Ladegerät mit 50W

Choetech Smart 50W 6-fach Ladegerät Test

Ist man bei Amazon oder ebay auf der Suche nach einem 6-fach USB Ladegerät, wird man über kurz oder lang auch über das von Choetech stoßen. Dabei fällt direkt auf, dass es um beinahe die Hälfte günstiger als die bekannte Konkurrenz von Anker und Co. Kann es trotzdem im Test überzeugen? Genau das habe ich ausprobiert.


 

So ein Ladegerät mit 6 Plätzen hat jede Menge Vorteile. Ein Platz für alle und vor allem kein Streit mehr, weil mal wieder das einzige Ladegerät im Haus belegt ist. Alles Vergangenheit mit einem 6fach Ladegerät. Mit 16,99 € ist das Choetech 50W 6-Port Ladegerät ein vermeintliches Schnäppchen. Denn das Anker 6-fach (Testbericht) kostet 29,99 €, das Kinkoo 6-fach (Testbericht) auch noch 28,99 € und das 6fach von Lumsing (Testbericht) ist für 26,99 € erhältlich. Erst das RAVPower 6fach Ladegerät (Testbericht) ist mit 17,99 € vergleichsweise günstig, hat aber im Test nicht überzeugt. Mal sehen, was ich mit dem Choetech so erlebe…

Technische Daten:Choetech 6fach Ladegerät (3)

  • Eingang 100 – 240 V / 50 – 60 Hz / 1,5A
  • Ausgang max. 2,4A je Port
  • Ausgang max. 5V / 10A
  • 88,4 x 71,5 x 29 mm
  • 158 g

Produktseite: choetech.com/choe-multi-port-usb-charger

Der Lieferumfang des nur in schwarz erhältlichen Ladegerätes ist Standard. Das Ladegerät, das Netzkabel und eine kurze Anleitung. Das alles kostet bei Amazon* aktuell 16,99 € und ist damit erheblich günstiger als die meisten Konkurrenten, allen voran dem Anker 6-Port mit 60W für 29,99 €.

Verarbeitung und Ausstattung:

Ein schwarzer, schmuckloser Kasten mit abgerundeten Kanten, der mit 158 g um eines leichter als die Konkurrenz ist. Das ganze wirkt beim ersten anfassen irgendwie billig und der Eindruck wird durch den hohlen Ton beim klopfen auf das Gehäuse noch gesteigert. Die schwarze Oberfläche weist eine leichte Softgrip-Oberfläche auf. Alle sechs USB-Buchsen an der Front sitzen fest und symmetrisch in ihren Öffnungen. Die rückseitige Buchse für das entfernbare Netzkabel sitzt ebenfalls fest. Das Kabel besitzt einen schmalen Europa-Stecker und kein weiteres Netzteil. Im Inneren werkelt eine Elektronik, die versucht, die jeweils maximale Leistung heraus zu holen. So sind pro USB Port bis zu 2,4A möglich, gesamt allerdings dann wieder nur 10A. Erfreulicherweise gibt es keine LED, so dass das Ladegerät auch im Schlafzimmer genutzt werden kann.

Direkt nach dem Auspacken und beim ersten Testlauf ist mir aufgefallen, dass eine USB Buchse ohne Funktion ist und eine weitere wohl einen Wackelkontakt aufweist. Fängt ja schon gut an oder, aber es sollte noch besser kommen.

Praxistest:

Choetech 6fach Ladegerät (6)Getestet habe ich wie immer auf eine für jedermann nachvollziehbaren Art und Weise.  Ich lade diverse Geräte exakt eine Stunde lang auf. Direkt zu Beginn habe ich die Akkustände abgelesen und nach einer Stunde erneut. Während des Ladevorgangs habe ich mit dem PortaPow USB Power-Monitor * den Ladestrom und Leistung abgelesen. Das ganze habe ich dreimal durchgeführt und aus allen Daten einen Mittelwert errechnet. Zusätzlich und jetzt ganz neu teste ich alle Ladegeräte noch mit einem schaltbaren Lastwiderstand mit 1A und 2A. Damit werden Schwankungen von den Geräten ausgefiltert und eine noch bessere Vergleichbarkeit erreicht.

Zuerst habe ich das iPad Mini 2 geladen. Dieses wurde in einer Stunde um exakt 22% aufgeladen und das bei 5,09V und 426 mA. In dieser Zeit flossen 743 mAh in den Akku des iPad Mini 2. Ein unterdurchschnittlicher Wert. Es erreicht nicht einmal annähend die Werte des original Apple Ladegerätes.

Als nächstes ein Samsung Galaxy S5 Mini. Nach einer Stunde stand ein plus von 26% im Display und das bei 5,15V und 427 mAh. Ebenfalls mehr als unterdurchschnittlich.

Als nächstes ein Nexus 5X, bei dem nach einer Stunde der Akku um 31% aufgeladen wurde. Und das bei 4,95V und 1,30A. Damit liegt es wiederum hinter der Konkurrenz aber nicht so stark, wie bei den anderen Geräten.

Erst beim Huawei MediaPad M2 8.0 wurde die Leistung des original Netzteils mit 47% bei 4,91V und 1,94A übertroffen, was einem Wert von 2290 mAh entspricht.

Beim Test mit den Lastwiderständen liegen die Werte beim Test mit 1A bei 874 mA und 4,92V, was nach einer Stunde eine Aufladung von 890 mAh entsprechen würde. Beim Test in der 2A Stellung lagen die Werte bei 1,60A und 4,74V mit einem Ergebnis von 1790 mAh.

Aber…es pfeift und das nicht zu knapp, sobald man ein Gerät zum laden anschließt. Die Lautstärke erhöht sich noch, je mehr Geräte angeschlossen werden. Dieses fiepen kann man ja noch überhören, aber die Erwärmung unter Last ist ein Sicherheitsrisiko. Bei einem oder zwei angeschlossenen Geräte ist keine nenneswerte Wärmeentwicklung bemerkbar, aber ab drei Geräten wird es dramatisch. An einer Stelle zeigte mein Infrarotthermometer Werte von bis zu 73°C an.

Fazit:

Das Gütesiegel kann ich leider nicht vergeben, auch wenn der Preis verlockend ist. Das Pfeifen nervt einfach nur und auch die Leistungen liegen in den meisten Fällen weit hinter den der original Netzteile. Ganz abgesehen von der enormen Hitzeentwicklung unter Last.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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