Im Test – das Mpow Wolverine Wireless Sports In-Ear Headset

MPow-Wolferine-Test-Banner

Aktuell habe ich meinen Fokus ein wenig auf kabellose In-Ear Headsets gelenkt. Grund ist, dass ich oft füßig unterwegs bin und mich unnötige Kabel nerven. Da kommen diese kabellosen Vertreter absolut gelegen. Als drittes im Bunde nehme ich mir das Mpow Wolferine vor, welches für kleines Geld in den Amazon Blitzangeboten schießen konnte.



 

Mpow ist ja auch so ein Hersteller bzw. Anbieter wie Wicked Chili. Die haben gefühlt 3000 Artikel im Programm und sind täglich mit irgendwas in den Blitzangeboten vertreten. Alleine Mpow hat ziemlich viele solcher Bluetooth In-Ear Headsets im Angebot. Sie hören auf „Magneto“, „Cheetah“, „Swift“, „Antelope“, „Seal“ usw. Aber wie so oft werden auch deren Headsets von irgendeinem Chinesen zusammengeschustert und am Ende das Mpow Logo aufgeklebt, denn das von mir getestete Wolferine gibt es auch von anderen Anbietern zum gleichen Preis. Nur eben mit einem anderen Logo drauf. Da sich bei Mpow auf meine Anfrage niemand gezuckt hat, habe ich mir das Headset kurzerhand gekauft. Der Preis schwankt unheimlich stark. Als ich es in den Blitzangeboten gekauft habe, lag der Preis bei 18,99 €. Aktuell liegt er bei 19,99 € und geht auch mal gerne hoch bis auf 29,99 €. Mein aktueller Vergleichskandidat ist das Fresh´n´Rebel Lace (Testbericht) zu 49,99 €, welches mich aber sehr positiv überrascht hat. Vielleicht kann es das Mpow Wolferine für weniger als die Hälfte ja genauso gut.

Technische Daten:Mpow Wolferine Bluetooth In-Ear Headset (2)

Bei Amazon* ist es in den Farben Silber, Schwarz und Gold zum Preis von 18,99 € erhältlich.

Unboxing:

Die Verpackung ist an sich klein, aber der Inhalt fällt doch ziemlich üppig für diese Preisklasse aus. Es hört gar nicht  mehr auf, aber am Ende liegt dann ganz schön viel vor einem:

  • Headset
  • Micro-USB Ladekabel
  • 6x Ohrbügel in verschiedenen Größen (Outdoor)
  • 6x Einsätze in verschiedenen Größen (Indoor)
  • 6x Ohrenstöpsel in verschiedenen Größen (2 montiert)
  • Anleitung

Interessant ist das mit den zwei verschiedenen Bügel für drinnen und draußen. Es gibt sogar einen extra Hinweis dafür, dass man für draußen bitte die stärker gewölbten Bügel nehmen soll und für drinnen die etwas kleineren. Wie verhält es sich aber beim Sport drinnen? Alles sehr seltsam und gilt es heraus zu finden.

Mpow Wolferine Bluetooth In-Ear Headset (1)

Verarbeitung und Design:

Das Headset wirkt billig. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Man nimmt es in die Hand und es ist federleicht. Bis auf die beiden Abdeckungen aus Aluminium auf den Enden der beiden Earpieces, besteht das Headset komplett aus Plastik. Das ist an sich ja kein Problem, aber das Wolverine fasst sich einfach billig an. Zumal die beiden Enden nicht magnetisch sind, was ich mittlerweile als einen erwähnenswerten Nachteil empfinde. Die „Fernbedienung“ ist im Flachbandkabel in der Nähe des rechten Ohres integriert. Die Akkus sitzen in den Ohrstöpseln, wodurch diese etwas größer ausfallen. Im nachhinein empfinde ich das eher als einen Nachteil, denn damit erhöht sich auch das Gewicht, was sich beim Tragekomfort bzw. dem Sitz direkt bemerkbar macht. Ist ist so ein Akku direkt im Kabel integriert wie beim Fresh´n´Rebel Lace (Testbericht) erheblich besser.Mpow Wolferine Bluetooth In-Ear Headset (3)

Dank eines kleines Klipp, kann man die Kabel etwas ordentlich zusammenfassen. Die drei Tasten (Lauter, Power, Leiser) sind leider nur schwer zu erfühlen, auch wenn die Gummierung für eine gewisse Griffigkeit sorgt. Man ertappt sich immer wieder dabei, dass man erst einmal alle Tasten abfühlt, um die passende zu erwischen. Ansonsten ist die Verarbeitung dem Preis angemessen. 

Die zahlreichen Aufsätze lassen sich einfach montieren. Nur die Ohrstöpsel brauchen etwas Geduld, da sie doch recht stramm über den Stift gezogen werden. Aber mit etwas Geduld und Spucke klappt es dann. Mein Tipp ist, dass man sich wirklich Zeit nimmt, um die für sich passenden Bügel und Stöpsel zu finden, denn sonst hat man nicht lange Spaß an der Musik. Denn der Tragekomfort ist sehr gut, solange man sich nicht zu sehr bewegt. Getestet wird bei mir ganz normal. Einmal beim normalen spazierengehen. Also eher gemächlich. Dann beim Sport, wo es beim Powerwalking etwas schneller zur Sache geht. Als ultimative Herausforderung muss es bei mir ein Workout mit Seilspringen durchstehen. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen oder anders formuliert für das Mpow Wolverine…das Headset von meinen Ohren.

Beim spazierengehen sitzt es einige Zeit sehr gut, um aber nach und nach herauszurutschen. Hier macht sich das höhere Gewicht und schlechtere Schwerpunkt außerhalb des Ohrs absolut negativ bemerkbar. Schlimmer beim Laufen. Ich jogge nicht, bin aber auch nicht viel langsamer unterwegs. Hier rutscht das Headset eigentlich permanent. Egal welche Aufsätze ich nehme. Beim Seilspringen ist mir das Headset direkt beim ersten Hüpfer davon gehüpft. Dafür also komplett unbrauchbar. Es ändert sich auch nicht, ob ich diese Indoor- oder Outdoorbügel aufziehe. Das Headset ist nichts für sportlich aktive. 

Verbindung und Bedienung:

Mpow Wolferine Bluetooth In-Ear Headset (4)Das ist vergleichsweise einfach. Über die mittlere Power-Taste das Headset einschalten, die Taste ca. 7 Sekunden gedrückt halten, bis die LED schnell in Orange/Weiß blinkt und das Headset befindet sich im Verbindungsmodus. Im Handy ist es dann als „Mpow Wolverine“ zu finden. Als Code müsste man bei Bedarf die 0000 eingeben. Nach der erfolgreichen Verbindung blinkt die LED nur noch Weiß. Eine Stimme unterstützt mit kurzen Statusmeldungen diesen Vorgang. Nachdem die Verbindung beim ersten mal erfolgreich hergestellt wurde, genügt es in Zukunft das Headset über die Power-Taste durch 3 Sekunden gedrückt halten, einzuschalten. Erneutes gedrückt halten für mindestens 4 Sekunden schaltet es aus. Einen automatischen Standby gibt es nicht.

In der Theorie bietet Bluetooth eine Reichweite bis zu 12 Meter. Also sollte das bei einem Bluetooth Headset kein Thema sein. Meint man. Hier beim Mpow Wolverine ist das ein echtes Problem. Und das ich kein Einzelfall bin, zeigen unzählige negative Rezensionen bei Amazon. Denn solange ich das Handy in der Hand halte, ist die Verbindung top. Stecke ich es aber in die Tasche, keinen Meter von meinem Ohr entfernt, wird die Wiedergabe brüchig und das so richtig. Es liegt sogar ein Zettel bei, in der man den Hinweis bekommt, das Handy bitte rechts zu tragen, damit es keine Probleme gibt, Mpow kennt also das Problem, aber es nützt nix. Trage ich das Handy in der rechten Hand und drehe meinen Kopf nach links, sind die Störungen bzw. Aussetzer da. Selbst das Handy irgendwo hin zu legen funktioniert nur, wenn man sich am besten gar nicht bewegt und direkten Sichtkontakt zum Handy hat. Es ist schlicht nicht auszuhalten und macht absolut keinen Spaß. Ich will das Handy beim Laufen bei mir haben, aber nicht ständig in der Hand halten. Damit hat es sich schon mal ziemlich disqualifiziert.

Die Tasten sind natürlich mehrfach belegt. Laut und Leiser macht man kurzes drücken der entsprechenden Taste. Durch gedrückt halten springt man einen Titel vor oder zurück. Kommt ein Anruf rein, nimmt man dieses über einen Druck auf die mittlere Taste an und legt darüber auch wieder auf. Durch drücken der Laut und Leiser-Taste zusammen, kann man das Mikrofon stumm schalten. Um einen Anruf abzuweisen, hält man die mittlere Taste beim Klingeln gedrückt, bis eine Bestätigung ertönt. Um die letzt gewählte Nummer erneut anzurufen, drückt man die mittlere Taste doppelt. Drückt man die mittlere Taste und die Lauter-Taste zusammen, kann man sich der Sprachsteuerung des Handys bedienen. Zumindest in der Theorie, denn das hat bei mir nicht funktioniert. Es passierte schlicht nichts.

Bis zu 8 Stunden soll der Akku halten. Bei mir waren es bei ordentlich normaler Lautstärke immerhin knapp über 6,5 Stunden am Stück. Kurz vor dem Ende fängt die LED an in der Farbe orange zu blinken und es ertönt der Hinweis „Battery low“. Nach etwas über 2 Stunden ist der Akku wieder voll aufgeladen.

Mpow Wolferine Bluetooth In-Ear Headset (5)

Klang:

Im direkten Vergleich zum Fresh´n´Rebel Lace (Testbericht) klingt das Mpow Wolverine trotz des erheblich günstigeren Preises ganz gut. Zwar ist die Bühne nicht so breit aufgestellt wie bei der teureren Konkurrenz, aber beim Sport spielt das keine wesentliche Rolle. Da sitze ich ja eher selten ruhig und lausche mit geschlossenen Augen der Musik. Beim Sport möchte ich satten Bass, straffe Mitten und klare Höhen. Das funktioniert beim Wolverine nur bedingt. Bässe gibt es nur, wenn das Headset perfekt sitzt. Wie oben erwähnt ist es mir aber ständig aus dem Ohr gerutscht. Die Mitten sind ok, auch wenn für meinen Geschmack etwas zu vorlaut, was den hohen Tönen wiederum etwas fehlt. Spritzig ist anders und so dudelt es halt so vor sich hin, weil das Klangbild kein Volumen hat. Alles im allem ist es für diese Preisklasse ok. Nicht mehr und nicht weniger. 

Das Noice Cancelling arbeitet gut bis sehr gut. Je nachdem, wie laut es in der Umgebung ist. In einer normalen lauten Umgebung wird alles schön herausgefiltert. Aber wenn es lauter wird, wie z.B. U-Bahn oder an einer befahrenen Straße, kommt es an seine Grenzen. Aber durch die recht hohe Maximallautstärke, kann man das immer noch ganz gut kompensieren.

Beim Telefonieren, gibt es nichts auszusetzen. Der Anrufer ist gut zu verstehen und das ohne Nebengeräusche. Man selber wird auch gut verstanden, wenn auch mit einem minimalen Echo, was ich aber nicht unbedingt auf das Headset schieben kann, denn dieses Phänomen war nicht immer präsent.

Fazit:

Wer weniger als 20 € für so ein Headset ausgeben will, muss sich auf Kompromisse gefasst machen. Die Akkulaufzeit ist gut, genauso der Klang, aber das hilft mir nichts, wenn das Mpow Wolverine schon bei leichter sportlicher Betätigung ständig aus dem Ohr rutscht und die Verbindung dermaßen schlecht, dass man von Hörgenuss gar nicht sprechen mag. Daher vergebe ich das Gütesiegel nicht und werde mich mal weiter auf dem Markt umschauen ob ich nicht doch noch eine Perle für unter 30 € finde.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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