Im Test – das TaoTronics TT-BH07 Bluetooth Headset mit aptX

Es ist mal wieder Zeit für einen Bluetooth Headset Test. Dazu passt, dass meine Frau ein neues sucht, welches vor allem beim Sport dort bleibt, wo es hingehört. Ausgesucht hat sie sich dafür das TaoTronics TT-BH07 mit aptX. Laut Amazon der Bestseller Nr. 1. Mal sehen, ob der Bestseller hält was er verspricht und ob er überhaupt hält…



Auf Amazon findet man in der Preisklasse bis 30 € gefühlt 40 Millionen solcher Bluetooth Headsets. Aber das TaoTronics bietet auch noch aptX. Damit soll der Klang auch über Bluetooth CD-Qualität haben. Das ist ein absolutes Totschlagsargument und bietet sonst keiner. Schon gar nicht für 22,99 €. Und  genau dieses haben wir uns dann mal für einen Test bestellt. Kabellose Headsets haben wir ja schon einige getestet. Unter anderem das Mpow Wolverine (Testbericht) oder das iEC Bluetooth Headset (Testbericht). Sie alle liegen in der gleichen Preisklasse. Meine Frau nutzt aktuell das das Fresh ’n Rebel Lace Wireless (Testbericht) für knapp 40 €. Ich selber das Teufel Move BT (Testbericht). Das kostet zwar 119 €, aber es ist nahezu perfekt. Gerade für den Sport muss so ein In-Ear Headset im Ohr halten. Daher testen wir, also meine Frau und ich, genau so. Wir machen beide Freeletics und dabei werden wir es abwechselnd ausprobieren.

Technische Daten:

  • Bluetooth 4.1 mit aptX
  • CVC Noice Canceling
  • Inline Fernbedienung
  • Freisprecheinrichtung
  • Spritzwassergeschützt nach IPx5
  • 15 g

Produktseite: de.taotronics.com/TT-BH07-Bluetooth-Headset-AptX

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: TT-BH07_Anleitung.pdf

Das TatoTronics ist bei Amazon in den Farben Schwarz*,  Blau*, Grün* und Rot* zum Preis ab 22,99 € erhältlich.

Unboxing:

Im schmucklosen brauen Karton befindet sich folgendes: 

  • Headset
  • Micro-USB Ladekabel
  • 3 Aufsätze in verschiedenen Größen (davon eines montiert)
  • 3 Haltebügel in verschiedenen Größen (davon eines montiert)
  • Tragetasche
  • Anleitung

Also ein Ladekabel ist zwar dabei, aber es fehlt ein Netzteil. Es passen alle bekannten USB Ladegeräte und davon sollte mitllerweile jeder mehr als genug daheim herumliegen haben. Die Tragetasche vielleicht etwas groß ausgefallen, aber so ein Extra findet man eher selten in dieser Preisklasse. Als Tipp gegen Kabelsalat empfehle ich den Fishbone Kabelmanager*, auf den man das Headset aufwickelt.

Verarbeitung und Ausstattung:

Das eigentliche Headset besteht aus Plastik, macht aber einen soliden Eindruck. Mit 15 g (komplett montiert) ist es sehr leicht und das trotz Magnet in den Enden, so dass man es sich wie eine Kette um den Hals hängen kann. Was aber ganz wichtig ist, ist die Sache mit den Ohrstöpseln bzw. Bügel. Man hat mehrere Größen und Bügel zur Auswahl und sollte sich wirklich die Zeit nehmen, die für sich passenden Teile auszusuchen und zu probieren. Nur so ist ein guter Sitz, gerade beim Sport, gewährleistet. Wer sich also über einen herausfallenden Stöpsel beklagt, sollte noch einmal testen, ob nicht doch ein anderer Aufsatz besser passt. Ich habe mehrere Anläufe gebraucht, die für mich passenden zu finden und den Sitz im Ohr zu optimieren. 

Beide Kopfhörer sind durch ein Flachbandkabel verbunden. Darin ist die Fernbedienung integriert, in dem auch der Akku verbaut ist. Sie wirkt etwas billig, auch wenn die drei Tasten hervorragende Druckpunkte aufweisen und gut ertastbar sind. Leider kann man sie nicht direkt unterscheiden. Die LED ist gut sichtbar angebracht und unter einer Abdeckung die Micro-USB Buchse zum ladend es Headset und das Mikrofon. Die Position der Fernbedienung sehr nahe am rechten Ohr ist gut gewählt, da man nicht lange suchen muss damit auch ausgeschlossen ist, dass das Bedienteil beim Sport irgendwo hinten in den Kragen rutscht. 

Alles in allem ist die Haptik des Headset ordentlich, was auch für die Verarbeitung gilt.

Verbindung und Bedienung:

Die Verbindung ist mittlerweile ein Kinderspiel. Bluetooth am Smartphone einschalten, das Headset einschalten, indem die mittlere Taste für 1 Sekunde gedrückt wird und schon sollte es als „TaoTronics TT-BH07“ gefunden werden. Die blau und rot blinkende LED signalisiert die Bereitschaft zur Kopplung. Steht die Verbindung, blinkt die LED alle paar Sekunden in blau. Beim Ein- und Ausschalten ertönen ein paar Töne, die man aber sehr leicht überhören kann, da sie sehr leise sind. Aber die LED zeigt es ja an und das sollte reichen.

Die Bedienung ist eingängig und sinnvoll.

Taste +:

  • 1x drücken = Lauter
  • Gedrückt halten = Nächster Titel

Taste -:

  • 1x drücken = Leiser
  • Gedrückt halten = Anfang des Titel / vorheriger Titel

Mittlere Taste:

  • 1 Sekunde gedrückt = Einschalten
  • 1 Sekunde gedrückt halten bei eingehenden Anruf = Anruf abweisen
  • 3 Sekunden gedrückt halten = Ein- und Ausschalten
  • 1x drücken = Play / Pause
  • 1x drücken bei eingehenden Anruf = Annehmen / Auflegen
  • 2x drücken = Wahlwiederholung

Taste + und – zusammen drücken:

  • 1x drücken = Mikrofon stumm schalten Ein/Aus
  • 3 bis 5 Sekunden gedrückt halten = Reset 

Bei eingehenden Telefonaten wird die Musikwiedergabe pausiert und nach Beendigung wieder gestartet. Allerdings direkt mit der vorherigen Lautstärke. Hier wäre ein leichtes Fading, also einblenden der Musik, besser gewesen.

Praxistest:

Dieser Teil widmet sich einer speziellen Sache und zwar dem Sport. So ein Headset hält beim normalen Laufen ohne Probleme. Egal ob billig oder teuer. Interessanter ist es doch, ob die Stöpsel an Ort und Stelle bleiben, wenn man sich etwas heftiger bewegt wie z.B. beim Sport. Egal ob joggen, radfahren oder wie bei mir Seilspringen und Freeletics. Nichts ist nerviger, als ein Headset, welches ständig herausfällt. Und gerade beim Sport nutzen viele solche Headsets. Und genau das testen wir sehr ausgiebig. Und hier kann das TaoTronics TT-BH07 durchaus punkten. Vorausgesetzt, man hat sich vorher Zeit zum anpassen genommen. Dann hält es selbst bei einem Freeletics Workout fest im Ohr.

Der Akku soll laut Hersteller bis zu 5 Stunden Musik hören erlauben. Im Test war bei etwas höherer Lautstärke nach exakt 4 Stunden und 48 Minuten Schluss. Wer leiser hört, kommt locker über die 5 Stunden hinaus. Kurz bevor der Akku zur Neige geht, blinkt die LED rot und man hört immer wieder eine Tonfolge. Während des Ladevorgangs leuchtet die LED dauerhaft rot und sobald der Akku voll ist, leuchtet die LED dauerhaft blau. Nach knapp 2 Stunden ist das Headset wieder voll aufgeladen. Die Reichweite ist ok, hängt aber von zu vielen Faktoren ab, um eine vernünftige Aussage dazu zu treffen. Für den Alltag reicht es allemal und eher selten entferne ich mich mehr als 10 oder 12 Meter von meinem Handy.

Klang:

Auch hier weiß das TaoTronics TT-BH07 durchaus zu gefallen. Auch hier hängt alles vom Sitz des Headset ab. Wer sich hier wirklich Zeit für den passenden Sitz nimmt, wird mit kräftigen und vor allem saubere Bässe belohnt. Die geben weiter an satte Mitten mit dem nötigen Volumen für Sänger- und Sängerinnen und dann weiter an die Höhen. Diese lassen es zwar etwas an Brillanz fehlen und das letzte Quäntchen Spritzigkeit vermissen, taugt also eher was für basslastige Musik. Das Klangbild stellt den Hörspaß in der Vordergrund. Leider ist die Bühne etwas schmal ausgefallen so dass die Räumlichkeit etwas leidet, aber hey…wir sprechen hier über ein 23 € teures Headset. Natürlich klingt ein Teufel Move BT besser, aber das ist eben auch fünfmal teurer.

Ihr wollt laut hören? Klappt auch und klingt noch erstaunlich gut, auch wenn das Headset hierbei hörbar an seine Grenzen stößt. Aber es ist durchaus noch hörbar. Gerade beim Sport nimmt man Details nicht mehr so richtig wahr und braucht einfach nur Pegel. Und genau dafür eignet sich das TT-BH07 richtig gut. Es macht schlicht Spaß, damit alle Arten von Musik zu hören. Je elektronischer und basslastiger, desto Bumms. Aber Vorsicht, wenn man es im Straßenverkehr nutzt. Es ist mit einer Art Noice Canceling ausgestattet. Zwar nicht so effektiv wie bei teuren Headsets, aber es reicht aus, um die meisten Geräusche herauszufiltern.

Beim Telefonieren gibt es nicht viel auszusetzen. Es klingt ordentlich, so dass man damit auch mal vernünftig telefonieren kann. Vielleicht etwas dumpf, aber das hier ist ein preisgünstiges Headset. Von daher absolut ausreichend.



Fazit:

Ist das TaoTronic TT-BH07 zu empfehlen? Für diesen Preis absolut. Für knapp 23 € erhält man ein absolut brauchbares In-Ear Headset. Guter Klang, der sich vor allem für elektronische und/oder basslastige Musik empfiehlt, eine ordentliche Akkulaufzeit und ein gutes Noice Canceling. Es klingt nicht schlechter als das Fresh´n´Rebel Lace (Testbericht), welches doppelt so teuer ist. Was will man mehr? Und dafür gibt es das Gütesiegel. Wer High-End Klang will, muss mehr Geld in die Hand nehmen.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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