Im Test – der Aukey SK-M18 Outdoor Bluetooth Lautsprecher

Der Name Aukey wird einem öfter über den Weg laufen, wenn man bei Amazon nach Bluetooth Lautsprecher sucht. Deren Angebot ist groß und so auch meine Freude, als man mir den Aukey SK-M18 für einen Test angeboten hat. Ist ja schon ein fettes Teil und dann noch Outdoor. Mein Interesse war geweckt und was ich dann auf die Ohren bekommen habe, hat mir echt die Sprache verschlagen.



Es ist ja wirklich so, dass ich nach wie vor die meisten Testobjekte bestelle und aus eigener Tasche zahle, weil ich vielen Herstellern offensichtlich zu kritisch bin. Daher habe ich mich riesig gefreut, als ich von Aukey ein Mail bekam, in der man mir den Aukey SK-M18 für einen Test angeboten hat. Passiert eigentlich nie, also habe ich direkt zugesagt, zumal die Optik ja schon alleine der Kracher ist. Die Kiste hat sicher ordentlich Bumms und genau das brauche ich jetzt mal. Nach wie vor geht ja bei mir nix über den JKR KR 1000 NFC (Testbericht), wenn es mal so richtig krachen soll. Und preislich liegt der Aukey absolut im Rahmen. 

Technische Daten:

  • 2 x 2W + 1 x 7W
  • FM Radio
  • Bluetooth 2.1
  • AUX-IN
  • 3,5 mm Aux-IN
  • 247 x 132 mm
  • 1,26 kg
  • 3000 mAh (nicht wechselbar)

Produktseite: n/a

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Aukey SK-M18* nur in schwarz zum Preis von 32,99 €. In der Farbe braun kostet er 40,98 € und hört auf den Namen Boomtube*.

Getestet wird wie immer sehr praxisnah. Ich lade den Kandidaten auf, verbinde ihn per Bluetooth mit meinem Smartphone und stelle ihn bei mir im Wohnzimmer auf ein Sideboard. Naja und dann höre ich halt Musik. Stundenlang. Bis der Akku schlapp macht. Auf Google Play Music habe ich eine eigene Playlist mit zahlreichen Titeln quer durch alle Musikrichtungen. Mit dabei unter anderem Paul Kalkbrenner mit elektronischer Musik, diverse Unplugged Songs von Sportfreunde Stiller, ein paar Titel aus den aktuellen Charts desweiteren Faithless, Peter Fox, Frankie goes to Hollywood, David Bowie, Queen, Red Hot Chili Peppers, The Prodigy, Rammstein, Enya, ein bisschen Klassik, Jazz usw. Eben querbeet, um auch wirklich alle Stilrichtungen zu hören. Dazu von der App Audio Test Tone Generator diverse Testtöne auf verschiedenen Frequenzen, um zu hören, ob eine Box wirklich Bass unterhalb von 100 Hz zu Gehör bringen kann. Um verschiedene Boxen direkt miteinander zu vergleichen, verbinde ich alle zusammen über einen Belkin Rockstar Audiosplitter* mit meinem Smartphone.

Den Klang beurteile ich nach einem ganz einfachen Schema. Gefällt oder gefällt nicht. Irgendwann geht dem Kandidaten  die Puste bei Akku aus und ich schaue, wie lange der Testkandidat durchhält. Dazu noch die Verarbeitungsqualität, Ausstattungsmerkmale und Bedienung.

Verarbeitung und Ausstattung:

Die Verpackung besteht aus einem riesigen Karton. Größer als ich erwartet habe. Darin der Bluetooth Lautsprecher nebst einem Micro-USB Ladekabel, einem 3,5 mm Audiokabel, einem Tragegurt mitsamt zwei Karabiner und einer deutschen Bedienungsanleitung.

Der Aukey ist eine echte Wuchtbrumme. Die Abmessungen lesen sich auf dem Datenblatt gar nicht so groß, aber in Natura ist das Teil echt imposant. Umgekehrt beim Gewicht. Über 1,2 kg Lebendgewicht sind schon mal eine Ansage. Hat man den Aukey dann aber in der Hand, glaubt man an eine Sinnestäuschung. Er ist für seine Größe verdammt leicht. Ich habe extra nachgewogen und da stehen wirklich 1264 g auf der Waage. Aber es fühlt sich echt total leicht an. Kommt wohl auch daher, dass das komplette Gehäuse aus Plastik besteht, welches komplett mit einer Softgrip-Beschichtung versehen ist. Für Outdoor sicher ganz ok, aber ich lese nirgends was von Wasserdichtigkeit oder wenigstens Spritzwassergeschützt. Ist er wohl nicht, also von daher nur bei schönen Wetter draußen einzusetzen. An der Oberseite ein Griff aus Kunstleder. An den beiden Ösen kann der Tragegurt eingehängt werden.

Auf der linken Seite lugt der 7W Tieftöner hinter dem Gitter hervor. Ja richtig gelesen. Der Aukey SK-M18 besitzt einen extra Tieftöner für die Basswiedergabe. Das lässt hoffen. Auf der anderen Seite sind die ganzen Anschlüsse zu finden. Zuerst einmal die 3,5 mm AUX-In Buchse, in die für einen besseren Radioempfang auch das beiliegende AUX-Kabel eingesteckt werden muss. Dann die LED und darunter die Micro-USB Buchse, um den Akku aufzuladen. Ein extra Lautstärkeregler ist auch nicht oft zu sehen. Hier gibt es einen. Daneben der Ein/Ausschalter. Desweiteren die Tasten für den Titelsprung, Play/Pause und die Mode-Taste. Hinter dem Gitter verbergen sich zwei Hochtöner mit jeweils 2W. Stabile Füße verhindern das wegrollen der Box und sorgen für einen sicheren Stand.



An der Verarbeitung gibt es an sich nichts zu meckern. Keine scharfen Kanten oder sonstigen Auffäliigkeiten. Alle Tasten haben einen guten Druckpunkt und sitzen fest in ihren Öffnungen genau wie die Buchsen für die Kabel.

Der 3000 mAh Akku ist wahrlich imposant und soll bei maximaler Lautstärke bis zu 8 Stunden durchhalten. Bei normaler Lautstärke war der Akku erst nach über 13 Stunden leer. Geht der Akku zur Neige, wird das durch die rot blinkende LED und einen Warnton akustisch angezeigt. Beim Laden leuchtet die LED dauerhaft rot. Geladen wird der Akku über ein herkömmliches, um Lieferumfang befindlichen, Micro-USB Kabel. Und während des Ladens kann mit der Box weiter Musik gehört werden.

Verbindung und Bedienung:

Wird der Lautsprecher eingeschaltet, ertönen zwei super dezente Pieptöne. Eine Wohltat gegenüber der Konkurrenz, die entweder irre laute Töne von sich geben und noch schlimmere Ansagen. Direkt nach dem Einschalten ist die Box im Bluetooth-Modus, was durch eine schnell blau blinkende LED signalisiert wird. Bei einer erfolgreichen Verbindung ertönt dann nochmals eine kurze Tonfolge und die LED leuchtet langsam blau weiter. Steckt man ein 3,5 mm Klinkenkabel in die Buchse, schaltet die Box direkt um, was durch eine dauerhaft blaue LED signalisiert wird. Im Radiobetrieb blinkt die LED wieder in blau.

Mit der Mode-Taste kann man zwischen den verschiedenen Betriebsarten wechseln. Zuerst der AUX-Modus und dann weiter zum Radiobetrieb. Hierfür muss wie schon erwähnt das Aux-Kabel angeschlossen werden, um den Empfang zu verbessern. Im Radiobetrieb drückt man zuerst einmal die Play-Taste, um den Sendersuchlauf zu starten. Alle empfangbaren Sender werden automatisch gespeichert. Danach kann man die Radiosender durch Drücken der Vor- und Zurück-Taste wechseln. Frequenzen direkt eingeben ist nicht möglich. Der Empfang ist überraschend gut.

Klang:

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei einem Lautsprecher. Wie klingt denn das gute Stück? Ich bin ja echt hart im Nehmen, aber was der Aukey SK-M18 abliefert…

Die ersten Takte meiner Playlist lassen mich schon aufhorchen. Ist das Teil defekt? Denn der Klang ist einfach nur schlecht. Dünn, ohne jede Substanz, um nicht zu sagen nervig. Selbst meine Frau, die alles andere als analytisch an so etwas herangeht, fragte nach, ob die Box kaputt sei. „Da kommt ja gar nichts raus“ war ihr Kommentar und sie hat absolut recht. Man muss sich gar keine Mühe machen, den Klang zu beschreiben. Absolut kein Bass, der Mitteltonbereich bildet mit den Höhen einen Einheitsbrei ohne jede Fülle. Sänger bzw. Sängerinnen klingen schauderhaft. Eine Adele klingt bei ihrem Welthit Hello einfach nur gruselig.

Der „Klang“ nervt. So sehr, dass wir nach einiger Zeit den Test abgebrochen haben. Man kann sich das wirklich nicht lange anhören. Es bohrt sich direkt ins Hirn. Ich habe mal ganz kurz auf Maximallautstärke aufgedreht und direkt die Box ausgeschaltet. Quasi den Not-Aus betätigt. Schrecklich. Anders kann man das nicht umschreiben. Es ist nur noch Schreien, Von Klang kann gar keine Rede mehr sein.

Bei ganz niedrigen Lautstärken ist es einigermaßen erträglich. Also in der Küche oder im Bad Radio hören ist ganz ok. Aber mal im Ernst. Um so leise Musik oder Radio zu hören, brauche ich nicht so ein riesiges Teil in die Wohnung stellen.



Fazit:

Finger weg. Anders kann das Fazit für den AukeySK-M18 nicht lauten. Sieht wuchtig aus, kann aber nix. Outdoor tauglich soll er sein. Ist er aber nicht, weil nicht einmal spritzwassergeschützt. Er ist ein Blender. Punkt. Liegen lassen und anderweitig umschauen. Wer richtig Bass für kleines Geld haben will, der kauft sich den JKR KR 1000 NFC (Testbericht) oder wenn es Marke sein muss, etwas vom Schlage JBL Flip 4 (Testbericht). Aber ich suche weiter nach einem Bluetooth Lautsprecher mit eingebauten Radio. Ob ich das Gütesiegel vergebe? Nein…

     

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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