Im Test – der AUKEY SK-M7 Bluetooth Lautsprecher mit 6W

Und da steht schon der nächste Kandidat auf die Krone der Bluetooth Lautsprecher bereit für den Test. Dieses mal ein Aukey Sk-M7. Auch wenn die Bezeichnung wirklich unsexy ist, hat dieser Bluetooth Lautsprecher einiges zu bieten und beweist, dass guter Klang nicht unbedingt teuer sein muss.


Ich habe irgendwie ein Faible für Bluetooth Lautsprecher. Kein Witz. Ich habe mittlerweile so viele herumstehen oder in den Schubladen liegen, dass ich etwas den Überblick verloren habe. Meine aktuellen Favoriten sind der JBL Go (Testbericht) auf der Arbeit weil klein und handlich. Im Bad wummert der unvergleichliche JKR KR 1000 NFC (Testbericht), im Schlafzimmer der schicke Xiaomi Mi Bluetooth Speaker (Testbericht), bei meiner Tochter im Zimmer der iClever IC-BTS07 (Testbericht) und im Büro der Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2 (Testbericht). Aber egal. So kann ich wenigstens vernünftig vergleichen. Denn darauf kommt es ja an. 

Technische Daten:

  • 2 x 3 W
  • Bluetooth 4.1
  • Freisprechfunktion
  • 3,5 mm Aux-IN
  • 3,5 mm Line-Out
  • 206 x 65 x 56 mm
  • 382 g
  • 2600 mAh (nicht wechselbar)

Produktseite: aukey.com/bluetooth-4-1-wireless-speaker

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Aukey SK-M7 in den Farben Schwarz/Schwarz und Schwarz/Gelb zu Preisen ab 18,99 €. 

Getestet wird wie immer sehr praxisnah. Ich lade den Kandidaten auf, verbinde ihn per Bluetooth mit meinem Smartphone und stelle ihn bei mir im Wohnzimmer auf ein Sideboard. Naja und dann höre ich halt Musik. Stundenlang. Bis der Akku schlapp macht. Auf Google Play Music habe ich eine eigene Playlist mit zahlreichen Titeln quer durch alle Musikrichtungen. Mit dabei unter anderem Paul Kalkbrenner mit elektronischer Musik, diverse Unplugged Songs von Sportfreunde Stiller, ein paar Titel aus den aktuellen Charts desweiteren Faithless, Peter Fox, Frankie goes to Hollywood, David Bowie, Queen, Red Hot Chili Peppers, The Prodigy, Rammstein, Enya, ein bisschen Klassik, Jazz usw. Eben querbeet, um auch wirklich alle Stilrichtungen zu hören. Dazu von der App Audio Test Tone Generator diverse Testtöne auf verschiedenen Frequenzen, um zu hören, ob eine Box wirklich Bass unterhalb von 100 Hz zu Gehör bringen kann. Um verschiedene Boxen direkt miteinander zu vergleichen, verbinde ich alle zusammen über einen Belkin Rockstar Audiosplitter* mit meinem Smartphone.

Den Klang beurteile ich nach einem ganz einfachen Schema. Gefällt oder gefällt nicht. Irgendwann geht dem Kandidaten  die Puste bei Akku aus und ich schaue, wie lange der Testkandidat durchhält. Dazu noch die Verarbeitungsqualität, Ausstattungsmerkmale und Bedienung.

Verarbeitung und Ausstattung:

Die Verpackung besteht aus einem brauen, schmucklosen Karton. Ist auch völlig ok, denn wen interessiert das weiter? Der Inhalt ist wichtig. Und da kommt zum einen der Bluetooth Lautsprecher zum Vorschein nebst einem Mikro-USB Ladekabel, einem 3,5 mm Audiokabel, einem Karabinerhaken und einer deutschen Bedienungsanleitung.

Nimmt man den AUKEY SK-M7 zum ersten mal in die Hand, fällt sofort die gute Haptik auf. Die Gummihülle verleiht der Box eine gewisse Robustheit. Und dabei handelt es sich nicht um eine Softgrip-Beschichtung, sondern eine echte Hülle aus Gummi. Die kann man nämlich entfernen, auch wenn man dann einen nackten Speaker vor sich liegen hat. Damit erübrigt sich auch die Frage nach der Wasserdichtigkeit. Eigentlich schade, denn durch die Öse am Lautsprecher und dem mitgelieferten Karabiner schreit es förmlich danach irgendwo hingehängt zu werden. Beim Wandern z.B. am Rucksack oder ähnliches. Der Überzug aber doch noch einige Vorteile. Da er komplett rundherum geht, kommt die Box auch bei maximaler Lautstärke nicht ins rutschen und ist wirksam vor Kratzern und bei Stürzen vor Beschädigungen geschützt.

Das Äußere an sich ist eher schlicht aber mit einer sehr guten Verarbeitungsqualität. Das Gitter sitzt bombenfest verbirgt zwei Lautsprecher mit jeweils 3W und einen Bassradiator. An der Oberseite ist das Mikrofon zu sehen, darunter eine ziemlich kleine LED und drei Tasten. Auf der Rückseite der Ein/Aus-Schalter, eine Aux-In Buchse, eine Line-Out Buchse und die micro-USB Buchse zum Laden des Akkus. Warum man die nicht unter einer Abdeckung versteckt und offen lässt, ist mir etwas schleierhaft. Die Tasten an der Oberseite bieten einen hervorragenden Druckpunkt und quittieren einen Druck mit einem deutlich hörbaren Klicken. Ich verstehe aber nicht, warum Aukey der Box nicht für jede Funktion eine eigene Taste spendiert. Platz ist mehr als genug vorhanden.

Der Akku ist mit seinen 2600 mAh soll bis zu 14 Stunden durchhalten. Allerdings bei 80% seiner maximalen Lautstärke. Das ist aber schon sehr laut. Bei Zimmerlautstärke wird man wohl eher bei 50% sein und da hält der Akku fast 17 Stunden durch. Ein Spitzenwert. Geht der Akku zur Neige wird dieses alle 2 Minuten mit einem (die Musik unterbrechenden) kurzen Ton und einer langsam rot blinkenden LED signalisiert. Während des Ladens leuchtet diese dauerhaft rot und sobald der Akku voll ist, erlischt die LED. Etwas seltsam ist aber, dass sich die Box während des Ladevorgangs einschaltet. Und das obwohl der Schalter auf Aus steht. Dieses ist in der Anleitung zwar beschrieben, aber nicht warum. Während des Ladens kann mit der Box weiter Musik gehört werden.

 

Verbindung und Bedienung:

Auch beim AUKEY SK-M7 ertönt beim Einschalten kurzer Ton und die Box ist direkt im Bluetooth-Modus was durch eine im Wechsel blau und rot blinkende LED signalisiert wird. Bei einer erfolgreichen Verbindung ertönt dann nochmals eine kurze Tonfolge und die LED blinkt langsam in blau. Steckt man ein 3,5 mm Klinkenkabel in die Buchse, schaltet die Box direkt um. Geht die Bluetoothverbindung verloren, schaltet sich der Bluetooth Lautsprecher nach 3 Minuten ab. Dabei ertönt wiederum ein kurzer Ton. 

Die Taste ganz links ist die „Anruf-Taste“ und erklärt sich damit von selbst. Kurzes drücken nimmt ein Telefonat an und beendet dieses. Gedrückt halten lehnt einen Anruf ab. Die zweite Taste von links steht für Play und Pause. Die breite Taste für den nächsten/ vorherigen Titel bzw. durch gedrückt halten für lauter und leiser.

Die Bedienung ist zwar kein Problem, aber ich habe zwei Sachen zu bemängeln. Zum ändern der Lautstärke muss man die Taste gedrückt halten. Kurzes drücken springt zwischen den Titeln. Umgekehrt wäre sicher intuitiver. Und da die Symbole ins Gummi geprägt sind und daher nicht beleuchtet, ist die Bedienung in der Dunkelheit eher durchschnittlich. Hier hätte man die Tasten besser abgrenzen sollen oder wie schon erwähnt eigene Tasten für jede Funktion spendieren sollen.

An die Line-Out Buchse auf der Rückseite kann z.B. eine zweite AUKEY SK-M7 Box angeschlossen werden. Das sollte man auch tun, denn ich habe es mit einer anderen Box probiert und die war dann so leise, dass man das nur beim genauen hinhören bemerkt hat. 

Was aber total nervt ist folgendes. Geht die Bluetoothverbindung verloren, piept die Box alle 20 Sekunden vor sich hin, bis die Verbindung wieder zustande kommt, oder man die Box ausschaltet. Keine Ahnung, was das bringen soll und es nervt einfach nur.

Klang:

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei einem Lautsprecher. Wie klingt denn das gute Stück? Besser als ich es gedacht habe. Der Aukey kostet 18,99 € und damit weniger als viele andere von mir getestete Bluetooth Lautsprecher. Bässe sind nicht wirklich vorhanden. Dafür sind die Lautsprecher einfach zu klein und der Bassradiator kann auch keine Wunder vollbringen. Trotzdem passt das alles zusammen. Also die Mitten und die Höhen. Der AUKEY SK-M7 klingt angenehm und grundsolide. Keine Bassmaschine oder übertrieben laut. Obwohl die Box das auch kann. In einer Sporthalle bin ich mal auf maximale Lautstärke gegangen und dabei klingt die Box noch überraschend gut. Klar verzerrt sie, aber es hält sich in Grenzen und da kenne ich erheblich teurere Bluetooth Lautsprecher, die das nicht so gut hinbekommen. Aber das ist auch nicht das bevorzugte Terrain der Box. Eher die klassische Box die man irgendwo hinstellt und vor sich hin dudeln lässt. Da macht die jede Menge Spaß und gefällt mit ihrem klaren Klangbild. 

Vergleiche ich sie mit meiner JBL Go (Testbericht), dann zieht die JBL ganz klar den Kürzeren. Kein Wunder, denn die AUKEY hat echtes Stereo und dementsprechend mehr Membranfläche. Das hört man sofort und auch der Mittel-Hontonbereich löst schöner auf. Das gilt übrigens auch für den Xiaomi Mi Bluetooth Speaker (Testbericht). obwohl fast doppelt so teuer, klingt die aktuelle größte Xiaomi nicht so gut wie die AUKEY SK-M7. Eine echte Überraschung, war ich von Xiaomi bislang ziemlich begeistert. Erst gegen den JKR KR 1000 NFC (Testbericht) hat die AUKEY SK-M7 keine Chance. Gegen den Bass einer JKR kommt in der Klasse bis 80 Euro keiner heran und dank Elektronik spielt der JKR bei der Räumlichkeit in einer anderen Liga. Dafür ist die JKR aber auch größer, schwerer und mit 40 € auch teurer.

Im Gegensatz zu vielen anderen von mir getesteten Bluetooth Lautsprechern ist die Freisprechfunktion wirklich brauchbar. Kommt ein Anruf rein, wird die Musikwiedergabe gestoppt und man kann das Telefonat mit der Telefon-Taste annehmen. Man selber wird dabei sehr gut verstanden. Kein Rauschen oder Echo. Das Gegenüber klingt angenehm und ist gut zu verstehen. Auch hier ist selbst beim genauen Hinhören kein Echo oder ähnliches hörbar. 

Fazit:

Ist der AUKEY SK-M7 empfehlenswert? Jep…aber sowas von. Sehr zum Leidwesen meiner Xiaomi, die ich per sofort in die Rente schicke. Nun wird uns die Aukey im Schlafzimmer berieseln, denn sie klingt für weniger als 30 € sehr gut. Der Akku hält sehr, sehr lange durch und macht auch sonst eigentlich alles richtig. Bis auf die Tasten, die im Dunkeln nur schwer zu unterscheiden sind und das die Box nicht wenigstens spritzwassergeschützt ist. Aber das ist eher zweitrangig und wegen des sehr guten Preis/Leistungsverhältnis vergebe ich das Gütesiegel. Wer wissen möchte welche Bluetooth Boxen die besten sind dem sei unsere Bestenliste ans Herz gelegt.

     

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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