Im Test – der Cubot V1 Fitnesstracker

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Meine Frau und ich tragen ja rund um die Uhr einen Fitnesstracker. Ich aktuell die ASUS VivoWatch und meine Frau das Xiaomi Mi Band 2, welches in Sachen Preis/Leistung nach wie vor das Maß der Dinge ist. Aber es gibt noch mehr da draußen. Sogar viel mehr und eines davon ist das Cubot V1, welches ich dankenswerterweise von GearBest für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ist das Cubot V1 eine Alternative?

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Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich  mich über die Pro und Contras der diversen Fitnesstracker ausgelassen. Tag und Nacht tragen wir unsere Tracker und versuchen uns jeden Tag zu übertrumpfen. Alleine schon deswegen lohnt sich ein Fitnesstracker in jedem Fall. Man bewegt sich mehr als vorher. Wenn man sich mal in den bekannten Onlineshops und Elektronikläden Deutschland umsieht, findet man primär Marken wie Fitbit, Jawbone und Co. Allerdings sind diese mit Preis ab 50 € aufwärts alles andere als günstig. Oft zahlt man nur den Markennamen. Wer ein wenig über den Tellerrand schaut und sich nicht scheut in China zu bestellen, bekommt eine schier unüberschaubare Masse an Fitnesstracker zu Preisen unter 10 €. Eines davon ist das Cubot V1, welches ich getestet habe. Dabei ist Cubot kein Nobody, sondern einer der größeren Anbieter von Elektronik im fernen Osten. Getestet haben wir schon einige (Link) und vielleicht kann es den bekannten Anbietern den Rang ablaufen.

Technische Daten:cubot-v1-1

  • Android und iOS
  • 0,88″ OLED Display mit 128 x 32 Pixel
  • 3-Achsen Beschleunigungssensor
  • Schrittzähler
  • Distanz
  • Kalorien
  • Schlafüberwachung
  • Smart-Alarm (nicht iOS)
  • App Benachrichtigungen
  • Benachrichtigung bei Anrufen / SMS
  • 3-Achsen Beschleunigungssensor
  • Bluetooth 4.0
  • Staub- und Spritzwassergeschützt nach IP65
  • Armbandlänge von 120 – 210 mm
  • Abmessungen Tracker: 41,5 x 17 x 12 mm
  • 22 g
  • 80 mAh

Produktseite: de.cubot.net/v1

Bedienungsanleitung: cubot-v1-user-manual.pdf

Das in Grau, Schwarz und Blau lieferbare Band ist aktuell nur über einen Import erhältlich. Bei Gearbest* ist es aktuell für 9,88 € am günstigsten zu haben..

Verarbeitung und Ausstattung:cubot-v1-2

In der Verpackung findet man neben dem montierten Tracker ein Micro-USB Ladekabel und eine deutsche Bedienungsanleitung. Der eigentliche Tracker besteht wie auch das Armband aus TPU. . Er ist herausnehmbar und so sollte ein Wechsel des Armbandes ein Kinderspiel sein. Allerdings ist das Einsetzen ziemlich fummelig und ich habe beinahe die eine Halterung abgebrochen. Das Display leuchtet in blau, ist aber sehr pixelig und bei Sonnenschein so gut wie nicht mehr ablesbar. Der Touchscreen reagiert nur an einem Punkt auf Eingaben und zwar rechts der Anzeige. Da diese Stelle nicht besonders hervorgehoben ist, also als Taste oder ähnliches, tippt man oft an der falschen Stelle herum. Vor allem, wenn man das Band falsch herum anzieht. Eine ziemlich nervige Angelegenheit. Ebenfalls fehlt mir die Möglichkeit, die Uhrzeit durch die typische „Auf-die-Uhr-schauen“ Geste anzeigen zu lassen. Man muss also jedes mal auf das Display tippen, um die Uhrzeit zu sehen.

Das Armband als solches besteht aus TPU, welches besonders hautfreundlich sein soll. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist das Armband aber eher steif und wirkt ehrlich gesagt ziemlich klobig. Außerdem ist es recht kurz geraten. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich besonders korpulent bin oder muskulös, aber bei meinem Unterarm komme ich gerade so in das letzte Loch. Die 210 mm maximale Umfang sind dann auch eher optimistisch. Erstaunlich ist, dass das Fitnessarmband trotz seines etwas zu klobigen Armbandes beim Tragen nicht zu spüren ist. Allerdings fällt seine Dicke etwas negativ auf. Gerade wenn man langärmelige Shirts oder Hemden trägt, bleibt man des öfteren mal hängen. An der Verarbeitung ist aber sonst nichts auszusetzen. Der Verschluss hält sehr gut und ein unbeabsichtigtes Öffnen sollte kein Thema sein.

Zum Thema Wasserdichtigkeit gibt es nicht viel zu sagen. Es ist nach IP65 zwar nur spitzwassergeschützt, hat aber tägliches Duschen problemlos überstanden. Allerdings muss man peinlichst aufpassen, dass die Abdeckung auf der Unterseite immer dicht verschlossen ist,sonst ist es mit der Wasserdichtigkeit nicht mehr weit her. Denn im Gegensatz zu vielen Konkurrenten wird das Cubot V1 über ein ganz normales Micro-USB Kabel geladen. Die Buchse befindet sich auf der Rückseite unter eben dieser Abdeckung. Für die heutige Zeit fehlt mir ein Pulsmesser und GPS. Gerade der fehlende Pulsmesser dürfte für viele ein K.O.-Kriterium sein.

Der 80 mAh Akku soll im Standby bis zu 30 Tage durchhalten. Reine Theorie, denn in der Praxis, also im täglichen Gebrauch ist nach 4, maximal 6 Tagen,  der Ofen aus. Hier rennt das Mi Band 2 noch locker zwei bis drei Wochen länger durch und das mit mehr Funktionen wie Pulsmesser. Selbst meine ASUS VivoWatch mit permanent aktiven Display und Pulsmesser hält 2 Tage länger durch.

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Bedienung und App:

Die Bedienung des Trackers ist einfach. Kein Wunder, gibt es faktisch keine Extras. Eine Powertaste gibt es nicht und so ist der Tracker immer aktiv. Durch antippen des Display an einer bestimmten Stelle schaltet man  zwischen den Anzeigen um. Zuerst erscheint das die Uhrzeit im 24-Stunden Format zusammen mit dem Akkustand, dann das Datum, die Anzahl der Schritte, Kalorienverbrauch und die Gesamtstrecke. Dumm nur, dass das Display nicht immer sofort auf antippen reagiert . 

Die dazugehörige App heißt „Cubot Band“ und ist für Android und iOS erhältlich. Rein optisch ist sie gelungen aber die deutsche Übersetzung lässt doch sehr zu wünschen übrig. Am besten hätte man alles auf Englisch lassen sollen. Leider kann man nicht umschalten. Oft genug versteht man nicht auf Anhieb, was mit einigen Funktionen gemeint ist. Ein bisschen mehr Sorgfalt hätte es schon sein können. Auch die teilweise dämlichen Weisheiten in Punkto Gesundheit wie z.B. „Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern“ sind eher lächerlich denn nützlich.

Die Verbindung geht schnell und problemlos über die Bühne. Dann noch schnell das Profil mit den wichtigsten Daten erstellen und es kann los gehen. Eine Verbindung zu Google Fit gibt es leider nicht und Aktivitäten können nicht einmal händisch gestartet werden. Benachrichtigungen des Handys gibt es nur für Anrufe, SMS und WeChat. Anders Apps sind nicht möglich. Diese werde auch umgehend signalisiert. Der Wecker ist zwar nicht intelligent und mit drei Weckern ist man doch recht unflexibel, dafür kann man feste Tage angeben, an denen er wecken soll und das tut das Cubot V1 auch zuverlässig.

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Alltagstest:

Was erwarte ich von einem Fitnessracker? Ganz klar, dass er präzise Schritte zählt. Und hier fangen die Probleme mit dem Cubot V1 an. Ich trage parallel ja noch die ASUS VivoWatch und kann also direkt vergleichen. Der Cubot zählt mir eindeutig zu wenig. Im Schnitt zeigt es mir immer bis zu 30% weniger an. Also an Schritten und auch bei der Strecke. Mache ich 10 Schritte, werden immer nur zwischen 5 und 8 gezählt. Irgendwas passt da nicht. Über den Tag summiert sich das bei mir auf einen Unterschied von bis zu 3000 Schritten. Meine Laufstrecke hat ziemlich genau 6 km. Mein Runtastic Tracker zeichnet  auf einer Runde 5866 Schritte auf. Der Cubot derer 4212. Die Strecke misst er mit 3,9 km. Den Schlaftracker muss man im Menü erst unter „Wecker/Erinnerung“  -> „Schlaf-Vorlieben“ aktivieren. Diese zeichnet soweit zuverlässig auf und zeigt auch schön übersichtlich an, wie man geschlafen hat. Was aber so gar nicht funktioniert ist das Benachrichtigen von Anrufen. Das funktioniert eher nach  dem Zufallsprinzip. Dabei ist diese Funktion für mich extrem wichtig, da ich auf der Arbeit das Handy auf Lautlos habe.

Fazit:

Das Gütesiegel vergebe ich nicht. Warum? Weil ich das Band nach nicht einmal einer Woche genervt in die Ecke gefeuert habe. Die Zahl der Schritte passt hinten und vorne nicht. Das nervt am allermeisten. Die App ist zwar hübsch anzusehen, aber da es keinerlei Extras wie einen Pulsmesser, Benachrichtigungen von anderen Apps wie Whatsapp gibt, zu wenige Wecker usw. macht das Band für mich keinen Sinn und erst recht keinen Spaß. Lieber ein paar Euro mehr investieren und für 25 € das Xiaomi Mi Band 2 (Testbericht) gekauft.




About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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