Im Test – der endubro i7 HR Fitnesstracker

Ich habe mir mal den endubro I7 HR Fitnesstracker für einen Test gekauft, da man diesen immer wieder bei Amazon oder Ebay im Angebot sieht. Ich bin gespannt, ob er hält, was er verspricht.



Auch dieser Vertreter ist unter mehrere Bezeichnungen zu finden und immer wieder steckt die gleiche Technik darin. Die Ausstattung entspricht dem Standard, aber er könnte für viele Interessenten preislich interessant sein. Und genau deswegen habe ich mir einen bei den ebay Kleinanzeigen gekauft und mehrere Tage ausprobiert.

Technische Daten:

  • Android ab 4.4 und iOS ab 8
  • 0,96″ OLED Display
  • 32 MB interner Speicher
  • 3-Achsen Beschleunigungssensor
  • Pulsmesser
  • Schrittzähler
  • Distanz
  • Kalorien
  • Schlafüberwachung
  • Wecker
  • Benachrichtigung für Apps / Anrufe / SMS
  • Bluetooth 4.0 BLE
  • Staub- und Spritzwassergeschützt nach IP67
  • integrierter Speicher für 7 Tage
  • Armbandlänge von 120 – 252 mm
  • 49 x 19 x 10 mm
  • 21 g
  • 75 mAh

Produktseite: endubro.com/i7-hr

Deutsche Bedienungsanleitung: manual-de-i7hr.pdf

Den endubro i7 HR Fitness Tracker gibt es in den Farben Blau, Schwarz und Lila. Aber wie üblich, ist der auch der keine Eigenentwicklung, sondern irgendein umgelabelter Standardtracker. Daher ist auch dieses Fitnessarmband bei Amazon und Co. unter anderem noch unter diesen oder ähnlichen Bezeichnungen zu finden:

Die Preise differieren sehr stark und liegen 19,99 € und 39,99 € und das für ein und denselben Tracker. Hier lohnt sich also ein Preisvergleich über die genanten Links. 

Verarbeitung und Ausstattung:

In der Verpackung findet man neben dem Tracker nur noch eine deutsche Kurzanleitung. Der eigentliche Tracker ist herausnehmbar und besteht aus Plastik in hochglanzoptik. Das Armband ist einteilig, besteht aus einem angenehm weichen TPU Silikon und verfügt über zwei Knubbel, die in die Löcher des Armband greifen. Diese Schließe findet man immer öfter. Eine Dornschließe ist zwar ideal, aber hier in diesem Fall ist es absolut in Ordnung, denn das Band öffnet sich normalerweise nicht von selbst.

Die Besonderheit ist der USB Stecker am Tracker, über den man den i7 HR an jeder USB Buchse aufladen kann, ohne ein extra Ladekabel herumschleppen zu müssen. Absolut genial und sollte sich durchsetzen. Kein Ladekabel, kein Adapter, nix. Einfach reinstecken, Fertig. Herrlich.

Die Front wird etwa zur Hälfte vom Monochrom-Display eingenommen. Eine Taste gibt es nicht. Das komplette Display ist berührungsempfindlich, also ein Touchscreen. Darüber aktiviert man auch das Display. Alternativ durch die typische „Auf-die-Uhr-schauen“ Geste. Im Freien bei Sonnenschein ist das Display leider nicht mehr so gut ablesbar, ist aber noch im Rahmen des erträglichen. Ansonsten gibt es keinerlei Tasten. Einzig auf der Rückseite die beiden grünen LEDs und der Sensor für die Pulsmessung.



Übrigens besitzt auch das i7 HR kein GPS Modul, auch wenn es viele Shops so beschreiben. Das GPS Signal holt sich das Band vom verbundenen Smartphone. Ist dieses nicht dabei, wird auch keine Strecke aufgezeichnet.

Dank IP67 Klassifizierung ist das Band spritzwassergeschützt. Nicht wasserdicht, wie man auch immer wieder lesen kann. Das heißt, dass alltägliche Dinge wie Duschen, Haare waschen oder Hände waschen kein Problem darstellen. Aber schwimmen sollte man damit nicht gehen.

Der 75 mAh Akku soll bei aktivierter Pulsmessung zwischen 5 bis 7 Tagen durchhalten. Ohne Pulsmessung sollen es bis zu 10 Tage sein. Mit aktivierter Pulsmessung hielt der Akku bei mir locker 5 Tage durch. Wenn man nicht so viele Benachrichtigungen erhält, kann man sicher noch einen Tag länger ohne Steckdose auskommen. Geladen wird das i7 HR wie bereits erwähnt über den eingebauten USB-Stecker. Absolut geniale Sache, denn so braucht man nie mehr ein extra Ladegerät oder Ladekabel herumschleppen. Nach knapp 2 Stunden ist der Akku voll aufgeladen.

Bedienung und App:

Für das endubro i7HR HR heißt die dazu passende App Zeroner Health Pro und gibt es für Android und iOS. Die Bedienung der App ist sehr einfach und auch die erstmalige Einrichtung ist schnell erledigt. Übrigens muss man den Tracker nicht extra per Bluetooth koppeln. Geschieht alles in der App. Es gibt sogar eine Synchronisation mit Google Fit. Andere Dienste wie Strava werden nicht unterstützt. Auch ein Export der Daten ist leider nicht vorgesehen. Auf dem „Daten“ genannten Hauptbildschirm bekommt man direkt die Schrittzahl angezeigt und darunter eine Zusammenfassung des aktuellen Tages mit dem Pulsverlauf und deen Schlafdaten der letzten Nacht. Die Anzeige des Wetters ist eher ein Gimmick, denn die Daten stimmen sehr selten bis gar nicht.

Leider werden in der App keine absolvierten Aktivitäten angezeigt. Und das obwohl ich die Aktivität vor dem Lauf über das Band gestartet habe. Es wurde auch korrekt aufgezeichnet und beendet, aber sie ist in der App nicht zu sehen. Die Schritte, Kilometer usw. passen, aber die Aktivität ist nicht da. Sehr schade und unbefriedigend, weil man nichts nachvollziehen kann. Tippt man auf eine der Angaben wie die Schrittzahl, gelangt manzu den jeweiligen Details des Tages.




Über die App kann man dann einiges einstellen wie den Wecker mit mehreren Weckzeiten, Terminerinnerungen wie z.B. Tabletten einnehmen, Benachrichtigungen von allen installierten Apps, für die man auch noch die Art der Vibration und Wiederholungen derer einstellen kann. Sehr gut gefallen hat mir, dass man Nachrichten in voller Länge auf dem Display ablesen kann, was bei der Größe aber etwas mühsam ist.

Dann noch, ob der Pulsmesser dauerhaft messen soll oder nicht, die jeweiligen Ziele für die Schritte und Schlafdauer, die Profildaten usw. Mir fehlt aber ein Nicht-stören-Modus. Man kann zwar sagen, von wann bis wann das Display nicht aktiviert werden soll, aber Benachrichtigungen kommen trotzdem an. Das war in der ersten Nacht extrem nervend. Man muss händisch jeden Abend und Morgens auf dem Fitnesstracker die „Do not Disturb“ Funktion ein- und wieder ausschalten. 

Die Bedienung des Trackers ist denkbar einfach. Eine Power-Taste gibt es nicht, somit ist der Tracker immer aktiv. Durch sliden auf dem Display oder anheben des Arms wird das Display aktiviert. Durch sliden nach links und rechts schaltet man zwischen den wichtigsten Anzeigen wie Schritte, Strecke oder Puls um. Nach oben und unten sliden bringt den Nutzer zu den weiteren Funktionen wie Nachrichten lesen und die Einstellungen des Trackers. 

Alltagstest:

Der Fitnesstracker ist im Alltag kaum zu spüren und auch wenn man schwitzt wird es nicht unangenehm. Hier scheint ein hochwertiges TPU bzw. Silikon verwendet zu werden. Der Verschluss hält sehr gut und ein unbeabsichtigtes Öffnen sollte kein Thema sein. Wie schon erwähnt, ist das Display im Freien nicht immer gut ablesbar, aber es ist noch erträglich.

Alleine das man zwischen sliden nach unten, oben, links und rechts unterscheidet, macht die Bedienung etwas nervig. Möchte ich die Schrittzahl sehen, muss ich nach links oder rechts sliden. Soweit ok, aber man muss wirklich exakt die Richtung treffen, sonst geht es woanders hin. Das hat mich öfter mal Nerven gekostet. Die Anzeige des Wetters ist wie schon erwähnt verzichtbar, weil zu oft falsch. Es regnet in Strömen und das Band zeigt mir eine Sonne an.

Vieles kann direkt über das Band gesteuert werden, aber so wichtige Sachen wie der Wecker leider nicht. Das fehlt mir noch. Auch das aktivieren des Display über die Auf-die-Uhren-schauen Geste funktioniert nicht zuverlässig. Mittlerweile mache ich das mit dem Finger. Der Schrittzähler des i7 HR zählt relativ präzise. Ganz im Gegensatz zu einigen Konkurrenten. Auch beim Schlaftracking gibt es nichts auszusetzen. Passt alles auf die Minute. Der Wecker weckt pünktlich, die Benachrichtigungen funktionieren ebenfalls. So kann man z.B. WhatsApps Nachrichten komplett lesen, was aber aufgrund des kleinen Display nicht so einfach ist. Aber immerhin. Sehr gut gefallen hat mir die große Auswahl an sportlichen Aktivitäten, die man direkt auf dem Armband starten, pausieren und stoppen kann. Welche Sportarten angezeigt werden, kann man selbst über die App einstellen. Nur eben das Problem, dass diese Aktivitäten nirgends nachzuschauen sind.



Die Pulsmessungen sind im Großen und Ganzen in Ordnung. Aber gerade beim Sport, Aber gerade beim Sport, also da, wo es interessant wird, zeigt das Band zu oft falsche Werte an. Ich glaube kaum, dass ich beim leichten Walking einen Puls von 160 hatte. Die Kontrolle per Puls tasten ergab moderate 90 Schläge pro Minute. Bei einem astrengenden Bodyweight Workout sollen es dann nur 63 Schläge gewesen sein. In Wirklichkeit waren es aber knapp über 120 Schläge pro Minute. 

Alles im Allem muss ich leider sagen, dass sich das alles irgendwie unfertig anfühlt. Also die Bedienung des Bandes und die App. 

Fazit:

Ist der endubro i7 HR Fitnesstracker empfehlenswert? Eindeutig Nein, denn es kostet exakt gleich viel wie mein aktueller Favorit ID107 Plus HR (Testbericht), welches in allen Belangen besser ist. Alternativ natürlich der Klassiker Xiaomi Mi Band 2 (Testbericht). Gegen diese beiden kommt das endubro i7 HR absolut nicht an. Und daher gibt es auch kein Gütesiegel.

     

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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