Im Test – der JBL Go Bluetooth Lautsprecher

Weiter geht es auf der Suche nach einem ernst zunehmenden Konkurrenten für die Xiaomi Bluetooth Lautsprecher. Einige habe ich durch und dabei schon eine echte Perle gefunden. Als nächstes steigt mit dem JBL Go ein bekanntes Markenprodukt in den Ring, um zu beweisen, dass Marke nicht immer teuer sein muss.


Genau wie den DBPower BX-100 LED (Testbericht) habe ich den JBL Go zunächst nicht auf dem Schirm gehabt. Dafür ist der Markt in der Preisklasse bis 40 € einfach zu unübersichtlich. Aber zum Glück gibt es myDealz.de, wo ich sehr aktiv bin. Und genau dort wird der JBL Go immer wieder als eine Alternative zu den drei Xiaomi Bluetooth Lautsprechern (Testbericht) genannt. Genauso der JKR KR 1000 NFC (Testbericht), der zwar mega geil klingt, aber vielen zu groß bzw. zu lang ist. Der JBL Go ist dagegen klitzeklein und somit wirklich tragbar. Mein Exemplar habe ich bei Amazon bestellt.

Technische Daten:

  • 1 x 3 W
  • max. 80 dBA
  • 180 Hz ~ 20 kHz
  • Bluetooth 4.1
  • Freisprechfunktion
  • 3,5 mm Aux-IN
  •  82,7 x 68,3 x 30,8 mm
  • 130 g
  • 600 mAh (nicht wechselbar)

Produktseite: de.jbl.com/JBLGO

Deutsche Bedienungsanleitung: QuickStartGuideGO.pdf

Erhältlich ist der JBL Go, den man teilweise auch unter der Bezeichnung JBL Go Ultra finden kann, in den Farben Schwarz*, Grau*, Türkis*, Rot*, Blau*, Pink*, Orange* und Gelb*. Preislich liegt er bei rund 25 €, aber man bekommt ihn ab und zu mal bei Media Markt und Co. für 22 €. Wer auf die Anleitung und das Ladekabel verzichten kann (ist ein Standard Micro-USB), der findet bei ebay öfter mal B-Ware für unter 15 €. 




Getestet wird wie immer sehr praxisnah. Ich lade den Kandidaten auf, verbinde ihn per Bluetooth mit meinem Smartphone und stelle ihn bei mir im Wohnzimmer auf ein Sideboard. Naja und dann höre ich halt Musik. Stundenlang. Bis der Akku schlapp macht. Auf Google Play Music habe ich eine eigene Playlist mit zahlreichen Titeln quer durch alle Musikrichtungen. Mit dabei unter anderem Paul Kalkbrenner mit elektronischer Musik, diverse Unplugged Songs von Sportfreunde Stiller, ein paar Titel aus den aktuellen Charts desweiteren Faithless, Peter Fox, Frankie goes to Hollywood, David Bowie, Queen, Red Hot Chili Peppers, The Prodigy, Rammstein, Enya, ein bisschen Klassik, Jazz usw. Eben querbeet, um auch wirklich alle Stilrichtungen zu hören. Dazu von der App Audio Test Tone Generator diverse Testtöne auf verschiedenen Frequenzen, um zu hören, ob eine Box wirklich Bass unterhalb von 100 Hz zu Gehör bringen kann. Um verschiedene Boxen direkt miteinander zu vergleichen, verbinde ich alle zusammen über einen Belkin Rockstar Audiosplitter* mit meinem Smartphone.

Den Klang beurteile ich nach einem ganz einfachen Schema. Gefällt oder gefällt nicht. Nacheinander geht den Kandidaten dann die Puste bei Akku aus und ich schaue, wie lange der Testkandidat durchhält. Dazu noch die Verarbeitungsqualität, Ausstattungsmerkmale und Bedienung.

Verarbeitung und Ausstattung:

Die Verpackung besteht aus einer durchsichtigen Box aus Plastik in deren Fuß das Ladekabel und die Kurzanleitung. Brauchen tut man diese nicht, denn die Funktionen bzw. die Tasten dafür sind selbsterklärend.

Das Äußere ist sehr schlicht. Ein rechteckiger, schmuckloser Kasten. Schnörkelloses Design mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität. Das Gitter sitzt bombenfest und beherbergt auch die LED. Der Rest des Gehäuse besitzt eine Softgrip Beschichtung. Aber eine gut gemacht, die nicht sofort jeden Fingerabdruck für die Ewigkeit konserviert. Links außen eine Öse zur Befestigung einer Trageschlaufe. Tolle Idee, nur leider wird keine mitgeliefert. Rechts außen die 3,5 mm Klinkenbuchse, die Micro-USB Buchse zum Laden des Akkus und das Mikrofon für die Freisprechfunktion.

An der Oberseite 5 Tasten, die durch ihr Relief gut ertastbar und erkennbar sin. Von links nach rechts ist das die Power-Taste, die Bluetooth-Taste, Lauter, Leiser und Telefon-Taste. Sie alle haben einen klar definierten Druckpunkt und klicken beim Drücken hörbar.

Obwohl an der Unterseite nur ganz kleine „Pickel“ aus Kunststoff vorhanden sind, wandert die Box auch bei höhere Lautstärken nicht herum.

Im Inneren werkelt übrigens ein einzelner Lautsprecher mit 40 mm Durchmesser und 3W. Klingt in der Theorie rein von den Daten her erst einmal recht schmalbrüstig, denn viele Konkurrenten wie eben Xiaomi verbauen zwei Lautsprecher und noch einen extra Bassradiator. Wie man sich da aber täuschen kann, habe ich kurz darauf hören können.

Der Akku ist mit seinen 600 mAh auch eher klein ausgefallen und soll laut Herstellerangaben für 5 Stunden Musik bei moderaten Lautstärken liefern. Bei mir waren es im Schnitt bis zu 7 Stunden bei Zimmerlautstärke und Bluetoothverbindung. Per Klinke verbunden kommt man sicher auf 8 bis 10 Stunden. Geladen wir der JBL Go über ein Standard Micro-USB Kabel, wie es mittlerweile jeder zu Hause haben dürfte.

 

Verbindung und Bedienung:

Beim Einschalten ertönt ein kurzer Ton und die Box ist direkt im Bluetooth-Modus. Bei einer erfolgreichen Verbindung ertönt dann nochmals eine kurze Tonfolge. Steckt man ein 3,5 mm Klinkenkabel in die Buchse, schaltet die Box direkt um. Geht die Bluetoothverbindung verloren, schaltet sich der Bluetooth Lautsprecher nach 5 Minuten ab. Dabei ertönt wiederum ein kurzer Ton. 

Die Bedienung erklärt sich von selbst. Die Power-Taste schaltet die Box ein und aus. Durch Drücken der Bluetooth-Taste kann man die Box mit einem anderen Gerät verbinden lassen. Die Tasten für Leiser und Lauter drückt man um die Lautstärke anzupassen. Die Telefon-Taste ist im Musikmodus die Play/ Pause-Taste. Mit ihr nimmt man aber auch Telefonate an und beendet diese auch wieder. Alles kein Hexenwerk.




Klang:

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei einem Lautsprecher. Wie klingt denn das gute Stück? Also Bässe gibt es bauartbedingt schon mal keine. Kein Wunder, denn laut Datenblatt geht es bei der JBL Go auch erst bei 180 Hz los. Also nix für Bassfetischisten. Dafür kann der Rest des Frequenzbandes durchaus überzeugen. Die JBL macht einfach Spaß und spielt fröhlich auf. Die Mitten kommen klar definiert rüber. Nur der Hochtonbereich ist ab und zu mal etwas zu spritzig und vorlaut. Das kommt aber der Spielfreude zugute. Bei Bedarf kann die JBL Go auch laut. Also in Relation zur „Größe“. Da kommen manch größere Boxen nicht heran, wobei man aber gestehen muss, dass es hier und da mal übersteuert und verzerrt. Kommt halt auf das Musikmaterial an. 

Das kleine Böxchen stellt sogar die Xiaomi Mi Square (Testbericht) und deren Nachfolger Xiaomi Mi Internet Speaker 2 (Testbericht) ziemlich locker in den Schatten. Erst gegen den 40 € teuren Xiaomi Mi Bluetooth Speaker (Testbericht) zieht der JBL Go dann doch den Kürzeren. Da ist die „große“ von Xiaomi klanglich in allen Belangen überlegen. Hier kommt das Plus an Größe und Leistung voll zum Tragen. Aber hey…die JBL Go ist kaum größer wie ein Päckchen Kippen…für das Schwimmbad, den See, beim Picknick im Park oder auf der Arbeit ist die JBL Go der ideale Partner.

Im Gegensatz zu vielen anderen von mir getesteten Bluetooth Lautsprechern ist die Freisprechfunktion wirklich brauchbar. Kommt ein Anruf rein, wird die Musikwiedergabe gestoppt und man kann das Telefonat mit der Telefon-Taste annehmen. Man selber wird dabei sehr gut verstanden. Nur ein minimales Rauschen trübt den ansonsten guten Eindruck. Das Gegenüber klingt angenehm und ist gut zu verstehen. Hier ist beim genauen Hinhören ein leichtes Echo wahrnehmbar. 

Fazit:

Ist die JBL Go empfehlenswert? Ja, absolut. Ohne Wenn und Aber, wenn es um Handlichkeit gepaart mit gutem Klang geht. Ich kenne keine Box, die auch nur annähernd so gut klingt und dabei so klein ist. Wenn es eine gibt, dann sagt es mir und ich teste sie. Für knapp 25 € bekommt man eine sehr gut verarbeitete Box die extrem handlich ist und dabei noch richtig gut klingt. Ab sofort löst die JBL GO meinen Xiaomi Mi Square auf der Arbeit als täglicher Begleiter ab. Und deswegen gibt es auch das Gütesiegel.

     

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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