Im Test – der Libratone Classic Zipp WiFi/Bluetooth High-End Bluetooth Lautsprecher

Libratone Zipp Classic MKII Test Banner

Wenn man richtig hohe Ansprüche beim Musik hören hat, dann ist die Auswahl an Bluetooth Lautsprechern noch einigermaßen überschaubar. Neben den üblichen Verdächtigen wie Bose, JBL oder Teufel gibt es noch den dänischen Hersteller Libratone. Deren Classic Zipp WiFi/Bluetooth bekommt durch einen Modellwechsel für teilweise weit unter 200 € und ich habe mir dieses Prachtexemplar mal genauer vorgenommen.


 

Etwas verwirrend ist die Tatsache, dass der Lautsprecher unter mehreren Bezeichnungen vertrieben wird. Offiziell heißt er Libratone Classic Zipp WiFi/Bluetooth. In diversen Shops wird er auch als Libratone Zipp MKII angeboten. Der Teufel Boomster (Testbericht) ist schon gewaltig und mit knapp über 200 € jeden Cent wert. Der Libratone ist nicht annähernd so wuchtig, sondern wirkt schon rein optisch filigraner. Ob er es auch beim Klang ist? Was ihn schon mal von vielen anderen unterscheidet ist die Tatsache, dass er sich nicht nur per Bluetooth und Klinke verbinden lässt, sondern auch per WLAN. Damit ist er einer der flexibelsten seiner Art, wenn es um die Verbindung geht. Mit der passenden App lässt sich dann so einiges einstellen.

Technische Daten:Libratone Zipp Classic (3)

  • 96 dB/1m
  • 60 – 20000 Hz
  • 2.1 Stereosystem
  • 2x 1″ Gewebe Hochtöner
  • 1x 4″ Tieftöner
  • NFC
  • USB 2.0
  • Bluetooth 4.0
  • WLAN
  • Apple Airplay
  • DLNA
  • PlayDirect
  • aptX
  • 3,5 mm Line-IN
  • 110 – 230 V
  • 260 x 102 mm
  • 1800 g

Produktseite: n/a

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: libratone.com/zipp_manual_de.pdf

Den Libratone Zipp MKII gibt es in der Farbe Pepper Black und Salty Grey. Die Preise schwanken sehr stark zwischen 129 € und 279 €. Ich habe ihn vor kurzem im Sonderangebot bei cyberport.de* zum Preis von 99 € erstanden. bei Beim Kauf findet man in der Packung einen Gutschein, mit dem man über diesen Link einen kostenlosen Wollbezug in einer frei wählbaren Farbe bekommt.

Im Karton findet man folgendes:

  • Libratone MKII
  • Netzteil
  • 2 Adapter für das Netzteil
  • Gutschein
  • Kurzanleitung

Der Akku ist bereits vorgeladen. Man kann also direkt loslegen.

Libratone Zipp Classic (2)

Verarbeitung und Ausstattung:

Die Röhrenform ist schon mal nix spektakuläres. Kennt man zur Genüge. Aber der Bezug aus Wollen mit seinem Reißverschluss ist der absolute Hingucker. Unweigerlich wird jeder diesen öffnen, um zu sehen, ob das nur ein Fake ist oder nicht. Und in der Tat ist er kein Designgag sondern funktionell. Denn dem Zipp kann man je nach Lust und Laune andere Bezüge überziehen. Es gibt sie in diversen Farben und sind ruckzuck gewechselt. Genial. Darunter verbirgt sich dann ziemlich nackte Technik in Form seltsam angeordneter Lautsprecher und Platten. Genau die sind das Geheimnis für den 360° Klang.

Oben ist das zentrale Steuerelement. Im Zentrum die Power-Taste. Drum herum angeordnet die Laut- und Leisertaste und eine LED. An der gummiartigen Unterseite die Buchse für das abgewinkelte Netzkabel. So steht der Lautsprecher trotz angeschlossenen Kabel sicher. Gut durchdacht. Am Rand der lederne Tragegriff und darunter eine Platte mit weiteren Bedienelementen. Eine Akkuanzeige, die beim Laden grün pulsiert, grün leuchtet im Akkubetrieb und in rot, sobald der Akku schlapp macht. Darunter einer Taste für den Bluetooth- oder WLANbetrieb, eine USB Buchse und die 3,5 mm Klinkenbuchse. Die USB Buchse ist leider nur für die Verbindung per iOS Airplay nutzbar. Schade, denn per USB Stick Musik hören wäre noch das i-tüpfelchen gewesen.

Die Verarbeitung ist absolut top. Das Wollkleid passt perfekt, der Trageriemen scheint für die Ewigkeit gemacht zu sein und durch das hohe Gewicht ist die Box absolut standsicher.

Einrichtung und Bedienung:Libratone Zipp Classic (7)

Die Einrichtung ist im Bluetoothbetrieb ein Kinderspiel. Zuerst den Lautsprecher einschalten, die Bluetooth-Taste drücken und die LED fängt schnell an in blau zu blinken. Das Zeichen, dass die Box für das Pairing bereit ist. Sobald die Verbindung steht, pulsiert die LED langsam in blau. Noch einfacher ist es nur noch per NFC, sofern das Handy bzw. Tablet dieses unterstützt. Der NFC Sender sitzt im Bereich der Logo-Taste. Etliche Nerven hat mich die Einrichtung per WLAN gekostet. In der Theorie ist es einfach. Die WLAN Taste drücken und die LED blinkt langsam in weiß. Zur Verbindung braucht es aber die Libratone App, die es für iOS und Android gibt. Nach etlichen Versuchen und Flüchen hat es dann auch mal geklappt, um dann beim nächsten einschalten wieder nicht gefunden zu werden. Da ich an einen Defekt dachte, habe ich den Lautsprecher austauschen lassen, aber ohne Änderung. Die Verbindung per WLAN ist echt nervig. Allerdings erlaubt nur diese Verbindung spezielle Einstellungen in der App. Um den Lautsprecher per Apple Airplay zu verbinden sollte man einen Blick in die Anleitung werfen. Durch die vielen Bilder und guten Erklärungen, ist das im Nu erledigt. Überhaupt ist der Zipp in Punkto Verbindungsmöglichkeiten nahezu unschlagbar. Er ist mit allen Plattformen kompatibel. Damit man auch unterwegs per Airplay Musik hören kann, besitzt die Box das Feature „PlayDirect“, bei dem der Lautsprecher ein eigenes WLAN Netzwerk aufbaut und per verbunden werden kann. Per DLNA ist auch kein Problem. Bei Android sucht man sich eine passende UPnP App, wenn das Handy bzw. Tablet den Share per DLNA nicht sowieso schon von Werk aus beherrscht.

Die Lautstärketasten kann man kurz drücken oder gedrückt halten, um die Lautstärke in feinen Stufen oder schnell zu ändern. Drückt man die Taste mit dem Logo kurz, wird die Wiedergabe pausiert. Hält man sie gedrückt, schaltet man die Box aus.

Die App ist nicht zwingend notwendig, aber sie ermöglicht einige Spielereien im Bezug auf den Klang, Standort und Anpassungen des Lautsprechers. Neben der genauen Angabe des Standortes kann man auch einen ausgewachsenen Equalizer aktivieren usw. Die diversen Einstellungen haben durchaus Einfluss auf das Klangbild, also lohnt es sich die Einstellungen gewissenhaft vorzunehmen.

Klang:

Der wichtigste Punkt ist natürlich der Klang und der ist richtig gut. Wie immer teste ich in Neutralstellung, will heißen, dass alle Klangregler auf normal stehen. Meine spezielle Playlist umfasst die verschiedensten Musikrichtungen von Klassik bis hin zu Rammstein. Nur den Standort des Lautsprechers habe ich seinem Standort entsprechend angepasst. Bei mir ein offenes Regal. Zwar kommt der 4″ Tieftöner bei entsprechend tiefen Bässen schnell an seine mechanische Grenze, aber das ist eben ein tragbarer Lautsprecher. Bis es aber soweit kommt, zieht er unten herum ordentlich durch. Der Mitteltonbereich schließt sich stimmig an und gibt dem Klang die nötige Fülle ohne einen Loudnesseffekt zu liefern. Der Hochtonbereich ist gut gestaffelt, übertreibt es aber ab und zu ein wenig. Gerade bei eher klassischen Stücken wie Soundtracks klingt es dann stellenweise zu hell bzw. schrill. Zusammenfassend kann ich dem Zipp ein durchaus gutes Klangbild bescheinigen, welches aber klar in Richtung Pop tendiert.Libratone Zipp Classic (9)

Etwas genauer muss ich das Thema 360° Sound beleuchten. Der Hersteller verspricht einen tadellosen Rundum-Klang, egal wie man zur Box steht. Das passt soweit auch, aber es gibt durchaus Unterschiede beim Klang abhängig vom Standort. Eine saubere Stereobühne bekommt man irgendwie nicht hin. Egal wie ich die Box aufstelle und in der App optimiere. Dafür bräuchte es dann wohl zwei dieser teile. Auch wenn die Box sehr nahe an einer Wand steht, beeinflusst das den Klang. In Punkto Lautstärke zieht er gegen den Teufel Boomster aber eindeutig den Kürzeren. Bis zu 3/4 des Maximum klingt es richtig gut, um dann ins Schrille zu drehen und ein Scheppern hörbar wird. Aber das bei Lautstärken die weit über Zimmerlautstärke liegen. Für die Gartenparty reicht es aber trotzdem noch, wenn es nicht unbedingt Disco sein soll.

Tipp: bei mir hat die Outdoor-Einstellung den besten Klang geliefert. Auch Indoor.

Eine Enttäuschung ist aber der Akku. Im kabellosen Betrieb ist nach knapp 4 Stunden Schluss. Und der kam plötzlich und ohne Vorwarnung. Zum Glück kann man während des Ladens weiter Musik hören. Kabelgebunden reicht der Akku je nach Lautstärke für 7 bis 8 Stunden Musik Nonstop.

Fazit:

Bekommt der Zipp MKII das Gütesiegel? Ja, auch wenn er nicht perfekt ist. Aber eben auch nicht schlecht. Gerade durch seine Flexibilität bei den Verbindungsmöglichkeiten dürfte er für viele interessant sein. Er ist für seine Größe immer noch gut transportabel, auch wenn der Akku zu schnell schlapp macht.

Mein Tipp: kauft euch den Zipp in der Farbe Pepper Black. Auch wenn euch die Farbe nicht gefällt. Dieses Modell ist mit Abstand am günstigsten zu bekommen. Durch den beliegenden Gutschein bekommt ihr kostenlos einen Bezug in  der Farbe eurer Wahl.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

One Comment

  • Chris sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Testbericht. Eine Marke, die ich bis jetzt noch nicht kannte. Schaut aber sehr interessant aus. V.a. die Kombination aus Lautsprecher mit Akku und Wifi finde ich spannend und wusste bis jetzt nicht, dass es so etwas gibt.

    Viele Grüße,
    Chris

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