Im Test – der Ninetec SoundBoost Bluetooth Lautsprecher

Bluetooth Lautsprecher gibt es wie Sand am Meer. Der Markt ist unüberschaubar und damit die Gefahr groß, sein Geld für Schrott auszugeben. Daher teste ich immer wieder ein paar interessante Kandidaten. Nun ist mal der Ninetec Soundboost an der Reihe. Ob er sein Geld wert ist, klärt der Test.



Musik. Immer. Überall. Das ist das Motto den Soundboost von Ninetec. Einer Firma, die bei Amazon und ebay relativ häufig in den Sonderangeboten auftaucht. Allerdings auch negativ, denn laut der Amazon Analyseseite Reviewmeta.com weisen deren Produkte auffällig viele Rezensionen mit Fake-Verdacht auf. Darüber kann man trefflich spekulieren, sollen aber hier keine Rolle spielen. Denn über die ebay WOW-Angebote bin ich zum absoluten Knüllerpreis an den Soundboost gekommen. Dank einem Gutscheincode von ebay bzw. PayPal habe ich am Ende gerade einmal 10,99 € für das gute Stück bezahlt. Das ist sehr günstig und daher bin ich mal gespannt, ob da überhaupt was brauchbares rauskommt.

Technische Daten:

  • 2 x 3W
  • 100 Hz – 18 kHz
  • Bluetooth 3.0
  • Line-In
  • Line-Out
  • microSD Speicherkarte
  • Freisprechfunktion
  • 155 x 55 x 50 mm
  • 1000 mAh

Produktseite: ninetec.de/soundboost

Im hauseigenen Onlineshop kostet der Ninetec SoundBoost satte 59,90 €. Ein absoluter Mondpreis. Bei Amazon kostet es normalerweise 29,90 € und ist in den Farben Schwarz*, Blau*, Grau* und Rot* erhältlich. In den ebay WOW Angeboten oder den Amazon Blitzangeboten gibt es ihn immer wieder mal für 12,99 €.

Verarbeitung und Ausstattung:

Im Lieferumfang des Soundboost befindet sich neben dem Lautsprecher, einem Micro-USB Kabel und dem 3,5 mm Klinkenkabel noch eine Kurzanleitung. Also Standard. Das Gehäuse besteht komplett aus Plastik, welches aber an allen Flächen mit einer Softgripoberfläche versehen ist. Das macht den Speaker zwar griffig, aber auch anfällig für Fingerabdrücke. Das Gewicht passt nicht wirklich zur Optik. Er ist relativ leicht, sieht aber massiger aus. Im Inneren werkeln zwei Lautsprecher mit unterschiedlichen Durchmessern, die jeweils 3W leisten. An der Rückseite 

Die Front ist von einem gut sitzenden Gitter bedeckt. Darin die sog. Menü-Taste und direkt darüber das Mikrofon der Freisprechanlage und darunter eine ziemlich große, ziemlich helle LED. An der rechten Seite befindet sich das „Volumenrädchen im Retro-Look“. Dieses riesige Rad ist wirklich der Ein-Aus-Schalter und für die Regelung der Lautstärke zuständig. Dreht man ihn komplett gegen den Uhrzeigersinn bis es klickt, schaltet sich die Box aus. Andersherum gedreht, schaltet sich die Box ein. Wie bei den alten Radios von früher. Wobei früher…das ist noch keine 10 Jahre her. Das Rad dreht sich angenehm leicht, ist aber etwas schlampig eingesetzt worden. Es wackelt etwas und könnte sicher recht einfach abgezogen werden. An der Oberseite befinden sich drei Tasten. Zum einen die beiden Tasten für den Titelsprung vor und zurück desweiteren die Play bzw. Pause-Taste. Alle Tasten besitzen gute Druckpunkte.

Die Rückseite beherbergt die AUX-In und eine Line-Out Buchse. Gerade diese Line-Out könnte für einige Nutzer interessant werden. Hierüber könnte man nämlich eine vorhandene Anlage Bluetooth-fähig machen. Also die Ninetec Box über die Line-Out Buche mit einem 3,5 mm Klinkenkabel an die AUX-In Buchse der vorhandenen Anlage anschließen und Musik vom Smartphone über die Anlage hören.  Dazu bietet die Soundboost noch die Möglichkeit Musik noch von einer MicroSD Speicherkarte zu hören. Allerdings müssen alle Titel direkt im Stammverzeichnis des Speicherkarte liegen. Unterordner werden nicht erkannt und die Box spielt alle Titel stur von oben nach unten ab. Zu guter letzt befindet sich hier noch die Micro-USB Buchse zum laden der Box. Die Buchsen sitzen fest und vor allem passgenau in ihren Öffnungen.

An der Unterseite sollen zwei schmale Gummiauflagen ein herum rutschen bei hohen Lautstärken verhindern. Sollen deshalb, weil bei mir schon ein Streifen beim Auspacken in der Verpackung klebte und nicht am Lautsprecher. Mit einem doppelseitigen Klebeband konnte ich ihn wieder an seinem Bestimmungsort fixieren. 

Der 1000 mAh Akku soll bis zu 10 Stunden durchhalten. In der Praxis waren es knapp 9 Stunden bei normaler Zimmerlautstärke. Während des Ladevorgangs kann weiter Musik gehört werden.

Verbindung und Bedienung:

Sobald die Box eingeschaltet wird, ertönt eine kurze, angenehm leise Melodie. Zum Glück nicht so ein schriller Ton, der Tote aufweckt oder einfach nur nervig ist. Der hier ist sogar richtig schön anzuhören. Die LED leuchtet dauerhaft blau, bis die Verbindung per Bluetooth hergestellt wurde. Danach blinkt sie langsam blau weiter. Dasselbe in roter Farbe, wenn per AUX-Kabel verbunden wird. In lila, sobald die Musik von der Speicherkarte kommen soll.

Die Bedienung ist recht einfach, auch wenn die beiliegende Kurzanleitung rein gar nichts dazu bereithält. Die Menütaste ist mehrfach belegt. Einmal drücken schaltet zwischen den Modis Bluetooth, AUX, Line-Out und Speicherkarte um. Kommt ein Anruf rein, nimmt man diesen mit einem einfachen Druck an. Doppeltes Drücken lehnt den Anruf ab. Um eine Wahlwiederholung zu starten, drückt man diese Taste ebenfalls doppelt.

Die restlichen Tasten verstehen sich von selbst und sich nicht mehrfach belegt.

Die Reichweite geht in Ordnung. In einer normalen Wohnung reißt die Verbindung allerdings schon im Nachbarzimmer ab, wenn man Stahlbeton dazwischen hat. Aber in der Regel sollte es reichen.

Klang:

Für diesen Test habe ich die Box mit auf die Wache genommen. Dort höre ich den ganzen Tag Musik bei normaler Lautstärke. Beim Sport darf es dann gerne auch mal lauter sein. Schließlich braucht man Motivation und treibende Beats. Und jetzt die Frage aller Fragen…wie klingt das gute Stück denn? Ehrlich gesagt besser als ich dachte. Gerade in der Preisklasse von 20 bis 30 Euro tummelt sich viel Schrott, aber der Ninetec Soundboost macht irgendwie Spaß. Nicht das er übermäßig laut aufspielen kann. Hier dürfte er vielen schlicht zu leise sein, aber dafür scheppert nix. Je nach Musikmaterial verzerrt es bei maximaler Lautstärke etwas, aber alles im Rahmen des möglichen bei dieser Größe. Da gibt es ganz andere Kandidaten die deutlich teurer und lauter sind, aber bei weitem nicht mehr so gut klingen.

Bei normalen Lautstärken, gerne auch mal etwas lauter, macht die Box richtig Laune. Es gibt bauartbedingt keinen echten Bass, aber der obere Tieftonbereich kommt gut zur Geltung. Hatte ich in dieser Form absolut nicht erwartet. Das gilt auch für die Mitten und Höhen. Alles gut abgestimmt, ohne zu übertreiben. Einfach ein guter Klang. Die Räumlichkeit geht ebenfalls in Ordnung, auch wenn die beiden Lautsprecher vielleicht etwas zu nahe beieinander verbaut sind, füllt der Soundboost auch etwas größere Räume wie unseren 40 m2 Sportraum locker mit Musik. 



Die Freisprechfunktion ist ganz ok, allerdings muss man direkt vor der Box sitzen und maximal 1 Meter entfernt, da man sonst nicht mehr vernünftig verstanden wird. Das Gegenüber ist ganz gut verständlich, allerdings ist ein Rauschen und leichtes Echo nicht zu überhören. Diese Freisprechfunktion ist also eher ein Gimmick, mehr auch nicht. 

Fazit:

Würde ich den Ninetec Soundboost weiterempfehlen? Jein, denn es kommt auf den Kaufpreis an. Zum regulären Preis von 29,90 € eher nicht. Da ist der Der JBL Go (Testbericht) für ein paar Euro weniger doch etwas besser. Zahlt man aber unter 20 €, dann absolut ja. Da kenne ich aktuell keine Box, die besser klingt. Perfekt für den normalen Hörer, der gerne auch mal einen Tacken lauter hören möchte, nicht viel Geld ausgeben möchte und etwas auf den Platz achten möchte. Das Gütesiegel vergebe ich trotzdem nicht, da man wirklich auf ein Angebot warten muss, welches unter 20 € liegt.

     

Über eine PayPal- oder Flattr Spende, oder einem Kauf über einen mit einem * gekennzeichneten Link unterstützt ihr mobi-test.de, da ich einen kleinen Prozentsatz des Bestellwertes erhalte, um so weitere Testobjekte zu kaufen. Ich bedanke mich schon mal im voraus für eure Unterstützung.

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen