Im Test – der tragbare Inateck BP2001 Stereo Bluetooth-Lautsprecher mit 10W und Halterung

Inateck BP2001 Bluetooth Lautsprecher mit Halter Banner

Wie lagert ihr denn euer Smartphone denn so zu Hause? Ich denke mal genau wie ich. Es fliegt immer irgendwo herum ohne einen festen Platz. Außerdem höre ich eigentlich den ganzen Tag Musik mit Spotify über einen Bluetooth Lautsprecher. Wie wäre es denn, wenn es einen solchen Lautsprecher gäbe, in den man sein Handy oder Tablet direkt abstellen kann? Findet ihr gut? Ich auch und Inateck hat mit dem Bluetooth Lautsprecher BP2001 genau so etwas im Angebot. Natürlich habe ich den direkt getestet.


Meistens ist es ja so, dass die Musik über das Smartphone oder Tablet gesteuert wird. Man muss es also in die Hand nehmen. Davor steht bei mir meistens erst einmal die Suche, wo ich das gute Stück mal wieder hingelegt habe. Auf der Suche nach einer vernünftigen Halterung für zu Hause bin ich dann bei Amazon eher zufällig über den Inateck BP2001 gestolpert. Warum nicht beides verbinden, denn der BP2001 hat oben eine Halterung integriert. Musik und Ordnung in einem. Passt. Bestellt.

Bei Amazon* ist er in der Farbe schwarz zum Preis von 32,99 € erhältlich. Nicht gerade wenig, wenn man die immer größere Konkurrenz gerade in der Preis unter 40 € vergleicht. Die haben halt alle keine Möglichkeit das Handy oder Tablet aufzunehmen. Wie so oft, ist exakt dieser Lautsprecher auch unter anderem Label erhältlich so z.B. als AUKEY BT023*, SAVFY* oder Odys Xound* für 25,99 €.

Technische Daten:

  • 2 x 5W
  • 90 Hz – 20 kHz
  • 76 dB
  • Bluetooth 2.1 + EDR
  • Freisprechfunktion
  • 240 x 62 x 41 mm
  • 331 g
  • 800 mAh

Produktseite: inateck.com/de/bp2001-10w-bluetooth-stereo-speaker

Der Verpackungsinhalt ist unspektakulär:

  • BP2001 Lautsprecher
  • 3,5 mm AUX-Kabel
  • Mikro-USB Kabel
  • Kurzanleitung in englisch

Schade, dass es die Anleitung nur auf englisch dazu gibt. Auch auf der Homepage von Inateck ist keine deutsche erhältlich.

Inatek Bluetooth (11)

Verarbeitung und Ausstattung:

Der komplett aus schwarzen Kunststoff gefertigte Speaker ist schmal und lang. Hat den Vorteil dass selbst 10″ Tablets problemlos in der Halterung Platz finden. Mit 332 g ist er gut transportabel und nimmt in der Tasche nicht so viel Platz weg. Das Frontgitter ist gesteckt und wird von einem silberen Rahmen eingefasst. Darunter links und rechts je ein Lautsprecher. Im Zentrum, ebenfalls hübsch eingerahmt, eine große runde Taste und darunter drei LEDs für Bluetooth, AUX und den Akku. Die Akkuanzeige zeigt aber nicht den tatsächlichen Akustand an, sonst fängt erst an zu leuchten, wenn die Kapazität zur Neige geht.

Auf der Rückseite befindet sich der ausklappbare Fuß, damit auch Tablets den Lautsprecher nicht umkippen lassen. Bei Smartphones wird der Fuß in den meisten Fällen gar nicht benötigt, aber ich habe ihn sicherheitshalber immer draußen. Dazu noch der Ein/Aus-Schalter, die 3,5 mm Klinkenbuchse und die zum laden gedachte Mikro-USB Buchse. Auf der Unterseite verhindern zwei Gummiplatten das rutschen auf einer glatten Oberfläche. Die Halterung besteht aus einer Gummilippe, die breit und tief genug ist, um jede Art von Smartphone und Tablet sicher aufzunehmen und zu halten. Angst vor Kratzern muss man also nicht haben.

Die Verarbeitung des BP2001 ist ohne Tadel. Er wirkt hochwertig, solide und eine wirklich sehr gute Haptik. Lediglich der wackelige und schwergängige Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten trübt den ansonsten sehr guten Eindruck.

Inatek Bluetooth (20)

Verbindung:

Nichts leichter als das. Die Box einschalten, was mit einem ziemlich lauten Ton bestätigt wird und es fängt die Bluetoothanzeige langsam an zu blinken. Jetzt im Smartphone Bluetooth aktivieren und man wird den „Inateck BP2001“ finden. Verbinden, was durch einen weiteren Ton quittiert wird, und fertig. Sollte innerhalb von 5 Minuten keine Verbindung zustande kommen, wird der Lautsprecher abgeschaltet. Zur erneuten Verbindung muss der Lautsprecher kurz aus- und wieder eingeschaltet werden. Eine eigene Bluetooth-Taste wäre sicher praktisch gewesen. Stöpselt man das Klinkenkabel ein, schaltet die Box automatisch von Buetooth auf AUX um und umgekehrt.

Leider ist die Bluetooth Verbindung nicht so gut wie erhofft. Bluetooth hat bekanntlich eine Reichweite von rund 10 m, die man sicher auch erreicht. Im freien Feld ohne Hindernisse. Bei mir zu Hause teste ich das immer ganz einfach. Der Lautsprecher steht im Wohnzimmer auf dem Schrank und ich gehe mit dem Handy in der Hand raus in den Hausflur eine Etage tiefer. Normalerweise komme ich fast bis runter, aber beim Inateck ist leider schon nach wenigen Metern Schluss und die Verbindung bricht ab. Geschätzt ca. 6 m um die Ecke herum auf der Treppe. Dafür wird die Box sofort wieder verbunden, sobald ich wieder etwas zurück gehe.

Bedienung:

Leider kann man die Lautstärke nicht direkt am Lautsprecher ändern, sondern nur über das Smartphone bzw. Tablet. Ansonsten läuft alles über den zentralen Button. Hier kann die Wiedergabe pausiert und wieder fortgesetzt werden. Kommt ein Anruf rein, wird über einmaligen Druck das Telefonat angenommen. Hält man sie gedrückt, wird der Anrufer abgewiesen. Zum Auflegen drückt man wieder kurz die Taste.

Akku:

Der verbaute Li-On Akku bietet 800 mAh und hält bei einer Bluetoothverbindung und Zimmerlautstärke knapp 7 Stunden Nonstop durch. Länger als ich es erwartet habe, denn weder auf der Homepage noch in der Anleitung finde ich Angaben zur Laufzeit. Da ich gerade eine komplette Wohnung renoviere eine Wohltat. So muss ich nicht zwischendurch (mit verdreckten Fingern) an die Steckdose. Kurz bevor der Akku zur Neige geht, fängt die Akkuanzeige an zu blinken. Eine akustische Warnung gibt es nicht. Beim Laden leuchtet diese dauerhaft, bis der Akku wieder voll aufgeladen wurde und schaltet sich dann aus.

Obwohl nicht explizit erwähnt, kann man auch noch Musik hören, während der Akku geladen wird.

Inatek Bluetooth (22)Klang:

Meine Fresse ist das Ding laut. Sehr, sehr laut sogar und verzerrt dabei nur leicht. Leider treten die Höhen bei immer höheren Lautstärken zunehmend in den Vordergrund, was zu Lasten des Bass geht und damit das Klangbild ziemlich zerreißt. Mit dem BP2001 kann man unterwegs problemlos die nähere Umgebung beschallen. Also zurück auf Zimmerlautstärke, denn da klingt der Speaker richtig gut. Die Bässe klingen für ihre Baugröße und Leistung erstaunlich gut. Wer richtig fetten Bass will, muss auch richtig fett Geld hinlegen. Für Otto-Normalhörer ist er absolut ausreichend und fügt sich sehr gut an den Mitteltonbereich an. Gerade Frauenstimmen kommen gut rüber und habe das nötige Volumen auch als solche gehört zu werden. Der Hochtonbereich ist minimal vordergründig, gefällt aber durch Sauberkeit und einen Schuss Brillanz. Kurzum. Musik hören mit dem BP2001 macht durchaus Laune.

Eine Freisprechfunktion ist zwar vorhanden und bei einem Anruf wird die Musikwiedergabe unterbrochen, aber die Verständigung ist eher unterdurchschnittlich. Man selber wird kaum bis gar nicht verstanden, selbst wenn man sehr nah an die Box heran geht. Anrufer klingen vergleichsweise laut, dafür aber dünn und ohne Substanz. Ganz krass fällt das bei einigen weiblichen Anrufern auf. Wirklich Spaß macht telefonieren mit dem BP2001 nicht, es sei denn man befindet sich in einer sehr ruhigen Umgebung und  kann den Lautsprecher entsprechend leiser einstellen.

Fazit:

Der Inateck BP2001 klingt für den Preis wirklich gut und hat eben das gewisse Extra mit der Halterung. Wer sowieso beides will/braucht schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe. Wenn man auf die integrierte Freisprechfunktion verzichten kann, ist die Box absolut eine Empfehlung wert. Trotzdem vergebe ich das Gütesiegel nicht. Der Grund dafür ist folgender. Fast jeder wird die Box per Bluetooth mit seinem Smartphone verbinden. Kommt jetzt ein Anruf rein, sollte man das Telefonat besser nicht annehmen, weil eben die Sprachverständigung so miserabel ist. Also was tun? In den Flugmodus solange man Musik hört? Geht nicht, weil dann auch die Bluetoothverbindung unterbrochen wird. Jeden wegdrücken kann man auch nicht, weil diejenigen sicher auf Dauer sauer werden. Ich habe mich am Ende dazu entschlossen ich per AUX-Kabel mit der Box zu verbinden. Schade, aber es ist eben wie es ist.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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