Im Test – die Asus ZenWatch 2 mit viel Smartwatch fürs Geld

ASUS ZenWatch 2 Test Banner

Smartwatches sind angesagt, aber viele wollen keine 300 oder mehr Euronen für so ein Ding ausgeben. Allerdings ist zu billig dann oft auch ein Griff ins Klo oder schon veraltet. Es muss doch irgendwas aktuelles dazwischen geben. Vielleicht noch von einem namhaften Hersteller. Und in der Tat gibt es da eine smarte Watch für um die 160 € von niemanden geringeren als ASUS. Also habe ich mir mal die ASUS ZenWatch 2 für einen Dauertest kommen lassen.

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Ich habe ja schon ein paar Smartwatches getestet, aber für mich festgestellt, dass Uhren aller Art nichts für mich sind. Bin halt kein Uhrenträger. Ganz anders meine Lebensabschnittsgefährtin (Himmel was für ein Wort). Trägt seit jeher Uhren und die sind alles andere als klein und typisch Frau. Also war ziemlich schnell klar, wer die ZenWatch 2 testen wird. Der Dauertest wird also von uns beiden geschrieben. Den technischen Kram schreibe ich, den Praxistest hat sie verfasst.

Aber wie immer zuerst die technischen Daten:

  • Android WearASUS ZenWatch 2 (1)
  • 1,63″ AMOLED Display mit 320 x 320 Pixel
  • 278 ppi
  • Gorilla Glass 3
  • 1,2 GHz Snapdragon 400 Prozessor
  • 512 MB RAM
  • 4 GB interner Speicher
  • Bluetooth 4.1
  • Gyroskop
  • 6-Achsen Beschleunigungsmesser
  • Schlaftracker
  • Schrittzähler
  • Mikrofon
  • Lautsprecher
  • Kameraauslöser
  • Wasser- und staubdicht nach IP67
  • 49,6 x 40,7 x 9,4 ~ 10,9 mm
  • 58 g
  • 380 mAh

Produktseite: asus.com/de/ASUS_ZenWatch_2

Ausführliche deutsche Bedienungsanleitung: asus.com/ASUS_ZenWatch_DE.pdf

Die ASUS ZenWatch gibt es in zwei Größen. Die von uns getestete mit 49 x 41 mm und dann noch eine etwas kleinere mit 45 x 37 mm. Bei den Gehäusefarben hat man die Wahl zwischen Silber, Anthrazit-Grau und Rosé Gold. Dazu dann noch die Wahl aus insgesamt 18 verschiedenen Armbänder aus Leder, Silikon und Metall. Die Preise beginnen bei 160 €.

Übersicht:

Unboxing:

In dem kleinen Kästchen ist folgendes zu finden:

  • ASUS ZenWatch 2
  • 2A Netzteil
  • Ladekabel
  • Kurzanleitung

Interessant ist das 2A Netzteil. Ich teste ja gerade noch das ASUS ZenFone Max (Testbericht). Ein Smartphone mit einem riesigen 5000 mAh Akku. Dem liegt ein mickriges 1A Netzteil bei. Der Smartwatch mit dem Miniakku wird so ein Monster beigelegt. Muss man das verstehen? Umgekehrt wäre irgendwie sinnvoller gewesen, denn so einen 380 mAh pumpt auch ein 1A Netzteil sehr schnell wieder auf.

ASUS ZenWatch 2 (3)

Verarbeitung und Ausstattung:

ASUS ZenWatch 2 (10)Das Gehäuse der ZenWatch besteht aus Edelstahl und das merkt man auch am Gewicht. Sie liegt gut in der Hand und man merkt, dass man etwas solides in der Hand hält und keinen Platikbomber. Ob man jetzt ein eckiges Design bevorzugt wie das der ZenFone 2 oder eher rund wie z.B. bei der Moto 360 muss jeder für sich entscheiden. Das Design der ASUS weiß zu gefallen. Schlicht und elegant ohne protzig zu wirken. Das AMOLED Display wird durch Gorilla Glass 3 geschützt. Das soll eigentlich kratzfest sein, aber bei uns sind schon nach knapp 3 Wochen zwei Kratzer zu sehen. Sieht man zwar erst auf den zweiten Blick, aber kratzfest stelle ich mir irgendwie anders vor. Halt kratzfest. Leider trägt die Uhr ziemlich auf, auch wenn es rein optisch nicht so wirkt. Etwas unschön finde ich die doch recht breiten Displayränder, zumal sie oben, unten und an den Seiten ungleich ausfallen. Leider ist die Rückseite nicht gebogen. Rechts ist die Power-Taste zu sehen. Sie kann gedrückt werden, um die Smartwatch ein- oder auszuschalten bzw. aufzuwecken, hat aber ansonsten keinerlei Funktion. Also nicht drehbar wie z.B. bei der Apple Watch. Wasser- und staubdicht nach IP67 ist das gute Stück auch noch, was auch unter der Dusche erfolgreich ausprobiert wurde.

Das mitgelieferte Lederarmband besitzt die Standardbreite von 22 mm und ist problemlos wechselbar. Bei der kleineren Ausführung ist es eine Breite von 18 mm. Auf der Rückseite dockt auch das magnetische Ladekabel an. Das gerät allerdings etwas fummelig, auch wenn der Magnet schon mal grob die Richtung vorgibt. Allerdings muss man immer noch mal „ruckeln“, um den Kontakt herzustellen.

Das einzige was fehlt ist ein Pulsmesser. Das wäre aber auch das Einzige, was es zu meckern gibt, denn von der Verarbeitung und sonstigen Ausstattung bietet die ZenWatch 2 echt ein hohes Niveau. Man bedenke bitte, dass diese Uhr hier gerade einmal 160 € kostet. Die bekannten Konkurrenten wie die Huawei Watch (Testbericht) kostet mindestens das Doppelte.

Einrichtung und Software:

Dank Android Wear ist das Verbinden eine Sache von Sekunden. Egal ob mit Android oder iOS. Die Einrichtung haben wir als Android Nutzer zunächst über die Android Wear App auf dem Smartphone gemacht. Aber ASUS hat ja schon beim ZenFone Max (Testbericht) gezeigt, dass man bei Android Software einiges zu bieten hat. So findet man im Playstore dann auch den „ZenWatch Manager„, den „ZenWatch FaceDesigner“ oder den „ZenWatch Wellness„. Über den Manager kann man, wie der Name schon vermuten lässt, die komplette Uhr steuern und einrichten. Seien es Watchfaces installieren oder weitere Funktionen wie den Wecker aktivieren. Mit dem ZenWatch FaceDesigner kann man sich sein eigenes Watchface kreieren. Bislang einmalig direkt ab Werk, zumal es wirklich selbsterklärend ist. Dank ZenWatch Wellness wird aus der Smartwatch ein ausgewachsener Fitnesstracker mit allem drum und dran.

Praxistest:

ASUS ZenWatch 2 (11)Das Display ist für mich als Frau etwas groß. Das Gehäuse ist schwarz, mit einem dunkelblauem Lederband. Das Armband ist am Anfang etwas steif und hart. Habe mich aber schnell daran gewöhnt. Das große Display hat natürlich den Vorteil, dass sich sehr gut Emails, WhatsApp, SMS und sonstige Nachrichten lesen lassen. Toll finde ich, dass ich meine Benachrichtigungen direkt lesen kann, ohne im Meeting mein Handy anfassen zu müssen. Cool ist auch der Taschenrechner, zwischendurch kurz checken, ob die Schuhe noch ins Budget passen 😉

Auch Google informiert mich über aktuelle Termine und Waze/ Google Maps, wann ich starten muss und das alles ohne auch nur mein Handy anzufassen.

Ich war mit der Smartwatch mehrfach laufen. Da kein GPS Tracker inkludiert ist, ist die zurück gelegte Entfernung im Vergleich zu Runtastic deutlich niedriger. Über diese Ungenauigkeit hatten wir bereits in unserem großen Vergleich der Fitnesstracker geschrieben. Aktivitäten müssen auch über die Wellness App gestartet und gestoppt werden. Ist aber kein Problem, habe auch gleichzeitig Runtastic über die Smartwatch aktiviert und beide haben gut funktioniert. Die Vibration einer Power Plate erkennt die Smartwatch leider nicht… die anderen Tracker genauso wenig.
Schlafen war eine Herausforderung, denn ich hatte die Smartwatch so eingestellt, dass bei der typischen Armbewegung zum auf die Uhr schauen das Display aufleuchtet. In der ersten Nacht habe ich die Smartwatch komplett ausgeschaltet (über die Powertaste direkt an der Uhr) und mich am nächsten Morgen gewundert, dass der Schlaf nicht ausgewertet wurde. Zweiter Abend, neuer Anlauf… irgendwie wollte sie nicht in den Schlafmodus, Hand auflegen hilft manchmal, aber sobald ich mich wieder bewegt habe, leuchtete die Smartwatch erneut auf. Am Tag 3 hatte ich mich dann durch die Wellness App geklickt und den „Schlafmodus“ gefunden. Perfekt. Zwei Fliegen mit einer Klappe, das Display bleibt schwarz bis man den Power Knopf drückt und der Schlaf wird ausgewertet. Am nächsten Morgen den Schlafmodus beenden und die App zeigt direkt auf dem Display: Tiefschlaf, leichter Schlaf, Gesamt Schlafdauer, Wachzeit und die Schlafqualität (in Punkten, max. 100, 60 bildet die Grundlinie).ASUS ZenWatch Wellness App (1)

Die ZenWatch hat eine eigene App zur Verwaltung der Watch. Das ist genial und hat sonst keine andere Smartwatch. Hier gibt es jede Menge Watch Faces und diese können auch direkt konfiguriert und eingestellt werden. Wenn die App einmal geladen ist, kann ich über längeres drücken des Displays alle in der App verfügbaren Uhrenbildschirme darstellen und auswählen, Konfiguration dann wieder über die App.
Mit der Wellness App behalte ich meine Schritte (täglich oder auch wöchentlich auswertbar), verbrauchte Kalorien, Ziele und Schlafqualität perfekt im Auge.
Es gibt unendliche viele Apps für Android Wear und die ZenWatch. Die ersten Tage habe ich ständig in Google Playstore gestöbert und verschiedene heruntergeladen und ausprobiert. Ich finde es toll, meiner ZenWatch täglich eine neue Optik zu geben, allerdings hat mir die Zeit und die Muse gefehlt selbst ein Watch Face zu designen. Das Optimum habe ich nicht gefunden, die meisten Faces sind mir zu maskulin, die feminin „angehauchten“ oder die es werden wollen, waren mir teilweise zu verspielt oder nichtssagend außerdem haben mir dann immer die wichtigsten Infos gefehlt, wie: Anzahl der Schritte, Erreichungsgrad und vor allem Anzeige des Akkus. Den solltet ihr definitiv im Auge behalten, er hält zwischen 36 und 48 Stunden, dann braucht er dringend eine neue Füllung.

Mit dem beiliegenden 2A Ladegerät lädt man den Akku in ca. 30 Minuten wieder komplett auf. Zeit genug zu duschen oder zu frühstücken.

Durch die Asus ZenWatch habe ich mein Handy viel seltener in der Hand, da passiert es auch öfters, dass ich den Raum verlasse ohne das Handy mit zu nehmen. Die ZenWatch reagiert prompt, vibriert an meiner Hand und meldet „Disconnected“, sobald ich wieder in Reichweite komme, vibriert es erneut und verbindet sich wieder. Mit verschiedenen Handbewegungen, kann ich das Display aktiveren, deaktivieren, nach unten bzw. oben scrollen…. Allerdings wer stellt sich schon hin und wedelt mit dem Arm, wenn ich das gleiche mit dem Finger auch machen kann.

Fazit:

Die ASUS Zenwatch 2 ist eine super Smartwatch, zu einem fairen Preis. Für 169 € bekommt man viel Smartwatch fürs Geld. Die Damen ZenWatch mit Milanaise Band gibt es für 229 €. Es ist definitiv für mich eine Überlegung wert – weg von den Trackern hin zur Asus ZenWatch. Gerade wenn man nicht weiß, ob einem so eine Smartwatch überhaupt nützt und die Technik erst einmal ausprobieren möchte.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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