Im Test – die Aukey PB-Y12 USB C Power Bank mit 10050 mAh

Und schon geht mit der Aukey PB-Y12 die nächste Powerbank in den Test. Wobei es dieses mal etwas anderes ist als sonst. Denn diesen kleinen Kraftprotz brauche ich im Badezimmer und suchte daher ein zwei ganz spezielle Features, welches die Aukey mitbringt. Was der kleine Kraftprotz im Alltag taugt, habe ich ausprobiert.



Erst vor kurzem habe ich verschiedene Powerriegel mit 10.000 mAh und Quick Charge 3.0 bestellt und ausprobiert. Ein paar Tage später war bei Gearbest die Xiaomi Mi 10000mAh Ultrathin Powerbank 2 mit Quick Charge 3.0 im Flashsale. Zum Preis von knapp unter 13 € konnte ich einfach nicht nein sagen. Das mit dem Bad in der Einleitung ist kein Witz gewesen. Ich suche eine Powerbank, die bei mir zu Hause im Bad einen Google Chromecast Audio mit Strom versorgen wird, da ich an diesem Platz keine Steckdose zur Verfügung habe. Daher muss die Powerbank klein und potent sein. Für unterwegs dann bitte noch mit USB Typ-C ausgestattet, weil unseren beiden OnePlus 5 über diesen Anschluss verfügen. Idealerweise kann die Powerbank dann selbst auch mit USB Typ-C aufgeladen werden und das mit bis zu 3A, was dann entsprechend schnell vonstatten geht. 

Technische Daten:

  • 10.050 mAh / 3,85V / 37,2Wh
  • 1x USB-A Ausgang mit 5V / 2,1A
  • 1x USB Typ-C Input und Output mit 5V / 3A
  • 1x Micro-USB Input mit max. 5V / 2A
  • Bidirectional Fast Charge
  • Schutzmechanismen gegen Kurzschluss usw.
  • 102 x 61 x 21 mm
  • 214 g

Produktseite: aukey.com/10050mah-portable-charger-pb-y12

Bei Amazon* ist sie für 29,99 € erhältlich.

Verarbeitung und Ausstattung:

In der Pappschachtel befindet sich folgendes:

  • Powerbank
  • USB Typ-C Kabel
  • Tragetasche
  • Kurzanleitung

Die Aukey Powerbank besteht im Gegensatz zu vielen anderen Modellen der Konkurrenz komplett aus schwarz eloxierten Aluminium und nicht aus Plastik. Mit 214 g ist sie zwar relativ schwer aber äußerst kompakt. Ideal für unterwesgs. Da kommt es mir auf ein paar Gramm mehr oder weniger nicht an, aber auf kleine Abmessungen. Vorteilhaft sind hier die Rundungen. Besser als jeder eckige Klotz. Die Verarbeitung ist absolut in Ordnung. Keine scharfen Kanten und alle Buchsen sehr sauber eingepasst. Allerdings darf man das bei einem Preis von 29,99 € durchaus erwarten.

An der Oberseite zeigen vier kleine blaue LEDs die Kapazität in 25% Schritten an. An der Seite die Power-Taste. Die Front beherbergt alle Buchsen. Zum einen die Micro-USB Buchse, über die Powerbank mit bis zu 2A geladen werden kann. Daneben die USB Typ-C Buchse, die sowohl rein als auch raus bis zu 3A liefert und damit ähnliche Leistungen wie bei Quick Charge 3.0, obwohl diese nicht dafür zertifiziert ist. Liegt daran, dass die Aukey max. 5V liefert und nicht bis zu 12V. Dafür aber immer 3A (sofern vom Gerät unterstützt). Die USB-A Buchse ist Standard und bringt es auf bis zu 2,1A bei 5V. Natürlich kann man auch zwei Geräte gleichzeitig laden. Eines ganz normal über USB-A und ein zweites über die Typ-C Buchse. Dann packt die Aukey Powerbank kombiniert bis zu 3,1A bei 5V.

Natürlich gibt es etliche Sicherheitseinrichtungen, die im Falle eines Kurzschluss, Überhitzung usw. schlimmeres verhindern. 

Schade, dass Aukey die Daten nur bei 5V aufdruckt und nicht noch zusätzlich die Zellspannung und Angaben in Wattstunden. Mittlerweile spricht sich herum, dass die ganzen Angaben in Mah nicht wirklich aussagekräftig sind. Was es damit auf sich hat und warum das so ist, habe ich in diesem Artikel auf einfache Art und Weise erklärt.

Praxistest:

Genug Geschwafel, ran ans Kabel. Wie immer habe ich auch diesen Kandidaten dem üblichen Prozedere unterzogen. Also die Powerbank auf 100% aufladen (alle LEDs leuchten konstant), dann „lade“ ich einen Lastwiderstand mit 1A und dann noch mal mit 2A, bis die Powerbank komplett leer ist und abschaltet. Damit schaffe ich eine bessere Vergleichbarkeit, da z.B. ein Smartphone mit steigenden Akkustand die Ladespannung reduziert und somit die Werte etwas verfälscht. Die Lastwiderstände belasten die Powerbank dauerhaft mit einer definierten und vor allem gleichbleibenden Last und so kann ich auch testen, ob beim Laden von mehreren Geräten gleichzeitig die Leistung einbricht und einzelne USB-Ports abgeschaltet werden. Während des Ladevorgangs habe ich dann jeweils mit dem PortaPow Premium USB + DC Power Monitor V2* den Ladestrom, Spannung und Leistung abgelesen. Das alles so lange, bis die Powerbank eben aus Energiemangel abschaltet, wobei ich am Ende dann noch die insgesamt abgegebene Kapazität der Powerbank abgelesen habe. Das ganze habe ich insgesamt dreimal durchgeführt und aus allen Daten einen Mittelwert errechnet. Für eine noch bessere Vergleichbarkeit messe ich, wie viel mAh bzw. Wh von der genannten Kapazität wirklich geflossen sind.

Beim Laden des Lastwiderstandes zeigte das Messgerät bei einer Last von 1A im Schnitt 5,11V bei 0,94A und 4,85W. Bei 2A im Mittel 4,98V bei 1,71A oder 8,70W. Im Schnitt konnten der Powerbank bis zu Abschaltung 5.958 mAh bzw. 30.081 Wh entnommen werden. Das ergibt eine Effizienz von 59,3%. Das ist im Vergleich leider über 10% weniger als vergleichbare Konkurrenzprodukte mit ähnlichen Kapazitäten. In der Regel haben diese eine Effizienz von 68-71%. Heißt stark vereinfacht gesagt, dass man von den 10.50mAh der Aukey am Ende 5874mAh zur Verfügung hat. Der Rest sind unvermeidbare Verluste durch das hoch- und heruntertransformieren der Spannung und eine Powerbank aus Sicherheitsgründen niemals seine komplette Kapazität abgeben wird. Ein Rest muss verbleiben, damit die Li-Ion Zellen nicht kollabieren, also zerstört werden. Wer es ganz genau wissen möchte, warum die aufgedruckten mAh Angaben nicht so ganz aussagekräftig sind, dem lege ich diesen Artikel ans Herz. Da habe ich das auf einfache Art und Weise erklärt.

Lobenswert, dass es während dem Laden oder Entladen zu keiner nennenswerten Erwärmung kommt. Auch gab es keinerlei Geräusche wie Pfeifen, Surren oder Brummen.

Fazit:

Die Aukey PB-Y12 ist an sich ein tolles teil. Klein, handlich, hohe Kapazität und super verarbeitet und mit USB Typ-C an Bord. Aber für knapp 30 € liefert sie am Ende zu wenig ab. Sprich, es bleibt beim Laden zu wenig nutzbar. Klar gibt es Verluste, darauf weise ich im Test ja auch hin, aber eine Effizienz von unter 60% habe ich bislang noch nicht gehabt und habe daher mehrmals nachgemessen. Immer mit demselben Ergebnis. Daher kann ich dieses mal leider kein Gütesiegel vergeben. Im Bad wird sie aber trotz allem zum Einsatz kommen. Da ist es mir egal.

     

Über eine PayPal- oder Flattr Spende, oder einem Kauf über einen mit einem * gekennzeichneten Link unterstützt ihr mobi-test.de, da ich einen kleinen Prozentsatz des Bestellwertes erhalte, um so weitere Testobjekte zu kaufen. Ich bedanke mich schon mal im voraus für eure Unterstützung.

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen