Im Test – die JJRC H37 Mini Baby Elfie Drohne

Nach etliche Powerbanks und Bluetooth Lautsprechern muss ich mal wieder was ganz besonderes testen. Mein Sohn und ich stehen ja total auf Drohnen, wollen aber nicht viel Geld ausgeben, schnell damit fliegen lernen und noch mehr Spaß haben. Über myDealz.de bin ich dann mal auf die faltbare Drohne JJRC H37 MINI BABY ELFIE gestoßen. Preislich mit knapp 30 € absolut im Rahmen und so habe ich die gekauft und getestet.




Es ist so, dass ich zwar einen riesigen Spaß an solchen Fluggeräten habe, aber leider kein Talent. Mein 8-jähriger Sohn ist da ähnlich. Spaß wollen wir haben, ohne lange zu üben und wenn es mal einen Absturz gibt, dann soll es nicht gleich Schrott sein. Zig kleine Drohnen haben wir bereits hier liegen. Allesamt mehr oder weniger Schrottreif. Diese Fernbedienungen sind auch kompliziert. Vor über 5 Jahren habe ich mir die Parrot AR Drohne 2.0 (Testbericht) gekauft und war begeistert. Die wird durch die Bewegung des Smartphones gesteuert. Das war kinderleicht und entsprechend viel Spaß gemacht. Nur irgendwann war das Teil dann auch am Ende und der Nachfolger super teuer. Jetzt habe ich eben die Baby Elfie gefunden und da stand was von Bedienung per G-Motion Sensor. Eine Art Joystick, mit der man die Drohne komplett steuert. Klingt spannend und noch spannender die Frage, ob die Drohne auch was taugt oder nicht.

Technische Daten:

  • 4 Kanal
  • WLAN
  • 6 Achsen Gyro
  • Headless-Modus
  • Altitude Hold
  • 720p Kamera
  • 40 m Reichweite
  • 113 x 57 x 30 mm (zusammengefaltet)
  • 135 x 113 x 30 mm (auseinandergefaltet)
  • 58 g flugebereit
  • 400 mAh (wechselbar)

Produktseite: jjrc-tech.com/jjrc-h37mini

Bedienungsanleitung: jjrc-h37_babyelfie_manual.pdf

Erhältlich ist die JJRC H37 Mini Baby Elfie in verschiedenen Ausführungen, wobei es sich auf die Anzahl der beiliegenden Akkus beschränkt. Mit nur einem Akku kostet die Drohne bei Gearbest* knapp 29 €. Mit gleich drei Akkus zahlt man bei Gearbest* dann 38,45 €. Genau dieses Bundle habe ich mir gegönnt. Extra Akkus einzeln sind erheblich teurer, als das große Set. Bei Amazon* oder ebay ist sie auch erhältlich, dann aber teurer und man muss aufpassen, dass man nicht das alte Modell mit der 480p Kamera untergejubelt bekommt. Das aktuelle Modell erkannt man an der weißen Front und hat eine 720p Kamera an Bord.

Verarbeitung und Ausstattung:

Im Karton ist neben dem Copter noch ein Ladekabel, drei Akkus (variiert je nachdem welches Bundle man bestellt), Ersatzteile wie Propeller, ein kleiner Schraubenzieher, die Fernbedienung, eine Tragetasche und eine englische Anleitung. Alleine die Tatsache, dass hier schon eine Tasche dabei ist, ist toll. Alles immer zusammen und sauber verpackt.

Rein optisch scheint sich die H37 Mini etwas bei der Zerotech Dobby* abgeschaut zu haben. Sie ist zusammengeklappt sehr kompakt und vor allem leicht. Inklusive Akku wiegt die Drohne gerade einmal 58 g. Natürlich besteht sie komplett aus Kunststoff, daher ist sie so leicht aber gleichzeitig sehr robust. Die Verarbeitung geht für den Preis völlig in Ordnung. Das Baby hat schon einige Abstürze und Crashes hinter sich, aber es ist alles noch in Ordnung. Selbst die vier Propeller mussten noch nicht gewechselt werden. Absolut genial und spricht für die Drohne. 

An der Oberseite ist die Power-Taste zu sehen. Dazu noch die LED in Pfeilform, die den Betriebszustand signalisiert. An der Front eine nach oben und unten schwenkbare Kamera, die Fotos und Videos mit einer Auflösung von 1280 x 720 Pixel aufnimmt. Daneben jeweils eine weiße LED als Scheinwerfer. An der Rückseite ist dagegen ein rotes LED Band, so dass man sich wie bei einem Auto orientieren kann und zu jederzeit die Fluglage erkennt. Weiß vorne, rot hinten. Hat sogar mein 8-jähriger Sohn nach 2 Sekunden verstanden.



An den Seiten sind jeweils zwei Gelenke mit dem Motor und Luftschraube montiert. Diese kann man ausklappen. Leider arretieren sie nicht richtig in der Endposition, so dass sie bei einem üblen Absturz oder Kollision durchaus mal unfreiwillig eingeklappt werden. Ist aber nicht weiter tragisch. Wieder ausklappen und weiter geht der Spaß. An der Unterseite ist dann noch der Akkuschacht zu sehen. Die Akkus passen nur in eine Richtung und halten auch üble Abstürze aus, ohne herauszufallen.

Apropos Akku. Einer hält ca. 8 bis 10 Minuten. Je nachdem in welcher Geschwindigkeitseinstellung man fliegt und ob die Beleuchtung aktiviert ist. Ein guter Wert, aber leider dauert das Laden eines Akkus knapp 50 Minuten. Daher sollte man sich direkt noch ein paar Akkus besorgen oder direkt das große Bundle mit drei Akkus kaufen. Ein Netzteil ist zwar nicht im Lieferumfang, aber man kann problemlos jedes vorhandene USB Ladegerät nehmen und zur Not einen Laptop, PC oder ähnliches. Hauptsache USB Buchse.

Verbindung und Bedienung:

Die zur Drohne gehörende App nennt sich schlicht JJRC und gibt es kostenlos für Android und iOS. Verbunden wird sie per WLAN. Sobald sie eingeschaltet wird, erscheint in den WLAN Einstellungen des Smartphones die Drohne und kann verbunden werden. Ist aber nicht zwingend notwendig, denn zum Fliegen reicht die beliegende Fernbedienung völlig aus. Es sei denn, man möchte Fotos bzw. Videos im Flug machen oder in der FPV-Ansicht (First Person View) fliegen. Auch Spielereien wie einen Flip kann man nur über die App steuern oder auch die Steuerung über das Smartphone laufen lassen.

Bei mir hat das mit der Verbindung leider nur selten funktioniert, daher gibt es leider kein Video, welches ich mit der Drohne aufgenommen habe und kann auch nichts über die Steuerung per Smartphone sagen. Aber wie gesagt. Man braucht das nicht wirklich.



Zum Starten schaltet man die Drohne und die Fernbedienung ein. Danach verbinden sich beide, in dem man am Joystick den Knüppel nach oben und dann nach unten zieht und den Knüppel drückt. Nach einem erneuten Druck laufen die Motoren mit niedriger Drehzahl an und die Drohne wartet auf Befehle. Einmal den Knüppel nach oben und die Drohne steigt auf. Die Steuerung ist sehr leicht und eingängig. Nach vorne, zurück, links und rechts fliegen steuert man durch neigen der Fernbedienung aus dem Handgelenk. Dazu reichen schon kleine Bewegungen aus. Nach oben, unten, links und rechts steuert man über den Knüppel. Lässt man den Knüppel los, bleibt die Drohne relativ stabil auf Höhe. Nennt sich Altitude Hold und macht die Steuerung noch einfacher als ohnehin schon. Genial einfach, einfach genial. Die Taste an der Vorderseite der Fernbedienung ändert in drei Stufen die Geschwindigkeit der Drohne. Die oberste Taste aktiviert den Headless-Mode. Die linke Taste schaltet die Beleuchtung ein und aus, die untere Taste ist der Not-Aus, über den man im Falle eines Falles den Motor direkt ausschaltet und die Drohne zum Absturz bringt. Mit der rechten Taste kann man die Drohne bzw. Fernbedienung kalibrieren.

In der App ist das alles leider nicht so einfach. Die Symbole sind nur zum Teil selbsterklärend. Hier muss man sich wirklich mal vorher die Anleitung anschauen, sonst vertippt man sich im Eifer des Fluges und es passieren Dinge, die man so nicht geplant hat. Da es nur einmal funktioniert hat, kann ich da auch nicht weiter berichten. Vermisst haben wir das aber nicht. Mein Sohn und ich fliegen ausschließlich über die Fernbedienung.

Praxistest:

Also Akkus laden und raus. Das Wetter ist gut, früher Abend, kein Wind und viel Platz vorhanden. Mein Sohn kann es kaum abwarten und so schwebt die Drohne wenigen Sekunden später gut 5 Meter über unseren Köpfen. Das es wirklich kinderleicht ist, zeigt das Video. Und das waren die Anfänge in der langsamen Geschwindigkeitsstufe 1. Mittlerweile fliegt es bei Stufe 3, also Topspeed und hat jede Menge Spaß. Aber nicht nur er. Die JJRC H37 Mini Baby Elfie macht jede Menge Spaß. Eben weil man damit direkt abhebt und man nicht lange fliegen lernen muss. 

Schon nach wenigen Minuten bewegt man die Drohne zielsicher durch die Gegend und steigt auch mal richtig weit in den Himmel. Dank der hellen LEDs ist man jederzeit über die exakte Fluglage informiert. Die Kamera ist mehr ein Gimmick, denn obwohl sie eine HD-Auflösung bietet, darf man keine wirklich guten Fotos oder Videos erwarten. Für einen Schnappschuss reicht es aber allemal. Wie gesagt hat das mit dem Video aufnehmen während des Fluges bei uns bislang noch nie funktioniert. Es wird zwar in der App angezeigt, dass ein Video aufgezeichnet wird, aber es ist dann nirgends zu finden.

Selbst Abstürze aus einigermaßen großer Höhe oder Kollisionen im Gegenständen oder einer Wand im Wohnzimmer hält die Drohne bislang aus. Wir mussten noch nichts wechseln und das will schon was heißen. Klar hat die Drohne oberflächlich ein paar Macken auf dem Korpus, aber die beeinträchtigen das Flugverhalten bislang nicht negativ. Mit drei Akkus ist man dann erst einmal beschäftigt und hat jede Menge Spaß. 

Hier noch ein Video, welches meinen Sohn Tim und die Drohne in Aktion zeigen:

Fazit:

Ihr sucht noch ein Geschenk für Jung oder Alt, welches viel Spaß bereitet, wirklich was aushält und nicht zu teuer ist? Bitte sehr…die Suche hat ein Ende und heißt JJRC H37 Mini Baby Elfie. Diese Drohne macht mega viel Spaß, hält ordentlich was aus und wenn mal etwas zu Bruch geht, sind die Ersatzteile billig zu haben. Absolut genial und bekommt das Gütesiegel verpasst. Und damit nicht genug. Es gibt noch einen großen Bruder. Nennt sich JJRC H47 Elfie bzw. Eachine 56 und ist bereits bestellt…

     

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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