Im Test – die Xiaomi Mi 10000mAh Ultrathin Powerbank 2 mit Quick Charge 3.0

Mit Xiaomi ist das immer so eine Sache. Hochwertig und günstig, aber das totale Durcheinander bei den Bezeichnungen. Genau wie bei deren Bluetooth Lautsprechern herrscht auch bei den Powerbank einige Verwirrung. Welche hat denn nun Quick Charge und welche nicht? Welche ist neu, welche alt? Ein wenig Licht ins Dunkel bringe ich nun mit dem Test der neuen Xiaomi Mi 10000mAh Ultrathin Powerbank 2 mit Quick Charge. Wie der Test gelaufen ist, lest ihr hier.



Mittlerweile türmen sich bei mir die Powerbanks. Wie heißt eigentlich die Mehrzahl von Powerbank? Powerbanks? Powerbänke? Powerbanken? Keine Ahnung. Klingt alles irgendwie dämlich. Aber egal. Uns interessiert mehr, was Xiaomi da wieder raus gehauen hat und das tun die bekanntlich sehr, sehr oft. Dabei muss man zugeben, dass die mobilen Saftspender von Xiaomi wirklich zu den besseren auf dem Markt gehören und das zu absoluten Kampfpreisen. Ich habe mehrere hier liegen. Angefangen von diversen 5.000ern bis hoch zum neuen 20.000 mAh Powerriegel. Und dabei gefallen mir die Ultrathin Modelle am besten. Die heißen nicht nur so, sondern sind es auch. Gegenüber einigen Konkurrenten spart man hier bei gleicher Kapazität einiges an Platz und Gewicht und die Verarbeitung ist ein Traum.

Technische Daten:

  • 10.000 mAh / 3,85V / 38,5Wh
  • 1x USB Ausgang
  • Quick Charge 3.0
  • Low-Discharge Modus
  • Input Micro-USB max. 2A / 5V / 9V / 12V / 18W
  • Output max. 2,4A / 5,1V / 2,4A / 9V / 12V / 15W
  • Schutzmechanismen gegen Kurzschluss usw.
  • 130 x 71 x 14,1 mm
  • 228 g

Produktseite: mi.com/battery2

Erhältlich ist die Powerbank aktuell nur bei Gearbest* in schwarz und silber zum Preis von für 18,94 € und das ist eine echte Ansage. Gerade erst habe ich drei Powerbänke mit exakt der gleichen Ausstattung getestet und die günstigste kommt zwar preislich an die Xiaomi heran, aber mehr auch nicht.

In der Pappschachtel befindet sich folgendes:

  • Powerbank
  • Micro-USB Kabel

Schade ist, dass Xiaomi der Powerbank keine Tragetasche beilegt.

Verarbeitung und Ausstattung:

In Punkto Verarbeitung gibt es absolut nichts auszusetzen. Das Gehäuse besteht aus CNC gefrästen Aluminium und macht einen wirklich guten Eindruck. Nichts klappert oder macht den Eindruck, dass es jeden Moment auseinander fallen könnte. Das Design ist typisch Xiaomi Powerbank. Mit abgerundeten Seiten und ansonsten ohne weitere Schnörkel. Die kompakten Abmessungen und das Gewicht von 228g sind ideal, um die Powerbank mitzunehmen. Sie verschwindet auch mal in der Hosentasche.

An einer Stirnseite befindet sich zunächst einmal die Powertaste. Die hat nicht nur die Funktion, den Akkustand anzuzeigen, sondern erlaubt durch doppeltes Drücken den sog. Low-Discharge Modus. Ist eine ganz pfiffige Sache, um z.B. Geräte mit niedriger Energiezufuhr wie Fitnesstracker zu laden. Das schont den Akku und damit die Haltbarkeit. Bislang ein Alleinstellungsmerkmal. Daneben vier weiße LEDs, die den Akkustand in 25% Schritten anzeigen. Ist der Low-Discharge-Modus aktiviert, wird das durch kurzes aufleuchten einer LED signalisiert. Desweiteren verfügt die Powerbank über eine Micro-USB Buchse zum Laden. Und auch hier gibt es eine Besonderheit. Die Powerbank kann selbst auch per Quick Charge 3.0 geladen werden. Bis zu 18W Input verträgt sie und das ist schon ordentlich. Damit halbiert sich die Ladezeit auf etwas über 4 Stunden anstatt über 9 Stunden. Also nicht nur schnell raus, sondern auch schnell rein. Natürlich gibt es etliche Sicherheitseinrichtungen, um Kurzschluss, Überhitzung usw. zu verhindern. Die leider einzige USB-A Buchse liefert dann auch Quick Charge 3.0, sofern das zu ladende Gerät dieses unterstützt. Lustigerweise suchen viele nach Quick Charge 3.0, ohne zu wissen, was das eigentlich ist. Genau das habe ich hier mal etwas näher erklärt.

Lobenswert ist auch, dass Xiaomi auf der anderen Stirnseite alle relevanten Daten der Powerbank bezüglich Kapazität nur bei 5V angibt, sondern auch bei der Zellspannung von 3,85V. Denn dann hat die Powerbank nicht mehr 10.000 mAh sondern derer nur noch 6.900 mAh. Warum das so ist, habe ich in diesem Artikel auf einfache Art und Weise erklärt.

Einziger Nachteil ist, dass die Powerbank keine USB Typ-C Buchsen besitzt, aber mittlerweile sollte wirklich jeder genug Ladekabel herumliegen haben.

Praxistest:

Genug Geschwafel, ran ans Kabel. Wie immer habe ich auch diese drei Kandidaten dem üblichen Prozedere unterzogen. Also die Powerbank auf 100% aufladen (alle LEDs leuchten konstant), dann „lade“ einen Lastwiderstand mit 1A und dann noch mal mit 2A. Damit schaffe ich eine bessere Vergleichbarkeit, da z.B. ein Smartphone mit steigenden Akkustand die Ladespannung reduziert und somit die Werte etwas verfälscht. Die Lastwiderstände belasten die Powerbank dauerhaft mit einer definierten und vor allem gleichbleibenden Last und so kann ich auch testen, ob beim Laden von mehreren Geräten gleichzeitig die Leistung einbricht und einzelne USB-Ports abgeschaltet werden. Während des Ladevorgangs habe ich dann jeweils mit dem PortaPow Premium USB + DC Power Monitor V2* den Ladestrom, Spannung und Leistung abgelesen. Das alles so lange, bis die Powerbank aus Energiemangel abschaltet, wobei ich am Ende dann noch die insgesamt abgegebene Kapazität der Powerbank abgelesen. Das ganze habe ich insgesamt dreimal durchgeführt und aus allen Daten einen Mittelwert errechnet. Um die Powerbanks direkt vergleichen zu können, messe ich, wie viel mAh bzw. Wh von der genannten Kapazität nun wirklich geflossen sind.




Beim Laden des Lastwiderstandes zeigte das Messgerät bei einer Last von 1A im Mittel 4,99V bei 0,903A oder 4,54W. An der 2A Last waren es 5.01V / 1,76A / 8,85W. Im Schnitt konnten der Powerbank bis zu Abschaltung 6.818 mAh bzw. 34.301 Wh entnommen werden.

Zu erwähnen ist noch, dass eine Powerbank aus Sicherheitsgründen niemals seine komplette Kapazität abgeben wird. Ein Rest muss verbleiben, damit die Li-Ion Zellen nicht kollabieren also zerstört werden. Die von mir ermittelte Effizienz liegt bei 68,1%. Also von den angegebenen 10.000 mAh sind, nach meiner vereinfachten Rechnung, 6818 mAh effektiv nutzbar. Wer es ganz genau wissen möchte, warum die mAh Angaben nicht so ganz taugen, dem lege ich diesen Artikel ans Herz. Da steht genau beschrieben, wie man das exakt ausrechnet.

Lobenswert, dass es während dem Laden oder Entladen zu keiner nennenswerten Erwärmung kommt. Auch gab es keinerlei Geräusche wie Pfeifen, Surren oder Brummen.

Übrigens hat sich im Praxistest gezeigt, dass die Fast Charge Ladung von Huawei unterstützt wird. Mein Huawei P10 Lite hat „Schnelles Laden“ angezeigt, obwohl es selbst nicht Quick Charge 3.0 kompatibel ist.

Fazit:

Wer auf der Suche nach einer Powerbank mit 10.000 mAh ist und Quick Charge 3.0 ist und keine Angst vor einer Bestellung in China bzw. dem Onlineshop von Gearbest*, dem kann ich Xiaomi Mi 10000mAh Ultrathin Powerbank 2 ohne Wenn und Aber empfehlen. Sie ist kompakt, leicht, leistungsfähig und günstig. Einiges Manko ist vielleicht, dass sie nur einen USB Anschluss hat und kein USB Typ-C. Aber da wird demnächst wohl noch was von Xiaomi kommen und ratet mal, wer sich die bestellen wird.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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