Im Test – VR Pornos von RealityLovers

VR steht für die virtuelle Realität und ist nach der Meinung vieler Experten das nächste große Ding. Bestimmt hat jeder schon mal was von Virtual Reality gehört, gelesen, gesehen oder sogar schon mal ausprobiert. Das ist das mit der komischen Brille, in der ein Handy steckt und bei der man das Gefühl bekommen soll mittendrin statt nur dabei zu sein. Logischerweise ist die Pornoindustrie wieder einmal ganz vorne dabei und ich habe von den RealityLovers die Möglichkeit bekommen Pornos in eben dieser virtuellen Realität zu schauen…

Es war einmal ein ganz normaler Tag. Etliche Mails kommen rein. Nix dolles. Normaler Kram eben. Newsletter, Angebote usw. Plötzliche lese ich etwas von VR und Porno. Da bin ich jetzt ganz Mann und lese die Mail. „Mann“ ist ja neugierig. Es geht um die Seite realitylovers.at und ob ich nicht einmal Lust habe das auszuprobieren. Weiter steht da noch was von Pornos in einer neuen Dimension eben in der virtuellen Realität. Die dazu benötigte Brille würde man mir zur Verfügung stellen. 

Das ist doch mal was. Man weiß ja, das die Pornoindustrie bei Neuheiten ziemlich schnell dabei ist und nicht ganz unmaßgeblich an deren Verbreitung beteiligt. Das gilt auch für Pornos in der noch relativ neuen VR Technik. Bei der virtuellen Realität setzt man das Handy in eine Brille und schaut sich die Inhalte in 3D an. Noch steckt die Technik in den Kinderschuhen, aber Spaß macht es allemal, zumal es immer mehr Inhalte und Apps dafür gibt. Die bekanntesten dürften Google Streetview und YouTube 360 sein. Aber es gibt auch jede Menge Apps, um sich in den virtuellen Welten zu bewegen. Und jetzt auch Pornos. Und da wird die Männerwelt hellhörig. Auch wenn es keiner zugibt. Wir alle schauen Pornos und wenn man die Möglichkeit bekommt so etwas auszuprobieren, dann macht man das. Mich interessiert das natürlich nur von der rein technischen Seite (ganz ehrlich), denn ich will ja mitreden können. Also habe ich das Angebot angenommen und eine Brille nebst Zugangsdaten für zwei Videos zugeschickt bekommen.

Auch wenn die Domain auf Österreich schließen lässt, ist der Sitz der Firma in London. Also noch in der EU. Und leider sind die schönen Dinge im Leben meistens kostenpflichtig. So auch hier. Ein Zugang für 4 Wochen kostet stolze $14,99, vierteljährlich werden $39,99 fällig und wer sich ein Jahr gönnt, zahlt $99,99. Richtige Laufzeiten gibt es nicht. Je nachdem wofür man sich entschließt, werden die Beträge bis zu Kündigung  bezahlt. Damit man die Videos schauen kann, benötigt man wie gesagt eine VR-Brille. Die gibt es kostenlos dazu und darf nach der Kündigung auch behalten werden. Und die man da geliefert bekommt ist einer der besseren. Ich habe selber ein paar hier liegen von der einfachen Google Cardboard-Pappe bis zur 50 € teuren mit Controller. Etwas besser aber teurer ist z.B. Samsung Gear VR oder für den Profibereich die HTC Vive. Es funktioniert mit allen. Die kostenlos zur Verfügung gestellte Brille gibt es übrigens bei Amazon unter dem Namen VR-SHARK M3* für 19,99 € zu kaufen und ist wie gesagt einer der besseren auf dem Markt für Einsteiger. Es empfiehlt sich noch ein gutes Headset, denn nur so taucht man wirklich in die VR Welt ein.

Ich habe mir lange überlegt, wie ich den Test angehe. Schließlich geht es um Pornos. Ein heikles Thema weil ab 18 und verrucht. Soll ich über die Technik dahinter schreiben? Interessiert wohl niemanden, daher hier in Kürze. Virtual Reality ist wie 3D. Man ist dank der Brille mit ihren beiden Linsen mittendrin und kann sich wie im echten Leben umschauen. Gerade das macht die Sache mit RealityLovers ja so spannend. Porno in einer neuen Dimension. Die Brille kann Smartphones mit einer Länge von bis zu 177 mm und einer Breite von bis zu 90 mm aufnehmen. Mein OnePlus 3T passt locker hinein. Aber auch ein LG G6 oder ein Huawei P10 Plus sind kein Problem. Kurz gesagt alles bis zu 6″ stellen für die Brille kein Problem dar. Neben einer Einstellung des Abstandes beider Linsen kann man noch deren Abstand zum Auge justieren und genau das können viele Konkurrenten nicht bieten. Hier kann man sich die Brille wirklich perfekt für sich einstellen. Der Tragekomfort ist gut und das Smartphone wird gut fixiert. Somit alles im grünen Bereich. Außerdem empfehle ich ein Headset, um sich von der Umwelt abzukoppeln. Egal ob jetzt ein Over-Ear oder ein In-Ear. Das spielt keine Rolle.




Loggt man sich bei RealityLovers ein, hat man aktuell die Wahl aus 90 Videos von mehreren Darstellerinnen. Jede Woche kommen zwei weitere Videos dazu. Bei den meisten Videos kann man zwischen der Optik des Darstellers wählen oder der eines Voyeurs. Also einer Person, die das alles beobachtet. Anschließend hat man dann noch die Wahl aus verschiedenen Formaten wie für die Oculus Rift, Gear VR von Samsung oder für alle anderen VR-Brillen in zwei Qualitäten. Wobei ein einzelnes Video in Full-HD Auflösung und 60 FPS gerne mal 2 GB oder mehr hat. Übrigens muss man sich alle Videos zuerst von der Homepage herunterladen und auf das Smartphone übertragen. Ist etwas umständlich, aber das hat auch mehrere Vorteile. Zuerst einmal kann man das zu Hause im WLAN über den PC bzw. Laptop machen. Anschließend kann man sich die Videos beliebig oft offline anschauen. Also auch, wenn das Abo abgelaufen ist.  Ok,ich habe mir also insgesamt vier Videos mit zusammen etwas über 9 GB heruntergeladen und auf mein OnePlus 3T kopiert. Los gehts.

Aber dann die Ernüchterung. Zwar haben die Videos allesamt eine sehr gute Qualität und der 3D Effekt ist wirklich gut, aber es stören doch ein paar Dinge. Zum einen sieht man in den offiziellen YouTube Videos eine Art Menü,welches man öffnen kann, um dann solche Sachen wie die Perspektive oder Hintergrund ändern kann. Das hat bei mir nicht funktioniert. Das Menü gibt es schlicht nicht. Weder bei Android noch beim iPhone. Dann bieten die Videos nur einen 180° Blickwinkel. Es wird zwar nirgends was von 360°geschrieben, aber irgendwie  verbindet man Virtual Reality mit einer 360°Rundumsicht. Man schaut also immer nur in eine Richtung. So richtig abtörnend ist aber der männliche Darsteller in den meisten Videos. Der liegt da wie eine Leiche und bewegt sich nicht. Ab und zu bewegt er mal eine Hand, aber ansonsten liegt der regungslos da, während sich die Darstellerin einen abkaspert. Sieht witzig aus, ist aber nach wenigen Minuten total öde. Im Voyeurmodus fällt das weg, denn hier betrachtet man die Szene wie von „normalen“ Filmen gewohnt als Zuschauer. Aber man kann sich auch hier nicht umschauen. Der Blick ist starr auf die Darsteller eingerichtet. Auch das ist auf Dauer ziemlich langweilig.

Fazit:

Weil ich noch weitere Meinungen haben wollte, habe ich die Brille auch mal ein paar Kollegen probieren lassen. Sie alle bemängeln dasselbe wie ich. Zu wenig Aktion, der starre Blickwinkel, die „Leiche“ im Vordergrund. Kurzum. Keiner der Tester, ich übrigens auch nicht, würde dafür zahlen. Dafür ist das alles zu starr und langweilig. Klingt hart, ist aber leider meine Meinung. VR ist die Zukunft. Das steht fest und wenn die Macher von RealityLovers noch ein wenig mehr Abwechslung bringen, dann sieht die Sache bestimmt anders aus. Bis dahin ist es am Anfang ganz nett, aber es wird halt schnell langweilig.

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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