Im Test – Xiaomi Piston 3 Reddot In-Ear Headset

Xiaomi Piston 3 Reddot Banner

Headsets gibt es wie Sand am Meer. Es gibt alles was man sich vorstellen kann und das bei Preisen von 1 € bis unendlich. Hier geht es um ein In-Ear Kopfhörer, wie er heute eigentlich jedem Smartphone in mehr oder weniger guter Qualität beiliegt. Das Xiaomi Piston 3 Reddot In-Ear Headset beweist im Test ziemlich eindrucksvoll, dass man schon für weit unter 15 € richtig was auf die Ohren bekommen kann.


 

Über Pro und Contras der In-Ear Headsets kann man stundenlang diskutieren. Das soll aber nicht das Thema sein, denn ich komme damit ganz gut zurecht und wenn ich mich mal so richtig abkoppeln will, greife ich zu meinem Over-Ear Headset Nokia Purity Pro (Testbericht). Ebenfalls viel diskutiert wird landauf, landab über den Preis, den ein gutes Headset kosten darf. Irgendwelche selbsternannten Auskenner faseln dann immer was von ab 100 € aufwärts. In meinen Augen völliger Quatsch, denn es gibt sie wirklich. Diese nahezu unbekannten Perlen, die für richtig kleines Geld richtig viel bieten und selbst 10 mal so teure Konkurrenten hinter sich lassen. Bislang war für mich das Lianyun TS907-38BM01-M der absolute Geheimtipp. Kennt ihr nicht? Dieses Headset liegt eigentlich allen Medion Smartphones und Tablet bei und kostet im Medion Onlineshop unter der Bezeichnung „Kopfhörer In-Ear TS907″ gerade einmal 12,29 € inkl. Versand. Dieses Red Dot kommt überigens daher, dass die Xiaomi Piston 3 dieses Jahr den deutschen Red Dot Design Award gewonnen haben.

Technische Daten:Xiaomi Piston 3 Reddot In-Ear Headset (5)

  • Lautsprecherimpedanz: 32 Ω
  • Kopfhörer Empfindlichkeit: 98 dB
  • Steckertyp: 3,5 mm vergoldet
  • Nennleistung: 5 mW
  • Frequenzbereich: 20-20000 Hz
  • Kabelfernbedienung inkl. Mikrofon
  • Kabellänge: 1,25 m
  • Gewicht: 14 g

Produktseite: http://www.mi.com/en/headphones3/

Gekauft habe ich dieses Headset nicht wie sonst bei Amazon, sondern bei banggood.com, einem Onlineshop, bei dem der Geek lauter lustige Sachen günstig bestellen kann. Die Lieferung erfolgt aus China und ist meist nach 8 bis 10 Tagen bei mir. Dort kostet das Headset aktuell 18,15 € inkl. Versand. Wer bei MyDealz.de die Augen offen hält, wird dort öfter mal Angebote für eben dieses Headset finden. Denn ich habe inkl. Versand gerade einmal 11,18 € gezahlt -> Link

Unboxing:

Beim Auspacken bekommt man zunächst einmal einen kleinen Schreck. Die Verpackung ist ein schlichter, weißer Pappkasten, der sich beim öffnen komplett zerlegt. Eine Anleitung zum Headset gibt es nicht. Diese ist im feinsten chinesisch in das Innere des Kartons gedruckt worden. Aber die Box, in der das Headset transportiert wird, ist ziemlich edel. Aufgewickelt und sanft in ein weiches Gummikissen eingebettet kann es dann auch nach dem Auspacken zum transportieren genutzt werden. Nimmt man das Kissen aus der Box, findet man neben den bereits montierten Silikonpolster noch drei weitere Größen. Also insgesamt kann man sich aus 4 Größen das für sich passende paar heraus suchen.

Xiaomi Piston 3 Reddot In-Ear Headset (3)Verarbeitung und Design:

Hat man die Piston 3 dann mal ausgepackt, kommt man aus dem Staunen eigentlich nicht mehr raus. Das Gehäuse der Pistons besteht aus einer Kombination aus gebürsteten Aluminium und einem speziellen Kunststoff, der Schwingungen unterdrücken und für einen klareren Klang sorgen soll. Das abgewinkelte „Hörrohr“, also der Teil der dann wirklich ins Ohr gesteckt wird hat ebenfalls seinen Grund. So sollen sie einen besseren Sitz im Ohr haben. Am Headset selbst ist dann auch einer meiner beiden Kritikpunkte in Punkto Design zu finden. Und zwar der Übergang vom Kopfhörer zum Kabel. Das ist ein zu einer Seite hin abgeschrägtes ziemlich scharfkantiges Plastik. Genau hier befürchte ich irgendwann einmal den befürchteten Kabelbruch. Warum Xiaomi nicht auch hier eine Knickschutz einsetzt wie am Stecker, bleibt ein Rätsel. Am rechten Headset ist die Kabelfernbedienung zu finden. Das Gehäuse aus geriffelten Alu und darin 3 Plastiktasten, wovon die mittlere trotz Markierung nicht von den beiden anderen zu unterscheiden ist. Ein Stück weiter unten kommt dann wieder ein geriffeltes Alugehäuse an dem Y-Stück zum Einsatz. Reißen oder auseinanderdröseln wie bei anderen Headsets wird es hier sicher nicht geben. Ab hier ist das Kabel dann bis zum Stecker mit Kevlar ummantelt. Auch der Stecker ist aus Alu und mit einem vergoldeten 3,5 mm Klinkenstecker versehen.

So sehen die Piston 3 nicht nur sehr schick aus, sondern machen einen wirklich hochwertigen Eindruck. Da kann mein 50 € Headset von Sony schon mal nicht mithalten.

Xiaomi Piston 3 Reddot In-Ear Headset (7)

Alltagstauglichkeit:

Der Tragekomfort ist sehr gut. Im Gegensatz zu vielen anderen, fallen die mir nicht beim joggen aus dem Ohr. Der Härtetest für ein In-Ear Headset ist Seilhüpfen. Wenn ein In-Ear dabei im Ohr bleibt, ohne es sich vorher bis ins Hirn zu schieben, dann halten die auch mal eine härtere Gangart beim Sport und Freizeit aus. Durch die in vier Größen vorhandenen Polster kann man sich problemlos die für sich passende Kombination aussuchen. Auch wenn man sich die Piston 3 gar nicht so weit ins Ohr drücken muss, koppeln sie den Träger schon ziemlich gut von der Außenwelt ab. Das verspricht einen satten Klang, denn den bekommt man nur, wenn das Headset gut sitzt und dadurch das Ohr nach Außen abdichtet.

Die Kabelfernbedienung ist ok, aber mehr auch nicht. Erst einmal ist die zu weit oben angebracht. Die Tasten sind zudem sehr dünn und wie schon erwähnt kaum zu unterscheiden. Die beiden äußeren Tasten funktionieren bei meinen Androiden als Lauter und Leiser. Die mittlere Taste hat mehrere Funktionen. Zu allererst mal als Play und Pause. Kommt ein Anruf rein, kann man durch kurzes Drücken das Telefonat annehmen. Hält man beim Klingeln die mittlere Taste gedrückt, wird das Telefonat abgewiesen. Während eines Telefonats kann man das Mikrofon mit einem kurzen Druck stumm schalten.

Vorteil dieser hohen Position ist aber die Sprachverständigung bei Telefonaten, denn durch das eingebaute Mikrofon, kann man mit den Pistons auch telefonieren.

Klang:Xiaomi Piston 3 Reddot In-Ear Headset (6)

Zum Vergleich ziehe dieses mal die original Apple Earpods für 35 €, das bereits oben genannte Medion Headset für knapp 13 € und mein Nokia Purity Pro On-Ear für 249 € heran. Als Musik höre ich eine ganz zeitlang querbeet durch alle Musikrichtungen. Und die Piston 3 legen echt los. Egal welche Musikrichtung, der Bass ist da und kommt richtig gut rüber. Andre Besitzer bemängeln, dass die 3er gegenüber dem Vorgänger Piston 2 weniger basslastig sind, was ich nicht beurteilen kann, da ich diese nicht getestet habe. Mir gefällt der Bass, weil er sich klanglich nahtlos in einen sehr gut ausbalacierten Mittel- und Hochtonbereich anschließt. Frauenstimmen klingen traumhaft schön weil sie über die nötige Fülle verfügen und nicht als piepsiges Etwas zu hören sind. Und selbst der Hochtonbereich zieht sauber bis in die hohen Lagen durch ohne zu nerven. Kurzum. Das Klangbild passt von vorne bis hinten. Erst die 25mal teureren Nokia Purity Pro klingen noch besser , weil druckvoller und mit mehr Biss. Aber da sind die Lautsprecher auch bedeutend größer.

Die maximale Lautstärke könnte vielleicht noch etwas höher sein, dafür verzerrt nichts und selbst wenn man auch mal etwas länger bei maximaler Lautstärke hört, wird es nicht schmerzhaft sondern immer besser. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu hören.

Bei Telefonaten ist der Anrufer sehr gut zu verstehen und man selber wird ebenfalls sehr gut verstanden.

Fazit:

Ob ich das Gütesiegel vergebe? Natürlich. Egal, ob man es im Sonderangebot fü nicht einmal 10 € bekommt oder zum regulären Preis von knapp 19 €. Die Xiaomi Piston 3 sind eine absolute Empfehlung für alle, die keine Unsummen für ein wirklich gutes Headset ausgeben wollen. Ein hervorragender Tragekomfort und der Spitzenklang überwiegen die fummelige Kabelfernbedienung und die  für manchen vielleicht zu niedrige Maximallautstärke.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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