Lenovo Yoga Tablet 8 im Dauertest – Teil 4 – Klang, Konnektivität und Fazit

Lenovo Yoga Tablet 8 Hands-On (6)Der vierte und letzte Teil des Lenovo Yoga Tablet 8 steht auf dem Programm und in dem geht es um die Klangqualitäten und die Verbindungsfreudigkeit des Kandidaten. Am Ende fälle ich mein Fazit und nenne noch zwei mögliche Alternativen.


Übersicht
Teil 1 – Unboxing und erster Eindruck
Teil 2 – Betriebssystem und Leistung
Teil 3 – Display und Akku

Klang:

Lenovo Yoga Tablet 8 Details (16)Das Yoga 8 bietet gleich zwei Lautsprecher auf der Front. An sich ja leider noch eher selten anzutreffen, aber die Hersteller haben den Trend erkannt und so kommen immer mhr Neuheiten mit echten Stereo Sound daher. Leider garantieren zwei Lautsprecher oder großflächige Öffnungen nicht automatisch einen guten Klang. So leider auch beim Yoga 8. Aus den beiden Laustprechern tönt es eher mickrig. Klar kann aus solchen Mini-Speakern keine Erdbebenähnliche Tiebässe erwartet werden oder dass die Leistung zur Beschallung einer Party reicht. Trotzdem ist der Klang insgesamt dünn. Bässe gibt es gar nicht und auch beim restlichen Frequenzband kommt nicht viel bei rum. Es dudelt so vor sich hin, aber das ohne jede Spielfreude oder Dynamik. Als WLAN Radio oder bei der Arbeit/ zu Hause im Hintergrund ist das ja noch vertretbar, aber mehr leider nicht. Auch die maximale Lautstärke liegt weiter hinter der Konkurrenz.

Dabei hat es mit Dolby Digital Plus einen richtig guten Equalizer mit an Bord. Hier kann man sich nach belieben austoben. Es gibt vier Voreinstellungen mit jeweils 3 weiteren Variationen zur Auswahl oder man kann sich selber zwei Einstellungen zusammenschieben und speichern. Leider verbessert sich der Klang dadurch eher wenig bis gar nicht. Ganz anders sieht das aber aus, wenn man ein halbwegs vernünftiges Headset wie das Nokia Purity Pro (Testbericht) oder einen externen Lautsprecher wie die Jawbone Big Jambox (Testbericht) anschließt. Da geht dann echt die Post ab und die Dolby Software zeigt, was in ihr steckt.

Lenovo Yoga Tablet 8 Klang (1)

Konnektivität:

Das von mir getestete 3G Modell (LTE kann es leider nicht) besitzt unter dem Klappständer, direkt neben dem Schacht für die microSD Speicherkarte, einen Einschub für eine Simkarte im Miniformat. Diese schiebt man ein, bis sie einrastet. Aber Achtung: ich hatte eine von mir selbst ausgeschnittene Simkarte hinein geschoben und habe sie nicht mehr heraus bekommen. Erst der Service hat kulanterweise geholfen. Wer also auf Nummer sicher gehen will, sollte nicht selber herumschnippeln oder lochen und stattdessen eine „echte“ Mini-Simkarte nehmen. Die Simkarte wurde direkt erkannt und die passenden Einstellungen automatisch aktiviert. Unterwegs konnte ich so jederzeit ins Netz gehen. Die Signalqualität war ausgezeichnet und es keinerlei Verbindungsabbrüche zu beklagen. Wie es sich für ein 3G Modell gehört, kann man das Tablet auf Wunsch auch zu einem WLAN Hotspot für andere Geräte machen.

Apropo Simkarte. Nicht jedes 3G Tablet kann auch telefonieren. Auch nicht das Yoga 8. Es gibt keinen Dialer und wer bei einem Kontakt auf die Telefonnummer für einen Anruf klickt, bekommt auch kein Telefon zur Auswahl, sondern nur Skype und Co. Dabei spielt es keine Rolle, ob man ein Headset anschließt oder nicht.

Lenovo Yoga Tablet 8  Verbindungen (4)

Das WLAN Modul leistet gute Arbeit und liefert mir an allen drei Messpunkten hervorragende Werte. Selbst am dritten Punkt, an der Straßenecke ca. 40 m vom Router entfernt, konnte ich noch problemlos im Netz surfen, ohne das auf die mobile Datenverbindung umgeschaltet wurde. Sehr gut.

Auch das GPS hat mich positiv überrascht. Ich kann mich nicht erinnern, dass es ein bisher von mir getestetes Tablet nach nicht einmal 5 Sekunden auf eine Genauigkeit von 2 Metern gebracht hat. Und das mit 9 von 11 Satelliten. Und auch beim navigieren machte sich die Signalstärke positiv bemerkbar. GPS Verlust oder Ungenauigkeiten? Fehlanzeige.

Lenovo Yoga Tablet 8  Verbindungen (3)

Meine 64 GB Ultra Class 10 microSD Speicherkarte von SanDisk (kostet 44 € bei Amazon) wurde problemlos mit ihrer vollen Kapazität erkannt. Zum Glück gibt es hier beim einlegen keinerlei Problem. Solange man die Speicherkarte nicht mit Gewalt falsch herum in den Schacht hämmert.

Fazit:

Das Wifi-only Modell des Yoga 8 ist derzeit für knapp 220 € erhältlich, die 3G Version für unter 280 €. Und da in meinen Augen die positiven Qualitäten wie das hervorragende Handling, dieser geniale klappbare Ständer, die sehr gute Verarbeitungsqualität, das ordentliche Display und vor allem der ausdauernde Akku überwiegen, vergebe ich das Gütesiegel. Wer hingegen nach einem klangstarken Tablet Ausschau hält, wird eher enttäuscht sein oder muss ein paar € für einen externen Lautsprecher investieren. Wer Wert auf ein wirklich tolles Display legt und noch mehr Power unter der Haube, dem empfehle ich das knapp 50 € teurere LG G Pad 8.3 (Testbericht). Das Samsung Galaxy Note 8.0 (Testbericht) wäre vielleicht für alle diejenige interessant, die so ein Tablet als modernen Notizblock verwenden möchten. Wer das alles nicht braucht, wird mit dem Yoga 8 einen ausdauernden Begleiter bekommen.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

2 Comments

  • Klaus Dieter sagt:

    Hi kann man das yoga 8 durch den seitlichen Akku besser halten ohne lahme arme zu bekommen.
    lese PC Zeitschriften und Kurzsichtigkeit mir dem note 8 habe ich keinen guten griff und Arme schmerzen langsam

    • Peter W. sagt:

      Ja absolut, wie ich auch in Teil 1 beschrieben habe. Das Yoga 8 hält man eigentlich wie ein Buch und dieser Zylinder ist der Buchrücken. Absolut genial und durch das geringe Gewicht des Tablet schläft auch nicht der Arm ein.

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