LG E400 Optimus L3 im Dauertest Teil 2 – Betriebssystem, Performance und Display

Im Zweiten Teil unseres Dauertests werde ich ein wenig auf die installierte Android Version eingehen, den vorinstallierten Apps, aber auch der Performance. Damit hängt ja die Bedienung direkt zusammen, so das ich diese auch anspreche und zum Schluss werde ich mich ein wenig über das Display auslassen. Gerade zum Display gibt es einiges zu berichten.

Teil 1 – Unboxing, erster Eindruck und Vergleich mit anderen Smartphones

Ich möchte mich jetzt schon mal für die suboptimalen Fotos entschuldigen. Leider kann man beim L3 keine Screenshots erstellen und rooten ist aufgrund der fehlenden USB-Debugging Option nicht möglich. Daher musste ich alles mit einer Kamera abfotografieren. Aber man erkennt, worum es geht.

Betriebssystem:

Installiert ist Android 2.3.6 Gingerbread und somit die aktuellste Version. Zumindest auf Gingerbread Basis. Meine Anfrage nach einem Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich blieb bisher leider unbeantwortet.

Beim L3 kommt die Standard Android Oberfläche zum Einsatz. Die schön gemachte neue UI würde den 800 MHz Prozessor wohl zu stark belasten. Trotzdem sind ein paar werkseitige Erweiterungen eingebaut worden.

Zum Beispiel kann man direkt über die Nachrichtenleiste die wichtigsten Funktionen wie WLAN an- oder ausschalten. Auch den Musikplayer kann man von hier aus steuern.

Was allerdings weniger schön ist, das bereits nach 9 (!!!) installierten Apps der Systemspeicher voll ist und nichts mehr installiert werden kann. Da muss man sich ganz schön einschränken, was bei mir und meiner Art von Nutzung schier unmöglich ist. Leider disqualifiziert es sich damit auch als Smartphone für die junge Generation. Gerade Kiddies wollen sich sicher nicht mit so wenig zufrieden geben und werfen es enttäuscht in die Ecke. Leider ist es nicht möglich bereits vorinstallierte Apps zu löschen. Dieses hätte sicher ein paar MB Platz geschaffen.

Wie bereits erwähnt fehlt die Option für das USB-Debugging. Wobei fehlen der falsche Ausdruck ist. Sie ist da. aber ausgegraut, also nicht veränderbar und leider ist es vom Werk aus deaktiviert. Somit kann man per USB nur eine Verbindung als Massenspeicher herstellen, aber nicht zum ADB, den man unter anderem zum rooten braucht.

Die Tastatur ist prinzipbedingt für große Hände nicht gerade einfach zu bedienen, aber mit ein bisschen Übung trifft man alle Tasten. Hierbei muss man aber öfter mal das L3 drehen, denn im Hochformat werden des öfteren die Textfelder nicht mehr angezeigt oder nur ein kleiner Teil davon. Dreht man das L3 erscheint es wieder in voller Größe. Ist halt der niedrigen Auflösung von 240 x 320 Pixel geschuldet.

Der Lockscreen bietet Hausmannskost. Verändern kann man ihn leider nicht. Im Homescreen gibt es ebenfalls keine Besonderheiten. Es ist alles da, wo man es erwartet. Leider kann man auch hier keine Veränderungen an der Anzahl der Screens vornehmen oder die vier unten eingeblendeten Icons. Dafür kann man Widgets, Ordner und Shortcuts hinzufügen. Und ob man es glaubt oder nicht. Selbst Live-Wallpaper, also die animierten Hintergrundbilder werden unterstützt und laufen sehr flüssig.

Beim Appdrawer kann man nach belieben eigene Kategorien anlegen und dort seine Apps nach Gutdünken einsortieren, umsortieren usw. Äußerst praktisch, wobei man aber bei der geringen Zahl an installbaren Apps so schnell nicht den Überblick verlieren wird.

An vorinstallierte Apps gibt es sämtliche Standards, also Googlemail, YouTube, Galerie usw. aber auch ein paar LG-eigene Programme.

  • Appmanager zum verwalten seiner Apps inkl. eines Taskkillers und eine einfache Speicherverwaltung
  • Browser wie man ihn von Android her kennt nur mit einem anderen Icon
  • Polaris Viewer zur Anzeige von Office Dokumenten (dauert aber ewig zum laden)
  • Radio wie man es erwartet aber nur in Verbindung mit einem Headset (fungiert als Antenne)
  • Smartphone World ist der hauseigene Appstore aber mit wenig Auswahl
  • Videoplayer der leider so gut wie gar keine Formate erkennt
  • Vorinstallierte Apps um eben diese zu deinstallieren (dort gibt es aber nur die Smartphone World

Erfreulicherweise ist der original Google Play Store vorhanden und das mit vollen Funktionsumfang. Dasselbe gilt für die Google Maps inkl. Navigation. Und das funktioniert sogar richtig gut. Aber dazu mehr in einem anderen Teil.

Leistung & Performance:

800 MHz liefert der Prozessor. Für einfache Aufgaben ist dieser völlig ausreichend. Wenn man nicht gleich mehrere Sachen auf einmal macht, kommt nichts ins Stocken. Aber wehe, man fordert mal ein wenig mehr ab z.B. surfen und nebenbei noch mal schnell die Mails checken.

Dann fängt es an zu hängen. Zwar nicht extrem, aber merklich. Aber wir wollen realitisch bleiben. Bis vor einem Jahr waren solche Prozessoren normal und sie haben uns gereicht. So auch hier, denn für den Einsteiger oder Umsteiger sollte er ausreichen.

Bisher gab es auch keinerlei Abstürze oder ähnliche Ausfälle. Es läuft und läuft und läuft…

Wer ganz oben in der Galerie zu Android mal genau hinschaut, kann schon mal erahnen, was der Akku so an Standby packen wird.

Display:

Das Display hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Anders kann ich es nicht beschreiben. Mit 320 x 240 Pixel kann man es mit den erheblich teureren Konkurrenten nicht vergleichen, aber man muss einfach zugeben, das die Schrift und Icons schlicht und ergreifend verschwommen sind. Hier hätte LG vielleicht noch mal bei der Schrift ein wenig weiter Hand anlegen sollen. Man kann es auf den Bildern erahnen. Und genau dasselbe „Problem“ zeigt sich auch bei vielen Apps. Man hat immer das Gefühl einen im Tee zu haben.

Weil mir das keine Ruhe gelassen hat, habe ich mal mein gutes, altes Nokia N95 heraus gekramt. Einige kennen es vielleicht noch 😉

Ende 2006 auf den Markt gekommen war es mit seinem 240 x 320 Pixel Display der Oberkracher. Zu seiner Zeit das Beste Display auf dem Markt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Zugunsten des uralten N95.

Das hat mir keine Ruhe gelassen, also habe ich nachgeforscht und ich glaube, das hängt maßgeblich mit den DPI zusammen, also der Anzahl der Pixel pro Zoll.

  • LG Optimus L3: 125 dpi
  • Nokia N95: 153 dpi
  • Nokia N96: 158 dpi
  • Nokia Asha 303: 167 dpi

Wie man unschwer erkennen kann, hat das L3 das mit Abstand schlechteste Verhältnis von Pixel pro Zoll. Selbst das Nokia Asha 303, welches aktuell schon für unter 130 € zu haben ist, bietet mit 167 dpi ein erheblich besseres Display bei gleicher Auflösung.

Bei der Anzeige von Mails oder Webseiten ist man durch die geringe Auflösung des Display ständig gezwungen zu zoomen. Macht auf Dauer keinen Spaß und nervt einfach. Normalerweise lade ich auch mal ein Ebook, aber das erspare ich mir, denn hier würde es sicher zur Tortour werden und kein normaler Mensch wird auf die Idee kommen auf solch einem Display längere Texte lesen zu wollen.

Das genaue Gegenteil bei Bildern, Fotos und Videos. Diese wirken im Gegensatz zu Schriften gestochen scharf. Warum auch immer. Kann mir das irgendwie nicht erklären, aber es ist wirklich so, auch wenn es auf den Fotos leider nicht so rüberkommt.

Schöne kräftige, natürliche Farben, beachtlicher Schwarzwert, also schwarz ist wirklich schwarz und gute Kontraste. Die Qualität bei Filmen, wenn sie denn abgespielt werden können, ist ebenfalls sehr gut. Der von mir getestete Film mit knapp 800 MB im mp4 Format und im AVI Format liefert ein sehr gutes Bild. Von Ruckeln oder anderen Störungen keine Spur .Hätte ich nicht gedacht und so war meine Tochter erst einmal beschäftigt. Natürlich fand auch sie das Display zu klein, aber das Leben ist eben manchmal ungerecht.

Im Moment läuft eine Anfrage an den LG Support, weil ich mir diese krassen Unterschiede absolut nicht erklären kann.

Leider hat das L3 keinen Helligkeitssensor und so kann man die Displayhelligkeit nicht automatisch steuern lassen. Man muss also umstellen, wenn es mal richtig dunkel ist, um nicht geblendet zu werden oder im Freien, bei Sonnenschein, noch etwas erkennen zu können.

Teil 3 – Kamera, Telefonieren und Verbindungen

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

16 comments

  1. Das mit den Apps ist wirklich eintäuschend. Schade das hier nicht zueende gedacht wurde…

  2. „Was allerdings weniger schön ist, das bereits nach 9 (!!!) installierten Apps der Systemspeicher voll ist und nichts mehr installiert werden kann.“IST DAS EUER ERNST!? oO Danach kann man keine mehr installieren?
    Bei dem einen Foto sind aber 15 installierte Apps angegeben…? 
    MfG, Domi

    •  Da werden die vorinstallierten bereits mitgezählt. Das mit den 9 ist wirklich kein Witz. Wobei die Zahl differieren kann, wenn man nur sehr kleine Apps installiert. Bei mir waren es halt Twitter, Facebook, gReader Pro, Instafetch, Pocket und noch ein paar kleine.

  3. einfach die apps in telefonspeicher verschieben ihr trottel

  4. ich bin durch das eine bild bloß leicht verwirt…
    systemspeicher voll, aber interner speicher noch lange nicht…
    zu viele apps im hintergrund offen?
    gruß

  5. Hi zusammen.
    Habe mir das Handy dennoch bestellt. Ich habe im Moment 14 Apps installiert.
    Darunter z.B. WhatsApp, Friendcaster, Wetter, Zedge, Shazam, AntiVir, Quickpic,
    Astro, Zynga Poker…
    DER SPEICHER –> 157,47MB belegt und 62,30MB frei
    Mir Persönlich reicht das… Wenn man natürlich viele große Apps installiert,
    dann wird es knapp. Für Spiele z.B. ist das Gerät sowieso nicht wirklich 
    geeignet, da es für die Auge sehr anstrengend ist, das Handy im Querformat
    zu bedienen. Der Grund ist, durch das Display sieht das eine Auge den 
    Bildschirm heller als das andere. Dadurch entsteht ein sehr anstrengendes
    Bild auf dem Display. Bei Nutzung im Hochformat alles top.
    MFG, Domi

  6. Hallo zusammen,
    etwas sehr wichtiges wurde hier irgendwie vergessen, ich habe es leider auch in keinem der Kommentare weder hier noch in den Kommentaren der anderen LG Optimus Modelle gelesen.
    Alle LG Optimus L -Style Modelle verfügen über die ab Werk integrierte „Quick-Memo“ Funktion mit der es möglich ist Screenshots zu erstellen und zwar überall. Und nicht nur das, man kann sogar handschriftliche Notizen machen mit oder ohne Stylus. So wie beim Note bzw. auch beim Samsung S3 LTE, …ich finde das ist eine Killerapp, die man unbedingt erwähnen muß!! Die ist so wichtig und so toll…einfach ein Kaufargument…man stelle sich mal vor das so ein kleiner Winzling, wie das L3 eine Art S-Pen/Memo Funktion besitzt….Das grenzt an ein Wunder 🙂

    Aber trotzdem natürlich vielen Dank für die Mühe einen so ausführlichen Testbericht zu schreiben. Diese Mühe macht sich kaum eine andere Seite.
    Louisa

  7. Man kann screenshots machen indem man die lautstärketaste in der mitte lange gedrückt hält!!!

  8. Mein lg e 400 zeigt ständig vollen speicher an,
    Hab echt alles versucht.kann nix aufmachen,app’srunterladen geht auch nicht,da kommt immer Prozess android.prozess.Media wurde beendet.
    ?????????

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