LG G4 im Dauertest – Teil 1 – Unboxing und erster Eindruck

LG G4 Hands-On (6)

Da liegt es nun vor mir. Die Verpackung des LG G4 und mit dem Auspacken, heißt ja neuerdings Unboxing, startet der erste Teil im LG G4 Dauertest. Wie ist die Verarbeitung und die Ausstattung? Wie fühlt es sich an? Wie groß ist es im Vergleich zur Konkurrenz und vor allem…wie ist mein erster Eindruck nach den ersten beiden Tagen?


Übersicht

Unboxing:

Die Verpackung ist unspektakulär und bietet folgenden Inhalt:

    • LG G4
    • 1,8A Netzteil / 5V
    • Ladekabel
    • Headset (fehlt bei mir)
    • Kurzanleitung (fehlt bei mir)
    • goldenes Backcover (fehlt bei mir)

Da ich das G4 von LG direkt bekommen habe und dieses wohl schon in einigen Redaktionen genutzt wurde, fehlen bei mir das Headset, die Kurzanleitung und das goldene Plastik-Backcover. Sehr schade, denn ich hätte zu gerne gewusst, wie das G4 damit aussieht.

LG G4 Unboxing (2)

Verarbeitung und Ausstattung:

Das LG G4 hat gegenüber dem Vorgänger LG G3 (Testbericht) an Länge, Breite und Höhe zugenommen. Auf dem Papier sind das wenige mm, aber in Natura sieht man es dem G4 schon deutlich an. Die Displayränder immer noch schön schmal, wirken aber nicht mehr so filigran wie noch beim G3. Kommt wohl daher, dass zwar das Display als solches identisch ist, aber am Kopf und Fuß ist das G4 deutlich größer. Überhaupt wirkt das G4 durch seine leichte Biegung eher wie ein LG G Flex 2 (Testbericht). Zwar ist die Krümmung nicht so stark, aber trotzdem noch gut sichtbar. Dieses Curved Design lässt das doch recht große Phablet sehr gut in der Hand liegen. Man hat zumindest nicht das Gefühl so einen riesigen Klopper in der Hand zu halten. Trotzdem wirkt das LG G3 auf mich eleganter als der Nachfolger. Warum LG auch beim G4 komplett auf Plastik setzt wird sicher seinen Grund haben. Optisch ist aber nicht sofort als solches zu erkennen. Das liegt definitiv an der vollständig metallisch glänzenden Umrandung.

LG G4 Hands-On (1)

Die Front in tiefen schwarz, nur unterbrochen vom LG Logo, dem Lautsprecher und der Linse der Frontkamera. Tasten gibt es wieder keine, sondern wie mittlerweile von LG gewohnt auf der Rückseite. An der Unterseite mittig die Mikro-USB Buchse, eines der beiden Mikrofone und die 3,5 mm Headsetbuchse. Links außen nichts, dafür am oberen Ende das zweite Mikrofon und der Infrarot-Sender. Rechts außen noch der Schlitz zum entfernen des Backcovers.

Und genau dieses macht das LG G4 zu einem echten Hingucker. Mein Testgerät besitzt das braune Echtleder Cover. Sieht echt totschick aus und fast sich unheimlich gut an. Allerdings nicht so weich, wie man es meint. Das Leder wird hauchdünn auf ein Plastikcover gezogen. Das Cover schließt perfekt und lässt sich trotzdem einfach öffnen. Die ordentlich ausgeführte Naht hat sicherlich nur optische Gründe. Hier gibt es aber zwei Probleme. Liegt das Handy auf einer glatten Oberfläche wie dem Tisch, kann man darauf so gut wie gar nicht tippen. Es kippelt auf der Naht hin und her. Desweiteren werden die hellen Nähte mit der Zeit dunkler, da sie direkt mit allen (auch unsauberen) Oberflächen in Kontakt kommen. Unten links ein einzelner Lautsprecher, der sich für die Musikwiedergabe verantwortlich zeigt. Schade, dass LG beim G4 nicht auch auf zwei Frontlautsprecher setzt. Platz genug wäre ja auf der Front. Die Power-und die beiden Lautstärketasten sind wieder unterhalb der Kamera angeordnet. Ich finde diese Positionierung mittlerweile gar nicht mehr so prickelnd, aber zum Glück braucht man diese Tasten so gut wie nie. Man kann das G4 über einen Doppeltipp auf das Display aus dem Standby holen und auch wieder in den Standby schicken. Ansonsten noch die Linse der Hauptkamera, der Laser-Autofokus und der Dual-LED-Blitz.

Darunter der wechselbare Akku. In dieser Klasse mit ihren Uni-Bodys mittlerweile fast schon ein Alleinstellungsmerkmal. Allerdings kann LG G4 Details (26)man die microSD Speicherkarte und die Simkarte nicht wechseln, ohne diesen zu entnehmen. Aber wie oft man das wirklich?

Bei der Verarbeitung gibt es fast nichts zu kritisieren. Alles sitzt wie es soll und auch der berühmte Akkudeckel-Drucktest ist negativ. Viele wollen wissen, ob man das Handy hinten eindrücken kann. Keine Ahnung warum, aber das geht beim G4 schon mal nicht. Auch wenn es verdreht oder biegt, gibt es keinerlei ungewöhnliche Geräusche von sich. Allerdings löst sich das Leder im Bereich der Headsetbuchse. Bin mal gespannt, wie das Leder auf Dauer hält und sich auch haptisch verändert. Leder wird bekanntlich im Laufe der Zeit speckig.

Und hier der bei mir obligatorische Größenvergleich:

      • LG G3
      • HTC One M9
      • Samsung Galaxy S6
      • Samsung Galaxy S6 Edge
      • iPhone 6

Erster Eindruck:

LG G4 HomescreenEchtes Leder hat was. Nicht diesen Plastiktouch wie bei Samsung, sondern wirklich echtes Leder inkl. dessen Geruch (zumindest am Anfang). Meine Sim- und 128 GB SanDisk Speicherkarte sind fix an ihren Ort gewandert und schon erfolgt der erste Start. Schon bei der Installation der ganzen Updates für die Apps merkt man, wie potent der Prozessor ist. Von wegen lahme Ente, weil LG nicht den neuesten Prozessor verbaut hat, sondern eine Generation vorher. Die Mühle rennt wie das sprichwörtliche Lottchen. Android 5.1 ist schon on Board und mit der neuen LG UX in der Version ausgestattet. Über die Optik lässt sich streiten, aber es gibt gegenüber dem Standard Android jede Menge Verbesserungen, die einem wirklich die Nutzung erleichtern. Das Display wieder mal eine leuchtende Augenweide, aber ohne es mit den Farben zu übertreiben. Es passt alles auf Anhieb und sieht einfach nur gut aus. Viel Lob kann ich schon mal jetzt der Kamera angedeihen lassen. Die Fotos sind einfach nur spitze, der Laserautofokus arbeitet perfekt und zielgenau. Es macht einfach nur Spaß damit zu fotografieren. Allerdings hinkt der Akku dem Powerpaket etwas hinterher. Die erste volle Ladung habe ich mit der Installation und Einrichtung in knapp 7 Stunden verbraucht. Die zweite hat dann schon etwas länger gehalten, aber ohne den Energiesparmodus ist das LG G4 alles andere als das vielgepriesene Akkusparwunder.

Auch der Lautsprecher muss sich im ersten Klangcheck ein wenig Kritik gefallen lassen. Da klingt die Konkurrenz besser. Zumindest bei der Musikwiedergabe. Dafür passt bisher alles in Punkto Konnektivität. Verbindungen per Bluetooth oder WLAN sind bislang ohne Beanstandung und auch das Abspielen von Inhalten auf externen Geräten wie Fernseher sind problemlos möglich.

→ Teil 2 – Betriebssystem und Leistung

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

One Comment

  • Bodo Maixner sagt:

    Ihrer Beurteilung schließe ich mich gerne an.

    Im praktischen Alltag habe ich dann noch die Erfahrung gemacht, dass es einem passieren kann, dass – sofern man vielleicht keinen Originalakku, sondern evtl. nur einen , der so aussieht wie ein socher – das Gerät plötzlich vermeldet : Ungültiger Akku oder zumindest etwas Sinngemäßes und sich dann ausschaltet.
    Außerdem vermisse ich für die Akkus Schutzkappen an den Enden, wo die Pole liegen, da ja Lithium Akkus empfindlich reagieren und sich entzünden können, wenn beispielsweise Wasser an die Kontakte kommt. Und damit meine ich nicht diese dünnen Plastiktütchen, in denen LG die Akkus mit dem eigentlichen Gerät ausliefert.
    Der Fairniss halber sollte man allerdings erwähnen, dass auch andere Handyakkuhersteller dies vielleicht auch nicht
    besser machen.
    Bei meiner Panasonic Camera war eine solche Schutzkappe zum Glück dabei.
    Abschließend sei erwähnt, dass LG jetzt sogar noch Android 7 auf das G4 bringen wird. Das finde ich toll – insbesondere nachdem ich mich bzgl. der Softwareaktualisierung bei meinem Dell A1 und meinem Sony Xperia Active alleingelassen fühle.

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