Soeben habe im hiesigen Aldi Süd für 399 € ein Medion LifeTab gekauft und wie wir nun mal so sind, muss es auch gleich in den Dauertest. Allerdings habe ich mir den ein wenig anders vorgestellt, aber dazu später mehr. Zunächst packen wir es mal aus und schauen uns mal so um, was es so bietet und welchen ersten Eindruck das Gerät hinterlässt.
Spötter bezeichnen den 10-Zöller als “Volks-Tablet”, was an sich ja nichts schlechtes ist, denn Medion ist ja bekannt für hochwertige Technik zum kleinen Preis. Allerdings ist das Tablet offensichtlich keine Eigenentwicklung denn es gleicht, bis auf optische Kleinigkeiten, dem Olivetti Olipad 110.
Technische Details:
- Android 3.2 Honeycomb
- 10″ Multitouch-Display mit 1280 x 800 Pixel
- 1 GHz Tegra 2 Dual-Core Prozessor
- 32 GB interner Speicher
- NVIDIA GeForce Grafik
- 3G/ UMTS
- GPS
- WLAN IEEE 802.11 b/g/n
- Bluetooth 2.1
- HDMI
- microUSB
- DLNA
- 3,5 mm Headsetbuchse
- microSD Speicherkartenslot
- 260 x 180 x 13 mm
- 720 g
Auspacken & Lieferumfang:
Geliefert wird das Tablet in einem Karton im typischen Medion Design. Darin hübsch verpackt das Lifetab. Darunter ein Karton, der dann ziemlich viel Zubehör zu Tage fördert:
- LifeTab
- Headset
- mikro-USB Datenkabel
- HDMI Kabel
- Ladegerät
- Mikrofasertuch
- Kunstledertasche
- Anleitung inkl. einer CD
- Aldi-Talk Simkarte
Eine ausführliche Bedienungsanleitung als PDF gibt es hier -> Direktlink
Das Headset stammt von AKG und somit alles andere als 08/15. Da bin ich mal sehr gespannt, ob es auch überzeugen kann. Beim Ladegerät fällt auf, das es leider keinen microUSB Anschluss hat, sondern einen ähnlich breiten Stecker wie bei Samsung. Dafür liefert es aber 1,5 Ah.
Die Tasche besteht aus Kunstleder und ist innen mit einer Art Wildleder ausgekleidet. Es passt perfekt hinein und an einem Band lässt es sich bei Bedarf ein Stück herausziehen, um es dann leichter entnehmen zu können. Diese lässt sich dann auch gleich als Verschluss der Tasche nutzen.
Erster Eindruck:
Man kann es nicht anders sagen, aber es wirkt hochwertig. Kommt zwar nicht an die tolle Haptik eines iPad 2 oder Galaxy Tab 10.1 heran, aber in dieser Preislage absolut top. Obwohl komplett aus Kunststoff wirkt es sehr hochwertig. Obwohl es von der Dicke her mit den 8,8 mm eines iPad 2 oder 8,6 mm des Tab 10.1 absolut nicht mithalten kann, kommen einem die 13 mm schlanker vor.
Mit gewogenen 708 g inkl. microSD und Simkarte liegt es 12 g unter der Werksangabe, aber immer noch gut 100 g schwerer als die beiden bisher genannten Konkurrenten.
Die Front ist schwarz glänzend und somit hervorragend geeignet, um Fingerabdrücke der Benutzer zu nehmen. Die Rückseite besteht aus dunkelgrauen Kunststoff..
Alles in allem liegt es sehr gut in der Hand und macht einen ziemlich hochwertigen Eindruck.
Verarbeitung und Ausstattung:
Kommen wir mal zur Verarbeitung und da gibt es auf den ersten Blick nichts zu bemängeln. Alle Spaltmaße passen, die Abdeckungen sind fest und lassen sich gut öffnen. Die beiden einzelnen Lautsprechertasten sitzen ebenfalls spielfrei in ihren Öffnungen und besitzen einen guten Druckpunkt.
Das kann man von der Power-Taste leider nicht behaupten. Er wirkt etwas lieblos eingesetzt und lässt sich in alle Richtungen bewegen, was für einen nicht optimalen Sitz spricht. Einen Druckpunkt scheint es nicht zu geben. Mann weiß irgendwie nicht, ob man jetzt gedrückt hat oder nicht.
Das Display ist bündig eingesetzt und weist nur einen minimalen Rand auf. Direkt oberhalb des Display befinden sich die Frontkamera inkl. Mikrofon und zwei Sensoren.
Die beiden Lautsprecher, der Reset-Knopf (zum Glück vorhanden…) und die breite Ladebuchse befinden sich am unteren Rand.
Links die micro-USB Buchse, der 3,5 mm Headset Anschluss, der Simkarten Slot, der microSD Slot und die bereits erwähnte Power-Taste.
An der Stirnseite befinden sich nur die beiden Lautstärke-Tasten.
Auf der Rückseite findet man die geschützte Linse der Kamera.
Vergleich zum iPad 2 und Galaxy Tab 10.1N:
Eigentlich unfair, aber das iPad 2 ist eben der Platzhirsch und wird daher zum Vergleich heran gezogen. Genauso das brandneue Tab 10.1N. Die Fotos sprechen Bände, gerade was die Dicke des LifeTab angeht. Aber glaubt mir. Es fühlt sich halt nicht so “fett” an.
Der erste Start:
Natürlich will man so ein Schmuckstück direkt einschalten um z.B. nach der genauen Firmware-Version zu schauen.
Also diese schwabbelige Power-Taste gedrückt und…ja und…nix. Es tut sich nix. Ok, vielleicht ist der Akku leer und plötzlich, ca. 10 Sekunden später startet das LifeTab von alleine. Auch gut.
Sofort fällt auf, das das Display nicht gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Links unten und rechts ist es sehr viel heller als beim Rest.
Es erscheint der Medion Schriftzug und der bleibt dann auch gleich mal dort, denn es startet einfach nicht. Dauerhaftes drücken der Power-Taste hilft nicht, also den Reset-Taster gedrückt. Es startet neu um gleich wieder beim Medion Logo hängen zu bleiben.
Vielleicht doch der Akku? Also ran ans Ladegerät. Beim einstecken kamen dann massive Störungen und Pixelfehler zum Vorschein. Also wieder Reset gedrückt und wieder bleibt es hängen. Beim nächsten mal, kann ich es aber zum Glück ausschalten und lasse es erst einmal laden.
Mittlerweile geht gar nichts mehr und das habe ich mal in einem Video festgehalten.
*** Update ***
Zum Glück hatte unser Aldi Süd noch ein Gerät über, so das ich es direkt umtauschen konnte und dieses startet wie es sich gehört…
Somit kann der zweite Teil des Testberichts wie geplant in Arbeit gehen.