Medion Lifetab S7852 (MD 98625) im Dauertest – Teil 1 – Unboxing und erster Eindruck

Medion Lifetab S7852 Hands-On (3)Kaum habe ich das neue LifeTab S7852 beim Aldi gekauft, packe ich es aus, schaue es mir von allen Seiten genau an und mache wie üblich meinen Größenvergleich zu anderen Tablets. Da ich es auch direkt komplett einrichte und auch schon die ersten Tests mache, schildere ich meine ersten Eindrücke.

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Unboxing:

Wie schon in der Übersicht kurz angedeutet, hat auch Aldi bzw. Medion damit begonnen, den Lieferumfang etwas zu verkleinern. Gab es früher noch eine Tasche und/ oder eine Displayfolie dazu, fehlen diese nun. Trotzdem kann man nicht meckern:

  • Medion Lifetab S7852
  • 2A Netzteil
  • Mikro-USB Kabel
  • microUSB-Host-Kabel
  • Headset mit diversen Aufsätzen
  • Kurzanleitung

Eine ausführliche Bedienungsanleitung habe ich in der Übersicht verlinkt, aber sie ist auch als PDF in Form einer App auf  dem Tablet gespeichert.

Medion Lifetab S7852 Unboxing (2)

Verarbeitung und Ausstattung:

Beim Design setzt Medion auf bewährtes ohne Schnickschnack. Gebaut wird das LifeTab auch wieder von Lenovo. Es besteht bis auf die Rückseite aus Plastik. Mit 374 g ist es gut zu halten, allerdings hätten die Rundungen nach hinten ruhig ein bisschen stärker ausfallen können. Mir ist es ein wenig zu „eckig“. Trotzdem liegt es gut in der Hand, auch wenn es an die geniale Haptik eines iPad Mini 2 nicht heranreicht. An den Seiten des Displays lässt es nur einen verhältnismäßig schmalen Rahmen, was der Optik zugute kommt. Leider die umlaufende Schräge meiner Meinung etwas zu scharfkantig und fühlt sich auf Dauer etwas unangenehm an. Echte Tasten gibt es auf der Front nicht. Hier setzt mal mittlerweile wie von Android eigentlich vorgesehen auf Onscreen-Tasten. Ansonsten nur die Linse der Frontkamera.

Am unteren Rand und an der linken Seite befinden sich keinerlei Buchsen oder Anschlüsse. Oben wird es dann schon etwas voller, denn hier entdeckt man die 3,5 mm Headsetbuchse, den Mikro-USB Anschluss, den microSD Slot, ein Infrarot-Sender und der Lautsprecher. Rechts außen die Power-Taste und die einteilige Lautsprecher-Taste. Sie bieten einen guten Druckpunkt.

Medion Lifetab S7852 Hands-On (1)

Der Rücken wird aus Aluminium gefertigt und erinnert von der Farbe her ein wenig an Kupfer oder Bronze. Im Gegensatz zu anderen Tablets dieser Preisklasse, die zwar ebenfalls aus Alu hergestellt werden aber eher rauh sind, ist sie beim LifeTab glatt. Am unteren Ende ist sie mit einer Plastikabdeckung versehen, um keine Probleme beim GPS- und WLAN-Empfang zu riskieren. Zudem die Hauptkamera und, mittlerweile eine echte Seltenheit, ein echter Resetknopf.

Die Verarbeitung geht absolut in Ordnung. Nichts klappert oder knarzt. Nur die Haptik ist durch das glatte Aluminium auf der Rückseite nicht ganz so gut. Eine dezente Beschichtung würde hier das Handling verbessern. Im direkten Vergleich zum Samsung Galaxy Tab 3 8.0 (Testbericht) fühlt sich das Medion aber deutlich wertiger an.

 

Und hier der obligatorische Vergleich zu ein paar Mitbewerbern:

  • iPad Mini 2
  • Samsung Galaxy Tab 3 8.0
  • Samsung Galaxy Note 8.0
  • LG G Pad 8.3
  • iPad Air

 

Erster Eindruck:

Ich muss zugeben, dass ich zwar keinen Wow-Effekt hatte, aber schlecht ist definitiv anders. Ok, über Design lässt sich streiten, aber ich will vernünftige Technik statt hübsche Optik. Und da kann das S7852 nach den ersten Stunden im Dauerbetrieb wirklich was vorweisen. Das Display kann zwar bei der Auflösung nicht mit dem Full-HD Tablet LG G Pad 8.3 (Testbericht) mithalten und auch nicht ganz mit dem Samsung Galaxy Tab 3 8.0 (Testbericht) aber es ist absolut brauchbar. Nur zur Erinnerung. Das iPad Mini 1 hat auch nur 1024 x 768 Pixel aufgeboten.

Medion Lifetab S7852 Screenshot

Wie bei Medion üblich gibt es etliche vorinstallierte Apps wie z.B. von Bild.de die man aber direkt deinstallieren kann. Ansonsten gibt es nur ein paar neue Icons. Das war es dann auch im groben mit den Anpassungen. Die Leistung ist ok, auch wenn es keine Bäume ausreißt. Im normalen Betrieb gibt es keine Ruckler. Erst wenn man mehrere Apps auf einmal laufen lässt, sehr viele Dateien von A nach B verschiebt oder wirklich aufwendige Spiele spielt, macht der eher kleine Rockchip Prozessor etwas schlapp. Übrigens läuft meine 64GB microSD Speicherkarte von SanDisk problemlos.

Allerdings scheint das GPS Modul irgendwie ein Problem zu haben. Selbst nach mehreren Minuten unter freien Himmel, war kein vernünftiges Signal vorhanden. Da werde ich nochmal genauer nachschauen. Dasselbe gilt für den Akku. Natürlich sind die ersten Stunden extrem was den Akkuverbrauch angeht, denn man richtet alles ein, lässt ein paar Benchmarks aus und auch sonst testet mal alles möglich aus. Aber im Großen und Ganzen muss ich zugeben, dass man für 149 € ein schickes Tablet mit auf den ersten Blick brauchbarer Technik bekommt. Auch wenn ich mich ein wenig über die Positionierung der Mikro-USB Buchse am oberen Ende wundere. Laden und gleichzeitig damit arbeiten macht so keinen Spaß.

→ Teil 2 – Betriebssystem und Leistung

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

2 Comments

  • Maggie62 sagt:

    Hallo,

    kann man das Livetab mit dem Kindle Fire HD7 vergleichen oder sind das Äpel und Birnen?

    • Peter W. sagt:

      In gewisser Weise sind beide schon vergleichbar weil beide auf Android setzen. Allerdings ist das Kindle Fire speziell auf die Amazondienste getrimmt. Wer also oft und viel diese Dienste von Amazon in Anspruch nimmt, also z.B. Prime Video, einkaufen, deren Appstore usw. wird mit dem Fire HD sicher glücklich. Man kann halt keine Apps über den Google Playstore holen. Wer aber wirklich Android mit allen Vorteile und Freiheiten nutzen möchte wie den Playstore sollte sich lieber das Medion kaufen. Den damit ist es problemlos möglich, alle Dienste von Amazon ebenfalls zu nutzen.

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