microSD Speicherkarten – welche gibt es und was bedeuten die ganzen Symbole?

MicroSD Speicherkarten Überblick

Speicherkarten im microSD Format sind heute in unseren Smartphones und Tablets nicht mehr wegzudenken. Für viele ist die Möglichkeit den Speicher um eine solche zu erweitern eines der wichtigsten Kriterien bei einer Neuanschaffung. Aber wie so oft steckt der Teufel im Detail, denn auch bei den Speicherkarten gibt es etliche Unterschiede. Was bedeuten diese Kürzel und Symbole auf den Speicherkarten eigentlich genau und ich verrate euch, warum ich nur noch die Speicherkarten von einem Hersteller verwende.


In den Anfangszeiten, als diese kleinen Plastikteilchen noch recht neu waren, liefen sie unter dem Namen Transflash. Erst seit Mitte 2005 hat die SD Card Association den Namen in „microSD“ geändert. Dort werden auch die ganzen Spezifikationen festgelegt unter anderem die Abmessungen von 15 x 11 x 0,7 mm. Das Gewicht liegt bei allem um die 0,25 g. Schaut man dann mal auf die diversen Speicherkarten drauf, findet man einige Angaben die höchst interessant sind, da sie was über das Innenleben aussagen. Zudem sind sie wasserdicht, stoßsicher, röntgensicher und vertragen auch mal etwas höhere Temperaturen, wobei dieses nicht näher beschrieben zu sein scheint.

Zuerst einmal gibt es drei Haupttypen bei den microSD Speicherkarten:

  • microSD (bis zu 4GB)
  • microSDHC (8 bis 32 GB) wobei das HC für „High Capacity“ steht
  • microSDXC (ab 64 GB) hier steht das XC für „Extended Capacity“

Speed ClassDazu unterscheidet man mehrere UHS (Ultra High Speed)-Geschwindigkeitsklassen, kurz nur Klassen genannt, die sich aber rein auf die Schreibgeschwindigkeit bezieht. Die Zahl hinter dem „Class“ steht dabei für die Schreibgeschwindigkeit in MB pro Sekunde. Alle Angaben sind Mindestanforderungen. Viele Karten, gerade von namhaften Herstellern, übertreffen diese locker.

  • Class 2: 2 MB/s (entspricht 16 Mbit/s)
  • Class 4: 4 MB/s (entspricht 32 Mbit/s)
  • Class 6: 6 MB/s (entspricht 48 Mbit/s)
  • Class 10: 10 MB/s (entspricht 80 Mbit/s)

Um die Verwirrung noch zu erhöhen, drucken die Hersteller auch mal eine Angabe wie UHS-I, UHS-II oder einfach nur I bzw. II auf die sowieso schon kleine Fläche. Die hat etwas mit der Lesegeschwindigkeit im BUS, also zwischen Gerät und Speicherkarte zu tun. Bei neueren Karten findet man neben dieser I oder II  noch eine Zahl 1 oder 3 in einem nach oben offenen Viereck. Dieses ist die UHS Speed Class, oft auch als U1 oder U3 bezeichnet. Diese Angabe hat was mit der Mindestanforderung beim Schreiben speziell von Videos auf die Speicherkarte zu tun.

  • UHS-I: bis 104 MB/s lesen
    • U1: min. 10 MB/s schreiben
    • U3: min. 30 MB/s schreiben
  • UHS-II: bis 312 MB/s lesen
    • U1: min. 10 MB/s schreiben
    • U3: min. 30 MB/s schreiben

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Es ist also schon wichtig, dass man zu seinem Smartphone die passende Karte wählt. Es ist völliger Quatsch auf Leute zu hören, die einem Tipps wie „immer die Schnellste nehmen“ und dabei auf diese „x133“ wie bei den Brennern zu verweisen. Aktuell ist es so, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen eine Class 10 Karte mit UHS II-U1 völlig ausreicht. Wessen Smartphone oder Tablet gar keine Videoaufnahmen in 2K oder 4K ermöglicht, braucht auch keine UHSII-U3 Speicherkarte. Hier kann man sehr schnell einige Euros sparen, denn natürlich sind solche Turbokarten entsprechend teurer.

Ich persönlich kaufe und verwende nur noch Karten von SanDisk und das hat seinen Grund. Früher habe ich auch mal Karten von anderen Herstellern wie Kingston, Transcend und Co. gekauft. Warum? Weil die schlicht billiger waren als die von SanDisk. Von denen lebt aber keine mehr. Früher oder später sind die allesamt defekt gewesen. Dieses Problem habe ich seit Jahren nicht mehr, seitdem ich auf SanDisk setze. Durch den häufigen Wechsel meiner Testgeräte müssen natürlich auch die Speicherkarten jedes mal mit umziehen. Bislang ist noch keiner meiner SanDisks ausgefallen. Und wer macht schon ständig Backups einer Speicherkarte oder lässt Dateien jedes mal in irgendeine Cloud syncen? Sicher die aller-allerwenigsten da draußen. Daher lieber ein paar € mehr investieren…ganz aktuell trage ich mich mit dem Gedanken eine 128GB microSD von Sandisk zu kaufen. Ich brauche zwar nicht so viel Platz, aber es ist halt der Reiz und auch zu probieren, ob diese Größe auch in allen Smartphones bzw. Tablets läuft. Denn auch hier gibt es eine Merkwürdigkeit. Viele Hersteller schreiben bei der Erweiterung per microSD oft noch sowas wie „max. 32 GB“ dazu. Und bislang ist meine 64er Speicherkarte in jedem Gerät problemlos erkannt worden.

Wie sieht das bei euch aus? Welchen Hersteller von Speicherkarten bevorzugt ihr? Warum und wie groß ist eure aktuelle?

Quelle / Quelle

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

3 Comments

  • Georg S. sagt:

    Ich habe eine 128GB Karte von SanDisk im Windows Tablet und drei 64GB SanDisk Karten (1x im Micro Cardreader am Schlüsselbund, 1x im Windows Phone und ein mal im kaum genutzten billig Android Tablet) sowie eine 64GB Transcend Karte im Android Phone.

  • event2l sagt:

    Danke für diesn klasse Artikel! Wie immer informativ und objektiv, wie Euer ganzes Portal! Weiter so! :o)

  • Joachim Müller-Klink sagt:

    Erfahrungsberichte sind ja immer willkommen. Die meisten findet man aber bei Amazon. Ich empfehle jedem, der eine SanDisk Ultra microSDXC 128GB zu kaufen beabsichtigt, dort mal vorbei zu schauen und sich anzuschauen, was die Nutzer schreiben, die nur einen Punkt für die Karte vergeben haben. Erschütternd, wie schnell und wie häufig diese Karte ihren Geist aufgibt!

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