Motorola RAZR Testbericht Teil 2 – Leistung ist nicht alles aber gut wenn sie vorhanden ist

Ich habe das RAZR nun seit gut 24 Stunden zum Testen. Die ersten Eindrücke möchte ich gleich mal vorneweg schildern. Der Umgang mit dem RAZR gestaltet sich, bis auf 1-2 Eigenheiten, sehr angenehm. Kein Vergleich zum Samsung Galaxy Nexus. Hier beim Motorola wirkt alles durchdacht.

Den ersten Teil des Testberichtes könnt ihr hier lesen – link –

Benutzeroberfläche
Diese nennt sich bei Motorola Blur. Eine für mich, perfekte Ergänzung zu Android. Endlich macht dieses Baumarkt OS Freude. Ich weiß dass viel Puristen ein reines Os nutzen möchten. Bei Android stellt sich wirkliche Freude aber erst mit den Erweiterungen der einzelnen Hersteller ein. Das was Google uns mit Ice cream sandwich versprochen hat und nicht zu halten in der Lage war, kann Blur ohne weiteres liefern. Ein Widget, welches alle sozialen Netzwerke auf einen Blick liefert. So kann ich Statusupdates verfolgen und ggf. drauf reagieren. Einen schön aufbereiteten Universellen Posteingang . Auch der lock-screen gefällt, mit dem Schnellzugriff auf die Kamera-App.
Auch wenn das ein oder andere grafische Gimmick Zuviel vorhanden ist, passt die Richtung. Von der Bedienung her, derzeit das beste Android-Gerät mit welchem ich im bisher arbeiten durfte.

Performance
Was nütz die beste Bediener-Oberfläche, wenn sie schlecht programmiert ist oder das Gerät verlangsamt? Nichts. Das ist bei Blur nicht der Fall. Das Gerät reagiert unglaublich schnell und smooth. Das scrollen durch die Startbildschirme findet ohne irgendwelche ruckler statt. Ok, das RAZR besitzt einen 1.2GHz Dual-Core. Dieses macht mich eher skeptisch. Für ein sauber programmiertes OS reicht ein single-core völlig aus. Nur bei sehr aufwendigen Spielen braucht man wohl ein Dual-Core. Das Problem ist allerdings der Akku, welcher durch einen 2-Kern Prozessor mehr belastet wird. Besonders wenn unsauber programmierte Widgets hinzukommen. Diese muss man bei Android nutzen um einen Funktionsumfang zu erhalten welchen andere Betriebssysteme von Haus aus mitbringen. Deshalb auch meine Skepsis gegenüber Android. Es stellt sich raus, das es zumeist die Widgets sind, die massiv Akku gezogen haben. Da Motorola Blur von Haus aus alles mitliefert was ich benötige brauche ich nicht mehr auf die anderen Widgets ausweichen.

Hier mal einige Benchmark Ergebnisse, ohne diese zu werten. Auch wenn z.B. das Samsung Galaxy Nexus besser in den Benchmarks abschneidet, arbeitet es doch nicht so smooth wie das RAZR.

Antutu: 5868
CF Bench: 11463
Quadrant: 2694
Vellamo: 820
NenaMark 2: 27.1

Übrigens wurde heute ein Update für das RAZR ausgerollt. Auch wenn ich es noch nicht erhalten habe, wollen wir doch mal sehen ob danach noch eine Performance Steigerung möglich ist.

Die Apps
Motorola hat dem RAZR eine ganze Menge Apps spendiert. Viele davon äußerst sinnvoll. Auch wurde ein dickes Business Packet mitgeliefert. Das zeigt wohin die Reise gehen soll. Und tatsächlich sieht das Gerät so gut aus, das man es ohne Scham auf den Konferenz-Tisch legen kann. Kein Vergleich zu den Platikbombern aus dem Hause Samsung.
Zu den Mitgelieferten Apps zählen:

Aufgaben – Ein leistungsstarkes Aufgaben Tool, welches sich auch in das Exchange Konto einbindet
Dateien – Ein Dateimanager
GoToMeeting – Online-Meetings und Webkonferenzen leicht gemacht
Intelligent – Hier können Aktionen definiert werden. Z.B. Ich gehe im Büro in den Konferenzraum und automatisch wird das Handy auf Lautlos gestellt – Der Akkustand ist niedrig und folgendes soll ausgestellt werden – Ich parke vor meine Stammkneipe und sofort wird eine SMS an den Barkeeper geschickt mir ein frisches Holsten zu zapfen.
Motoprint – Über Wi-Fi im Büro Netzwerk vom Gerät aus den Drucker steuern
Quick-Office – Leistungsstarkes Office Paket
Task -Manager – Verwalten der Anwendungen

All diese Apps zeigen den Weg auf dem sich das RAZR bewegt. Mit dem Erscheinungsbild, welches mich immer wieder an ein Blackberry erinnert, sollen auch Geschäftskunden angesprochen werden. Diese könnten auch glücklich mit dem Gerät werden, wenn nicht diese kreischend grellen Icons vorhanden wären. Etwas dezenter wäre angebrachter. Aber das ist nur hanseatisches, subjektive Empfindungen meinerseits.

Der Bildschirm
4.3“, nicht der kleinste aber auch nicht der größte. Auch die Qualität des Bildschirms ist sehr gut. Farben werden prächtig dargestellt und der Schwarzwert geht auch in Ordnung. Um mal technisch zu werden, es handelt sich um einen 4,3“; Super AMOLED Advanced qHD (540 x 960). Aber, vor einem Jahr wäre man wohl noch auf die Knie gefallen vor solch einem guten Bildschirm, heute ist es nur noch eine Randbemerkung. Achja, er besteht aus kratzfestem Corning® Gorilla® Glas.

Negativ aufgefallen
Es gibt aber, wie bei fast allen Geräten einige Einschränkungen. Gestern hatte ich ja schon von dem Formfaktor gesprochen. Auch wenn das Gerät einen eher kleinen (4,3“) – im Vergleich zum HTC Titan oder Galaxy- Bildschirm besitzt so ist das Festhalten des Gerätes recht mühsam. Das liegt zum einen daran, dass nichts zum Festhalten da ist. Das Gerät ist ja nur 7mm hoch. Da das RAZR zum Teil aus Kevlar gefertigt wurde, fehlt auch etwas das Gewicht. Es wiegt ja nur 127g. Man hat das Gefühl eine Feder in der Hand zu halten. Auch ist das Gerät sehr breit. Motorola gibt die Breite mit 68.9mm an.
Damit ist es sogar breiter als das Samsung Nexus mit 67,94. Das Nexus besitzt aber einen ungleich größeren Bildschirm. Das liegt daran, das sehr viel Rahmen um den Bildschirm des RAZR vorhanden ist. Ob dieses zur Stabilität notwendig war, weiß ich nicht. Aber man könnte auf jeder Rahmenseite noch einige mm an Material sparen. Somit würde das Gerät noch besser in der Hand liegen.

Das war es erstmal für heute – und dieses Jahr. Im nächsten Jahr geht es weiter mit dem Browser und einigen Testbildern der 8 megapixel Kamera.

Günstig erwerben könnt ihr das Gerät übrigens bei getgoods – link zum Angebot

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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