Ein erfolgreiches Smartphone-Betriebssystem definiert sich zu großen Teilen durch einen umfangreichen Appstore. Trotz guter Performance und Leistung kann sich ein OS nur schwer am Markt behaupten, wenn die App-Anzahl nicht stimmt. Mit diesem Problem kämpfen nicht nur Windows Phone 7 und Bada, sondern auch RIM. Auf BlackBerry-Devices soll sich das mit dem neues OS jedoch ändern.

Das BlackBerry Playbook soll laut offizieller Meldung auf dem BlackBerry Developer Blog das erste Gerät sein, das von den neuen Möglichkeiten profitiert. Das neue Betriebssystem für das Tablet, das PlayBook OS 2.0, soll neben Apps und Programmen aus dem hauseigenen Appstore auch Android-Anwendungen wiedergeben können.

Natürlich wird das PlayBook keinen Zugriff auf den Android-Market erhalten, das wäre ja noch schöner. Und da Google auch sicher mehr als ungern der Konkurrenz erlaubt, von seinen direkten Ressourcen zu profitieren, geht RIM den Weg „Wenn du nicht zu mir kommst, komme ich eben zu dir“.

Wie das genau aussieht?

Ganz einfach, das OS wird so weit geöffnet, das Android-Anwendungen mit nur wenigen Schritten in eine BlackBerry-App umwandelbar sind. Das hat den Vorteil, dass die App-Entwickler, die sonst ihre Programme an jedes OS einzeln mühsam anpassen müssen, viel Zeit und Aufwand sparen.

Natürlich stellt RIM trotzdem einige Anforderungen an die Apps und ihre Entwickler:

  • Das Wort „Android“ darf in der gesamten App nicht vorkommen, auch nicht im Titel oder in der Beschreibung
  • Außerdem müssen alle Links zum Android-Market aus der Anwendung entfernt werden
  • Bei der Übertragung in den BlackBerry-Store muss als Minimum das PlayBook OS 2.0 ausgewählt werden.
  • Die App muss vor dem Hochladen mit der BlackBerry Runtime signiert werden.

Die Runtime findet man hier: Link zur BlackBerry Runtime

Danach kann die Android-App mithilfe einiger Tools einfach von einer Android-APK-Datei in eine BAR-Datei für BlackBerry umgewandelt werden.

Das der Release des PlayBook OS 2.0 kurz bevor steht, ist sehr wahrscheinlich. Um sicherzustellen, dass die eigene App zum Release in der BlackBerry App World zur Verfügung steht, bittet RIM, sie bis zum 6. Februar 2012 hochzuladen – natürlich vollständig und alle oben genannten Kriterien erfüllend. Wir werden also wahrscheinlich noch im Februar mit einem Release rechnen können.

Ob und wie viele Entwickler dem neuen Angebot nachkommen, wird sich zeigen. Auf jeden Fall stellen die neuen Möglichkeiten eine deutliche Erleichterung dar, die eigenen Apps auch außerhalb Androids anbieten zu können.

Da auch die neuen Smartphones mit BlackBerry 10 von den neuen Möglichkeiten profitieren sollen, wird sich sicherlich spätestens dann in Sachen App-Anzahl gehörig etwas tun.

Quelle

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