Nexus 5X im Dauertest – richtig gut aber die Konkurrenz ist stark

Nexus 5X Test Banner

Mit dem Nexus 5X bedient Google die Kunden, die gerne mit einem kleinere Display unterwegs sind. Mit 5,2″ nur etwas größer als sein Vorgänger Nexus 5 (Testbericht), aber um eine ganze Ecke kleiner als der große Bruder Nexus 6P (Testbericht). Durch einen massiven Preisverfall ist es jetzt auch konkurrenzfähig und ich will wissen, ob es ein würdiger Nachfolger für das Nexus 5 ist.


 

Aber Achtung. Das Nexus 5X hat mit dem Honor 5X nichts zu tun. Dieses teste ich übrigens direkt im Anschluss an das Nexus 5X. Das Honor wird von Huawei gebaut, das Nexus 5X von LG. Schön, dass Google beim Kauf eines 5X direkt einmal 90 Tage Google Musik gratis obendrauf packt. Außen trotz Plastik sehr hochwertig steckt im Inneren viel aktuelle Technik. Denn dass LG Smartphones bauen kann, wissen wir ja nun wirklich. Trotzdem ist es interessant zu sehen, wie es sich gegen die Konkurrenz behaupten kann. Denn nach wie vor umschwebt so einem Nexus einen kleinen Hauch von Mythos. Mal sehen, ob es die harten Euros auch wert ist.

Bevor es mit dem eigentlichen Dauertest los geht, zunächst einmal kurz die wichtigsten technischen Daten zum Kandidaten:

    • Android 6.0.1 MarshmallowNexus 5X Front
    • 5,2″ LCD Display mit 1920 x 1080 Pixel
    • 423 ppi
    • Gorilla Glass 3
    • 4 x 1,8 GHz + 4 x 1,5 GHz Snapdragon 808 64bit Hexa-Core Prozessor
    • Adreno 418 GPU
    • 2 GB RAM
    • 16 / 32 GB interner Speicher
    • 12,3 Megapixel Kamera mit Laser-Autofokus, Dual-LED Blitz und 4K Videoaufnahme
    • 5 Megapixel Frontkamera
    • LTE Cat.6
    • WLAN 802.11a/b/g/n/ac (2,4 GHz / 5 GHz)
    • 2 x 2 MIMO
    • Bluetooth 4.2
    • NFC
    • GPS / GLONASS
    • Fingerabdrucksensor
    • USB Typ-C
    • 147 x 72,6 x 7,9 mm
    • 136 g
    • 2700 mAh (nicht wechselbar)
    • Schnellladefunktion

Produktseite: google.com/nexus5x

Online Bedienungsanleitung: google.com/nexus5xhillfe

Das Nexus 5X ist in den Farben Aluminium, Grafit und Kristallweiß erhältlich. Mittlerweile sind die Preise drastisch reduziert worden. Kostete die 16 GB Version zum Marktstart noch 479 €, sind es mittlerweile nur noch 199 € und das 32 GB Modell ist statt für 529 €  für ca. 300 € zu haben. Damit sind die endlich auch mal konkurrenzfähig.

Übersicht:

Unboxing:

Ein stylischer Karton und darin befindet sich folgendes:

  • Nexus 5X
  • 3A / 5V Netzteil
  • USB Typ-C Kabel
  • SIM-Tool
  • Kurzanleitung

Interessant ist, dass der Lieferumfang gegenüber dem Nexus 6P (Testbericht) etwas reduziert wurde. So fehlt das Verbindungskabel für USb Typ-C zum normalen USB. Das mitgelieferte Kabel hat an beiden Seiten einen USB-Typ C Stecker. Keine Ahnung warum das so ist, aber toll ich das nicht.

Verarbeitung und Ausstattung:Nexus 5X Hands-On (5)

Im Gegensatz zum aus Alu gefertigten Nexus 6P (Testbericht) besteht das Nexus 5X komplett aus Polycarbonat. Aber es wirkt keinesfalls billig, auch dieses Polycarbonat nichts anderes als Plastik ist. Ganz im Gegenteil. Die schlichte Optik ist absolut zeitlos und das komplett in schwarz matt gehaltene Gehäuse ist auf der sanft abgerundeten Rückseite mit einer rutschhemmenden Beschichtung versehen, wodurch es sehr gut in der Hand liegt. Das Handling und die Haptik sind ausgezeichnet und die Verarbeitungsqualität auf einem sehr hohen Niveau. Leider hat diese Beschichtung einen Nachteil, wie man auf dem Foto rechts ganz gut sehen kann. Fingerabdrücke en masse und schon nach wenigen Tagen deutlich sichtbare Gebrauchsspuren. Dafür ist es trotz Plastik ziemlich verwindungssteif und lässt sich nur mit roher Gewalt verbiegen.

Die Front ist bei ausgeschaltetem Display komplett schwarz. Nur der Lautsprecher (ja es gibt nur einen), der Telefonhörer (das obere Gitter) und die Linse der Frontkamera zeichnen sich etwas ab. Das gefällt, zumal das Display einen erfreulich schmalen Rand lässt und absolut bündig eingepasst ist. Die Benachrichtigungs-LED versteckt sich im unteren Lautsprechergitter und ist vergleichsweise groß geraten, wodurch sie sehr gut sichtbar ist.

Am unteren Rand in der Mitte die USB Typ-C Buchse. Sie erlaubt das Telefon sehr schnell aufzuladen und drückt auch beim übertragen von Dateien auf die Tube. Dazu noch ein Mikrofon und die 3,5 mm Headsetbuchse.

Nexus 5X Hands-On (4)Links außen der Schlitten für die Nano-Simkarte, welcher perfekt im Gehäuse sitzt. Am oberen Rand das zweite Mikrofon zur Geräuschunterdrückung. Rechts außen dann nur die Power-Taste und die einteilige Lautstärke-Taste. Die beiden bieten zwar gute Druckpunkte wirken aber eher billig. Zum einen sind sie recht scharfkantig ausgefallen, klappern etwas und sind auch nicht wirklich durch fühlen zu unterscheiden. Eine andere Form der Power-Taste und/oder eine Riffelung hätten die Bedienung einfacher gemacht.

Auf der Rückseite fällt zunächst mal das obligatorische Nexus-Logo auf und darunter etwas kleiner das Logo von LG. Der kreisrunde „Nexus Imprint“ genannte Fingerabdrucksensor ist durch den Metallring zu jederzeit gut ertastbar und erkennt die Fingerabdrücke sehr gut. Egal wie herum man den Finger auflegt, wird er auch erkannt. Auch ein nasser Finger entsperrt das Gerät zuverlässig. Erfreulich, dass der Fingerabdruck das Gerät im Standby direkt aufweckt und entsperrt. Direkt oberhalb des Fingerabdrucksensor thront die Linse der Hauptkamera auf einem Berg. Sie steht wirklich ziemlich weit heraus, weshalb das Nexus 5X auf einem Tisch liegend etwas kippelt. Desweiteren befindet sich rückseitig noch der Dual LED-Blitz und der Laser-Autofokus.

Und hier der bei mir obligatorische Größenvergleich:

Betriebssystem und Leistung:

Nexus 5X Screenshots (12)Android 6.0.1 Marshmallow in Reinkultur. Also  völlig nackt ohne irgendwelche Anpassungen, Erweiterungen oder zusätzliche Apps und immer die neuesten Updates. Dafür steht Nexus immer noch. Viel gibt es nicht zu berichten. Ist halt absolut nackig.

Da man bei einem Nexus nicht den Speicher erweitern kann, rate ich dringend zur 32GB Version. Denn schon beim 32er sind nach dem ersten Start nur noch 24,89 GB frei. Wer knausert und deswegen zur 16 GB Version greift, wird sich entweder ganz  schnell über Platzmangel ärgern oder ist ein Meister im „Echt-alles-in-der-Cloud-speichern“ und Kunde bei allen Streaminganbietern.

Was aber wirklich negativ auffällt, sind die doch recht häufigen Hänger und kleine abstürzende Apps. Das fängt schon damit an, dass man beim Wechsel von einer App zur nächsten ein paar Icons zigmal auf dem Display zu sehen bekommt. Leider konnte ich dieses Phänomen nicht in einem Screenshot festhalten, weil es nicht zu provozieren ist. Die Hänger variieren auch ziemlich. Mal nur ein kurzen Stocken, dann aber wieder sekundenlang keine Reaktion. Oft genug stürzen dann irgendwelche Apps ab oder im schlimmsten Falle startet das Nexus 5X komplett neu. Solche Probleme hatte ich mit einem Nexus noch nie und beim Nexus 6P (Testbericht) hatte ich diese Probleme ebenfalls nicht.

Übrigens habe ich die besten Tipps und Tricks zu Android 6.x Marshmallow hier zusammengestellt -> Link

In Punkto Leistung ist das 5X dann doch kein echtes Nexus mehr, wie man es früher kannte. Da steckte in den Dinger das Beste vom Beste. Zwar ist das Nexus 5X mit seinem 1,8 GHz getakteten Snapdragon 808 64bit Hexa-Core Prozessor, einer Adreno 418 GPU und 2 GB RAM fast so gut ausgestattet wie das LG G4 (Testbericht), aber für den aktuellen Stand der Technik ist das halt nur noch Durchschnitt ohne Glanz, denn die Konkurrenz wie das Huawei P8 (Testbericht), Honor 7 (Testbericht) oder OnePlus X (Testbericht) bieten mehr fürs gleiche Geld. Trotzdem werden die allermeisten Nutzer damit zufrieden sein.

Wenn das Nexus 5X mal nicht durch einen (oben beschriebenen) Hänger ausgebremst wird, ist es wirklich verdammt schnell unterwegs. Gerade prozessorlastige Spiele wie Asphalt 8 laufen absolut flüssig über das Display und machen wirklich Spaß. Allerdings wird es nach kurzer Zeit recht warm und je länger mal spielt, umso stärker wird wohl auch die Prozessorleistung beschnitten. Keine Ahnung, ob und wie man das messen kann, aber man merkt es ziemlich deutlich, dass da irgendwas gedrosselt wird.

Hier noch ein paar Benchmark Ergebnisse:

  • AnTuTu: 47491
  • Base X Mark: 27467 / 14724
  • Basemark OS II: 1250 / 1495 / 1086 / 2013 / 746
  • CF-Bench: 34016 / 15476 / 22892
  • Epic Citadel: 60,0 fps (High Quality)
  • Epic Citadel: 51,9 fps (Ultra High Quality)
  • Epic Citadel: 58,6 fps (High Performance)
  • Geekbench 3: 646 / 2025
  • Icestorm Sing Shot: 1042
  • Icestorm Unlimited: 15314
  • Icestorm Extreme: 10200
  • Icestorm: Maxed Out
  • NenaMark 2: 60,3 fps
  • Octane 2.0 Score: 3010
  • Quadrant Standard: 19068
  • Sunspider Browser Benchmark (Chrome): 1542,3 ms
  • PC Mark: 4472
  • Vellamo: 1766 / 1379 / 3431

Nexus 5X Leistung (25)

Display:

Nexus 5X Display (1)Das Nexus 5X ist mit einem 5,2″ messenden LCD Display ausgestattet, auf dem es sich 1920 x 1080 Pixel verteilen. Das entspricht einem Wert von 423 ppi. Geschützt ist es durch Gorilla Glass 3, was aber trotzdem nicht verhindert, dass es minimale Kratzer geben wird. Die Farben kommen gut und vor allem sehr natürlich rüber.

Die automatische Helligkeitsregelung arbeitet gut und vor allem schnell. Oft so schnell, dass man die Änderung gar nicht bemerkt. Genau so muss das sein. Die Ausleuchtung ist sehr gleichmäßig. Lediglich in zwei Ecken fällt etwas Licht herein, aber so minimal, dass es in keiner Weise negativ auffällt.

Durch die enorme Leuchtkraft ist es auch im Freien bei strahlenden Sonnenschein noch sehr gut ablesbar. Die Gleiteigenschaften des Touchscreen sind sehr gut und es reagiert sehr präzise auch an den Rändern bzw. den Ecken des Display. In Punkto Blickwinkelstabilität gibt es beim Nexus 5X nicht viel zu meckern. Nur unter einem sehr flachen Winkel wird ein nennenswerter Helligkeitsabfall sichtbar.

Kamera:

Den bisherigen Nexus Modellen haftete immer der Fluch der miesen Kameras an. Power ohne Ende, aber bei den Kameras wurde gespart. Hauptsache eine Knipse drin. Das hat sich zum Glück geändert. So kann das Nexus 5X hinten mit einer ausgewachsenen 12,3 Megapixel Kamera mit Laser-Autofokus, Dual-LED Blitz und 4K Videoaufnahme aufwarten. Vorne gibt es eine Cam mit 5 Megapixel Frontkamera. Das Kameramenü ist typisch Android Standard extrem spartanisch. Motivprogramme oder Filter gibt es eigentlich keine, wenn man Photo Sphere oder Panorama als normal behandelt. Die Einstellungen sind extrem übersichtlich, so dass sich auch absolute Laien sofort zurecht finden. Leider gibt es keinen optischen Bildstabilisator.

Die Fotoqualität kann absolut überzeugen. Zwar kommt das Nexus 5X nicht an ein LG G4 (Testbericht)  oder LG V10 (Testbericht) heran, aber für den „normalen“ Nutzer sollte es absolut ausreichend sein. Stimmen die Bedingungen gelingen echt tolle Fotos. Tolle, satte und vor allem natürlich Farben und das bei einer, für ein Nexus, hervorragenden Schärfe und Kontraste. Enttäuscht bin ich lediglich vom Laser-Autofokus. Beim LG G4 oder LG V10 fokussiert er selbst Makroaufnahmen korrekt. Beim Nexus 5X mag er das nicht machen. Die Muschel wirkt im Zentrum unscharf. Werden die Bedingungen schlechter wie z.B. starke Bewölkung, Gegenlicht oder Dunkelheit, werden die Fotos etwas schlechter, aber sind immer noch brauchbar. Selbst in der Nacht ist Rauschen nicht so offensichtlich wie befürchtet. Die Frontkamera liefert leicht weichgezeichnete Fotos wie es derzeit wohl in ist. Kann man aber im Menü zum Glück abschalten. Videos können in Ultra-HD, also 4K Auflösung aufgenommen werden, Aber Achtung. Hier werden selbst 32 GB interner Speicher sehr schnell knapp.

Wie immer findet ihr alle Fotos in ihren vollen Auflösung und unbearbeitet bei Flickr -> Link

Nexus 5X Testfoto (11)

Akku:

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 2700 mAh und verfügt dank USB Typ-C über eine Schnellladefunktion. Die auch bitter nötig, denn wenn man das Nexus 5X ordentlich nutzt, kann man zuschauen, wie der Akku zur Neige geht. Es gab Tage, an denen hat es keine 8 Stunden durchgehalten. Wie immer habe ich meine Standardeinstellungen vorgenommen. Displayhelligkeit auf 75% mit Automatik. Displaytimeout bei 2 Minuten. WLAN, Bluetooth, GPS und Sync sind bei mir immer aktiv. Nur das NFC schalte ich ab, da ich es nicht benötige. Genutzt wird bei mir so ein Smartphone schon sehr viel. Im Auto immer mit Navigation und per Bluetooth verbunden, oft am telefonieren, RSS Feeds und Mails lesen, Twitter, surfen und was man halt so alles damit macht.

Auf dem Screenshot sieht man einen für mich typischen Akkuverlauf. Die Screen-On Time belief sich dabei auf 3 Stunden und 18 Minuten. Im PC Mark Akkutest erreicht das Nexus 5X einen Wert von 6 Stunden 43 Minuten, im Geekbench Akkutest einen Wert von 4573 Punkten nach 7 Stunden und 37 Minuten. Den Akkusparmodus kann man so einstellen, dass er bei 5 oder 15% automatisch aktiviert wird.

Durch USB Typ-C ist der Akku zum Glück aber wieder schnell aufgeladen. Mit dem original Ladegerät, welches stramme 3A bei 5V raushaut, wird das Nexus 5X in einer Stunde um 81% geladen. Zu bedenken ist aber, dass diese Werte aktuell wirklich nur mit dem original Zubehör erreicht wird. Netzteile mit Quick Charge 2.0 oder 3.0 bzw. Fast Charge werden vom Nexus 5X nicht unterstützt und daher schaltet es auf langsames Laden um.

Nexus 5X Akku (5)

Konnektivität:

Das Nexus 5X ist typisch Nexus richtig gut ausgestattet. Neben einem LTE der Kategorie 6, also bis zu 300 Mbit/s im Download, kann es mit Dual-Band WLAN mit 2,4 und 5 GHz und einer Unterstüzung des ac-Standard glänzen. Dieses ist so gut, dass es bei mir zu Hause von den 8 WLAN Netzen direkt mal 7  anzeigt und das mit richtig guten Werten. Bluetooth 4.2 ist das derzeit aktuellste und so werden Verbindungen sehr schnell aufgebaut und stabil gehalten. NFC gibt es ebenfalls genauso wie ein ordentliches GPS Modul. Dieses erreicht im Freien innerhalb weniger Sekunden eine Genauigkeit von weniger als 3 Meter. In geschlossenen Räumen sind es zwar nur nur noch 20 bis 30 m, aber das sollte für die meisten Apps reichen. Dank USB Typ-C ist man zukunftssicher, auch wenn das Tempo leider nur dem USB 2.0 Standard entspricht.

Aber es gibt auch Schatten. So kann ich mich nicht mit meinem Samsung Smart TV verbinden. Das klappte schon mit dem Nexus 6P nicht, also ist es wohl ein Firmware Problem, denn mit dem Honor 5X und anderen Geräten ist die Verbindung im Nu hergestellt. Und selbst mit 32 GB internen Speicher muss man auf Dauer etwas haushalten. Es wird Zeit, dass auch ein Nexus einen erweiterbaren Speicher bekommt. Gerade wenn man Videos in 4K aufnehmen möchte, mehrere GB schwere Spiele wie Asphalt 8 oder Navis installieren möchte. So bekam ich häufiger mal die Meldung mit dem zu knappen Speicher zu Gesicht.

Klang:

Nexus 5X Details (22)Auch wenn es so aussieht. Das Nexus 5X hat leider nur einen Lautsprecher. Und zwar das untere Gitter. Darin verbirgt sich noch mittig die LED für Benachrichtigungen. Zudem gibt es keine elektronischen Helferlein, die dem Klang auf die Sprünge helfen. Insgesamt klingt das gute Stück doch sehr mau. Viel zu höhenbetont, ja fast schon blechern. Bässe? Gibt es bauartbedingt nicht. Die Mitten dünn und ohne jede Substanz. Weibliche Stimmen klingen piepsig und Männer eher wie Frauen. Dafür übertreiben es die hohen Töne. Kurzum. Es macht absolut keinen Spaß damit Musik zu hören. Die maximale Lautstärke ist selbst für mich als eher durchschnittlich zu bezeichnen. Das trifft übrigens auch zu, wenn man ein Headset nutzt. Trotz maximaler Lautstärke, ist es selbst mir noch zu leise und das will was heißen, denn ich höre zwar gerne mal laut, aber nicht übertrieben.

Bei Telefonaten gibt es nicht hingegen nichts auszusetzen. Man selbst wird gut verstanden und das ohne Nebengeräusche und wohl auch sehr natürlich. Anrufer kommen mit einer guten Lautstärke rüber und nur mit einem minimalen Hall.

Ein Headset wird leider nicht mitgeliefert.

Fazit:

Mein Fazit fällt ziemlich eindeutig aus. Ja, ich vergebe das Gütesiegel. Allerdings nur deswegen, weil der Preis für das Nexus 5X in der letzten Zeit massiv gefallen ist. So kostet die 32GB Version mittlerweile „nur“ noch rund 290 €. Die 16 GB Version würde ich wegen der fehlenden Speichererweiterung und dem geringen Preisunterschied von gerade einmal 30 € im Regal stehen lassen. Am Ende ärgert man sich nur und im Laufe der Zeit werden die 16GB Modelle unverkäuflich werden. Das Gesamtpaket ist gut, wenn auch längst nicht mehr so überragend wie bei früheren Nexussen. Das Nexus 5X hat ordentlich Power, ist sehr gut verarbeitet, ist technisch absolut vorne mit dabei und endlich ist auch die Kamera brauchbar. Über den dünnen Klang kann man hinwegsehen, weil die meisten ohnehin mit einem Headset oder Bluetooth Lautsprecher ihre Musik hören. Ansonsten gibt es sich keine Blöße. Alternativen wären das besser ausgestattete OnePlus X (Testbericht) für 30 € weniger oder das Honor 7 (Testbericht) mit etwas besserer Ausstattung zum gleichen Preis. Aber auch das Huawei P8 (Testbericht) sollte man noch in Betracht ziehen oder vielleicht noch das Huawei GX8 (Testbericht), welches ebenfalls um die 300 € teuer ist.

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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