Nokia Lumia 800 Testbericht

Man was habe ich mich auf das Gerät gefreut. Wie ein kleiner Junge war die Zeit bis zum Erscheinen kaum auszuhalten. Die Perfektion mit der Nokia Handys baut in Verbindung, mit dem für mich besten mobilen Betriebssystem Wp7.5, da kann nur ein Hammer Gerät rauskommen. Das Warten auf das Nokia Lumia 800 hat bei Peter zu folgendem Artikel geführt.



Nun haben wir am Freitag einen Shop gefunden, der es vorrätig hatte, auch noch zu einem guten Preis. Also, am Freitag bestellt in der Erwartung das Lumia am Dienstag/Mittwoch in den Händen zu halten. Nun komme ich nichtsahnend am Sonntag aus meinem Wochenend-Quartier nach Hause und im Briefkasten eine Nachricht der Post das meine Nachbarin ein Paket für mich hat. Vielen Dank an cosse.de für die schnelle und Prompte Lieferung. So wird aus einem Arbeits-Sonntag dann schnell ein Handy-Test-Einricht-Spiel-Sonntag. Ein Hoch auf die Selbständigkeit und die freie Zeiteinteilung.

Kurz mal etwas generelles. Ich bin ein Riesen Fan von WP7. Warum? Der alte Grundsatz – Äußere Ordnung / Innere Ordnung- trifft auf dieses OS zu wie auf kein anderes. Die letzten Wochen war das HTC Titan mein Haupthandy. Ein großartiges Gerät mit seinen 4,7“ aber etwas überdimensioniert. Mit einem Kaffee in der einen dem Handy in der anderen mal eben zum Bus / Bahn hetzten um nebenbei noch einige Mails zu beantworten ist mit dem Titan kaum möglich da es so groß ist, dass eine Einhandbedienung schwer fällt.
Also habe ich nebenbei das Nexus S genutzt. Mit Android. Und mir fällt immer wieder auf, das Android mir einfach zu unruhig ist. Die verschiedenen Widgets in unterschiedlichen Farben und Gestaltungen, wirken, unter meinem Design / Ästhetischem Anspruch einfach nur schrecklich. Darüber hinaus sind viele Widgets schlecht programmiert, verlangsamen das System, so dass ich mich als Anwender immer wieder um den Speicher des Gerätes kümmern muss um selbigen frei zu räumen. Das kenne ich eigentlich seit den alten Dos Tagen und freemem nicht mehr.

Ich bin gerne bereit, einige Einschränkungen in der Gestaltung was Background und Klingeltöne angeht einzugehen, wenn ich dafür ein System geliefert bekomme was „out oft he box“ funktioniert und mir meinen Arbeitsalltag erleichtert. Das macht WP7 bisher. Und auf einen Blick mehr Informationen liefert auch kein System.

Aber, wie immer, ist ein freies Land und jeder wie er mag.

Zurück zum Thema. Eigentlich ist das Vorliegende Nokia Lumia 800 ein Wunder. Vor ungefähr einem Jahr hat Nokia die Zusammenarbeit mit Microsoft bekannt gegeben. Normalerweise dauert es mindestens 2 Jahre bis ein Gerät, nach Ankündigung erscheint. Nun, 12 Monate später liegt das Lumia vor mit. Ein Schnellschuss? Wir werden es hier in den nächsten Wochen ausgiebig testen.
Also, ran ans Auspacken. Aus dem Paket schält sich eine schlichte Blaue Box. Ohne Aufdruck. Das ist aber erst die erste Box. Darin ruht eine 2. Box. Auch diese mal schnell geöffnet und das liegt es. Das Nokia Lumia 800.
HAMMER!

Genauso muss mein Handy aussehen. Übrigens, es ist vom Design her, baugleich zum Nokia N9, welches ja leider nie in Deutschland erschienen ist. Deshalb war es wohl auch möglich, so schnell ein WP7.5 Gerät auf den Markt zu bringen.
Zurück zum Lumia 800.
Meines ist Schwarz und schnörkellos. Einfach klassisch. Ich bin froh das Nokia sich von den „Designs“ der letzten Jahre getrennt hat und einfach ein klares Gerät auf den Markt gebracht hat.

Schauen wir uns mal das Zubehör an. Diverse Hefte, ein weißer? Stecker, USB-Kabel, Headset und 1 Bumper. Liegt schon mit dabei. So gefällt es mir.

Das vorliegende Gerät ist scheinbar ein Telekom Gerät. Ein Branding ist zwar nirgendwo zu finden aber, auf der Packung steht geschrieben, dass €50 für Apps beiliegen und zwar von der Telekom.
Diese 50€ sind in Form einer Kreditkarte beigelegt und können so abgearbeitet werden. Auch top.


Alles in allem, ist das mitgelieferte Zubehör gut. Nicht überdurchschnittlich, aber gut. Es ist alles dabei was man braucht.
Kommen wir kurz mal zur Theorie.

Den Technischen Daten des Lumia
Display : Gewölbtes Glas, 3.7-Zoll-Touchscreen (9,4 cm), aus einem Block gefertigtes Gehäuse
Displaytechnik: AMOLED, ClearBlack, Gewölbtes Glas, Corning® Gorilla® Glas
Länge: 116 mm
Breite: 61 mm
Höhe: 12 mm
Gewicht: 142 g
Volumen: 76 cm³

Kamera: 8-Megapixel-Kamera, Weitwinkelobjektiv, Optik von Carl Zeiss

Prozessor-Taktfrequenz: 1400 MHz

Hardware-CPU: Qualcomm MSM8255 (WCDMA)

Lokale Verbindungsmöglichkeiten
WLAN
USB 2.0 Hi-Speed
Micro-USB-Anschluss
3,5-mm-AHJ-Anschluss
Stereo-Audio-Streaming über Bluetooth Funktechnik
Bluetooth Spezifikation 2.1 + EDR (Enhanced Data Rate)

Speicher für Nutzerdaten insgesamt
16 GByte interner Speicher (kein Steckplatz für microSD-Speicherkarten)
SDRAM-Speicher
512 MByte

Akkuleistung: BV-5JW, 3,7 V, 1450 mAh
Sprechzeit (GSM, max.): 13 Std.
Stand-by-Zeit (GSM, max.): 265 Std.
Sprechzeit (UMTS/3G, max.): 9,5 Std.
Stand-by-Zeit (UMTS/3G, max.): 335 Std.

Weiter Features
• Flugmodus
• 2 Mikrofone
• Bing Maps
• Nokia Musik
• Nokia Karten
• App-Highlights
• Micro-SIM-Karte
• Näherungssensor
• Nokia Navigation
• Umgebungslichtsensor
• Kompass (Magnetometer)
• Nokia Contacts Transfer
• 3D-Beschleunigungssensor
Alle Daten von Nokia

Kurz vorgreifen möchte ich hier auf das Display. Es ist nach außen gewölbt und so viel kann ich schon verraten ein Knaller. Nokias Display-Technologie nennt sich „clear black“ Es sind AMOLED-Displays mit einer Besonderheit. Diese Bildschirme kauft Nokia bei externen Anbietern ein stellt diese also nicht selber her. Die Displays sind mit einer polarisierenden Beschichtung versehen und sollen Reflexionen, gerade im freien vermindern. Ich hatte schon einmal das Vergnügen auf solch ein Display zu treffen. Selbiges wurde im X7 verbaut. Aber da Symbian eine max Auflösung von 640x360px leistet, wirkte das komplette Nokia X7 Display verwaschen und schwach. Nun, mit der Auflösung des Lumia bei 800×480 wird sich zeigen wie gut der verbaute Bildschirm tatsächlich ist.

Wollen wir uns das Gerät mal genauer betrachten. Nokia steht ja für perfekt verarbeitete Handys. Also zunächst mal die Spaltmaße prüfen. Besonders wichtig da bei schlechter Verarbeitung die Geräte schnell mal das knarzen anfangen. Besonders bei Geräten wie dem Lumia, die komplett aus Kunststoff bestehen.
Also, die Spaltmaße am Akkufach sind…
Es gibt kein Akku-Fach. Man kann den Akku des Lumia nicht wechseln. Für viele ein NoGo, für mich völlig ok. Funktion folgt Design. Ich möchte ein flaches, schmales Handy. Deshalb muss ich für das Design auch die eine oder andere Einschränkung in Kauf nehmen.
Da es kein Akkufach gibt, gibt es auch keine Spaltmaße. Nirgendwo. Das Komplette Gehäuse besteht aus einem Block. Das Innenleben wurde durch die Display-Öffnung eingebaut. Das ist der einzige Zugang zum Gerät. Dieses Gerät wird also Niemals anfangen zu knarren oder knacken.
In einigen Testberichten habe ich gelesen, dass es ein Minuspunkt ist wenn man den Akku nicht wechseln kann. Gut liebe Tester, dann bleibt bei euren 3cm dicken Geräten oder nehmt hässliche Kanten auf der Gehäuse-Rückseite in Kauf. Ich nicht.

Alle Bedienelemente sind auf der rechten Gehäuseseite untergebracht. Laut / Leise Wippe, Bildschirmsperre/ Ein-Aus Schalter und der Kamerauslöser. Übrigens bei WP7 ist es normal das man die Kamera durch drücken des Kamerabuttons jederzeit, auch bei gesperrtem Homescreen starten kann. Perfekt um Schnappschüsse aufzunehmen. Die Unterseite wird dominiert von dem Lautsprecher-Gitter. Wie der verbaute Lautsprecher arbeitet werden wir natürlich gesondert testen.

An der Oberseite befindet sich der USB-Lade Anschluss sowie der Sim-Karten Schacht.
Wichtig, Nokia setzt beim Lumia 800 auf eine aus dem iPhone bekannte Micro-Sim.
Das Öffnen der beiden Schächte ist zu Beginn etwas kniffelig aber wenn man es verstanden hat sehr simpel. Einfach Links auf die Abdeckung klicken und sie schnellt nach oben. Den Sim-Karten Schacht, schiebt man nach rechts und dann springt auch dieser hervor.

So, das war es für heute. Dieser Test Bericht geht, wie von uns gewohnt, die nächsten Wochen immer weiter. Nur so können wir die Stärken und Schwächen des Gerätes entdecken.

Zum 2. teil des Testberichtes bitte hier entlang link

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

9 comments

  1. Genau wie beim Motorola Droid RAZR und allen iPhones ein fest verbautem Akku. Viel Spaß, wenn Dir das Handy mal abstürzt oder der Akku defekt ist und gewechselt werden muß und Du gerade kein Ersatzgerät zur Hand hast.

  2. Wie beschrieben, nehme ich es für das Design in Kauf..gehe davon aus das in 1-2 Jahren Standart sein wird den Akku nicht zu wechseln.

  3. Ich will es auch haben…. 🙂 Mein Trophy macht nicht mehr lange… schon zu oft runter gefallen. Aber es lebt immernoch 😀

  4. Naja mit der auflösung haste es nicht ganz, das X7 hat 640×360 😉

  5. Habs mal geändert…obwohl diese 15px mehr machen das Bild beim X7 auch nicht besser. Nettes Design, gute Ausstattung und alles ruiniert durch Symbian und solch eine schwahce Auflösung

  6. Zum Thema dickes Handy wenn man den Akku wechseln kann, will ich nur an das Samsung Galaxy SII erinnern! Da ist nix mit 3cm dick oder sonst was. Mir gefällt das Nokia bin mal auf den weiteren Testverlauf gespannt… hatte noch nie ein Windows Handy, würd es mir aber mal anschauen.

    • Das Sony Ericsson Xperia ray hat auch einen wechselbaren Akku und ist nur 9,4 mm „dick“. Spaltmaße sind da auch nicht wirklich, einen Fingernagel bekommt man da nicht dazwischen, geschwige denn ein Plektrum
      .
      Ist völliger Humbug, heutzutage ein Smartphone ohne wechselbaren Akku anzubieten! So oft wie man die Dinger laden muß und so schnell wie die sich entladen sind die Akkus doch in kürzester Zeit hinüber …

      • Also das mit dem schnellen entladen kann ich gar nicht mehr nachvollziehen…. früher vielleicht aber heute ist der memoryeffekt nur noch sehr gering…. die Hersteller sollten lieber mal anfangen größere Akkus zu verbauen.
        Immer größere Displays und schnellere Prozessoren aber die Akkus bleiben gleich oder werden sogar noch kleiner 😀

        • anonymous coward

          …das hat mit dem Memory Effekt nichts zu tun. Alle Akkus degenerieren mit der Zeit und dieser Vorgang wird durch häufiges Laden und Entladen massiv beschleunigt. Nach 500 Ladezyklen ist sowieso jeder Akku hinüber, wäre dies nicht der Fall und wäre die Akkutechnologie so ausgereift, würden wir alle reine Elektroautos fahren (damit meine ich sowas wie den Nissan Leaf, nicht den Prius oder den Volt/Ampera). Lädt man sein Gerät jeden Tag – wenn man es denn auch intensiv dafür benutzt für was es gebaut wurde, schafft man auch nicht viel mehr – kommt man auf eine Lebenszeit die ein bisschen über der dauer der Gerätegarantie liegt.
          Zur Information: http://en.wikipedia.org/wiki/Lithium-ion_battery#Disadvantages
          IMHO sollte man generell keine Geräte kaufen, bei denen man die Verschleißteile – und dazu gehört der Akku!! – nicht wechseln kann, sonst lernt es die Industrie niemals. Der Einbau einer Akkuklappe ist ja wirklich nicht sooo schwierig sein…

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