Nokia Lumia 820 – der große Testbericht

Da ist das Ding. Das Lumia 820 mit Windows Phone 8 und der Testbericht beginnt. Moment wird der ein oder andere sich fragen, weshalb testet ihr das Lumia 820, ist das Lumia 920 nicht das Top-Gerät? Ja, ist es, das Lumia 820 läuft als Mittelklasse Smartphone. Ist dementsprechend auch günstiger und, für mich ausschlaggebend, viel kleiner. Ich glaube dass sich im Laufe der Zeit das 820 als das WP8 Gerät durchsetzten wird und genau deshalb möchte ich es zuerst testen. Keine Sorge, das Lumia 920 wird ebenfalls von uns getestet werden, aber etwas später.

Die Unterschiede zum Lumia 920 werde ich in Klammern daneben schreiben.

  • Windows Phone 8
  • 1,5 GHz Snapdragon S4 Dual-Core Prozessor
  • 4,3″ Clear Black AMOLED mit 800 x 480 Pixel
  • 1 GB RAM
  • 8 GB interner Speicher + 7 GB Online Speicher bei Skydrive (920: 32GB)
  • microsSD Slot
  • 8 Megapixel Kamera
  • Tessar Objektiv von Car Zeiss
  • micro-USB
  • 3,5-mm-Universal-Audio-Anschluss
  • Bluetooth 3.0
  • NFC
  • WLAN IEEE 802.11 a/b/g/n
  • LTE Kat. 3 – max. 100 MBit/s
  • GPS
  • Kabellose Ladefunktion (Qi-Standard)
  • 123,8 x 68,5 x 9,9 mm
  • 160 g
  • 1650 mAh BP-5T

Soviel zu den Technischen Daten.




Produktseite: http://www.nokia.com/de-de/produkte/smartphones-und-handys/lumia820/

Ausführliche Bedienungsanleitung: Nokia_Lumia_820_UG_de.pdf

Vom Lumia 900 und seinem Gehäuse aus einem Block gefräst war ich absolute Festigkeit gewohnt. Diese kann ich mir bei einem Gerät mit Abnehmbarer Rückenplatte nicht vorstellen.
Ich ziehe also die Schublade raus und da liegt das Gerät. Schwarz, einfach komplett in schwarz. So wie ich es mag. Überraschung, auf den ersten Blick wirkt das Gerät wesentlich kleiner als mein Lumia 900 und das bei gleicher Displaygröße von 4.3 Zoll. Ich mag „kleine“ Smartphones. Ich möchte keine Fliegenklatsche mit mir rumschleppen. Dann nehme ich es in die Hand und mein erstes WOW. Das Gerät ist schwer. Trotz der geringeren Größe, wiegt es genauso viel wie mein Lumia 900. 160Gramm. Man hat sofort vertrauen in dieses Gerät. Das liegt auch an der tollen Rückenplatten Konstruktion.

Als weitere Mitbringsel kommen ein USB-Kabel, ein Stecker, ein (recht guter) Kopfhörer sowie diverse Bedienungsanleitungen mit ins Haus. Eine dieser Bedienungsanleitungen hat es in sich, dazu später mehr. Leider wurden keine NFC-Tags mitgeliefert. Schade aber man kann jeden herkömmlichen NFC Tag verwenden. Auf das Thema gehe ich in einem späteren Teil nochmals gesondert ein.

Wer gedacht hat, so wie ich, dass so eine Konstruktion eventuell ein Schwachpunkt des Gerätes sein könnte. Weit vorbei. Diese Rückplatte umschließt den Bildschirm. Wirkt eher wie eine Schale. Sitzt unglaublich fest und besteht aus einem sehr robusten Kunststoff. Da knarzt und knackt nichts. Auch mit größter Kraft lässt sich diese Rückschale nicht bewegen oder eindrücken. Klasse.

Wie schon beschrieben ist das Gerät in seinen Abmessungen deutlich kleiner als ein Lumia 900. Damit verschwindet es flink in die kleinsten Hosentaschen. Auch den Frauen denen ich das Gerät in die Hände gab, waren von der Größe sehr angetan. Der Platz wurde übrigens in dem Bereich oberhalb des Displays eingespart. Dieses ist sehr viel dünner geworden. Dort untergebracht sind neben dem Nokia Schriftzug die Frontkamera sowie Sensoren zur Helligkeitsregelung.

Auf dem oberen Rahmen befindet sich der 3.5 mm Kopfhörerklinken Eingang.
Auf der rechten Gehäuseseite haben wir, wie bei Windows Phone üblich, die Lautstärkenwippe, den Ein / Aus Schalter sowie den Kamera Auslösebutton. Dieser startet wie gewohnt die Kamera App des Lumia auch bei gesperrtem Bildschirm.
An der Unterseite haben wir neben dem Micro-USB, ja ihr könnt das Ding auch mit einem Kabel aufladen, der Lautsprecher. Hoffen wir mal auf einen besseren Klang als beim Lumia 800 / 900.

Die linke Gehäuseseite kommt ohne Bedienelemente aus.

Auf der Rückseite befindet sich, endlich nicht mehr beinahe mittig wie beim Lumia 900, die Kamera sowie der Blitz. Ansonsten ist die Rückseite matt schwarz. Sie fühlt sich ähnlich an wie die des Lumia 900, welches ja aus Polycarbonat besteht, allerdings aus einem Block gefräst wurde. Das ist hier ja anders. Hier kann man die Rückseite abnehmen. Dazu liefert Nokia ein einzelnes Faltblatt mit auf dem Genau beschrieben steht wie man die Gehäuserückseite abnehmen kann. Ich habe es tatsächlich zu Beginn nicht hinbekommen da die Rückseite ohne spiel auf dem Gehäuse sitzt. Irgendwann ging es dann doch und ab war die Schale. Man sollte links oder rechts oben in einer Ecke starten und dann kräftig OHNE Zuhilfenahme scharfer Gegenstände das Ding mit dem Finger abziehen.
Kaum Abgenommen fallen einige Dinge auf.
Neben den SIM-Karten Slot (Micro-Sim) gibt es einen Slot für Micro-SD Speicherkarten. Ja, endlich können Speicherkarten in Windows Phone Geräten genutzt werden.

-Ich greife mal kurz vorweg, das Gerät wird sofort ohne Probleme von meinem Win 8 Rechner zuhause als Wechselspeicher erkannt und ich kann Daten verschieben wie ich lustig bin.-

Aber, der Akku wirkt recht klein im Vergleich zum Gehäuse. Aber Egal, auch der ist wechselbar. Für viele war das ja ein K.O. Kriterium von Windows Phone, das man den Akku nicht wechseln kann. Wir sind halt ein Volk von Akkuwechslern (außer den iPhone Usern aber die zählen nicht). Aber das ist ja bald Schnee von gestern. Denn in der Plastikwanne sehen wir eine längliche Form. Diese ist der QI-Kontakt.
Qi ist der universelle Standard für induktives Laden. Ich kaufe mir ein separates Ladegerät (in England bekommen es Käufer eines Lumia mit dazu). Dann lege ich mein Gerät auf diese Fläche und während das Gerät auf dieser Ladestation liegt wird es geladen. Ich brauche keinerlei Stecker mehr an meinem Gerät. Einfach drauflegen und fertig. In Amerika werden derzeit die ersten Starbucks mit Qi Tresen ausgerüstet. Während ich dort sitze und meine Latte schlürfe wird mein Gerät aufgeladen, wenn ich es auf einen dieser Tresen lege. Auch bei American Airlines werden die ersten QI-Plätze eingebaut. Feine Sache. Übrigens auf einem Induktionsherd solltet ihr euer Lumia nicht legen, es funktioniert wird erkannt aber nicht geladen.

Nokia siedelt dieses Gerät im Mittleren Preissegment an. Das mag stimmen aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Prozessor und Speicher sind dieselben wie beim Lumia 920. NFC und LTE sind ebenfalls mit an Board. Einzig das Display sowie die Kamera sind deutlich besser beim Lumia 920. Aber ich habe ja das 41 Megapixel Handy Pureview von Nokia getestet. Auch wenn die Bilder klasse sind, an einen guten Fotoapparat kommen diese nicht ran. Für Schnappschüsse wird auch die Kamera des Lumia 820 reichen und wer mehr will, sollte sich eine gute Digitalknipse holen. Besonders da die Technik des Lumia 920 mit einem massiven Aufpreis an Raum und Geld zu bezahlen ist. Deshalb denke ich, auf lange Sicht wird das Lumia 820 sich im Bereich Windows Phone 8 Geräte durchsetzten, wenn die Technik stimmt.

So dann wollen wir das Lumia 820 mal einschalten. Sim-Karte, Micro-SD und Akku rein und hochfahren. Der Prozess des ersten Einrichtens unterscheidet sich schon etwas von Geräten mit Winows Phone 7. Wie üblich sollten wir unsere Mail Adresse eingeben. Nachdem die SD Karte entdeckt wurde, werden wir gefragt ob wir Bilder und Musik im Telefonspeicher oder auf der SD-Karte speichern möchten. Dies kann später noch geändert werden, in den Einstellungen können wir festlegen wo welche Daten abgelegt werden sollen. Musik zum Beispiel auf der Speicherkarte und Bilder im internen Telefonspeicher.

Dieser Einrichtprozess dauert tatsächlich seine Zeit. Bei mir waren es gefühlte 5 Minuten bis sich der Startbildschirm das erste Mal gezeigt hat. Aber dann. Die Idee von Microsoft endlich die gesamte Breite des Displays auszunutzen ist eine wahre Freude. Zunächst war ich schon erschlagen, wie richte ich mir diesen Startbildschirm ein das er für mich am besten wird, wie funktioniert es die Tilegröße einzustellen welche neuen Live-Tiles sind hinzu gekommen?

Für all jene die Windows Phone noch nicht kennen hier eine kleine Übersicht.

Anders als bei anderen mobilen Betriebssystemen besteht der Startbildschirm bei Windows Phone aus sogenannten Tiles. Das sind 4 eckige Flächen die 2 Funktionen haben können.

  1. Als normale Verknüpfung zu App. Eine App die man häufig nutzt kann man also auf den Startbildschirmziehen und hat sie so als schnellzugriff
  1. Es gibt Live Tiles. Dort werden in der Tile weitere Informationen bereitgestellt. Beispiel die App Weather View. Eine sehrt schön aufgemachte Wetter App. Dort werden in der Tile die Aktuelle Temperatur sowie der Ort an dem man sich befindet angezeigt. Zusätzlich wird auch noch die Rückseite der Tile benutzt. Also die Tile dreht sich um 180° und zeigt auf der Rückseite die Windstärke und erwartete Regenmenge an.

Diese Live Tiles sind mein Grund, privat ausschließlich Windows Phone zu nutzen. Nun ist bei Windows Phone 8 die Möglichkeit hinzugekommen die Größe dieser Tiles anzupassen. Von klein, auf normal bis hin zu sehr groß.
Die größer der Tiles ändern man sehr einfach in dem man einfach länger auf die Tile klickt. Danach kann man sie verschieben, vom Startbildschirm lösen oder mittels des kleinen Pfeil unten rechts in ihrer Größe anpassen.

Wie man die Möglichkeit dieser Live Tiles richtig ausnutzt zeigt die neue Facebook-App die sehr gut geworden ist. Anhand derer möchte ich mal erklären was mit den neuen Tiles alles möglich sein wird.

Wenn wir uns die Tile in der normalen Größe auf den Bildschirm ablegen zeigt die App anhand einer Zahl die neben dem Logo eingeblendet wird, wie viele Benachrichtigungen man hat. Darüber hinaus wird auf der Rückseite der Tile ein Update des letzten Statutes angezeigt.

Eine neue Möglichkeit ist es nun diese Tile vergrößert darstellen zu lassen. D.h. sie geht über die gesamt Breite des Displays. Auch hier sehen wir nun die neusten Statusupdates, aber wir können uns dort nun auch Bilder anzeigen lassen.

Übrigens, diese Bilder könne auch für den Lockscreen verwendet werden. Auch beim Lockscreen hat sich eine Menge getan. Dort könne wir nun auswählen welche Benachrichtigungen dort auftauchen sollen oder die letzten Mails anzeigen lassen. Microsoft hat die API freigegeben das sich dort Developer austoben können. Es gibt mittlerweile eine reihe von Apps die sich den Lockscreen zu eigen machen. News oder Wetter darstellen.

Was beim Lumia 820, im Vergleich zum Lumia 900 sofort auffällt sind die Immensen Geschwindigkeit Unterschiede. Der Dualcore Prozessor des Lumia 820 erledigt seine Arbeit wirklich schnell. Wir geben ja auf Benchmarks so Garnichts, aber wenn man 2 Geräte liegen hat. Beide zur selben Zeit denselben Benchmark laufen lässt, dann kann eventuell schon eine Tendenz klar werden.

Auch wenn es seit neuestem Antutu im Marketplace gibt, der beste Benchmark für Windows Phone Geräte ist und bleibt WPBench. Dort erringt das Lumia 900 stolze 89,35 Punkte und liegt auf Platz 2590. Mein Lumia 820 hingegen kommt auf 232.76 Punkte und liegt somit auf Platz 37. Noch deutlicher wird dieser Geschwindigkeits Boost aber bei der täglichen Arbeit. Dies habe ich mal in einem kurzen Film anhand der Facebook app versucht zu demonstrieren.

Dieses Verhalten legen alle Apps an den Tag. Meine lieblings Twitter App, Twabbit, öffnet sich nun beinahe verzögerungsfrei. Es kommt zu keinerlei hängern man ist sofort schreib bereit.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Lumia 820 ist ein absoluter Hammer. Mittlerweile habe ich deutlich mehr als 70 Apps auf dem Gerät und es ist nie auch nur zu irgendeinem Hänger, ruckler oder ähnlichem gekommen. Mag ja sein das das Lumia 820 von Nokia als Mittelklasse Smartphone verkauft wird. Die Leistung die das Gerät an den Tag legt spielt in der absoluten Windows Phone Oberklasse. Wo es tatsächlich nur Mittelklasse zu sein scheint, sind Display und Kamera. Oder kann auch hier das Lumia 820 punkten.

Nun wollen wir uns die Kamera sowie das Display näher betrachten.

Starten möchte ich aber zunächst mit dem Display.

Schauen wir uns die technischen Daten noch einmal im Detail an.

  • Größe des Displays: 4,3 Zoll
  • Touchscreen-Technik: Multipoint-Touch, kapazitiv
  • Auflösung des Displays (Höhe): 800 Pixel
  • Auflösung des Displays (Breite): 480 Pixel

Display-Funktionen

  • Polarisierungsfilter
  • Anpassen der Beleuchtungsdauer
  • Umgebungslichtsensor
  • Helligkeitssteuerung
  • Lagesensor
  • Abstandssensor
  • High Brightness-Modus
  • RGB-Streifenmatrix
  • Spezielle Algorithmen zur optimalen Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung
  • 15:9-Breitbildformat
  • Hochempfindlicher Touchscreen
  • Farbverstärkung
  • Höhe des Displays: 93,0 mm
  • Breite des Displays: 56,0 mm
  • Displayfarben: 16777216
  • Display-Technik: ClearBlack-AMOLED

Was auf den ersten Blick auffällt ist die Auflösung. Mit 800×480 Pixel holt man schon seid 2 Jahren niemanden mehr hinter den Ofen hervor. Schade eigentlich denn mir reicht diese Auflösung vollkommen. Auch wenn ein Samsung Galaxy S3 eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel bietet so hat das Gerät einen wesentlich größeren Bildschirm. Als Referenzen dürften derzeit das HTC One S (Testbericht) oder das Motorola RAZR i (Testbericht in Vorbereitung) dienen. Beide haben die selbe Displaygröße des Lumia 820 mit 4.3 Zoll bieten aber dafür eine qHD Auflösung von 960×540 Pixel. Wie ihr seht ist der Unterschied zu den 800×480 plötzlich nicht mehr so riesig.

Und er schmilzt weiter. Denn aus meiner Sicht ist das Display der Lumia Geräte einfach nur der Knaller. Sei es das 800 das 900 (beide habe ich über ein halbes Jahr als Haupthandy genutzt) oder jetzt das Lumia 820. Das liegt an der von Nokia verwendeten Clear-Black AMOLED Technologie
In das AMOLED des Lumia 820 wurden Filter eingebaut. Diese sorgen dafür das das Umgebungeslicht welches normalerweise von den Displays reflektiert wird, reduziert wird. Das Licht wird polarisiert und ändert seine Richtung bevor es vom Hintergrund reflektiert wird. Ich erinner mich an ein Treffen mit Peter im Sommer. Er hatte das Galaxy S3 sowie das HTC One X dabei, ich das Lumia 900. Während man das Display des Nokias noch gut ablesen konnte, waren die Displays der anderen beiden Geräte nur noch als Spiegel zu gebrauchen.

Das Display des Lumia 820 ist übrigens Plan in das Gehäuse eingelassen. Ein guter Kompromiss zwischen dem Lumia 800 welches sich ja Über das Gerät wölbte um dann in den Ecken auszulaufen und dem auf dem Korpus aufgesetzten Display des Lumia 900. Dieses steht ja einen Millimeter über den Gehäuserand. Allerdings kommen wir hier zum ersten echten Schwachpunkt des Lumia 820.

Leider besteht das Display nicht aus Corning Gorilla Glas. Dieses besonders Kratzfeste Glas, ein Aluminiumsilikatglas mit 0,7–2 mm, ist 2007 im ersten iPhone zum Einsatz gekommen und seitdem in über 500 Millionen Handys, Tabletts oder Notebooks verbaut worden. Auch das Lumia 800, 900 sowie das neue Lumia 920 sind mit diesem besonders sicherem Glas ausgestattet worden. Ich habe trotz täglichem Gebrauchs der Geräte niemals eine Schutzfolie genutzt. Das Lumia 800 hat einen Sturz aus 1.50 Meter höhe auf den Asphalt überstanden. Kein Kratzer, nichts. (Ok, mein Bürostuhl der direkt über das Display fuhrt hat es nicht überstanden)
Leider ist das Lumia 820 eben nicht mit diesem Glas ausgestattet, trotzdem das Display hält.

Es reagiert sehr schnell und smooth auf Eingaben. Die Beleuchtung ist sehr gut. Lichthöfe wie noch beim Lumia 900 habe ich nicht entdeckt. Ja ich weiß, soll es bei AMOLED Displays generell nicht geben. Aber unabhängig von mir hatte auch Peter auf seinem Lumia 900 solche Lichthöfe. Hier nicht.

Der Ablesewinkel ist wie bei allen Lumia mit sehr gut zu bezeichnen. Selbst wenn das Geät schräg gehalten wird kann man noch sehr gut erkennen was dort geschieht.

Die Farben wirken sehr natürlich und lebendig, der Schwarzwert ist unschlagbar. Logisch, beim Lesen von Webseiten macht sich ein Treppen-Effekt bemerkbar. Besonder bei den großgeschriebenen Headlines. Aber, ich halte diese Treppenabsätze nun für nicht so störend. In normaler Punktgröße fällt es kaum auf. Und die Bilder sehen immer gut aus. Ich will hier gar nichts beschönigen. An ein Retina Display vom iPhone kommt es natürlich nicht heran. Aber mir reicht es vollkommen aus. Muss halt jeder für sich selber wissen. Wenn jemand- Auf der Suche nach der verlorenen Zeit- auf seinem Handy lesen möchte, sollte er sich ggf. ein höher auflösendes Display zulegen. Wer aber 4000 Seiten Romane auf einem Handy ließt… tja…
Hier mal ein Screenshot um es zu verdeutlichen.

Alles in allem geht das Display für mich voll in Ordnung. Nur die Geschichte mit dem „Corning Gorilla Glas“ ist etwas zwiespältig.

Was schön ist, das diesmal nicht das Problem mit dem Umgebungslichtsensor besteht. Das Gerät merkt sofort wenn die Lichtverhältnisse sich ändern und regelt automatisch die Display Helligkeit nach. Klasse

Kamera:
Kommen wir mal zur Kamera. Auch hier zunächst die technischen Daten in aller Ausführlichkeit.

  • Kamerasensor (Auflösung): 8,0 Megapixel
  • Blitz(licht): Kurzpuls-Hochleistungs-Dual-LED-Blitzlicht
  • Objektiv: Tessar-Objektiv von Carl Zeiss
  • Kameraauflösung: 3.264 x 2.448 Pixel
  • Autofokus: Kamerataste mit zwei Druckpunkten
  • Blendenwert: 2.2
  • Zoomrate (Digitalzoom): 4 x
  • Brennweite: 26,0 mm
  • Blitz/Blitzlicht (Reichweite)
  • Dual-LED-Blitzlicht
  • Fokussierung durch Antippen
  • Sucherbild im Querformat
  • Geotagging (Automatisches Versehen von Fotos/Videos mit Informationen zum Aufnahmestandort)
  • Automatischer und manueller Weißabgleich
  • Foto-Editor direkt im Gerät
  • Foto-App
  • Echter 16:9-Sensor

Video Kamera

  • 30 Frames/s
  • Video camera resolution
  • 1080p (Full HD, 1.920 x 1.080 Pixel)
  • Videoaufzeichnungsfunktionen
  • Videolicht
  • Videozoom
  • Bildwiederholrate Aufnahme
  • 30 Frames/s
  • Weißabgleicheinstellungen für Videoaufnahmen
  • YouTube: Zugriff und Video-Streaming
  • Video-Sharing über soziale Netzwerke
  • Video-Sharing über Facebook
  • Video-Sharing über SkyDrive

Darüber hinaus verfügt das Lumia 820 noch über eine Front Kamera die allerdings nur mit 640×480 Pixel auflöst.

Gleich mal vorneweg. Die Kamera des Nokia Lumia 820 ist gut. Sie sticht nicht heraus durch besonders gute Bilder, aber auch nicht durch besonders schlechte Fotos. Ich denke aber dass bei den verbauten Einzelteilen der Kamera noch deutlich Steigerungs-Potential besteht. (Update, stimmt unten im Fazit mehr dazu)
Auch die etwas verrauschten Bilder sowie die ab und an auftretende Unschärfe deuten auf ein Software Problem hin. Schade eigentlich da ich beim Lumia 800 genau dieselben Probleme mit der Kamera hatte, Nokia dort aber sehr schnell für Nachbesserungen gesorgt hat.
Die Frontkamera löst leider mit einer heutzutage kaum noch annehmbaren Auflösung aus. 640×480 auf. Das ist so was von 2009. Schade eigentlich bei einem OS bei dem Skype ja sehr tief inkludiert wurde. Bildtelefonate sind natürlich möglich, aber die Qualität ist echt mies.

Wie immer bei Windows Phone kann die Kamera auch bei gesperrtem Bildschirm gestartet werden. Also, Handy aus der Tasche, dunkler gesperrter Bildschirm. Seitliche Kamera Taste Gedrückt und in nicht einmal 3 Sekunden ist die Kamera bereit das erste Foto zu schießen. Wie immer toll.
Die Einstellungsmöglichkeiten sind Windows Phone Standard. Nicht überladen aber alles da was man braucht.

Fotoeinstellungen:

  • Automatik
  • Nahaufnahme
  • Nacht
  • Nachtportrait
  • Sport
  • Hintergrundbeleuchtet

ISO: 1-800 und Automatik
Belichtung: 0 bis +-2 in 1/3 Schritten

Weißabgleich

  • Automatik
  • Wolkig
  • Tageslicht
  • Leuchtstoff
  • Glühlampe

Mit dem kleinen Pfeil-Icon (ganz links) kommt man zu weiteren Foto-Apps wie Panorama, Smart-Shoot, Cinemagraph etc. Dort kann man direkt in den Market gehen und weitere Foto-Apps suchen. Nähere Erklärungen der einzelnen Apps folgen in unserer Windows Phone 8 Übersicht.

Die gewählten Einstellungen kann man natürlich Speichern umso nicht mehr jedes Mal an der Kamera rumzustellen wenn man sich längere Zeit an einem Ort aufhält bei dem bestimmte Einstellungen von Nöten sind.
Es muss hier ganz dringend darauf hingewiesen werden das es sich bei der verbauten Kamera nicht um die, im Lumia 920 vorkommende, Nokia Pureview Technologie handelt. Es ist eine Stinknormale 8 Megapixel Kamera.
Ein weiteres Manko, ich habe in den Einstellungen der Kamera keine Möglichkeit gefunden die Bildgröße Runterzudrehen. Für ein kurzes Twittpic zwischendurch sind 8Megapixel etwas übertrieben.

Aber, das ist jammern auf Verhältnis mäßig hohem Niveau. Ich habe ja das Nokia Pureview testen dürfen und muss sagen, das die Kameraqualität sicherlich überragend gut ist, aber ich habe ein schlankes Smartphone gesucht mit dem man zwischendurch Fotos machen kann. Das ist das Lumia 820 geworden.

 

Wenn einem die Kamera-Qualität über alles geht, sollte man wohl zum 920 greifen (oder besser noch eine Kompaktkamera nehmen). Für alle anderen die Twittpicen, Facbooken reicht die Kamera dicke aus. Nein, Instagram ist noch nicht im Markt vorhanden. Soll aber demnächst folgen. Pinterest hingegen ist bereits seit Monaten mit einer tollen App am Start.

Ich hoffe aber das Nokia bei der Kameraqualität noch etwas Hand anlegt und das ganze nach oben korrigiert.

Hier mal einige Testbilder

Video
Was für die Fotokamera gilt, gilt natürlich auch für die Videokamera.
Die Einstellungsmöglichkeiten sind im Vergleich zur Fotokamera sehr beschränkt.
Neben dem Weißabgleich ähnlich dem der Fotokamera gibt es nur noch die Möglichkeit einen Fortlaufenden Fokus zu wählen oder die Videoqualität zwischen 720p oder 1080p zu wählen.
Ich habe euch mal ein Testvideo, allerdings bei perfektem Wetter, in der 720p Auflösung angehangen. Ich werde noch eines mit 1080p aufnehmen und es ebenfalls einstellen. Viel ändern wird sich aber nicht.

Die Videokamera geht in Ordnung, aber auch hier ist noch Luft nach oben.

Schön sind die Möglichkeiten bei Fotos und Videos die Gemachten Aufnahmen mit einem Klick in alle erdenklichen Netzwerke zu teilen. Ebenso einfach kann man die Bilder versenden. Sei es als Mail, WhatsApp oder Skydrive. Aber auch dieser Punkt ist seit 2 Jahren Standard bei Windows Phone.

Abschließend kann man diesen Teil folgendermaßen bewerten.

Display
Negativ:
Auflösung
Kein Corning Gorilla Glas

Positiv:
Schwarzwert
Darstellung der Farben
Ansprechverhalten des Displays
Geschwindigkeit
Leuchtkraft
Umgebungsanpassung

Kamera:
Negativ:
Manchmal verrauschte Bilder
Verzögerungen beim Wechsel zwischen Speicher und Display

Positiv:
Schnell Start der Kamera
Netzwerke

Generell muss gesagt werden dass die Kamera noch etwas Luft nach oben hat. Aber das ist wie schon gesagt eine Software Geschichte und hat nichts mit der verbauten Hardware zu tun. Alles in allem ist hier alles im „noch“ grünen Bereich.

Es gibt einen für Windows Phone jünger spannendes Detail beim Lumia 820. Spannend deshalb, weil das Lumia 820 mit einem microSD-Slot daher kommt.
Das Lumia 820 an den Rechner angeschlossen und sofort wird es im Explorer angezeigt. Wir können nun, wie von anderen Geräten gewohnt Daten, Bilder, Musik oder Filme vom Rechner auf die SD Karte schieben. Schnell und unkompliziert.

Nun kommen wir, aus meiner Sicht, zu einem Nachteil von Windows Phone 8. Ich habe bei Windows Phone 7, die Zune Software geliebt. Zune war die Schnittstelle zwischen meinem Windows Phone 7 Gerät und meiner Mediensammlung auf dem PC. Ein sehr großes, mächtiges Allround Programm mit dem ich nicht nur Musik und Filme verschieben kann. Von dort aus kann ich auch Updates für mein Gerät suchen und installieren. Das schöne daran war, das Design. Endlich mal eine feine Software mit einigen, unnützen Gimmicks die mir aber sehr gut gefallen haben. Auch das Taggen und Nachbearbeiten der Musik Bibliothek war problemlos möglich. Cover suchen, ggf Reihenfolge ändern oder Playlists erstellen.

Egal, dass war gestern und nach vorne schauen heißt die Devise. Denn Zune funktioniert nicht mehr mit Windows Phone 8. Stattdessen können wir unterschiedliche Software nutzen. Unterschiedlich deshalb weil sie vom jeweils verwendeten Betriebssystem auf dem heimischen PC oder Mac abweicht. Somit gibt es Windows Phone Anwendungen für euren PC, egal ob mit Windows 8, 7, RT, oder Vista oder auch für euren Mac.
Diese könnt ihr euch hier herunterladen: Link zur Auswahlseite von Windows Phone-Anwendungen

Steht da Mac? Jepp Mac. Ihr könnt euer Windows Phone 8 Gerät auch mit dem heimischen Mac synchronisieren. Eine der Stärken von WP8. Somit könnt ihr in kürzester Zeit eure iTunes Playlisten mit eurem Windows Phone 8 Gerät abgleichen. Auch die bei Windows Phone 8 neu geschaffenen Gruppen / Räume sind mit einem iPhone begehbar. Dazu in einem weiteren Teil mehr.

Sie möchten nicht auf Ihre iTunes-Sammlung verzichten? Keine Sorge – Sie können Sie auf Ihrem Windows Phone mitnehmen. Wenn Sie einen PC mit Windows 8 oder Windows 7 oder einen Mac haben, können Sie Ihre iTunes-Musik mit der Windows Phone-Anwendung auf Ihr Handy kopieren. Wenn Sie Windows Vista oder Windows XP verwenden, können Sie Ihre Musik mit Windows Explorer übertragen.

Kommen wir mal zur Desktop Ansicht selber. Ich nutze Windows 8, deshalb wird diese etwas anders aussehen als bei denen die Windows 7 benutzen. Anders heißt hier aber nicht besser. Bei Windows 8 installiert sich die Windows Phone 8 Telefonanwendung als App in euren Starscreen. Soweit so gut. Wenn wir nun diese App öffnen stellen wir fest das diese noch sehr Beta wirkt. Und beim herunterladen wird einem auch eine großes „BETA“ angezeigt.

Das ganze wirkt bei Windows 8 wirkt noch sehr unfertig. Die App ist langsam, es dauert zum teil recht lange bis einzelne Ordner geladen werden.

Ein schnelles anschließen und mal eben 10 GB auf die Speicherkarte schieben entfällt somit. Besonders nervig wenn man einen Künstler einem Hauptordner verpasst hat und seine verschiedenen Alben in Unterordnern liegen. Damit hat diese Software ein massives Problem. Es werden Songs und Alben doppelt synchronisiert oder einfach vergessen zu übertragen. Wir können von dieser App auch unser Smartphone finden lassen, sollten wir es mal „verlegt“ haben oder den Marketplace durchsuchen. Alles in allem aber eine sehr unfertige, nervige Geschichte.

Bei der Desktopanwendung für Windows 7 tauchen eben solche Probleme auf. Spätestens seit Itunes sollten die Hersteller doch verstanden haben das es eine Menge Nutzer gibt, die mit den verschachtelten Explorer Bäumen nichts mehr anfangen können.

Ich meine schaut euch den Screenshot an. Das sind nur Bilder (und davon hat er auch nur 1% gefunden). Genauso sieht die „Medienbibliothek“ aus.

Bei einigen GB an Musik auf der Festplatte empfinde ich es als störend diese mittels Drag & Drop über den Explorer zu verschieben. Nun könnte man sagen, das ich meine Musik besser sortieren solle. Nö, ging vorher doch auch und andere Programme leisten dies. Ich empfehle, solange Microsoft dort nichts ändert auf andere Dienste wie Songbird, mediamonkey oder auch den Windows Media Player zu verwenden.

Kommen wir mal zum Medienplayer auf des Nokia Lumia 820 selber. Dort hat sich ebenfalls einiges getan im Vergleich zu Windows Phone 7. Aber auch hier gilt, neu bedeutet nciht besser. Aber zunächst wollen wir uns mal anschauen welche Medienformate das Lumia 820 abspielen kann.

Eine ganze Menge wird geboten. Damit sollte wirklich jeder bedient sein.

Die Bedienung ist Windows Phone Standard mit einigen neuen Features. Der Medienplayer bei Windows Phone ist die Schnittstelle zu eurer Musik, Filmen, Podcast auf dem gerät und dem Musicstore. Die Tile auf dem Startbildschirm ist ebenfalls in 3 Größen einstellbar und zeigt, wenn ein Song gespielt wird ein Bild des Künstlers. Anders als noch bei Windows Phone 7 bleibt das Bild nicht sondern wechselt wieder in dieses unschöne Grün. Schade, auch hier wurde wieder ein Design Element verschenkt.

Die Bedienoberfläche ist wie von Windows Phone gewohnt. Für alle die es nicht kennen. Bei Windows Phone wird zumeist nicht nach unten sondern zur Seite gescrollt. Somit wird die Bildschirmgröße aufgebrochen und der Designer muss sich nicht an irgendwelche Bildschirmbreiten halten. Mir gefällt es so perfekt.

Der Startbildschirm zeigt die Vorhandenen Auswahlmöglichkeiten. Das Hintergrundbild wird bestimmt von dem Musiker der als letztes gespielt wurde. Wenn kein Bild vorhanden ist wird ein grauer Hintergrund gezeigt. Dazu später mehr. Bei einem Klick auf „Musik“ wird die Medienbibliothek geöffnet.

Bei einem längeren druck auf einen Musiker (Album) öffnet sich ein Fenster mit einigen Auswahlmöglichkeiten.

– Zur Aktuellen Wiedergabe
– Smart DJ (Wird unten erklärt, Xbox PAss wird vorrausgesetzt)
– Auf Startseite (Legt eine Tile des Künstlers (Album) auf die Startseite.

Smart DJ ist ein Feature der Zune-Software. Sie erstellen damit automatische Wiedergabelisten für den PC oder das Handy. Anhand der von Ihnen angegebenen Kriterien erstellt Smart DJ eine automatische Wiedergabeliste mit Songs, die über ähnliche Merkmale verfügen (und aus Ihrer Sammlung und von Zune Marketplace abgerufen werden).
Wenn Sie beispielsweise die Rolling Stones mögen, können Sie mit Smart DJ eine Wiedergabeliste mit Songs dieser Band und von anderen Bands mit ähnlichem Musikstil erstellen. Tippen und halten Sie auf dem Telefon einen Künstler, einen Song oder ein Album, und tippen Sie auf Smart DJ-Mix abspielen.

Bei Windows Phone von Beginn an Standard ist die Möglichkeit den Player auch bei geschlossenem Lock-Screen bedienen zu können. Einfach eine der Lautstärke tasten kurz drücken und ein Fenster öffnet sich.

Die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Man kann sich, natürlich die einzelnen Songs anhören, Playlisten erstellen oder verwalten. Man kann direkt in den Marketplace gehen um weitere Alben des Musikers kaufen. Es werden einem ähnliche Künstler vorgeschlagen sowie eine Biografie des betreffenden Musikers ist zu lesen.

Schön ist, seit Windows Phone 8 gibt es auch einen, sehr guten, Equalizer. Schlecht ist, an den komme ich nicht so einfach ran. Ich muss einen Song starten, aus dem Player raus gehen. In die Telefoneinstellungen und dort unter Audio finde ich den Eq. Es ist einfach nur lächerlich und albern gelöst. Komplizierter geht es kaum. Auch funktioniert der Eq nur bei angeschlossenem Kopfhörer oder Box. Apropo Lautsprecher. Das Nokia Lumia 820 verfügt über einen Lautsprecher. Dieser war bei den Vorgängermodellen, dem Luia 800 / 900 mein größter Kritikpunkt. Nicht schön was aus dem Gerät raus quäkte. Das hat sich nun etwas gebessert. Von hochklassigem Soundgenuss vermag ich immer noch nicht sprechen aber es ist eine deutliche Steigerung zum Lumia 900. Leider ist er immer noch sehr höhenlastig. Da ich keinen Lautsprecher angeschlossen habe kann ich den Klang auch nicht über den Eq regeln. Wie gesagt. blöder geht es kaum.

Videos werden ebenfalls aus dem Medienplayer abgespielt. Welche Formate genau vom Gerät wiedergegeben werden kann ich nicht sagen da ich im Netz unterschiedliche Angaben dazu gefunden habe. Gesichert gilt das er mpeg und Avi abspielt. Zumindest bei mir. Natürlich auch in HD Qualität, wenn vorhanden.
Von ruckeln oder stockenden Bildern ist auch bei sehr großen Dateien nichts zu merken. Auch die „geringe“ Bildschirmauflösung macht sich in keiner Art und Weise bemerkbar.
Ehrlich gesagt, wer auf einem Smartphone einen Film schaut, soll dies tun, ich nicht. Die Möglichkeiten sind beim Lumia aber auf jedem Fall vorhanden.

Werfen wir mal einen Blick auf den Akku. (auch hier gibt es ein Update über das ich im FAzit berichten werde)

Der im Nokia Lumia 820 verbaute Akku ist wechselbar. Dazu nimmt man einfach die Schale der Rückseite ab.
Bei dem Verbauten Akku handelt es sich um den Nokia Akku BP-5T. Dieser besitzt 1650 mAh. Eigentlich recht großzügig bemessen wenn man bedenkt das das Lumia 820 „nur“ einen 4.3 Zoll großen Bildschirm besitzt und als Prozessor „nur“ ein 2-Kern Takter zu werke geht.

Trotzdem kann ich nun nach über 5 Wochen Testzeit keine genauen Angaben zu der Leistungsfähigkeit des Akkus machen
Ich kann mal kurz meine normale Tätigkeit mit meinen Smartphone schildern. Ich telefoniere recht wenig mit ihnen. Meine durchschnittliche Gesprächsdauer beträgt ca. 30min.am Tag. Ich nutze die Geräte aber ausgiebig als Kommunikationsmaschinen. Zwischen 4 und 7 Mailaccounts (Projektbezogen) lasse ich abrufen. Die meisten davon als Push. Außerdem wird ausgiebig getwittpict und gefacebooked. Diverse nutzergruppen liegen auf dem Startbildschirm welche sich, natürlich, regelmäßig updaten. Benutzergruppen und weitere Features wird in weiteren testberichten, explizit zu Windows Phone 8 erläutert.
Wenn ich unterwegs ins Büro oder zu Kunden bin, nutze ich die Geräte zum Musikhören. Filme schaue ich niemals auf meinen Smartphones. Normalerweise nehme ich meine Geräte morgens zwischen 8 und 9 vom Netzkabel. Die schlechtesten müssen dann gegen 17:00 wieder ans aufgeladen werden. Normale Geräte halten bei mir bis 22:00 durch. Das iPhone 4 schaffte auch schon mal den nächsten Tag.

Beim Lumia 820 sieht es total unterschiedlich aus. Es gibt Tage, da hält es scheinbar ewig. So dass ich es abends gegen 1:00 mit 20% Akku Leistung wieder ans Netzkabel stöpsel. Dann hat es 17 Stunden gearbeitet. An anderen Tagen wiederum, wie heute steht es nach 6 Stunden schon bei 31%. Und ich habe es heute so gut wie nicht genutzt. Ich habe also Nutzungschwankungen von 6 Stunden. Ohne das sich mein Nutzungsverhalten geändert hat.

Ich möchte das mal mit verdeutlichen indem ich euch Zeige wie der Akku-Verlauf der letzten 4 Tage war.

Akku Verbrauch Lumia

Wir beginnen am Sonntag. Das Handy nach 11:00 vom Strom genommen. Ich habe am Sonntag nicht viel mit dem Handy gemacht. 1 Telefonat, kurz im Netz gewesen und ca. 45 Minuten Musik gehört. Gegen kurz nach 22:00 stand der Akku bei 0% und das Handy hat sich abgeschaltet.
11 Stunden Akku bei minimaler Nutzung.

Am Montag sah die Arbeitswoche schon anders aus. Morgens gegen 8:30 vom Stromkabel getrennt. Viel telefoniert. Ständig in neue Wlan-Netze eingebucht. Viel im netz unterwegs gewesen. Ca 30 Mails geschrieben und beantwortet. Unterwegs immer mal wieder Musik gehört. Etwas whatsapped, etwas getwittpict. Der Akku stand Abends gegen 0:30 bei 40%.
16 Stunden, Gerät recht häufig genutzt und noch 40% Akku vorhanden.

Am Dienstag und Mittwoch war „Großkampftag“ in der Agentur da wir ein Projekt zum Abschluss bringen mussten. Sehr viel telefoniert, Mails etc.
Das Gerät am Dienstag morgen um 8:30 vom Strom. Gegen 17:00 habe ich bei 10% Akkus Stand, nach Aufforderung des Gerätes, den Stromsparmodus eingeschaltet.
Also knapp 10 Stunden bis sich das Gerät ausgeschaltet hat.

Gestern nun selbe Prozedur mit einem Unterschied. Das Gerät wurde um 5:30 vom Strom getrennt. Selbe Belastung wie am Dienstag. Zusätzlich noch dutzende Fotos gemacht und am Gerät bearbeitet. Sehr viel telefoniert, sehr viele Mails beantwortet und geschrieben. Nach einem Telefonat mit Peter um meine Frage zu klären ob er mit dem Lumia 920 ähnliche Erfahrungen gemacht hat, habe ich das Lumia 820 nicht aufgeladen sondern die Nacht über weiter laufen lassen. Es hat sich gegen 03:00 abgeschaltet. Das bedeutet über 21 Stunden Laufzeit. Ok, die letzten 3 Stunden ohne das ich es genutzt habe.

Jetzt soll mir bitte mal jemand erklären wie so ein Verhalten zustande kommt. Ich verstehe es einfach nicht. Normalerweise muss es doch so sein. HAndy viel nutzen, viel unterwegs sein – Akku schnell leer
Handy wenig nutzen. Liegt nur im WLan zuhause rum – Akku hält lange. Nicht so beim Lumia 820 wie auch beim 920.

Es ist auch schon vorgekommen, dass ich das Gerät über Nacht aufgeladen habe und es mit 100% von der Steckdose genommen habe und nach einer Stunde, ohne das ich etwas damit gemacht habe der Akku bei 78% lag. Also einen Verbrauch von 21% in 60 Minuten.

Auch frage ich mich, weshalb man von dieser Problematik bei all den anderen großen Blogs, die die Geräte von den Herstellern direkt bekommen, nichts zu lesen ist. Aber die Hand die einen füttert beißt man halt nicht.

wp_ss_20121220_0001Wer jetzt mein, die Akku Problematik sei das Hauptprobelm der irrt gewaltig. Ich habe nach wenigen Tagen eine SMS meines Providers bekommen das mein Datenvolumen aufgebraucht ist und ich nun mit gedrosselter Leistung unterwegs bin. Dieselbe Nachricht hat Peter bei der Nutzung seines Lumia 920 nach wenigen Tagen erhalten. Auch dies hat er in seinem Windows Phone 8 Artikel sehr deutlich beschrieben und mit Screenshots belegt. Link Ich habe in den letzten Jahren dutzende Geräte getestet und beinahe alle Windows Phone Geräte besessen. So etwas habe ich noch nie erlebt das mein Datenvolumen nicht ausreicht. Bei keinem Androiden und bei keinem iPhone.

Das Problem scheint darin zu bestehen das sich das Lumia zwar im WLan einloggt aber trotzdem munter die Datenverbindung des Providers Nutz. Wie dieser Screenshot von Peter zeigt wird das Update trotz vorhandenem WLAn munter über das Mobilfunknetz gezogen. Schon spannend wenn man sich alle Karten des Nokia Kartendienstes runter lädt ist die Flat binnen einer Stunde weg.

Aber es gibt noch weitere Bugs, die allerdings nicht so schwer ins Gewicht fallen. Die Auslösegeschwindigkeit der Kamera des Lumia 820 immer noch unterirdisch. D.h. es dauert bis zu 3 Sekunden bis ein Bild aufgenommen wurde.

Kommen wir mal zum Fazit (Update vom 05.05.13)

Also, nachdem das Lumia 820 unser Gütesiegel nicht bekommen hatte, muss ich nun im Mai eine revision des Fazits schreiben. Wir sagen immer, ein Gerät bekommt unser Gütesiegel wenn wir das gerät unserem besten Freund empfehlen würden. Nun habe ich es nicht meinem besten Freund empfohlen sondern mir. Ja, ich habe mir das Gerät vor ca. 3 Wochen noch einmal gekauft um zu sehen wie die Updates die von Nokia ausgegeben wurden das Ergebnis beeinflussen. Was soll ich sagen, Sieg auf ganzer Linie.

mobi-test.de Gütesiegel– Die Kamera hat einen mächtigen Schritt nach Vorne gemacht und liefert nun wirklich tolle Bilder
– Der Akku hält und hält und hält. bei mir im Schnitt 18 Stunden. Zum vergleich, mein HTC One X hält 12-14 Stunden.
– Datenverbindung immer noch ein problem aber mit dieser Anleitung in den griff zu bekommen. ich empfehle jeden diese Anleitung zu befolgen Link

Die übrigen Punkte des Fazits bleiben erhalten. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist gigantisch. Ruckeln oder stocken gibt es bei Windows Phone nicht. Die Verarbeitung des Gerätes das Display, mittlerweile auch die Kamera. Die Anzahl der Apps wächst täglich. Es ist spannend was jeden Tag in den Markt gespült wird. Der Akku ist sehr ausdauernd.

Würde ich das Gerät meinem besten freund empfehlen? Nunja, ich habe es mir empfohlen und ich liebe mein Lumia 820. Es ist das derzeit für mich perfekte Smartphone. Deshalb bekommt es natürlich unser Siegel

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

One comment

  1. Christoph Schulte

    Echt guter Test! Stimme dir in allen belangen 100% zu, und beim Thema Akku sogar 110%..
    Eine Frage meiner seits: Welche App nutzt du für die Akkuanzeige, die du als live tile auf dem Homedisplay hast?

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