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Prestigio MultiPad PMP5080B – das günstige Tablet im Test -Teil 4: Verbindungen & Fazit

Das Prestigio MultiPad PMP5080B befindet sich nun seit einiger Zeit im Dauertest. Im letzten Teil des Testes möchte ich noch einmal kurz auf die Verbindungen eingehen und ein Fazit ziehen.

 

 

Teil 1: Technische Details, Unboxing & Erster Eindruck

Teil 2: Betriebssystem, Touchscreen, Leistung, Browser & Android Markt, Benchmarks

Teil 3: Akku, Kamera, Musik und eBook

1. Verbindungen:

Gut, über die gibts nicht allzu viel zu sagen, das Prestigio verfügt nur über WLAN. Wer außerhalb der verfügbaren WLAN-Netze surfen will, wird den UMTS-Slot vergeblich suchen. Aber für um die 200 € kein Beinbruch, wer auf 3G Wert legt, muss nunmal deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Im WLAN-Netz schlägt sich das Prestigio wacker, wenn auch die Anzeige der Balken manchmal vermuten lässt, ich würde mich 3 Km von meinem Router entfernt befinden, obwohl ich keine 3m daneben sitze. Der Empfang schwankt zwischen voll und etwa 3/4 voll – und das bei jedem WLAN, das ich probiert habe. Das tut dem Surfvergnügen nur bedingt Abbruch, da man trotzdem noch fix Seiten aufrufen oder chatten kann, sollte in meinen Augen aber zumindest erwähnt werden. Das heißt, das surfen selbst geht über WLAN ohne Probleme und auch gewohnt zügig von der Hand. Die Verbindung zum Router läuft Androidtypisch schnell und einfach und selbst versteckte WLAN-Netze werden automatisch wieder erkannt und sich automatisch verbunden. Das Netz bricht auch nicht komplett ab, sondern schwankt eben nur zwischen voll und fast voll ;)

Was das Prestigio nicht so mag, sind Router der selben Marke. Mein Router daheim ist eine FritzBox, der, den ich an anderer Stelle meist nutze, ebenfalls. Beides sind unterschiedliche Modelle mit verschiedenen Nummern – trotzdem funktioniert der Wechsel vom Router Nummer 2 auf meinen daheim nicht immer reibungslos. Kaum daheim angekommen, sagt das Prestigio, es gäbe kein bekanntes WLAN-Netzwerk im Umkreis. Die Netze meiner Nachbarn bekomme ich alle angezeigt – selbst welche, die ich bisher noch gar nicht kannte :D

Aber meine Box ist in der Liste nicht zu finden, das Handy ist zeitgleich aber mit dieser verbunden und auch über WLAN nutzbar. Nach ein paar mal refreshen, taucht auch meine Box wieder auf, die manuelle Auswahl läuft allerdings ins Leere. Erst wenn man den Router komplett aus der Liste löscht, wieder neu auswählt und alle Daten erneut eingibt, mag das Prestigio eine Verbindung herstellen. Dieses Spiel musste ich leider öfters wiederholen… Umgekehrt, also der Wechsel von daheim auf Router Nummer 2 funktionierte hingegen problemlos. Das Phänomen erlebte ich auch nur mit diesen beiden Routern, mit keinen anderen.

Ein wenig verwirrt es zudem, dass das Tablet ständig eine nicht existente Mobilfunkverbindung anzeigt. Wer Android kennt, wird die Netzbalken in der rechten Ecke sofort wieder erkennen. Im ersten Moment sucht man natürlich – trotz des Wissen, das es den nicht gibt – den Slot für die SIM-Karte. Ich kenne diese Anzeige vor allem von den richtigen Billig-Tablets, da man auf die einfach die Handyversion von Android draufgeknallt und damit eben auch die Netzanzeige übernommen hat. Beim Prestigio hätte ich sie nicht erwartet. Das ganze stört ja nicht, aber es verwundert einen schon :)

2. Das Fazit:

Wer alle Testbericht-Teile gelesen hat, wird bemerkt haben, dass ich vom Prestigio MultiPad mehr als überrascht war. Derart viel für das wenige Geld habe ich nicht erwartet, geschweige denn diese Leistungsfähigkeit. Ich hatte zu Beginn die Horror-Tablets ala OneTab und Co. im Kopf, das Prestigio hat mich allerdings eines besseren belehrt. Wer ein vernünftig zu bedienendes Tablet sucht, mit dem man bequem auf der Couch surfen, ein paar Bücher lesen, Musik hören und Filme schauen kann und für das alles keine 500 € auf den Tisch legen möchte, macht mit dem Prestigio nichts verkehrt.

Natürlich muss man Abstriche machen, das MutiPad lässt sich nicht ganz so komfortabel und zackig bedienen wie das iPad. Auch die Verabreitung schneller Texteingaben benötigt seine Zeit. Trotzdem reagiert das Tablet präzise und genau und weist erfreulich wenige wirkliche Hänger oder Ruckler auf.

Beachten muss man, das man nur über WLAN ins Internet kommt, ein 3G-Modul sucht man vergeblich. Wer auf so etwas Wert legt, sollte sich woanders umsehen.

Besonderes Augenmerk muss man auf den vollen Zugriff auf den Google Android-Market werfen. In dieser Preisklasse ist das alles andere als selbtsverständlich. Meist wird man mit einem “Hauseigenen” Market abgespeist, der nur einen Bruchteil der Apps aufweist. Beim Prestigio kann man quasi aus den vollen schöpfen und auf den vollständigen Android Market zugreifen.

Meiner Meinung nach Pro:

  • gute Bedienung
  • schnelle, fast ruckelfreie, Datenverarbeitung
  • präzise reagierender Touchscreen
  • voller Zugriff auf den Android-Market
  • angenehme Größe bzw. Seitenverhältnis
  • gute eBook-Funktion
  • guter Klang
  • ruckelfreie Videowiedergabe
  • HDMI-Anschluss
  • Preis

Negetaiv:

  • schwächelnde WLAN-Verbindung
  • massig vorinstallierte eBooks, aber alle in osteuropäische Sprache
  • bei schnellem Tippen hängt es etwas hinterher
  • kein MicroUSB
  • Anbieterspezifisches Ladekabel

Wie man sieht, so richtig was negatives konnte ich nicht entdecken :D

Wir haben in den letzten Woche natürlich nicht nur das Prestigio MultiPad getestet, sondern auch andere Geräte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis aller Test zeigt, dass das Prestigio von allen 6 getesteten Tablets dieser Preiskategorie sicher nicht das allergünstigste, jedoch das beste ist: Auswertung der Testergebnisse

Fazit, ich habe sehr viel mehr bekommen als ich erwartet habe, das Prestigio hat mich in Anbetracht seines Preises voll überzeugt und wird von mir an alle Suchenden sehr gern weiter empfohlen. Aus diesem Grund erhält es von mir unser Gütesiegel:

Über Carmen

Handys waren schon immer meine Leidenschaft, die ich durch Zufall vor einigen Jahren zum Beruf machen konnte. Bis heute lässt mich die mobile Welt mit ihren Handys, Smartphones, Tablets und was der Markt sonst noch so her gibt, einfach nicht mehr los.