Samsung Galaxy Tab S 8.4 LTE im Dauertest – Teil 3 – Display und Akku

Samsung Galaxy Tab S 8.4 4G Display (11)

Teil 3 im Samsung Galaxy Tab S 8.4 LTE Dauertest und hier muss es zeigen, was das Display zeigt und wie der Akku mit diesem Tablet zurecht kommt.

← Teil 2 – Betriebssystem und Leistung

Display:Samsung Galaxy Tab S 8.4 4G Display (9)

Sobald man einem Kenner irgendwas von Super AMOLED erzählt, fangen dessen Augen zu leuchten. Nicht umsonst genießt dieser Displaytyp einen schon beinahe legendären Ruf. Und das zurecht. Das 8,4″ Super AMOLED Display bringt es auf 2560 x 1600 Pixel. Dieses entspricht 359 ppi, also 359 Pixel pro Zoll. Das ist mehr als beim iPad Mini 2/3, welches „nur“ 2048 x 1536 Pixeln aufbieten kann. Macht 326 ppi. Ein Kopf-an-Kopf Rennen auf höchsten Niveau. Aber am Ende zählt, was raus kommt. Und da braucht sich das Galaxy Tab S wahrlich nicht vor dem iPad Mini 2/3 verstecken. Ich habe beide direkt nebeneinander gelegt und mit den gleichen Bildern verglichen. Die geben sich nichts. Selbst wenn man Texte maximal vergrößert, liefern beide ein gestochen scharfes Bild ohne jede Treppenbildung, Stufenbildung oder Ausfransungen. Das iPad Mini strahlt meiner Ansicht nach etwas heller, was auch kein Wunder ist, denn Samsung verzichtet auf eine Hintergrundbeleuchtung. Dieses spielt bei einer anderen Disziplin eine erhebliche Rolle. Und zwar bei der Darstellung dunkler Flächen wie z.B. Fotos oder Filmen.

Schwarz ist beim Tab S sowas von schwarz, weil eben nix leuchtet. Beim iPad Mini hingegen erscheint eine schwarze Fläche öfter mal etwas heller in Richtung dunkelgrau. Beim Kontrast und liegt das Tab S deswegen auch ganz klar vorne. Typisch für S-AMOLED ist die etwas übertriebene Farbintensität. Vielen dürften die Farben zu übertrieben vorkommen. Wem das zu viel bunt ist, der kann in den Displayeinstellungen unter „Bildschirmmodus“ die Farbsättigung verstellen. Entweder überlässt man einer Automatik die Auswahl oder man wählt aus drei verschiedenen Einstellungen die passende aus. Am ehesten dürfte das wohl die „Einfach“ sein, welche am natürlichsten wirkt. Wer beim Samsung aber ganz genau hinschaut, wird die Pentile-Matrix sehen, was aber im normalen Betrieb absolut nicht stört.

Was mich aber stört, ist das mit den Fingerabdrücken. Gerade im Freien bei Sonnenschein sieht das nicht wirklich hübsch aus. Dafür ist das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar. Überhaupt funktioniert die Beleuchtungsautomatik sehr schnell und zielgenau. Man bemerkt meistens gar nicht, das nachgeregelt wird. Dasselbe gilt für den „Lesemodus“. Dieser regelt bei auswählbaren Apps, die Helligkeit und Farbgebung. Eine wirklich tolle Sache, da man so auch abends im Bett vernünftig lesen kann, ohne die Augen zu überfordern. Sowas gibt es übrigens auch bei den Lenovo Yoga Tablets.

Das Mutlitouch-Display setzt Eingaben direkt um. Verzögerungen oder Ungenauigkeiten sind ein Fremdwort. Bei Bedarf kann man die Empfindlichkeit noch erhöhen, um das Tablet z.B. mit Handschuhen zu nutzen. Bei der Blickwinkelstabilität hat die AMOLED gegenüber den IPS Displays mächtig aufgeholt. Selbst bei sehr flachen Blickwinkeln verfärbt sich nichts.

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Akku:

Samsung Galaxy Tab S 8.4 4G Akku (5)Der Saftspender ist mit 4900 mAh ordentlich bemessen, was aber auch dringend nötig ist. Denn im Standby verbraucht es für meinen Geschmack etwas zu viel Strom. Eine Stunde Film in Full-HD (wenn schon, denn schon) schauen, entleert den Akku um moderate 12%. Eine Stunde spielen von GT Racing 2 sorgen für einen um 19% gesenkten Akkustand. Natürlich bietet das Tab S auch einen Energiesparmodus und der hat es in sich. Der normale Energiesparmodus regelt bei bedarf die Leistung herunter, schränkt die Nutzung von Hintergrunddaten ein und auf Wunsch erblasst das farbenfrohe Display per „Graustufenmodus“ in eine graue Trostlosigkeit. Das spart schon einiges.

Den „Ultra-Energiesparmodus“ kennen wir bereits vom Samsung Galaxy S5 (Testbericht). Hierbei wird ein stark vereinfachtes Theme mit wenigen auswählbaren Anwendungen aktiviert. Ebenfalls in Graustufen. Dazu werden im Standby sämtliche Datenverbindungen unterbrochen, WLAN und Bluetooth deaktiviert. Im Moment zeigt mir das Tab S eine Restkapazität von 21% an und damit soll es dann noch 4 Tage im Standby durchhalten. Da ich das Tablet öfter mal in die Hand nehme und auch dort permanent über Neuigkeiten informiert sein will, habe ich den Energiesparmodus nur ein paar Tage testweise aktiviert. Wie das ohne Energiesparen, mit eingelegter und aktiver Simkarte, permanent aktiven Sync, GPS und WLAN bzw. mobile Datenverbindung aussieht, kann man im folgenden Screenshot gut sehen. Zwei Tage hat es immer gereicht. Das hängt natürlich sehr stark von der jeweiligen Nutzung ab. Mit aktivierten einfachen Energiesparmodus waren es dann locker 4 Tage. Leider zieht es aber am Ende gegen das iPad Mini 2/3 den kürzeren. Es hält bei identischer Nutzung viel länger durch. kein Wunder, denn dessen Akku ist mit 6741 mAh erheblich ausdauernder.

Letztlich bin ich mit dem Akku  aber zufrieden. Vor allem, wer den eingebauten Energiesparmodus nutzt, wird auch mal längere Zeit ohne Steckdose auskommen.

Samsung Galaxy Tab S 8.4 4G Akku (4)

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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