Sharp Aquos Phone SH80F im Dauertest Teil 2 – Apps, Bedienung, Leistung und Performance

Es folgt der zweite Teil des Sharp Aquos Phone SH80F Dauertests. Nachdem ich im ersten Teil kein wirklich gutes Haar am Äußeren lassen konnte, werfen wir nun ein genaueren Blick auf Android inkl. der vorinstallierten Apps und fühlen mal dem Prozessor in diversen Benchmarks auf den Zahn und wie sich dieser so im Alltag bewährt. Dazu noch ein paar Zeilen zur Bedienung, die ebenfalls leider alles andere als Spitzenklasse ist.

Teil 1 – Unboxing, Erster Eindruck und Vergleich

Kurz noch mal zum Thema Haptik, also dem Anfassgefühl des SH80F. Ich habe das gute Stück mal mehreren mehr oder weniger Technikbegeisterten Freunden, Bekannten und Kollegen in die Hand gedrückt und deren ersten Eindruck schildern lassen. Alle, aber wirklich alle finden das Vollplastik-Gehäuse völlig unangemessen für diese Preisklasse. Dabei habe ich den Preis erst später genannt. Zuvor sollten sie den Preis schätzen (ohne das sie wussten, das es ein 3D Smartphone ist) und alle nannten Preise von knapp 200 € bis knapp 250 €. Daran sieht man sehr gut, wie stark der allererste Eindruck, und das ist eben das Gehäuse, täuschen kann.

Android & Apps:

Installiert ist Android 2.3.4 Gingerbread und somit nicht die aktuellste, was aber in meinen Augen kein Beinbruch ist. Überhaupt ist der Hype um die immer neueste Version in meinen Augen völlig übertrieben. Es läuft und nur das zählt.

Sharp hat dem SH80F eine eigene UI spendiert, die sich „Tap Flow UI“ nennt. Dabei wurde so gut wie alles gegenüber dem Standard Android verändert und für 3D optimiert. Und das hat es wirklich in sich, wobei ich darauf im Teil 3 zum Thema Display ausführlicher berichten werde.

Direkt auf dem Homescreen kann man links die Anzeige des Homescreen von 2D auf 3D umschalten. Im Gegensatz zum LG Optimus 3D oder HTC Evo 3D wird hier sowohl im Hochformat, als auch im Querformat auf Wunsch alles in 3D agezeigt. Ziemlich gewöhnungsbedürftig aber irgendwie eine coole Sache. Darunter findet man den Button für den Appdrawer, ganz rechts diese 3 Quadrate stehen für die Einstellungen des Homescreens. Darunter der Taskmanager. Dazwischen die Punkte stehen für die Homescreens, die man direkt anspringen kann. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber im Laufe der Zeit verdammt praktisch.

Richtig klasse ist die Nachrichtenleiste. Sie wurde mächtig erweitert und bietet so einen schnellen Zugriff auf viel Funktionen, für die man ansonsten eine Reise durchs Menü machen muss oder per zusätzliche Apps realisieren müsste. So etwas sollte Standard bei Android werden.

Erfreulicherweise hat Sharp sehr wenig dieser sogenannten Bloatware vorinstalliert. Also Apps die keiner braucht und meist auch nicht deinstalliert werden kann. Es gibt die üblichen Standard Apps wie Googlemail, YouTube, Maps usw.

Dazu kommen dann noch ein paar, die teilweise speziell für 3D optimiert worden sind:

Bild:

Keine Angst. Diese App hat nichts mit dem Schmierblatt zu tun, sondern ist eine verbesserte Galerie, in der man nicht nur Bilder anschauen kann wie bei vielen anderen, sondern diese z.B. auch noch auf einer Karte anzeigen kann. Natürlich nur, wenn beim fotografieren die GPS Koordinaten gespeichert werden. Der Menüpunkt „Portrait“ wird dazu verwendet aus einem Bild ein Kontaktbild zu erstellen. Unter dem etwas irreführenden Begriff „Veranstaltungen“ kann man seine Bilder nach Ereignissen einsortieren wie z.B. „60. Geburtstag Oma“

 

Inhaltmanager:

Ebenfalls eine Galerie, die allerdings neben Fotos auch noch Musik und Bilder verwalten kann. Nix besonderes, aber die Suchfunktion ist sehr gut gelungen. Pfeilschnell und sehr treffsicher.

 

 

Eingebautes 3D:

Nichts anderes, als mehrere kleine Filme und Fotos in 3D, mit der man die 3D Fähigkeiten ziemlich eindrucksvoll zeigen kann. Nicht mehr und nicht weniger…

 

 

 

Kompass:

Wie der Name schon erahnen lässt ein Kompass, aber einer der besseren Sorte mit zwei verschiedenen Ansichten.

 

 

Ansonsten NFS Shift in 3D, Sims 3D, Notepad (ein Texteditor) und Swype.

Der Appdrawer ist aber Werk schon in mehrere Bereiche unterteilt, die man aber auf Wunsch beliebig verschieben oder löschen kann. Natürlich auch beliebig viele neue erstellen und mit beliebigen Apps füllen. So behält man immer die Übersicht. Per Drag & Drop lassen sich die Icons dann auch direkt in die gewünschten Homescreens ziehen. Übrigens wird auch der komplette Appdrawer in 3D angezeigt (abschaltbar).

Leistung & Performance:

Mit dem 1,4 GHz Qualcomm MSM8255 Prozessor sollte genug Dampf für flüssiges Arbeiten und zocken vorhanden sein. Ist es auch, aber leider nicht immer und überall. Aber der Reihe nach.

Im ganz normalen Alltag ist immer mehr als genug Leistung vorhanden. Es hängt nichts und auch der Wechsel der Homescreens im 3D Modus geht sehr sanft und ohne Ruckler über die Bühne. Wer aber gerne mal ein Spielchen wagt, hier habe ich das bereits erwähnte NFS Shift 3D, einen Hubraubersimulator und und einen Flipper ausprobiert, der wird mehr oder weniger starkes ruckeln bemerken. Ziemlich auffällig bei NFS im 3D Modus. Sieht wirklich toll aus und der 3D Effekt kommt super rüber, aber die Ruckler sind deutlich zu spüren und sichtbar. Beim Flipper ruckelt es dann noch mal eine Ecke mehr, so das spielen hier keinen wirklichen Spaß macht.

Hier mal ein paar Benchmarks:

Quadrant Standard: 1399
CF Bench: 3711
Vellamo: 879
NenaMark 2: 21,1 fps
rightmark Browsermark: 55591

Wie man sehen kann, ist es im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Geräten wie dem Samsung Galaxy Note oder Galaxy Nexus deutlich hinten dran. Erklären kann ich mir das nicht wirklich, denn alle Benchmarks habe ich direkt nach dem ersten Start laufen lassen. Es war also nichts anderes installiert und trotzdem solche Werte. Ok, man muss dazu sagen, das solche Sachen nicht wirklich Aussagekräftig sind.

Wichtig ist, das es im normalen Betrieb keinerlei Beanstandungen bezüglich der Leistung und Performance gibt. Über die Akkulaufzeit werde ich einem der nächsten Teile genauer Auskunft geben, denn hier scheint es erhebliche Defizite zu geben.

Bedienung:

Im Teil 1 habe ich ja schon erwähnt, das einige Tasten offensichtlich schwer zu bedienen sein werden und das hat sich leider bestätigt. Die Power-Taste sitzt nahezu bündig im Gehäuse und ist so gut wie gar nicht zu ertasten. Zudem ist sie noch sehr klein und so passiert es mir ständig, das ich an der falschen Stelle herum drücke. Mittlerweile habe ich mir den Widgetlocker installiert, bei dem ich das SH80F mit der Home-Taste aus dem Tiefschlaf holen kann. Diese Taste trifft man immer…kein Wunder, steht diese doch ziemlich weit heraus.

Dasselbe gilt auch für die Lautstärketaste. Ziemlich klein, nahezu bündig im Gehäuse, und durch die ungewöhnliche Position ziemlich weit unten, schwer zu bedienen. Wobei diese Position beim telefonieren einen Vorteil hat. In diesem Bereich hat ein Rechtshänder beim telefonieren die Finger und kann so schnell die Lautstärke ändern. Wenn er diese auch trifft. Mir passiert es halt häufig, das ich sie genau dann treffe, wenn ich das überhaupt nicht will…

Drückt man auf die Kamerataste tut sich nichts. Bei vielen anderen Geräten wird damit automatisch die Kamera gestartet. Diese ist erst „scharf“, wenn man sich im Kameramodus befindet. Auch hier muss man sehr fein dosieren, damit man wirklich erst fokussiert und nicht gleich komplett abdrückt.

Ansonsten geht die Bedienung in Ordnung. Zumindest was die Tasten und sonstige Äußerlichkeiten angeht. Auf den Touchscreen komme ich im dritten Teil zu sprechen.

Wobei mir noch eine Sache aufgefallen ist. Zwar kein Bedienungsproblem, aber es stört rein optisch. Schaut euch mal die Menütaste im Dunkeln genauer an. Fällt euch was auf? Sieht irgendwie schief aus oder? Obwohl diese und die Zurück-Taste völlig identisch platziert sind. Nur trägt die Zurück-Taste ein einfaches Symbol wo hingegen bei der Menü-Taste eben dieser Schriftzug prangt. Und da 4 Buchstaben halt länger sind als ein Symbol wurde dieser der leichten Krümmung der Taste angepasst. Da nur das „Menü“ beleuchtet wird, wirkt es halt schief…

Teil 3 – 3D Display, Kamera und Akku

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den "normalen" Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen: http://mobi-test.de/uber-uns/ Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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