Simvalley SP-140 – Das günstige Android 4.0 Smartphone im Test – Teil 1 – Unboxing

Im Frühjahr, auf der CEBIT haben Peter und ich, in einem langen Gespräch mit den Vertretern des Versandhandels Pearl ein Ausblick auf die kommenden Geräte gewagt. Pearl, bisher durch sehr günstige Smartphones und Tablets aufgefallen hat uns direkt 3 neue Geräte präsentiert. Eines davon hatte es uns besonders angetan. Wenn auch nur auf Bildern und Zeichnungen zu sehen schien dieses Gerät ein Abrücken Pearls von den Tiefpreis Geräten, hin zu dem unteren Mid-Price Segment. Nun ein halbes Jahr später liegt dieses Gerät hier zum großen Testbericht. Das Simvalley SP-140. Und die Daten versprechen tatsächlich großes. Ein Gerät mit einem 4.5″ IPS Display und einer Auflösung von 540 x 960px (247ppi) dazu noch ein nacktes, unverbautes Android 4.0 hört sich wirklich interessant an. Dazu kommt noch die Möglichkeit der Dual-Sim. Das Gerät kann also mit 2 Simkarten gleichzeitig betrieben werden. Der Preis ist beinahe unschlagbar. Unter €220. Irgendwo muss ja der Haken sein. Ob es einen gibt oder ob das Gerät tatsächlich ein Preis-Leistung Knaller ist, wird der Testbericht zeigen.


Aber bevor wir mit dem Testbericht so richtig starten wollen wir zunächst einmal die Technischen Daten betrachten. Denn abgesehen vom Display und der Dual Sim Möglichkeit bietet sich hier Standard Niveau.

Technische Daten

  • Prozessor: 1GHz Single Core (scheinbar ein ARMv7 rev. 10)
  • Arbeitsspeicher: 512MB
  • Speicher: 3 GB Flash, per microSD bis zu 32 GB (Wichtig Unbedingt Speicherkarte benutzen. Es wird keine mitgeliefert. Also, dazu bestellen oder eigene nehmen. Erklärung im nächsten Teil)
  • Display: 4.5″ IPS mit 960×540 Pixel
  • Kamera: Back – 5MP (Fotolicht) – Front 2MP
  • OS: Android 4.0.4
  • GSM 850/900/1800/1900
  • Sensoren: GPS-Empfänger & G-Sensor
  • Daten: HSDPA 3.5G bis 14,4 MBit, WLAN bis 54 MBit/s, GPRS EDGE, Bluetooth 2.1 EDR mit A2DP
  • Multimedia: Videos (MPEG4, H.263, H.264, WMV), Audio (MP3, MIDI, AAC, eAAC+, AMR, OGG, PCM, WAV), Fotos (JPEG, GIF, BMP, PNG)

 

Nun könnte man meinen, Android 4.0 mit einem 1GHz Prozessor und 512MB Speicher nicht wirklich spaß macht. Aber, aus dem Testbericht zum LG Optimus L7 wissen wir, das Android 4.0, wenn man Animationen abstellt und es nackt belässt, durchaus mit einem 1GHz Prozessor und 512MB Speicher auskommt. Aber, das LG L7 hatte immer mal wieder einige Hänger und einen kleineren Bildschirm als das hier vorliegende Simvalley. Deshalb bin ich mal sehr gespannt wie sich das Gerät im Alltag bewährt.

Beginnen wir mit dem Unboxing.

Unboxing
Überraschung, das Simvalley SP-140 kommt in einer Pappverpackung daher. Wenn man die Packung öffnet liegt es direkt vor einem. Auf einem samtig schwarzen Plastik-Tray. Darunter befindet sich das Zubehör. Wenden wir uns kurz dem Zubehör zu damit wir das abgefrühstückt bekommen.

Mitgeliefert werden.

  • Der Akku – Model PX-3524-675 mit 2000 mAH
  • Kurzanleitung
  • USB-LAdekabel
  • Betzstecker
  • Kopfhörer
  • mini CD mit ausführlicher Bedienungsanleitung als PDF

Das einzig überraschende sind eventuell die Kopfhörer, damit hätte ich bei solch einem günstigen Gerät nicht gerechnet, aber erwartet bitte nicht zuviel. Sie geben Klang wieder aber, wenn man ausführlich Musik hören möchte sollter man zu hochwertigen Kopfhörern greifen.

Kommen wir mal zum Gerät selber. Das Gerät sieht, aus meiner Sicht, sehr gut aus. Klassisch könnte man sagen. Ok, es besteht komplett aus Kunststoff. Trotzdem, sehr schick. Jemand wie Peter würde wohl wesentlich Euphorischer über das Aussehen schreiben. Es hat genau diese Stealth Optik, die man von den Google Nexus Geräten kennt. Die Front ist komplett schwarz. Ok, es wirkt nicht ganz so aus einem Guss wie mein Lumia 900 wo der Bildschirm ja wirklich schwarz ist, aber das SP-140 kostet ja auch nur etwas mahr als 1/3. Dafür sieht es sehr gut aus.

Um die Seite läuft ein Chromfarbenes Plastikband. Die Seiten sind leicht abgeschrägt / gerundet. So etwas habe ich bisher bei noch keinem Smartphone gesehen. Ist eine Top-Design Idee und sorgt für einen unglaublich tollen Effekt. Das Gerät ist 168,5mm breit. Aber nur an der Unterseite. Durch die Schrägen ist das Gerät auf der Oberseite nur 162mm breit. Wenn man das Gerät nun einschaltet hat man nur einen sehr schmalen Rahmen um das Gerät. So vermeidet man ein klobiges Aussehen. Top Gelöst.

Die Rückseite beherbergt, wie zu erwarten, die Kamera. Diese ragt, ähnlich den HTC One Modellen über das Gerät hinaus. Daneben ist das Foto-Licht angebracht. Das kann man auch als Taschenlampe nutzen. Aber auch hier, erwartet nicht zuviel. Denn bei den ersten Tests muss ich zugeben einen Dunklen Raum bekommt man damit nicht erleuchtet, dafür ist die Leistung zu schwach. Auf der Rükseite unten ist der Lautsprecher angebracht. Dort befinden sich 2 Schlitze in der Rückseiten-Platte. Naja, Platte ist zuviel gesagt. Kennt ihr die Rückseiten Abdeckung vom Galaxy S2? Selbe Stärke würde ich sagen. Die Rückseite lässt sich mittels einer Kerbe, rechts unten, komplett abnehmen. Die Platte ist nur wenige mm dünn und wirkt schon sehr zerbrechlich.

An der Oberseite des Gerätes befindet sich der Ein/Aus/Sperr Button sowie die Kopfhöreranschluss. An der Unterseite der USB-Anschluss. Die rechte Gehäuseseite ist frei von irgendwelchen Bedienelementen.

Nun kommen wir zum ersten Haken. Auf der Linken Gehäuseseite befindet sich oben, die Lautstärkenwippe. Übrigens, toll gemacht. Diese ist absolut bündig in den Chromstreifen eingelassen und steht nicht über. Darunter befindet sich die Kamera-Taste…

…aber wenn man auf die Kamera Taste drückt passiert nichts. Es passiert auch nichts wenn man das Gerät eingeschaltet hat. Irgendwann habe ich rausbekommen welche Funktion der Kamera Auslöse Button hat. Er sperrt die Display Ausrichtung. Na, ob das so sein soll? Einen Extra Button anzulegen nur um die Drehung des Displays zu steuern?

Zum Abschluss möchte ich kurz auf das erste Einschalten eingehen und damit direkt zum nächsten Teil überleiten. Dem Bildschirm. Wenn wir das Gerät zum ersten mal einschalten machen sich einige Punkte bemerkbar.

1. Das Display ist (immer die Preisklasse und Größe beachten bitte) ein Hammer. Knackige tolle Farben. Absolut Pixelfrei. Toller Schwarzwert.
2. Wenn es kein Testgerät wäre, ich hätte das Gerät zurück geschickt. Denke aber, das es nur bei mir der Fall ist. Das Display scheint abgebrochen. Es fällt nicht wirklich auf und ist auch nur am äußersten Rand des Bildschirmes zu sehen. Aber trotzdem.

Egal, darüber wollen wir dies mal hinweg sehen da Pearl ja sehr schnell und kulant bei Retouren ist.

Wlan Problem

3. Falls ihr ebenfalls ein Simvalley SP-140 habt und unter dem selben Phänomen wie ich zu leiden habt. Nämlich das es unter Android 4.0 zu massiven Problemen mit dem Hauseigenen W-Lan kommt. Ihr euer W-LAn ins Gerät eintragt sich das Gerät auch verbindet aber immer wieder, binnen Sekunden das Netzt verliert. Dann könnt ihr euch euch die App – Advanced Wifi Lock als Free Version aus dem Play Store Link zur App installieren. 1x Installiert und euer W-Lan bricht nicht mehr ab.

BTW habe ich wieder mal gemerkt wie sinnlos Internetforen heute sind. Dutzende Nutzer die ein, über Jahre erworbenes Fach-Chinesisch sprechen immer mit dem Standard Tip „mach mal n wipe“ kommen…
Egal, zurück zum Test.

Das Positive auf den ersten Blick.
– Design
– Bildschirm
– Lieferumfang

Das Negative
– Der Kamera Button
– Display-Abbruch
– W-lan
Allerdings muss gesagt werden, das Pearl das Gerät sicherlich umtauschen würde aufgrund des Displays und das das Wlan Problem kein Problem von Pearl ist. Alleine bei AH finde ich unter den Suchworten Wlan-Problem Android 4.0 über 19000 Einträge.

Soviel erst einmal für heute.
Im nächsten teil werden wir die Geschwindigkeit und die Dual-Sim-Funktion genauer betrachten. Und soviel sei vorweg genommen beides überzeugt.

Günstig kaufen könnt ihr das Simvalley SP-140 übrigens hier bei Pearl
Link zum Angebot

 

Zum 2. Teil des Testberichtes

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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