Simvalley SP-140 Testbericht Teil 3 – Was leistet das günstige Android 4.0 Smartphone im Alltag

Ich nutze das Gerät nun seid über einer Woche im Alltag und muss sagen. Ich bin begeistert, wenn man mit einigen Einschränkungen leben kann. Diese Einschränkungen sind der Geschwindigkeit geschuldet. Das Simvalley Sp-140 ist derzeit €219 käuflich zu erwerben. Das ist, für das gebotene ein sehr günstiger Preis. Auf Die Einschränkungen aber, die zum Teil Android geschuldet sind, zum Teil dem günstigen Preis möchte ich nun im einzelnen eingehen.


Die weiteren Teile des Testberichtes könnt ihr hier lesen:

Teil 1 – Unboxing und Erster Eindruck
Teil 2 – Duale Sim Karten Funktion

Kommen wir mal zu den negativen Punkten des Simvalleys.

Die Verarbeitung ist sehr gut. Mit einer Ausnahme. Der Akkudeckel ist, wie im ersten Teil beschrieben aus sehr dünnem Plastik. Leider Knarzt er hin und wieder mal. Nicht wirklich stark, nicht störend aber doch bemerkbar. Auch nicht dauernd, aber wenn man das Gerät in die Hand nimmt hört man es. Bei einem €600 Gerät würde ich es sofort zurück geben. Aber hier, kann man damit leben.

Der Seitliche Kamera Button ist leider kein Kamera Auslöse Knopf sondern sperrt das Display gegen Rotation. Da wir bei Android 4.0 aber die Möglichkeit haben die Kamera vom Lockscreen aus zu starten, geht es gerade so in Ordnung. Hatte mich halt darauf gefreut, wie von Windows Phone gewohnt, ohne den Zwischenschritt die Kamera App starten zu können. Aber nicht so schlimm.

Schlimmer ist schon der Zwang eine SD-Karte verwenden zu müssen um Bilder speichern zu können. Um es zu erklären. Ich hatte das Smartphone eingeschaltet und wollte sofort ein Bild schießen. Die Kamera ist bei all meinen Testgeräten eines der, für mich, wichtigsten Features eines Smartphones. Leider konnte das Bild nicht gespeichert werden. Das Gerät setzt um Bilder speichern zu können, zwingend eine Speicherkarte voraus. Diese ist natürlich nicht mitgeliefert. Der Interne Speicher beträgt nur 3GB. Also sollte man auf jeden Fall eine Speicherkarte nutzen. Jeder Android Nutzer hat derer sicherlich Dutzendfach zuhause liegen. All jene die sich nun zum ersten mal ein Smartphone kaufen da sie vom günstigen Preis überzeugt wurden, haben das nicht. Auch habe ich in den Einstellungen keine Möglichkeit gefunden den Speicherort von SD-Karte auf Internen Speicher umzustellen. Wenn man die Speicherkarte eingelegt hat funktioniert das Speichern von Bildern Tadellos. Über die Qualität der Kamera werde ich in einem weiteren Teil noch nähere Auskünfte geben.

Die nun angesprochenen Punkte sind eindeutig dem Preis geschuldet. Irgendwo muss die Differenz zu den mehr als doppelt so teuren Gräten wie dem Galaxy S3 ja herkommen.

Es fehlt zum Beispiel der Elektronische Kompass. Das Gerät verfügt über einen GPS Empfänger und ist damit für Navigation und Google Maps gut gerüstet aber die Ausrichtung nach Norden fehlt. Bei der Fußgängernavigation richtet sich der Bildschirm nicht automatisch aus.

WLAN wird nach „b“ und „g“ unterstützt. Der heutige Standard „n“ wird aber nicht unterstützt. Das Gerät ist also im heimischen WLAN also deutlich langsamer als andere Geräte die diesen Standard unterstützen. Aber, das fällt bei der Alltäglichen Arbeit kaum auf. Erst wenn man etwas Downloaden oder Streamen möchte wird man sich dem bewusst.

IM UMTS Netz sind Downloads mit max 14,4 MB pro Sekunde möglich. Allerdings nur beim Download. Wenn man etwas Uploaden möchte, zum Beispiel ein Bild Twittern oder Instagrammen, geht dies nur mit 364KB pro Sekunde. Nicht wirklich störend und man wartet auch keine 5 Minuten bis ein Bild der Kamera in voller Auflösung hochgeladen wurde. Aber 20-30 Sekunden sollte man schon einplanen.

Die Qualität der Fotos die mit der eingebauten Kamera geschossen werden ist eher unterer Durchschnitt. Bei Licht und Helligkeit sind sie durchaus OK. Sobald es etwas dunkler wird sind sie es nicht mehr. Aber wie oben beschrieben werde ich dazu in einem weiteren Teil näher eingehen.

Ein weiterer, dem Preis geschuldeter Nachteil des Gerätes ist die etwas schwach bestückte Hardware. Das Gerät kommt mit einem 1 GHz Single Core Prozessor daher. Das ist schon lange kein Standard mehr. Die Performance Schwäche macht sich bei Spielen sehr stark bemerkbar. Angry Birds, Stickman, Temple Run oder Jetpack Joyride funktionieren Tadellos. Kein ruckeln, kein Stocken. Aber wehe man möchte Asphalt 7 spielen oder ähnlich grafisch Aufwendige Spiele. Da kommt das SP-140 schnell an den Rand seiner Leistungsfähigkeit. Von einem flüssigen Spielerlebnis kann dann nicht mehr die Rede sein.

Aber, dieser eher schwache Prozessor macht sich in der alltäglichen Arbeit kaum bemerkbar. Anders als es Peter bei seinem LG-L5 Testbericht erlebt hat. In dem er ja von einem unbenutzbaren Smartphone geschrieben hat, verrichtet das Sp-140 brav und recht Flott seinen Dienst.

Dann wollen wir direkt mal zu den Positiven Aspekten kommen und diese überwiegen massiv.

Das Simvalley Sp-140 läuft mit der derzeit neusten Android Version 4.0.4. Eine Version die bei den allermeisten Sony oder Motorola Nutzern den puren Neid hervorrufen wird. Aber nicht nur das, Pearl hat selber Hand angelegt und Android auf das SP-140 angepasst. Das macht sich sehr positiv in der Bedienung des Gerätes bemerkbar. Nicht nur das es wirklich schnell ist und mittlerweile habe ich die 60 Apps installiert, es ist auch sehr zuverlässig. Hänger und Ruckler habe ich nicht bemerkt. Auch das wechseln zwischen Anwendungen funktioniert sehr schnell und zügig. Das bespielen der Sozialen Netzwerke geht problemlos. Sei es nun Facebook oder Twitter, Instagram oder Pinterest. Ok, man kann es im bereich smoothness sicherlich nicht mit einem HTC One X vergleichen, schon garnicht mit einem iPhone (das kann kein Android Gerät) aber trotzdem, in Relation zum Preis bekommt man hier ein unglaublich starkes Smartphone.

Apropo Stark, der Akku überzeugt mich ebenfalls. Normalerweise komme ich gerade ebenso über den Tag. Meistens zwischen 21:00 (Lumia) und 00:00 (Samsung Note) muss das Gerät wieder an die Steckdose. Nicht so beim SP-140. Wunder sind sicherlich keine zu erwarten aber 1.5 Tage hält das Gerät auch mal durch. Einen Punkt habe ich beim SP-140 beachtet. Das Display auf die geringste Helligkeit gestellt und dann die Automatik eingeschaltet.

Warum? Weil ich es kann, besser das SP-140. denn ein riesiger Pluspunkt des Gerätes ist das Display. Ein 4.5″ IPS. Das bedeutet für den Anwender das er das mit weitem Abstand beste Display dieser Preisklasse vor sich hat. Dieses Display löst mit 960×540 Pixel auf. Ok, es kommt natürlich nicht an das Display eines iPhones, oder S3 heran. Aber anders als viele andere Tester wissen wir was in den Smartphones um €200 für Displays verbaut werden. Und da ist dieses wirklich die Spitzenklasse. Schwarzwert ist sehr gut. Manchmal erscheint ein leichter Blaustich auch ist die Ablenkbarkeit bei schrägem Blickwinkel nicht ganz so gut. Aber zeigt mir ein Smartphone für €220 mit einem 4.5″ Display und der Auflösung. Ich habe keines Gefunden. Entweder ist der Bildschirm kleiner oder die Auflösung schlechter. Somit bleibt das Display eines der Highlights des Gerätes und für mich ein ganz wichtiger Pluspunkt. Denn dahin schaue ich am häufigsten…

Meiner Ansicht nach überzeugen die Positiven Aspekte des Gerätes massiv. Die Geschwindigkeit in der täglichen Arbeit sowie das Display sind alleine schon ihr Geld wert. Vieles was ich an Negativen Punkten zu sagen hätte, habe ich weggelassen. Denn das könnte ich bei allen Android Geräten kritisieren. Ob Sie nun €100 oder €600 kosten. Nur eines, weshalb bekommt Android keine vernünftige Kontaktverwaltung hin? Die Kontakt App, gerade von Android 4.0 ist so unter aller Kanone, dass es eine Strafe ist damit zu arbeiten. Und genau dafür nutze ich meine Smartphones, ich arbeite damit. Selbiges gilt für die verbaute Tatstatur. Einfach nur grottig. Aber Swiftkey aus dem Playstore löst dieses Problem.

Im nächsten Teil werde ich mal die Kamera näher betrachten sowie die Medien Eigenschaften.

Den 4. Teil könnt ihr hier lesen

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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