Testbericht Huawei Ascend G615 Teil 3 Kamera und Akku

Heute wollen wir uns mal die Kamera des Huawei genauer betrachten und soviel kann ich schon verraten. Mit der verbauten Kamera habn wir ein weiteres Highlight des Huawei vor uns liegen. Nicht nur das die Einstellungsmöglichkeiten gigantisch sind. Auch die Automatik Funktion überzeugt und liefert klasse Bilder. Wer halt mehr möchte, wie HDR, serien oder Panoramaaufnahen braucht nur in die Einstellungen gehen. Alls da. problemlos und schnell. Der Akku allerdings ist eine mittlere Katastrophe aber dazu später im Test mehr.

Die bisherigen Teile könnt ihr hier lesen:

Übersicht
Teil 1 – Unboxing und Erster Eindruck
Teil 2 – Display und Geschwindigkeit

Kommen wir mal zur Kamera selber. Für mich ist die Kameraqualität eines Smartphones schon sehr wichtig. Zwar nicht in der Größe, ich möchte keine Abstriche bei dem Design eines Smartphones machen, aber HTC hat ja mit dem One X/S gezeigt das man hochwertig Kamera und Technik in einem schlank und dünn designtem Gerät einbauen kann. Das hier zum Test vorliegende Huawei Ascend G615 befindet sich preislich im Mittelfeld. Die Kamera allerdings soll deutlich über Mittelfeld Niveau liegen. Ok, nicht lang schnacken, ausprobieren.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Zu den Einstellungen gelangt man übrigens durch einen druck auf das kleine Dreieck welches sich immer sichtbar am linken Bildschirmrand befindet. Schnellzugriffe sind 2 vorhanden. Ein kreisrundes Symbol für den Blitz sowie die Frontkamera. Diese löst übrigens mit 1,3 Megapixeln auf. Sehr fein.

Wenn man nun auf das Dreieck klickt kommen 4 Symbole zum Vorschein. Angeordnet als Reiter. Dort finden wir die diversen Einstellungen.
Sei es nun Einzelbild oder Gruppenbild, HDR, Serienbild, Lächeln, Panorama oder schwaches Licht.

Im nächsten Reiter finden wir von Werk ab festgelegte Filter. Dort können wir schöne Effekte direkt beim Aufnehmen der Bilder erzeugen. Zum Beispiel Mono, Sepia, Prägen, negativ, Antik. Netter Spielkram.

Der nächste Reiter bietet weitere Effekte diesmal allerdings direkt für Portrait aufnahmen. Dort können Bilder verzerrt werden. Ich finde diese Funktion reichlich überflüssig aber egal. Mag ja Leute geben die sowas nutzen.

Im Letzten Reiter, dem Zahnrad kommen wir dann zu en eigentlichen Kameraeinstellungen. Hier können wir einen Szenemodus wählen. Automatisch ist immer voreingestellt. Darüber hinaus noch dir Portrait Auswahl, Landschaft, Nachtaufnahme, Nachtportrait, Nahaufnahme, Strand, Schnee, Feuerwerk und Kerzenschein. Wo genau nun der Unterschied zwischen Nachtaufnahme, Theater und Kerzenschein liegt konnte ich nicht herausfinden.

Vorweg gilt für die Kamera des Huawei Ascend G615 dasselbe wie für alle anderen Handy Kameras. Bei eher schwachen Lichtverhältnissen sind die Bilder eher schlecht zu gebrauchen. Ist aber auch klar. Wenn man sich die Größe der verwendeten Objekive betrachtet ist es wohl sehr klar das die anzahl des eingefangenen Lichtes niemals mit einer Kompaktkamera mithalten kann. Schon gar nicht mit großen Spiegelreflexkameras.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten sind Weißabgleich, ISO (Auto-800), Bildjustierung, hier kann man über Regler von Belichtung, Sättigung, Kontrast, Weißabgleich beinahe alles einstellen, Timer, Review (Bildervorschau in 2 oder 4 Sekunden), Bildqualität, Bildgröße, Autofokus, Gesichtserkennung, rote Augen reduzierung, HDR Raster GPS Tag und der bevorzugte Speicherort.

Ich weiß das man aus Smartphone Kameras wirklich eine Menge rausholen kann und das die Einstellungen die ein oder andere Verbesserung bringen. Aber ich nutze meine Smartphone Kameras tatsächlich nur für spontane Schnappschüsse die danach getwittert, gefacebooked werden. Für alle weiteren Aufnahmen habe ich immer meine kleine Kompakte Ricoh dabei. Dort bin ich sicher das die Bilder auch was werden. Hier nochmal alle Einstellungen gesammelt.

Zurück zum Huawei. Bei allen Einstellungsmöglichkeiten muss meine Smartphone Kamera vor allem eines sein. Schnell. Man sieht etwas und möchte es schnell aufnehmen. Dazu habe ich keine Zeit großartig an den Einstellungen rum zu spielen bis ich ein brauchbares Ergebnis erziele. Kurz und Knapp. Genau das liefert mir das Huawei Ascend G615. Über den lockscreen kann ich die Kamera App schnell starten und dann ist sie auch sofort da.(In weniger als 2 Sekunden ist die Kamera betriebsbereit). Die gelieferten Bilder gehen vollkommen in Ordnung und sind was Farbwiedergabe und Brillanz betrifft deutlich über den Bildern die wir sonst in dieser Preisklasse erhalten. Die Technik und Geschwindigkeit ist wirklich mit gut zu bezeichnen. Von den Einstellungen nutze ich eigentlich nur die HDR Funktion und ab und zu mal die Panorama Funktion. Die liefert durchaus brauchbare Ergebnisse.

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Natürlich kann man mit dem Ascend G615 auch Videos aufnehmen. Diese in einer Maximalen Qualität von bis zu 1080p Full HD. Auch hier gilt, massive Einstellungsmöglichkeiten. Und eine klasse Kamera. Was will man mehr? Als Beispiel habe ich mal einige Testvideos mit dem Huawei Ascend G615 aufgenommen.

Kommen wir mal zu einem der Negativ Punkte des Huawei Ascend G615. Und hier möcte ich euch mal mit Werbung und Realität konfrontieren. Folgendest steht auf der Webseite von Huawei

Durchhaltevermögen
Zusammen mit der HUAWEI Battery Saving Technology garantiert der 2.150 mAh Akku etwa 11 Stunden Gesprächszeit und ist bis zu 360 Stunden einsatzbereit.

Und hier nun der Tatsächliche Verbrauch.

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Nach 6 Stunden steht das Gerät bei 21% Akku Leistung. Mehr als 10 Stunden ist mit dem Gerät, bei meinem Nutzungsverhalten nicht drin. 10 Stunden. Wenn ich es morgens um 8:00 von der Steckdose nehme brauche ich gegen spätestens, aber allerspätestens 18:00 wieder eine Steckdose. Ja, ich weiß es gibt Energiesparfunktionen. Ich kann auch alles abschalten was nicht benötigt wird und ich kann mir einen 2 oder 3 Akku kaufen. Die Möglichkeiten sind ja vielfältig. Will ich aber nicht. Ich möchte ein Gerät das meinen Arbeitstag durchhält und der hat zumeist mehr als 10 Stunden. Das Blöde daran ist das ich zumeist gegen 15:00 beginne auf den Akku zu achten. Das nimmt mir Zeit und nervt ungemein. Ich habe seit ewiger Zeit keine so schlechte Akku Leistung mehr von einem Smartphone erlebt. Die meisten meiner Smartphones halten, bei meinem Nutzungsverhalten, lockere 4-6 Stunden länger durch. Leider habe ich bisher auch noch kein Update von Seiten Huawei erhalten das dieses Problem fixed.

Ein weiteres, im letzten Testbericht angesprochene Problem ist immer noch vorhanden. Auch wenn ich Huawei bereits deswegen angeschrieben habe. Reaktion, natürlich keine. Das Problem das die Speicherkarte sich fröhlich mehrmals am Tag selber aus dem System nimmt. Das Gerät meldet ein Entfernen der Speicherkarte obwohl ich da nicht dran war. Ärgerlich ist es wenn man jemanden ein Foto zeigen möchte, oder auf Daten die auf der SD-Karte liegen zugreifen muss und die Speicherkarte mal wieder virtuell entfernt wurde. Dann kann man sich kurz erklären, schaltet das Gerät aus und dann wieder ein. Wartet bis es hochgefahren ist um wieder Zugriff zu erhalten. Den Spruch „Weshalb nutzt du auch so einen China Kracher“ habe ich mehr als einmal hören dürfen. Auch wenn man viel Musik dabei hat und sich auf dem Gerät eine Playliste erstellt hat. Diese ist natürlich auch verschwunden und man kann von Vorne beginnen. Ich habe natürlich, wie bei der Akku Problematik Huawei angeschrieben und auf das Problem aufmerksam gemacht. Reaktion bisher… Keine


Wir ihr merkt regen mich diese beiden Probleme echt auf. Huawei ist nun keine kleine Klitsche sondern im Q4-2012 der Hersteller Weltweit gewesen der an der 3. Stelle der meistverkauften Smartphones steht. Es handelt sich bei den Problemen um kleine Anpassungen der Firmware. Ich wurde in den letzten 2 Wochen von 3 Kollegen / Freunden angesprochen die ein gutes günstiges Smartphone suchen. 3 Käufer weniger für Huawei obwohl das Potential bei dem Ascend durchaus vorhanden ist kann ich es bisher niemanden Empfehlen. Eventuell tut sich bis zum Ende des Testes ja noch was bei Huawei…

 

Teil 4 – Verbindungen, Klang und Fazit

 

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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