Testbericht Kindle Fire HD – Teil 2- Mal was Grundsätzliches

Das Kindle Fire HD ist jetzt seit 3 Tagen in meinem Besitz und so langsam habe ich mich mit dem Betriebssystem angefreundet. Auch wenn als Label der Name Android drauf steht sieht die Bedienungsoberfläche komplett anders aus als ich es gewohnt bin. selbst in die letzten Winkel hinein hat Amazon Hand an das OS gelegt um jeden Android Anschein zu vermeiden. Das geht so weit das als Suchmaschine Microsofts Bing ausgewählt ist. Keine Sorge ihr könnt Google in den Tiefen der Einstellungen ebenfalls auswählen. Grundsätzlich sei schon zu Beginn des Testberichte vermerkt, wer sich das Fire HD kauft aufgrund der tollen Hardware das sehr abgeschlossene Amazon-Android aber nicht nutzen möchte, der sollte sich das Nexus 7 kaufen. Auch wenn es mittlerweile gelungen ist das Fire HD zu rooten so wird es wohl noch sehr sehr lange dauern bis ein Funktionsfähiger Mod läuft. Nicht nur das Amazon den Bootloader verschlossen hat, scheinbar greifen noch weitere Sicherheitsstrukturen des verwendeten OMAP-Prozessors in das Os des Kindle Fire HD ein.


Die weiteren Teile des Testberichtes könnt ihr hier lesen:

Übersicht – Die Übersicht
Teil 1 – Unboxing
Teil 2 – Grundsätzlich
Teil 3. Bildschirm und Leistung
Teil 4 – Das Betriebssystem
Teil 5 – Browser,Akku und Fazit

Es scheint ausgeschlossen dass in den nächsten Wochen / Monaten eine funktionsfähige Custom-Rom erhältlich sein wird. Wer jetzt meint dass sich Amazon damit ins eigene Fleisch schneidet, wie ich in dem einen oder anderen Blog als Kommentar gelesen habe, der darf nicht vergessen. Die allerwenigsten Nutzer wollen eine Custom Rom laufen lassen. Alleine vom Vorgänger wurden in den USA 7 Millionen Stück verkauft. es ist damit, nach dem iPad das erfolgreichste Tablet. Und auch das Fire HD zieht was die Verkäufe betrifft derzeit massig an. Link zu Peters Artikel

Ich möchte in diesem Teil einen sehr kurzen Überblick des Betriebssystems und den Bildschirm geben. Detaillierter Eingehen auf einzelne Bereiche des Betriebssystems werde in den nächsten Teilen.

Beim ersten Einschalten des Fire HD fallen 2 Dinge sofort auf. Das Display ist was Leuchtkraft, Farbwiedergabe betrifft das Beste was ich jemals auf einem 7″ Tablet gesehen habe. Es ist aus meiner Sicht auch besser als das Display des Nexus 7

und zweitens; das Werbung Auf einem Tablet noch nie besser aussah.

Werbung? Jepp der Lock Screen des Kindle Fire HD ist mit wechselnden Werbebannern bestückt. Für den kleinen Unkostenbeitrag von €15 kann man sich sein Fire HD werbefrei kaufen. Wer das für einen Witz hält, nope ist es nicht.

Wenn man dann den ersten Blick auf das OS wirft muss man sich zunächst einmal umorientiert. wenn man das getan hat und einigermaßen offen ist (als Android Nutzer, wenn man Android nicht kennt wird einem sowieso kein Unterschied auffallen.)

Bevor es losgeht sollte man sein Amazon Konto angeben. Richtig, mit einem Google Konto kommt ihr bei dem Kindle HD nicht sonderlich weit. Ihr benötigt das Konto, also Mail Adresse mit der ihr bei Amazon eure Einkäufe tätigt. Ist dies geschehen richtet sich das Gerät ein. Eine Willkommensnachricht taucht im Karussell auf. Karussell?

Der Startbildschirm ist grob in 3 Bereiche unterteilt. Diese Bereiche sind die eigentliche Navigation (Einkaufen, Spiele, Apps, Bücher etc…) das Karussell sowie eine 3. untere Reihe die sich abhängig vom Karussell ändert. Dort werden zusätzliche Apps sowie Informationen eingeblendet.

Das Karussell ist die mittlere Linie und eine Art Taskmanager. Dort werden alles genutzten Apps aufgelistet und ich kann sofort wieder in diese zurück. Besonders schön ist die Größe des Karussells.

Oben befindet sich das Suchfeld sowie die von Android bekannte Notification Bar. Die Suche gliedert sich in 3 Bereiche. Bibliothek, Shop und Web. In der Notification Bar Ploppen wie gewohnt die üblichen News, Mail Nachrichten etc. auf. Auch den Mediaplayer kann man von hier aus steuern.

Ganz unten befindet sich eine kleine schmale Linie mit diversen Einstellungsbuttons. Diese ändern sich je nach dem wo man sich gerade befindet. Auf einer Webseite sieht es anders aus als in einer App. Im Grunde sind es die früher von Android bekannten Bedienelemente, zurück, Einstellungen und Home. Natürlich sind sie hier beim Kindle HD ebenfalls umgestaltet.

Was eigentlich immer da ist, ist ein Stern in der rechten unteren Ecke. Dieser Stern öffnet eine Schnellzugriffsleiste die ihr mit euren Lieblingsapps selber bestücken könnt.

Alles in allem gefällt mir das Nutzerinterface sehr gut. Es ist übersichtlich, klar und sehrt intuitiv. So will ich es haben.

Um es hier zum Abschluss nochmals ganz klar zu sagen.
Zwar basiert das Os auf Android. Aber Amazon hat so viele Änderungen durchgeführt und das Os so abgeschlossen das es nicht unter das Android Open-Source Project (AOSP) fällt. Das bedeutet das Google vielen Diensten die Lizenz versagt hat. Google Maps gibt es nicht. Zumindest nicht als App. Auch der Playstore ist nicht vorhanden. Stattdessen setzt Amazon auf seinen eigenen Store. Dieser ist aber bei weiten nicht so gefüllt wie der Original Playstore. Dafür setzt Amazon auf seine eigenen Dienste. Filme und Musik sowie Bücher bekommt man mit einem Klick auf sein Gerät geliefert. Leider ist der deutsche Ableger von Lovefilm noch nicht wirklich prall gefüllt. Anders sieht es natürlich bei Büchern und Audio aus.

Wer also ein klassisches Tablet sucht mit dem er wie gewohnt durch die Google Dienste fliegen kann, für den ist das Kindle sicher nichts. Für alle anderen ist es wahrscheinlich der perfekte 7 Zöller. Schneller, geschmeidiger und flüssiger hat bei mir noch kein Android Gerät funktioniert. Das dürfte übrigens eines der Argumente sein weshalb sich das Gerät Millionenfach verkauft.

Im nächsten teil gehe ich auf die erste Linie Einkaufen, Apps, Spiele, Bücher ein. Werde einen Blick in die Stores werfen und zeigen wie schnell es reagiert.

Zum 3. Teil geht es hier entlang

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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