Im Test – der Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2

Das Programm bezüglich Xiaomi Mi Bluetooth Lautsprecher ist ziemlich umfangreich. Also geht es weiter mit dem nächsten Test. Dieses mal ist der Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2. Handlich und vor allem rund ist dieses kleine Prachtstück. Aber ob der auch was taugt? Der Test bringt es ans Licht.

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Kurz nachdem der JBL Go (Testbericht) ziemlich eindeutig das Gütesiegel einkassiert hat, versucht es mit dem Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2 der nächste Xiaomi auf den Thron der mobilen Bluetooth Lautsprecher bis 30 €. Gerade in dieser Preisklasse ist der Markt riesig und noch größer die Gefahr Elektroschrott zu erwischen. Der runde Xiaomi reiht sich in meine Sammlung aus aktuell drei Xiaomi Bluetooth Lautsprechern (Testbericht) ein. Allerdings ist der direkte Konkurrent eher der JBL Go (Testbericht), denn beide sind sehr handlich, klein, leicht und kosten unter 30 €. Den Speaker findet man wie so oft unter verschiedenen Bezeichnungen. Die offizielle lautet Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2 4.1, aber viele Shops wie Gearbest* listen ihn unter Xiaomi Mi Speaker 2 Bluetooth 4.1. Von dort habe übrigens auch das Testmuster.

Technische Daten:

  • 1 x 5 W
  • Bluetooth 4.1
  • Freisprechfunktion
  • 93,3 x 60 mm
  • 125 g
  • 1200 mAh (nicht wechselbar)

Produktseite: xiaomi-mi.com/xiaomi-round-bluetooth-speaker-2

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist der Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2 in den Farben Schwarz und weiß z.B. bei  Gearbest*. Preislich liegt er bei rund 20 €.

Getestet wird wie immer sehr praxisnah. Ich lade den Kandidaten auf, verbinde ihn per Bluetooth mit meinem Smartphone und stelle ihn bei mir im Wohnzimmer auf ein Sideboard. Naja und dann höre ich halt Musik. Stundenlang. Bis der Akku schlapp macht. Auf Google Play Music habe ich eine eigene Playlist mit zahlreichen Titeln quer durch alle Musikrichtungen. Mit dabei unter anderem Paul Kalkbrenner mit elektronischer Musik, diverse Unplugged Songs von Sportfreunde Stiller, ein paar Titel aus den aktuellen Charts desweiteren Faithless, Peter Fox, Frankie goes to Hollywood, David Bowie, Queen, Red Hot Chili Peppers, The Prodigy, Rammstein, Enya, ein bisschen Klassik, Jazz usw. Eben querbeet, um auch wirklich alle Stilrichtungen zu hören. Dazu von der App Audio Test Tone Generator diverse Testtöne auf verschiedenen Frequenzen, um zu hören, ob eine Box wirklich Bass unterhalb von 100 Hz zu Gehör bringen kann. Um verschiedene Boxen direkt miteinander zu vergleichen, verbinde ich alle zusammen über einen Belkin Rockstar Audiosplitter* mit meinem Smartphone.

Den Klang beurteile ich nach einem ganz einfachen Schema. Gefällt oder gefällt nicht. Irgendwann geht dem Kandidaten dann die Puste aus und ich schaue, wie lange der Testkandidat bei moderater Lautstärke und einer Bluetooth Verbindung durchgehalten. Dazu noch die Verarbeitungsqualität, Ausstattungsmerkmale und Bedienung.

Verarbeitung und Ausstattung:

In der Verpackung findet man neben dem Lautsprecher nur noch eine chinesische Kurzanleitung. Brauchen tut man diese nicht, da die Box ohne Tasten auskommt und nicht wirklich viel kann außer Musik. Auffällig ist zunächst einmal der Gummiring, der in der Rille steckt. Ich bin sicher nicht der Erste und Letzte, bei dem dieser Gummi für ein ratloses Gesicht sorgt. Aber sobald man sich mit der Bedienung vertraut gemacht hat, ist es nur logisch. Natürlich muss er bei Nutzung der Box entfernt werden.

Das Äußere ist sehr schlicht. Ein Zylinder aus sauber verarbeiteten Aluminium, der sich in zwei Segmente teilt. Der obere Teil ist etwas heller abgesetzt, dreh- und drückbar. Der untere Teil ist starr, besitzt vorne eine LED und rückseitig, wenn man das bei einem runden Körper so nennen kann, eine Micro-USB Buchse zum Lade des Akkus. Eine 3,5 mm AUX-IN Buchse sucht man vergebens. Genauso herkömmliche Tasten oder ähnliches. Durch seine Kompaktheit ist er relativ leicht, allerdings dürfte die Zylinderform ein Problem werden, wenn man ihn in die Hosentasche stopfen will. Klappt nicht, aber im Rucksack ist immer Platz.

Wie bereits erwähnt, ist der Kopf dreh- und drückbar. Hier ist unter dem mit Stoff bezogenen Gitter der einzige Lautsprecher versteckt. Nicht irgendeiner, sondern ein Treiber mit 5W des dänischen Herstellers Tymphany. Das ist schon mal eine Ansage, denn die bauen richtig gute Lautsprecher für High-End Hörer. Das schraubt meine Erwartungen natürlich nach oben. Nachteil ist halt, dass es keinen Stereoklang gibt. Die komplette Unterseite ist gummiert und verhindert so das Wandern bei höheren Lautstärken.

Der Akku ist mit seinen 1200 mAh üppig ausgefallen und soll es laut Hersteller auf bis zu 7 Stunden Musikwiedergabe bringen. Im Test war bei normaler Lautstärke und aktiver Bluetooth Verbindung etwas über 8 Stunden Geladen wir die Box über ein Standard Micro-USB Kabel, wie es mittlerweile jeder zu Hause haben dürfte. Ist der Akku voll aufgeladen, leuchtet die LED dauerhaft blau.

Verbindung und Bedienung:

Beim Einschalten ertönt eine weibliche Stimme, die leider nur chinesisch spricht. Sie sagt wohl, dass die Box nun bereit ist, per Bluetooth verbunden zu werden. Im Handy findet man die Box dann auch unter irgendwelchen chinesischen Schriftzeichen. Zum Glück kann man bei Android den Namen eines Bluetooth Gerätes ändern. Wenige Sekunden später steht die Verbindung. Leider quatscht das Mädel auch, wenn die Verbindung verloren geht oder man mit einem anderen Smartphone verbinden möchte.

Die Bedienung ist sehr einfach. Zum Ein- und Ausschalten drückt man den Kopf etwas länger. Zum regulieren der Lautstärke dreht man den Kopf der Box. Im Uhrzeigersinn drehen erhöht die Lautstärke, gegen den Uhrzeigersinn reduziert diese. Dabei ist die 16-stufige mechanische Rasterung sehr feinfühlig. Gefällt mir richtig gut. Drückt man kurz wird die Musikwiedergabe pausiert bzw. fortgesetzt. Doppeltes Drücken erlaubt die Verbindung per Bluetooth mit einem anderen Gerät. Kommt ein Anruf rein, kann durch kurzes Drücken der Anruf angenommen und auch wieder beendet werden. Abweisen kann man einen Anruf nicht, auch nicht Titel springen gibt es nicht. Eben nur das allernötigste.

Jetzt dürfte auch klar sein, wofür der Gummiring da ist. Er verhindert beim Transport, dass die Box nicht aus Versehen eingeschaltet wird.


Klang:

Kommen wir zum wichtigsten Punkt bei einem Lautsprecher. Wie klingt denn das gute Stück? Also Bässe gibt es bauartbedingt schon mal nicht. Kein Wunder, denn genau wie beim JBL Go (Testbericht) ist einfach kein Platz für einen großen Treiber und damit auch kein Volumen. Die Physik ist gnadenlos und kann auch nicht ausgetrickst werden.

Bass gibt es keinen. Unterhalb von 120 Hz ist Stille. Die Mitten und Höhen dafür sehr klar und sauber. Nicht zu übertrieben. Vielleicht schon eine Spur zu zurückhaltend. Eher der Typ Musiktalent denn Krawallschachtel. Dabei kann die Xiaomi auch richtig laut. Sehr laut sogar, allerdings kommt sie dann sehr schnell an ihre Grenzen und fängt unschön an zu übersteuern. Im direkten Vergleich zur JBL Go (Testbericht) fehlt es dem Xiaomi aber etwas an Spritzigkeit und Lebendigkeit. Dafür zaubert die Xiaomi eine breitere Bühne und das etwas angenehmere Klangbild. Wenn ich meine drei anderen Xiaomi Bluetooth Lautsprechern (Testbericht) heranziehe, dann stellt sie sogar die Xiaomi Mi Square (Testbericht) und deren Nachfolger Xiaomi Mi Internet Speaker 2 (Testbericht) ziemlich locker in den Schatten. Erst gegen den 40 € teuren Xiaomi Mi Bluetooth Speaker (Testbericht) muss sie sich geschlagen geben. Der große Bruder hat einfach mehr Bums unten herum.

Die Freisprechfunktion ist ein nettes Gimmick, mehr aber auch nicht. Kommt ein Anruf rein, wird die Musikwiedergabe gestoppt und man kann das Telefonat durch drücken annehmen. Man selber wird ganz gut, aber mit einem leichten Rauschen, verstanden. Das Gegenüber ist gut zu verstehen. Hier ist aber beim genauen Hinhören ein leichtes Echo wahrnehmbar.


Fazit:

Und der Xiaomi Round Bluetooth Speaker 2 empfehlenswert? Ja ist er. Aber sowas von. Gerade wer etwas Anspruch an die Klangqualität hat, dafür aber nicht richtig tief in die Tasche greifen will oder ein großes, schweres Monstrum mit sich herumtragen will, wird mit dem schicken Zylinder keinen Fehlkauf machen. Nur die chinesischen Ansagen nerven etwas, aber das ist aber auch der einzige echte Nachteil. Und deswegen gibt es auch das Gütesiegel. Wer wissen möchte welche Bluetooth Boxen die besten sind dem sei unsere Bestenliste ans Herz gelegt.

     

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About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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