Amazon Kindle Fire HD Testbericht Teil 5. Browser, Akku und Fazit

Heute beenden wir den Amazon Kindle Fire HD Testbericht. Danach geht das Gerät seinen Weg in den Süden zu Peter der es gegen das iPad mini sowie das Nexus 7 antreten lässt. Ich bin optimistisch das sich das Gerät auch dort durchsetzten kann, wenn der Nutzer weiß was er bekommt.Heute wollen wir uns mal um den Browser und die Medienwiedergabe kümmern sowie einen Blick auf den Akku werfen.


Die weiteren Teile des Testberichtes könnt ihr hier lesen:

Übersicht – Die Übersicht
Teil 1 – Unboxing
Teil 2 – Grundsätzlich
Teil 3. Bildschirm und Leistung
Teil 4 – Das Betriebssystem
Teil 5 – Browser,Akku und Fazit

Browser
Wie im letzten Teil geschrieben wollte ich noch kurz auf die ein oder andere Besonderheit des Silk-Browsers eingehen. Übrigens, auch hier wieder das abgeschlossene Android OS. Es gibt im Amazon Store derzeit keinen anderen Browser.
Der Silk Browser bietet neben den üblichen Gimmicks die Besonderheit das er aus jeder Webseite den Text extrahieren kann und diesen sehr gut lesbar aufbereitet. Wenn ihr einen Artikel lest erscheint in dem Browser Tab eine kleine Brille. Wenn ihr darauf klickt wird der Text automatisch an den Bildschirm angepasst. So lassen sich auch lange Artikel sehr leicht lesen.

Wie ihr in der Leseansicht seht, sind sämtliche Bedienelemente verschwunden. Einzig ein kleiner grauer Kasten ist noch vorhanden. Klickt man auf diesen werden die Bedienelemente wieder eingeblendet. Sauber gelöst.

Im übrigen gibt es natürlich auch diverse Einstellungsmöglichkeiten bezüglich Cache und Cookies. Man kann einzelne Webseiten mit 2 Klicks in die Sozialen Netze schicken, teilen etc.

Der Browser arbeitet schnell und zuverlässig. Webseiten werden zügig aufgebaut. Es macht Spaß damit zu surfen.

Übrigens, wenn wir den Browser schließen bleibt er im Karussell geöffnet und auch dort ändert sich dann die untere Leiste und blendet weitere News Portale ein.
 
 
 
 
 
Akku
Zum Akku gibt es nicht viel zu sagen. Er hält bei mir, trotz intensiver Nutzung 2 Tage durch. Dann muss er wieder aufgeladen werden. Also auch hier kein Problem. Amazon gibt die Laufzeit mit 11 Stunden an.

Fazit
Kommen wir mal Flugs zum Fazit.
Das Kindle Fire HD ist anders. Ja, es ist ein Android Tablet. Android sieht hier aber nicht aus wie Android. Das Design welches Amazon gewählt hat ist Klasse. Es wirkt reduziert auf das wesentliche einfach gestrippt und deshalb rennt dieses Tablet auch das es eine Freude ist. Darüber hinaus ist das Layout einfach schön. Hier haben Menschen dran gesessen die sich mühe gegeben haben das Nutzerinterface so zu gestalten das es auch Design Ansprüchen genügt. Es gefällt mir um längen besser als das Standard Android. Nochmal, trotz eines recht betagten dual core Prozessors ist das Kindle Fire HD wirklich schnell. Eingaben werden prompt umgesetzt, Wartezeiten, Ruckler sind nicht zu bemerken. Hier ist alles im grünen Bereich.

Beim Display hat Amazon ganze Arbeit geleistet. Nicht nur das er sich vor dem des Nexus 7 oder iPad nicht verstecken muss. Das der Weißwert nicht so grell daherkommt sorgt dafür dass man wirklich lange und ausgiebig lesen kann. Hier zeigt sich die ganze Erfahrung von Amazon.

Der Klang des Gerätes mit seinen 4″ Lautsprechern ist klasse. Satter aber immer differenzierter Sound dringt aus den Boxen. So will ich es haben.

Der 2cm breite Rahmen um das Gerät macht es eventuell etwas klobiger als seine Mitbewerber, aber dafür kann man dort das Gerät in jeder Situation perfekt halten ohne das Display zu berühren.

Die Verarbeitung und die ausgewählten Materialien sind perfekt. Kunststoff muss sich nicht billig anfühlen, Amazon macht vor wie es geht. Eventuell sollte das mal der ein oder andere Mitbewerber nachmachen.

Aber, natürlich gibt es auch Kritik am Kindle Fire HD.
Da die verwendete Android Version so abgeriegelt ist gibt es auch kein Zugang zu dem Google Play-Store. Die meisten Google-Apps sind nicht vorhanden.
Die Auswahl im Amazon Market ist in Bezug auf Apps minimal. Viel ist dort nicht zu holen. Natürlich sind die wichtigsten vorhanden aber nicht in der von Android gewohnten Auswahl. Das betrifft aber nur die Apps, in Sachen Bücher macht niemand dem Kindle etwas vor.

Auch wenn die Anzahl der Menschen die eigene Mods auf ihre Geräte aufspielen möchten, im Vergleich zur schieren Masse an käufern, verschwindend gering ist muss deutlich darauf hingewiesen werden das sich auf dem Kindle Fire HD kein, wie auch immer gearteter Mod aufspielen lässt. Nicht nur das das Kindle Fire HD über einen verriegelten Bootloader verfügt, weitere Sicherheitsarchitekturen des Prozessors greifen ebenfalls. Darüber hinaus, selbst wenn man es bei gesperrtem Bootloader schaffen sollte ein Mod aufzuspielen ist dies bisher nur bei Geräten gelungen die einen SD-Karten Slot besaßen.

Diesen bietet das Kindle Fire HD leider nicht. Man muss also mit dem Speicher vorlieb nehmen und dann auf die Amazon Cloud ausweichen.

Weitere Kritikpunkte sind die Werbeeinblendungen auf dem Lockscreen. Für €15 kann man sich sein Gerät „Werbefrei“ kaufen sowie die Anbindung an die Onlinevideothek Lovefilm. Hier ist ein 30 tägiger Testzugang mit dabei. Es funktioniert sehr einfach und gut, aber die Auswahl an Filmen und Fernsehserien ist doch arg beschränkt. Dort bietet das Fire HD in den USA deutlich mehr.

Im laufe des Testberichtes habe ich das Kindle Fire HD so genossen das ich es mir sogleich geordert habe. Ein tolles Gerät durch und durch, wenn man weiß was man für ein Anwender ist.

Man sollte sich aber immer vor Augen halten das das Kindle Fire HD kein Zugang zum Google Play Store besitzt. Kommt man ohne Google Dienste nicht aus und spielt für sein Leben gerne auf seinem Tab, sollte man sich ein anderes Gerät zulegen.

Trotzdem gibt es für das Kindle Fire unser Gütesiegel. Ein tolles Gerät.

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

3 comments

  1. Ich vermisse eine enorm wichtige Information, die ich heute zufällig gelesen habe (stand kurz davor mir einen KFHD zu holen). Schade, dass darüber im Test kein Wort verloren wurde.

    Das Fire HD unterstützt keine Videoformate außer 3GP, MP4 und VP8 anscheinend auch nicht mit alternativen Playern.
    Um also die enrom gängigen Formate wie AVI oder MKV abzuspielen ist konvertieren angesagt.

    Damit ist das Gerät für mich leider gestorben.

    • Da ich es ja gekauft habe, hat es mir Markus nach dem Test geschickt und ich habe es auch eine zeitlang genutzt. Ich bin mir jetzt nicht mehr 100% sicher, aber mit dem kostenlosen MX Player aus dem Amazon App Store konnte ich alle Videos abspielen, Das waren mp4, vob und auch AVI Dateien gewesen. Halt meine Videos, mit denen ich immer so teste.

      Da es ein Freund von mir abgekauft hat, werde ich die Tage noch mal genauer testen.

      Ist halt wie im richtigen Leben. Auch bei einem Dauertest kann man nicht alles ausprobieren oder wurde schlicht vergessen…soll passieren…

      • MX Player sollte eigentlich gehen ja, deshalb war ich ja verwundert über gegenteilige Nachrichten. Man findet auch nur Anleitungen zum Konvertieren.

        Nun gut, mein Fire HD liegt wohl morgen auch vor mir, dann kann ichs auch selber testen. 😀
        Ich werde berichten.

        Trotzdem in meinen Augen echt unmöglich, dass Amazon das nicht ab Werk streicht. Ich denke mal, damit man schön die Amazon Angebote nutzt, anstatt seine eigenen Filme zu schauen. 😉

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