Kindle Fire HD Testbericht – Teil 3. Bildschirm und Leistung

Weiter geht es mit unserem Kindle Fire HD Testbericht. In diesem Teil werden wir mal einen Blick auf die Leistungsfähigkeit des kleinen 7 Zöllers werfen und uns eingängiger mit dem Bildschirm beschäftigen. In die Tiefen des Android / Amazon OS werden wir uns im nächsten Teil begeben. Aber hier beginnen wir mit den wichtigsten technischen Daten des Kindle Fire HD und schauen wie diese sich in der Praxis auswirken.


Die weiteren Teile des Testberichtes könnt ihr hier lesen:

Übersicht – Die Übersicht
Teil 1 – Unboxing
Teil 2 – Grundsätzlich
Teil 3. Bildschirm und Leistung
Teil 4 – Das Betriebssystem
Teil 5 – Browser,Akku und Fazit

Display:
Das Kindle Fire HD verfügt über ein HD-LCD-Display mit einer Auflösung von 1280×800 Pixel. Dieselbe Auflösung bietet auch das Nexus 7. Trotzdem verfügt das Kindle HD über einige Besonderheiten beim Dispay. Normale Displays verfügen über zwei Glasscheiben, einer Flüssigkristallanzeige und einem Berührungssensor. Das Fire HD hat sich einen Arbeitsschritt gespart und Flüssigkristallanzeige und Berührungssensor in eines gepackt. Somit sollen Spiegelungen vermieden werden.

In der Praxis funktioniert es zwar besser als beim Nexus 7 aber ganz überzeugend ist diese Lösung auch nicht. Im prallen Sonnelicht spiegelt das Gerät schon recht stark.

Generell muss ich über das Display des Kindle Fire HD sagen es ist einen Hauch besser als das des Nexus 7. Das hat nichts mit Display Auflösungen oder irgendwelcher Entspiegelungsgeheimtechnik zu tun. Während bei den meisten hochwertigen Tablets das Weiß strahlend und klar weiß ist, hat die Farbe Weiß beim Kindle Fire HD noch einen ganz leichten gelb/orange Stich. Es fällt kaum auf, nur wenn man bewußt darauf achtet. Dadurch wirken Seiten, ja der Kindle ist ein Reader, etwas entspannter für die Augen. Auch Dokumente oder Webseiten sind somit länger zu betrachten ohne das die Augen müde werden. Eine sehr feine, durchdachte Lösung. Es sind diese Kleinigkeiten die zeigen das in dem Bereich der Lesegeräte Amazon mit dem Kindle immer noch einen Vorsprung hat.

Der Bildschirm spricht auf Berührungen perfekt an. Ich weiß das das iPad dort immer noch an erster Stelle genannt wird. Ich denke aber das es nichts mit der Technik des iPad Bildschirmes zu tun hat sondern viel mehr mit dem Betriebssystem. Dazu später noch mehr.

Technik:
Der Kindle Fire HD läuft mit einem OMAP 4460 Prozessor von Texas Instruments. Es handelt sich dabei um einen dualcore Prozessor mit jeweils 1,2GHz. Unterstützt wird das ganze von einem Grafikchip, dem PowerVR SGX540 mit 384 MHz.

Als Arbeitsspeicher gibt es 1GB RAM sowie 16GB Flashspeicher.
Das ganze ist heute nicht mehr Obere Liga. Rein von der Leistung kann dieses dualcore-Gespann es nicht mit Nividias Quadcore Tegra 3 aufnehmen der in anderen 7 Zöllern verbaut ist.

Aber das ist einer der größten Vorteile des Kindle Fire HD. Ein dualcore Prozessor ist nun nicht so Energie hungrig wie ein Quadcore. Auch wenn das Fire HD mit Android läuft, so habe ich einem der Vorgegangenen Teile schon beschrieben das diese Android Version komplett umgestrickt wurde. Ich habe noch kein Android Tablet erlebt das so schnell und flüssig arbeitet und reagiert wie das Fire HD. Ob jetzt das Nexus 7 oder das Fire HD schneller sind, muss jeder für sich selber raus finden, oder Peter in seinem großen Vergleichstest, der demnächst hier starten wird. Bei meinem Nutzungsverhalten, lesen und surfen, sowie Soziale Netzwerke und ab und zu mal ein Film und ganz viel Musik, ist das Fire HD allen mir bekannten 7 Zöllern und dazu zählen das Nexus 7 (mindestens gleichauf) sowie diverse Galaxy Tabs (deutlich) überlegen. Ja, das Fire HD spielt in derselben Liga wie das iPad.

Der Nachteil ist das Android auf dem Fire HD geschlossen ist und wie ebenfalls schon erwähnt derzeit auch nicht gemoddet werden kann. Der Bootloader ist gesperrt und der OMAP 4460 Prozessor besitzt eine weitere Sicherheitsarchitektur. Somit muss man halt mit dem Amazon Android leben oder auf ein anderes Gerät ausweichen.

Witzigerweise gibt es ein Gerät der Nexus Reihe die mit diesem Prozessor läuft nämlich das im November 2011 veröffentlichte Galaxy Nexus. Dieses allerdings mit offenem Bootloader.
Ich gehe auf diese Sicherheitsarchitektur deshalb so genau ein weil Verarbeitung und Haptik des Fire HD zu dem besten gehören was es derzeit auf dem 7 Zoll Tablet Markt gibt. Jeder der glaubt sich für €199 ein Stück High-End Hardware nach Hause zu holen um danach einen Mod aufzuspielen wird dies nicht können. Deshalb vorher überlegen ob man mit dem von Amazon abgeschlossenen Android leben kann. Wenn nicht, sollte man besser gleich auf ein anderes Gerät ausweichen.

Ich habe oben schon geschrieben das ich ganz ganz viel Musik damit höre. Der Grund ist folgender. Der Klang des Kindle Fire HD ist perfekt. Zumindest für ein Tablet. Das Gerät verfügt über 4 Lautsprecher die einen tollen, satten aber dennoch transparenten Klang abliefern. Sehr fein.

Aber, und das ist ein großer Nachteil und leitet direkt auf den nächsten Teil dieses Testberichtes. Es gibt keinen Vollwertigen Google Playstore.

Der Amazon App Store ist bei weitem nicht so gut gefüllt wie der Playstore von Google. Auch sind viele Google Dienste nicht verfügbar.

Genau darum wird sich der nächste Teil dieses Testberichtes drehen. Wie gut hat Amazon das Betriebssystem auf ihr Gerät angepasst und wo sind Probleme.

Den 4. teil könnt ihr hier lesen, dort geht es um das Android OS

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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