Kindle Fire HD Testbericht Teil 4 – Das Betriebssystem


Weiter geht es mit unserem Amazon Kindle Fire HD Testbericht. Mittlerweile sind wir schon beim 4. Teil angekommen. Heute zeige ich euch mal das Betriebssystem. Wie in den vorangegangenen Teilen beschrieben handelt es sich dabei um ein gesperrtes Android. Die von Amazon vorgenommenen Änderungen dürften den einen oder anderen sauer aufstoßen da es nicht gemoddet werden kann. Für die große Mehrheit der Anwender ist es aber genauso richtig gemacht. Ich bekomme ein funktionierendes OS das out of the box funktioniert und zwar perfekt. Ich hatte manchmal den Eindruck ich verwende ein iOS Tablet so smooth und schnell arbeitet das Kindle Fire HD. Und das mit einem 1 Jahr alten Dual core Prozessor. Das mit out of the box ist nicht wörtlich zu nehmen. Eigentlich sollte euer Kindle wenn es zu euch kommt bereits auf den Käufer personalisiert sein. Das ist es nicht. Und ein ganz wichtiger Punkt. Möchtet ihr eine App kaufen, auch wenn diese kostenlos ist, müsst ihr zwingend eine Kreditkarte angeben.


Die weiteren Teile des Testberichtes könnt ihr hier lesen:

Übersicht – Die Übersicht
Teil 1 – Unboxing
Teil 2 – Grundsätzlich
Teil 3. Bildschirm und Leistung
Teil 4 – Das Betriebssystem
Teil 5 – Browser,Akku und Fazit

Kommen wir mal zum Aufbau des Kindle Fire HD.
Ganz oben befindet sich die Statusleiste, diese kann man wie bei Android gewohnt runterziehen. Darauf gehe ich später noch genauer ein. Darunter befindet sich das Suchfeld. Da es sich um ein Gerät von Amazon handelt ist natürlich nicht nur die Suche im Netz gemeint sondern zuallererst die Suche im Amazon Store. Als nächstes können Bibliotheken durchsucht werden, gemeint ist das Gerät selber, und als 3 Auswahlmöglichkeit das Internet. Interessanterweise ist dort die Suchmaschine Bing von Microsoft vor eingestellt. Dies kann man aber nach Belieben ändern.

Darunter befinden sich diverse Ordner und Dienste. Diese Liste kann man nach Links weiter scrollen. Auch hier fällt auf, das als erster Punkt natürlich „Einkaufen“ steht. Damit hat man einen direkten Zugang zum Amazon Marketplace.

Der Punkt Spiele steht für, Logisch Spiele. Aber damit ist nicht der App-Store gemeint sondern die Spiele sich auf dem Gerät oder der Amazon-Cloud befinden. Weiterhin kann dort „Games Circle“ Installiert werden. Ein Dienst der sich in Facebook einbindet und man so mit seinen Facebook Freunden spielen kann und seine Spielfortschritte mit seinen Freunden abgleiche kann.

Im Nächsten Punkt Apps geht es endlich in den App-Store. Naja noch nicht sofort. Zuerst landet man in der App Übersicht. Dort werden anhand eines Bücherregals alle Apps aufgelistet die man bisher erworben hat. Danach kann man in den Shop weitergehen. Der Amazon App Store ist übrigens recht klein. Es fehlt und das ist auffällig alle Google Apps. Keine Maps, kein Google Plus. Wer also sein Virtuelles Leben ohne Google nicht gestalten kann sollte auf ein anderes Gerät ausweichen.

Die nächsten Punkte, Bücher Musik und Videos sind genauso aufgebaut wie der Punkt Apps. Dort findet ihr zunächst all eure auf dem Gerät gespeicherte Medien. Mit einem Klick gelangt ihr das in die große Amazon Shopping Welt wo ihr euer Gerät weiter bestücken könnt.

Der Punkt Web öffnet den Browser. Auf dem Kindle HD arbeitet der Kindle eigene Silk Browser. Dieser soll, ähnlich wie Opera, Webinhalte nicht mehr auf dem Gerät berechnen sondern in der Cloud. Dadurch soll der Browser schneller und effizienter arbeiten. Hier mal eine kurze Erklärung von Amazon

Seitenindizes und maschinelles Lernen

Während Silk Tag für Tag Millionen von Seitenaufrufen verarbeitet, lernt es immer mehr über die wiedergegebenen Webseiten und kann, indem es das Verkehrsprofil in seiner Vollständigkeit beobachtet, darauf schließen, wo Nutzer als nächstes hingehen. So registriert Silk z. B., dass 85% der Besucher einer führenden Nachrichtenseite auf die oberste Schlagzeile klicken. Mit diesem Wissen ist der Browser in der Lage, intelligente Entscheidungen zu treffen und kann beliebte Inhalte schon im Voraus für den Kindle Fire verfügbar machen, sodass Sie auf häufig besuchte Seiten noch schneller zugreifen können.

Ist der Browser schnell? Ja definitiv. Ist er merkbar schneller als andere Browser. Würde ich nicht unbedingt sagen. Allerdings gibt es das ein oder andere was auffällig ist und darüber werde ich in einem weiteren teil berichten. Bis hierhin muss genügen wenn man weiß, der Browser geht vollkommen in Ordnung.

Als nächstes haben wir die Punkte Fotos, Dokumente und Angebote. Interessant ist der Punkt Fotos. Dort wird eine Verbindung mit Facebook hergestellt, welches sich tief ins Amazon Android eingegraben hat. Die eigenen Fotos die man auf Facebook hochgeladen hat werden dort angezeigt.

Im Reiter Dokumente kann man Dokumente in die Amazon Cloud hochladen. Angebote sind letztendlich nichts anderes als der Werbekram der auf dem Lockscreen auftaucht.

Das Karussell
In der Mittleren Spalte befindet sich das Karussell. Dort sind alle Apps die man irgendwann mal auf dem Kindle Fire HD genutzt hinterlegt. Diese Apps kann man sofort wieder öffnen und zwar an der Stelle wo man diese verlassen hat. Also ein all umfassender Taskmanager. Die Aufmachung gefällt mir sehr gut.
Abhängig von er jeweils angezeigten App, ändert sich die darunter liegende Leiste. Wenn die Twitter App in der mitte steht werden mir in der unteren Leiste andere Apps zum Kauf vorgeschlagen als wenn die Pinterest App in der Mitte steht. Auch bei Kindle eigenen Diensten bieten sich so die Möglichkeit weitere Dienste aufzurufen. Wenn z.b. der Kindle Kalender gewählt ist tauchen in der unteren Leiste der Mail Eingang sowie das Kontaktbuch auf. Finde ich gut und clever gelöst.

Unten rechts in der Ecke befindet sich ein kleiner Stern, der ist immer vorhanden. Damit kann einen Hub öffnen in den man seine Favoriten ablegt.

Die Statusleiste
Die Statusleiste ist von Android wohlbekannt. Aber auch hier hat Amazon massiv eingegriffen. Auf den ersten Blick sieht man dort die Funktionen und Interaktionen des Gerätes. Zu den Einstellungen des Gerätes kommt man wenn man auf das Icon ganz rechts klickt nämlich „mehr“

Abschließend kann man sagen, das von Amazon bearbeitete Android ist das mit Sicherheit abgeriegelte Android auf dem Markt. Personalisierungen sind kaum möglich. Widgets können auf keinem Homescreen abgelegt werden. Denn davon gibt es nur einen. Die Anzahl der Apps im Markt ist kleiner, aber wie Peter so schön sagt, dafür ist auch kaum Müll vorhanden. Es lohnt sich immer wieder wenn Apps bevor sie in einem Market zugelassen werden zunächst eine Redaktion durchlaufen müssen.

Die Idee des Karussells sowie die Darstellung der Apps gefällt mir dann wieder ausgesprochen gut. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist verblüffend und für mich bei einem Android Gerät bisher nicht erlebt. Und das Nexus 7 liegt hier neben mir. Alles in allem, dass für mich bisher beste Android auf einem Tablet.

Im nächsten teil widmen wir uns dann noch dem Browser, Medienwiedergabe sowie der Akku Laufzeit.

About Markus

Seit Jahren tummel ich mich in der mobile-gadget Szene und wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, muss ich es haben. Als Peter mir die Idee eines eigenen „Newsblog“ vortrug, war ich natürlich begeistert. Innerhalb kürzester Zeit haben wir mobi-test.de aus dem Boden gestampft. Folgen könnt ihr mir auf Twitter oder ihr schaut auf meinem privaten Blog, emmtee.de vorbei .

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