ASUS Transformer Pad Infinity TF700T im Test – Teil 4 – Kamera, Klang und Verbindungen

Im ViertenTeil des Dauertest vom ASUS Transformer Pad Infinity TF700T, widmet sich Markus, unser “Gast-Tester” den diversen Verbindungsmöglichkeiten und dem Klang. Mit dazu gibt es Infos zu einem weiteren Firmwareupdate.

Übersicht
Teil 1 – Unboxing und erster Eindruck
Teil 2 – Betriebssystem, Leistung & Performance
Teil 3 – Bedienung, Display und Akku

Verbindungen:

Die Hauptkritikpunkte des Vorgängermodells, dem Transformer Prime, waren die baulich bedingten massiven Einschränkungen bezüglich des WLAN- und GPS-Empfangs. Um trotzdem bei der altbekannten Rückseite aus Aluminium zubleiben versucht Asus mit dem Transformer Infinity TF700T dieses Problem durch eine Kunststoffleiste aus der Welt zu schaffen. Diese soll verhindern, das W-LAN- und GPS-Modul durch das Aluminiumbackcover gänzlich abgeschirmt werden. Denn was nutzt einem ein „WiFi-Only“-Gerät ohne WiFi Empfang?

W-Lan 

Dem TF700T stehen, wie seinem Transformerkollegen auch, die Standards 802.11 b/g/n zur Verfügung. Aufgrund der allgegenwertigen Kritikpunkte des Primes, was den W-LAN Empfang angeht, waren meine Erwartungen im Vorfeld nicht sonderlich hoch. Deswegen bin ich jetzt im Nachhinein wirklich positiv über die Signalstärke überrascht, denn diese ist mehr als ordentlich.

Ich habe das Transformer Infinity mit in der Garten genommen, auf dem Balkon genutzt und sogar auf dem Dachboden, zwei Etagen über dem Router, getestet – kurz und bündig, ich hatte immer W-LAN-Empfang. Selbst im Garten wurden mir noch 1-2 Balken an W-LAN angezeigt. Mittels App „WiFi-Analyzer“ kam ich selbst in der entlegensten Ecke des Hauses noch auf Werte die sich im mittleren Bereich der Gesamtanzeige des möglichen W-LAN-Signals ansiedelten. Was will man mehr.

Auch die Download- und Uploadgeschwindigkeiten können sich sehen lassen. Mit knapp 22,000 kbps im Download liegt es damit deutlich oberhalb von dem was mir mein Galaxy S2 anzeigt. Dieses kommt nur auf reichlich 8000 kbps.

Wer des öfters unterwegs ist und somit auf eine mobile Lösung angewiesen ist, kommt nun mit dem TF700T auf seine Kosten. Vom Nachfolger, des noch unberücksichtigten TF201T, wird es in den nächsten Tagen oder Wochen eine weiter Version mit integriertem LTE-Modem geben, die Version TF700KL. Im Vergleich zum WiFi-Modell mit Tegra-3 aus dem Hause Nvidia, der aber kein LTE unterstützt, kommt hier ein Dual-Core-Snapdragon-Prozessor von Qualcomm zum Einsatz. Jeder der beiden Kerne des S4 taktet dann mit je 1,5 GHz. Eine Variante mit Tegra-3 und 3G, wie man das vom Transformer Pad TF300T her kennt, ist seitens Asus beim Transformer Infinity nicht geplant. Auf Anfrage via Facebook äußerte sich Asus Deutschland lediglich:

Es wird kein reines 3G Modell geben, da der Tegra 3 kein integriertes UMTS besitzt und der Platz für Zusatzbauteile im dünnen Infinity Pad limitiert ist. Der TF700KL mit integriertem LTE/3G besitzt einen Qualcomm Snapdragon S4 und wird im Verlauf des Juli zunächst bei einem Netzbetreiber erscheinen.

Einen spürbaren Leistungsunterschied zwischen den beiden Modellen wird es im Alltag, trotz „nur“ Dual-Core-CPU, wohl nicht geben und die LTE-Version Performancemäßig ähnlich stark auftrumpfen, wie es bei dem hier getesteten Tegra-3-Gerät der Fall ist. Bereits beim HTC Onex wurde dieser Sachverhalt diskutiert, da es den gleichen Prozessorunterschied zwischen „normaler“ Version und LTE-Version gab.

GPS, Speichererweiterungen & Bluetooth

Auch die massiven GPS-Probleme des Transformer Prime gehören mit dem neuen Transformermodell, dem Infinity, der Vergangenheit an. Gerade in Kombination mit einer reinen W-LAN-Variante ist es wichtig das der GPS-Empfang unterwegs richtig funktioniert. Wer sein Tablet außerhalb der vier Wände, beispielsweise als Karte oder Wegweiser beim Wandern im Gelände, nutzt wird an dem TF700T seine Freude haben. Denn dieses findet sehr schnell eine Vielzahl an Satelliten und die GPS-Ortung kann beginnen. Selbst innerhalb des Hauses hat es mir bis zu 14 Satelliten angezeigt. Auch die Genauigkeit kann sich sehen lassen. Laut GPS-Test variierte diese zwischen 20 m und 50 m – wohlgemerkt innerhalb eines Gebäudes. Dies sollte es als potentielles Navi-Ersatz oder Wanderortungsgerät per GPS qualifizieren.

Neben der Drahtlosen Verbindung mittels W-LAN besteht die Möglichkeit sein Transformer Infinity dank Bluetooth 3.0 kabellos zu verbinden. Dieses gehört zum neusten Standard, der eine bessere und energieeffizienter Übertragung zwischen Geräten mit Bluetooth 3.0 ermöglicht. Die Datenübertragung vom TF700T zu anderen Geräten funktioniert prima. Beim Test haben sich nach wenigen Sekunden das Infinity und das Galaxy S2 gefunden und die Kopplung gelang problemlos. Ein etwa 3,5 MB großes Bild dauert knapp 30 Sek bis es auf dem Smartphone war.

Wem die 64 GB interner Speicher nicht reichen sollten, kann problemlos diesen um 32 GB via mircoSDHC erweitern. Beim Vorgänger stand diese jedoch zu weit aus dem Gehäuse heraus, so das man Angst haben müsste beide, sowohl SD-Karte als auch Slot-Einschub, zu beschädigen indem man irgendwo hängen bleibt. Beim TF 700T hat Asus dazugelernt und dies geändert, mittlerweile steht nicht mehr heraus. Im Vergleich zum anderen Full HD Vertreter im Androidbereich dem Acer A700 fehlt beim Transformer Infinity (im Lieferumfang) ein Adapter zum Verbinden des Tablet mit USB-Geräten. Im Alltag, zum reinen Datenaustausch, funktioniert die SD-Kartenlösung gepaart mit dem beigefügten Datenmanager aber gut. Nach wenigen Sekunden wird die Karte im TF700T erkannt und kann ausgelesen werden. Wer unbedingt einen vollwertigen USB-Port benötigt kann immerhin auf das Tastatur-Dock zurückgreifen. Neben diesem bietet es ebenfalls einen normalen SD-Kartenslot. Also in Kombination Tablet + Dock, Konnektivität pur.

Klang:

Die SonicMaster Audiotechnologie des Transformer Infinity verrichtet ihre Arbeit gut. Die Lautstärke reicht im normalen Gebrauch vollkommen zu. Abends im Bett noch schnell ein Film oder You-Tube Video anschauen, da reichen 50 % des Lautsprechers mehr als zu. Mittels App „Lärmmessung“ habe ich mal versucht die mögliche Lautstärke zu erfassen, da die auditive Wahrnehmung sehr subjektiv ist. Als Resultat kamen bei voller Lautstärke etwa 80 dB heraus – laut Süddeutsche-Zeitung.de so laut wie ein Rasenmäher, wem das helfen sollte. Im alltäglichen Einsatz, zumal das Hauptanwendungsgebiet für die meisten das Wohnzimmer darstellt, ist die maximale Lautstärke völlig ausreichend.

Auch die Qualität des Klanges kann überzeugen. Die Töne klingen klar, ein Rauschen oder Knarzten könnte ich nicht feststellen. Zwar sind im Transformer Infinity zwei Lautsprecher verbaut, da es aber insgesamt nur eine Lautsprecheröffnung gibt ist der Stereoeffekt gering und wird wohl somit das heimische Gerät für die Musikwiedergabe nicht verdrängen können. Wer trotzdem satten Stereo-Sound möchte sollte sich nach zusätzlichen Lautsprechern umschauen. Wo diesbezüglich euer Geld am besten investiert ist und welche davon was taugen, könnt Ihr im große Lautsprechertest nachsehen -> Link

Was Asus durchaus besser hätte lösen können ist der Eingang der Kopfhörer. Denn dieser ist so angeordnet, das man das Tablet im Querformat quasi genau an dieser Stelle anfassen muss und somit beim Festhalten den Kopfhörereingang verdeckt. Nicht gut gelöst. Auch eine etwas oberhalb eingelassene Position des Lautsprechers wäre vermutlich besser gewesen. Bei ungünstiger „Festhalteposition“ der Hand kann es schnell passieren das mit den Finger der Lautsprecherausgang verdeckt wird.

Kamera:

Das Transformer Infinity besitzt, wie in dieser Preiskategorie Standard, zwei Kameras, eine auf der Vorderseite des Tablets für Videotelefonie mit 2 MP und eine Hauptkamera die mit 8 MP auflöst, auf der Rückseite.

Die Frontkamera ist mit 2 Megapixeln genügt für Videotelefonate völlig. Klar, aufgrund der geringen Auflösung ist eine gestochen scharfe Wiedergabe oder Selbstportraits nicht drin, aber niemand möchte wohl ernsthaft damit Aufnahmen für sein Photoalbum machen. Außerdem sind die Einstellmöglichkeiten sehr begrenzt – je nach Lichtverhältnissen kann die  Frontkamera angepasst werden.

Das „eigentliche“ Kameramodul des TF700T löst mit 8 Megapixeln deutlich höher auf  – auch die Einstellmöglichkeiten sind sehr viel besser, aber dazu später mehr. Bei guten Lichtverhältnissen macht das Tablet für meinen Geschmack erstaunlich gute Bilder, wie man auf den Aufnahmen mit meinem „Photomodel“  sieht. Werden die Lichtverhältnisse schlechter (zu dunkel) sind die Photos nicht so scharf und wirken blasser, obwohl Asus hierfür eine für hohe Lichtintensitäten sorgende F/2.2-Blende (großer Lichteinfall) und einen LED-Blitz verbaut hat. Dieses typische Bildrauschen ist dem kleinem verbauten CMOS-Sensor geschuldet und betrifft zumeist alle mobilen Gerätschaften, so auch das Transformer Infinity. Der eingebaute LED-Blitz, was ich auch bei einem solchen Preis erwarte, ist zwar ganz nett als Taschenlampe im Dunklen, für bessere Bilder wegen einer besseren Ausleuchtung sorgt diese aber eigentlich nicht.

Manchmal kommt es vor, dass hintereinander aufgenommene Photos unterschiedliche Farbnuancen aufweisen – mal kühl, mal warm wirkend. Grundsätzlich können sich die Bilder aber durchaus sehen lassen und sind für „Zwischendurchaufnahmen“ super. Mit den 8 MP kann man auch ohne Sorge in die Bilder rein zoomen ohne gleich nur lauter Pixel zusehen. Insgesamt würde ich, wenn es um die Qualität der Photos geht, eher das TF700T zum „Knipsen“ nehmen als mein Galaxy S2 (was ja bekanntermaßen schon eine sehr gute Kamera besitzt).

Wie schon angemerkt sind die Einstellmöglichkeiten des Transformer Infinity groß. Man besitzt die Möglichkeit den Blitz, die Belichtung, sowie diverse andere Kamerasteinstellungen zu verändern. Für verschieden Motive sind verschiede „Szenen“ wählbar.  Die Wahl zwischen einem dynamischen Autofokus, sowie einer Touch-to-Focus-Funktion in Verbindung mit dem Automatikmodus finde ich sehr gelungen. Auf die entsprechende Stelle getippt, sprich fokussiert, wird diese scharf gestellt, andere Bereiche werden unscharf – das klappt super (anhand der beiden Screenshots erkennt man das eigentlich gut). Macht man nichts, erkennt und fokussiert das TF700T recht schnell mögliche Motive eigenständig. Wer ein weitgezogenes Motiv fotografieren möchte, kein Problem. Mittels Panoramafunktion lassen sich, per Schwenkbewegung, auch große Gegenstände problemlos erfassen.

Ein Tablet mit Full-HD Display sollte natürlich auch Videos mit diesem Format aufnehmen können, damit man die Aufnahmen auch in voller Qualität anschauen kann. Mit dem Transformer Infinity ist dies möglich, es gelingen Videos in 1080p, sprich Full HD. Im Grunde genommen ist das TF700T, mal abgesehen von der Größe, gut für Videos für Unterwegs geeignet. Wenn man nicht so wackelt, wie ich auf dem Testvideo, sind gute Aufnahmen möglich. Nur der Zoomvorgang ist sehr ruckelintensiv, obwohl man diesen stufenlos erhöht oder verringert.

Testbilder:

Alle Fotos in der original Auflösung findet ihr bei Flickr -> Link


Vergleich Hauptkamera zu Frontkamera

Update: Alltag

Eigentlich wollte ich in diesen Teil des Testberichtes nichts mehr zum Alltag bzw. Umgang mit dem Transformer Infinity schreiben, nur der „Asus Update Service“ muss noch Erwähnung finden. Nicht einmal vier Wochen ist das TF700T auf dem Markt und gerade eben durfte ich das nächste Firmware-Update begrüßen. Neben einer Systemaktualisierung, wie schon beim ersten Update, wurden diesmal auch „Kamera“ und „Touch“ aktualisiert. Ich muss ehrlich zugeben, über den Support seitens Asus bin ich recht angetan, denn so eine „Fürsorge“ bin ich von Androidgeräten gar nicht gewöhnt.

Zum Update selbst: Es ist nicht 4.0.4 (gegenwärtig 4.0.3) oder gar die neue Version 4.1 (Jelly Bean). – dennoch an der Performance wurde subjektiv noch einmal geschraubt. Da Kamera und Empfindlichkeit eh schon top waren könnte ich diesbezüglich keinen Unterschied feststellen. Nach der Aktualisierung wurde aber Chrome zum Systemapp erhoben. Alle Änderungen sind auf Facebook durch Asus Finnland gelistet worden -> Link

TF700T ICS v9.4.5.26

• Touch Upgrade touch F/W to 7053 – Add update fail dialog for touch firmware update
• Improve eMMC file transfer performance(PC to Pad)
• Fix MicroSD compatibility issue
• Upgrade GMS(Google Mobile Services) Chrome v18.0.1025123 (US and WW SKU only)/ GMail 4.0.5/ Google Maps 6.8.1/  Google+ 2.6.0/ Play Store 3.5.19
• System Behavior – Screen does not turn on when removed from dock – When Tethering is enabled, WiFi won’t disconnect even when device sleeps.
• File Manager Add Unzip Feature
• FOTA – Allow user NOT to accept FOTA for unlimited times.
• Wi-Fi Direct – Bug fix and performance fine-tune
• MyLibrary – Performance fine-tine
• App Backup – Phase in AppGuide 2.0 – Increase backup size from 600MB to 2GB. – Bug fix and UI fine-tune
• Camera – Upgrade camera f/W to 0xB03200 – UI fine-tune
• E-Mail & Exchange – Add “Threading Display”, “OOO”, “Grouping Display”, “Rush Hour”, “Partial Download/Down the rest message”, “Select All option” Features
Bug fix and performance fine-tune
• Live Wallpaper – Adds enable/disable animation setting in AsusDayScene.
• Wall Paper – Fix BMP, GIF images do not fill the whole screen as wallpaper
• Settings – USB to LAN accessory: Add Ethernet connection related settings in suspend mode.       

Teil 5 – das Fazit

[asa]B008ERYATI[/asa]

About Peter W.

Mit meinen Tests will ich den „normalen“ Interessenten davor bewahren, sein hart verdientes Geld für Müll auszugeben. Denn leider ist es Fakt, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Daher gibt es von mir kein Technik-Chinesisch sondern Klartext. Wie ich teste könnt ihr hier nachlesen:

http://mobi-test.de/uber-uns/

Wenn ihr Fragen habt, dann verfasst einen kurzen Kommentar und wir versuchen diesen zu beantworten.

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