HolyHigh HV-368 im Test – günstiger TWS In-Ear Bluetooth Kopfhörer mit Extra

Dieses mal habe ich das HolyHigh HV-368 im Test. Wieder so ein TWS Headset, also mit ohne Kabel und einem tollen Extra. Mal sehen, ob ich mal wieder einen Geheimtipp ausgegraben habe.




Mittlerweile habe ich mich durch jede Menge dieser neumodischen TWS Headsets gehört und zwei Favoriten gekürt.

Zu einen das QCY T1S aka QCY T2C (Testbericht) und dann noch das Haylou GT1 (Testbericht). Beide gehören zur Kategorie „Knopf-im-Ohr“ und kommen ohne jedes Kabel aus. Ich nutze die jeden Tag, um auf der Wache und zu Hause meine Podcasts, Radio und Musik zu hören, aber auch um Youtube zu schauen und natürlich zum PUBG spielen.

Ich erzähle mal, wie es zu so einem Test in der Regel kommt. Nicht nur bei mir, sondern auch ganz sicher bei allen anderen Kollegen.

Jemand von HolyHigh schreibt mich per Mail an und fragt, ob man nicht das nagelneue X oder Y testen möchte. Solche Mails kommen mehrmals die Woche rein und zu 99% handelt es sich dabei um sinnlosen Schrott. Den dürfen gerne andere testen. So nötig habe ich es dann auch nicht.

So hat es auch mit HolyHigh angefangen, die gleich mal eine ganze Palette an Produkten zum Testen angeboten haben. Zunächst lehnte ich ab, denn wer hat schon Interesse an irgendeinem der vielen Headsets. Davon gibt es tausende mehr oder weniger identisch.

Dann war ich aber am nächsten Tag auf myDealz.de unterwegs und da wurde genau eines aus der Liste als absoluter Geheimtipp genannt. Also Kommando zurück und dieses eine Modell HolyHigh HV-368 für einen Test angefordert.

Zumal es auch noch eine Powerbank mit an Bord hat, was es extra praktisch machen könnte.

Technische Daten HolyHigh HV-368:

  • Bluetooth 5.0
  • HSP, HFP, A2DP, AVRCP
  • Google Assistant/ Siri
  • Freisprechfunktion
  • spritzwassergeschützt nach IPX7 
  • 3,5 Stunden mit 12 Stunden Box
  • 85 x 46,5 x 31 mm (Case)
  • 22 x 16 x 17 mm (Earpiece)
  • 6 g (pro Earpiece)
  • 105 g (gesamt mit Case)
  • 50 mAh (Earpiece)
  • 3000 mAh (Case)

Produktseite: holyhightec.com/hv368

Deutsche Bedienungsanleitung: n/a

Erhältlich ist das HolyHigh HV-368 bei Amazon* zum Preis von 42,99 Euro.

Achtung: mit dem Code mobi368368 bekommt ihr das Headset bis zum 30. September 2019 zum Sonderpreis von 34,39 Euro.

HolyHigh HV-368 günstig bei Amazon kaufen*

Wie immer teste ich für jeden ganz einfach nachvollziehbar. Für den HolyHigh HV-368 Test lade ich die Dinger komplett auf, in diesem Fall das Case und die Stöpsel, höre Musik bis der Akku leer ist und lade sie im Case wieder auf. So lange, bis auch der Akku im Case leer ist.

Zusätzlich habe ich bei diesem Modell die frisch aufgeladene Powerbank ausprobiert, in dem ich mein Honor View 20 so lange habe laden lassen, wie der Akku der Powerbank leer war und dann noch mal zusätzlich mit einem Messgerät ermittelt, wie viele Milliampere von der Powerbank abgegeben werden können. Denn ein gewisser Rest von gut 30% verbleibt ungenutzt im Akku.

Als Musik habe ich bei Google Play Music eine Playlist „Alltime Favorites“, in der aktuell 141 Titel zu finden sind. Von Klassik über Pop, Elektro, Hardrock, Filmmusik, Jazz, Funk, Soul usw. Von allem etwas. Dazu höre ich Podcasts und Hörbücher. Ein Equalizer kommt bei mir nicht zum Einsatz.

Natürlich bewerte ich auch solche Sachen wie Verarbeitungsqualität, Konnektivität, Tragekomfort usw. denn ich treibe auch Sport und trage sie dabei.

Am Ende schreibe ich auf, was ich gut finde, was ok und was ich nicht gut finde. 

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Eindrücke und gerade der Klang, aber auch die Akkulaufzeit hängt extrem vom eigenen Nutzungsverhalten und Hörgewohnheiten ab.

Nicht zuletzt von der Auswahl der passenden Aufsätze die zum sehr großen Teil den Klang beeinflussen. Dazu habe ich hier mal ein paar Tipps zusammengetragen -> Link

Was ich gut finde:

Natürlich ist die eingebaute Powerbank positiv zu erwähnen, denn es mal knapp wird, dann ist man um jedes Milliampere froh. Verbaut ist ein Akku mit 3.000 mAh, über den natürlich auch die beiden Ohrstöpsel geladen werden. 

Den 4.000 mAh Akku meines Honor View 20 konnte ich damit um 46% aufladen, was schon mal eine Hausnummer ist. Insgesamt lieferte die Powerbank exakt 1.824 mAh, bevor es vorbei ist, was ebenfalls ein sehr guter Wert ist.

Die mittlere LED zeigt übrigens den Ladezustand der Powerbank an.

Ebenfalls äußerst positiv ist der Tragekomfort zu bewerten. Obwohl das einzelne Earpiece (neudeutsch für den Ohrstöpsel) etwas größer als viele Konkurrenten, allem voran die superkleinen Haylou GT1 (Testbericht), hält er bei mir sehr gut.

„Schuld“ daran sind die Gummihaken, die den Sitz verbessern, so dass es auch mal bei Sport etwas ruppiger zugehen kann, ohne das diese herausfallen.




Also zumindest bei mir, was natürlich immer von der Anatomie des Ohres abhängt. Idealerweise legt HolyHigh noch zwei Paar kleinere und größere Ohrpolster dazu.

Auch gut ist die Bedienung, die Dank der gut bedienbaren Taste keine Probleme aufkommen lässt. Einmal drücken links oder rechts pausiert die Wiedergabe und startet sie wieder.

Rechts gedrückt halten springt einen Titel vor, dasselbe links springt einen Titel zurück.

Doppeltes Drücken links oder rechts startet den Assistenten.

Kommt ein Anruf rein, dann genügt ein Druck zum Annehmen und später auch zum Auflegen. So weit, so einfach.

Der Klang ist top. Also für diese Preisklasse. Man darf keine Wunder erwarten, denn mit solchen Headsets wird wohl niemand das klassische Violinenkonzert auf dem Ledersessel bei einem Glas Wein hören. Hier geht es Spielfreude und guten Klang beim Sport.

Wenn das Headset gut sitzt (wie bei mir auf Anhieb), dann macht das Hören richtig viel Spaß. Schöne Bässe, gute Mitten und Höhen. Allerdings hört man den sogenannten Badewanneneffekt ganz gut heraus. 

Also die Bässe sind lauter zu hören als die Mitten. Das ist wohl dem Klangcharakter beim Sport geschuldet, bei dem man weniger auf Details im Mitteltonbereich hört, sondern vom Bass treiben lässt.

Was ich ok finde:

Die Verarbeitung ist normal, also der Preisklasse angemessen. Nichts knarzt, nichts klappert oder wackelt. Die Magnete halten die beiden Ohrstöpsel sehr gut fest. 

Ebenfalls klassenüblich ist das Thema Verbindung. Der rechte Ohrstöpsel ist der Master, aber man kann auch nur mit dem linken Earpiece hören. Holt man den zweiten dazu, dann wird dieser direkt verbunden und man genießt Stereoklang.

Das Thema Wasserdicht ist beim HolyHigh HV-368 zweischneidig. Die Einstufung nach IPX7 bedeutet, dass man es (theoretisch) bis zu 30 Minuten in bis zu 1 Meter Wassertiefe tauchen könnte. Das würde ich aber nicht wagen. Schweiß beim Sport oder auch mal ein Regenguss, sollte allerdings kein Problem sein.




Die Akkulaufzeit der beiden Ohrstöpsel hängt natürlich von der Lautstärke ab. Bei knapp 3/4 der maximalen Lautstärke hielt der Akku bei mir knapp 3 Stunden, womit sie knapp unter der Werksangabe von 3 Stunden liegen. Das ist absolut in Ordnung für diese Bauart.

Leider ist die maximale Lautstärke auch nur Durchschnitt, was aber für die meisten schon reichen wird. Da sie sehr tief im Gehörgang sitzen, wirkt die Lautstärke direkt auf das Gehör und was das bedeutet, muss ich wohl nicht weiter ausführen.

Die Verständigung bei Telefonaten ist auch absolut in Ordnung. Nur ein leichtes Rauschen ist zu hören, wenn das Gegenüber mal nichts sagt und es absolut ruhig ist. Man selbst wird sehr gut verstanden.

Ok, die Abmessungen und das Gewicht fallen wegen der Powerbank ok aus. Es ginge vielleicht noch etwas leichter und vielleicht auch etwas kleiner, aber bei Amazon findet man mehr Konkurrenten, die noch größer und schwere sind, als umgekehrt. Und die sind dann erheblich teurer oder haben weniger Kapazität.

Was ich nicht gut finde:

Negativ ist wie so oft bei solchen Headsets die sehr große Latenz beim Filme schauen. Bis zu 750 ms muss ich die Audiospur korrigieren, um mit dem Bild wieder in Einklang zu kommen. Das geht zwar besser, aber dann auch erheblich teurer. Mit dem passenden Playe wie dem VLC Player, kann man die Latenz per Klick korrigieren.

Ebenfalls negativ zu bewerten ist das leichte Rauschen bei Videos oder Hörbüchern. Aber auch nur dann, wenn es um einen herum leise ist und der Film oder das Hörbuch eine stille Passage hat. Im normalen Alltag wird man es nicht hören, wenn man sich nicht darauf konzentriert.

Fazit:

Ist das HolyHigh HV-368 empfehlenswert? Ja. Denn dank der Powerbank ist das HolyHigh HV-368 durchaus ein Geheimtipp. Zwar ist das Gehäuse größer und schwerer, dafür muss man nicht noch extra eine Powerbank mit sich herumschleppen. Das hat schon was beruhigendes, zumal die auch noch potent ist und mehr als genug Saft bis zur nächsten Steckdose liefert.

Der Klang bietet den typischen Badewannencharakter wie es viele Headsets für den Sport liefern, den man aber sehr leicht per Equalizer anpassen kann. In meinen Augen aber unnötig, denn der Bass zählt beim Sport und der pusht genau richtig. 

Kurzum. Das Headset macht Spaß beim hören, hält gut im Ohr und die Akkulaufzeit ist ebenfalls in Ordnung. Daher gibt es das Gütesiegel.

HolyHigh HV-368
  • 8/10
    Verarbeitung/ Ausstattung - 8/10
  • 7/10
    Verbindung/ Bedienung - 7/10
  • 7/10
    Klang - 7/10
  • 7/10
    Preis/ Leistung - 7/10
7.3/10

Kurzfassung

+ sehr einfache Bedienung per Tasten
+ sehr guter Sitz/ Tragekomfort auch beim Sport
+ guter Klang für diese Preisklasse
+ gute Akkulaufzeit für diese Größe

– etwas groß und schwer (aber eine Powerbank)
– hohe Latenz bei Videos
– leichtes Rauschen bei stillen Passagen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top