Sonntag, September 25, 2022
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HTC One V im Test – Teil 2: Android 4.0, Sense, vorinstallierte Apps und Zwischenfazit

Das HTC One V befindet sich nun seit gut einer Woche in meinem Besitz. Bisher bin ich ja zugegeben kein großer Android-Fan gewesen, aber Android 4.0 Ice Cream Sandwich soll ja alles ein wenig besser machen, also interessiert mich vor allem, ob ICS meinen Android-Argwohn ein wenig dämpfen kann. Um dieses Thema und auch um die vorinstallierten Apps wird es in diesem Testbericht-Teil gehen.

Teil 1 – Overview, technische Daten & Vergleich, Unboxing, erster Eindruck & Inbetriebnahme
Teil 2 – aktueller Teil
Teil 3 – Performance, Leistung und Display
Teil 4 – Ergänzung zum Display, Akku und Kamera
Teil 5 – Nachtrag Kamera, Musik, Daten und Telefonie, Fazit

Wie bereits erwähnt ist auf dem HTC One V Android in der Version 4.0, wenn man es ganz genau nimmt 4.0.3, installiert. Auch HTCs eigene Benutzeroberfläche, die das ansonsten schlichte Android auf den älteren Geräten immer noch ein ganzes Stück aufgewertet hat, ist natürlich wieder mit dabei und ist ebenfalls in der Version 4.0 installiert. Android 4.0 kenn ich bereits vom EasyPiy EasyPad 970 Satellite, dort hatte mir die neue Version sehr gut gefallen. Auch auf dem HTC One V macht das neue System und die neue Sense-Oberfläche einen guten ersten Eindruck.

Der Sperrbildschirm wirkt aufgeräumt und zurückhaltend modern. Dieser Eindruck setzt sich auf dem Homescreen und dem Menü fort. Schön finde ich, dass man den großen Ring zum Entsperren beibehalten hat. Diesen zieht man von unten einfach nach oben weg und entsperrt damit den Bildschirm. Wer möchte, kann sich auf dem Sperrbidlschirm vier Widgets zum Schnellstart anzeigen lassen: Telefon, Kontakte, Nachrichten, Internet. Diese vier kann man sicher irgendwo an die eigenen Bedürfnisse anpassen, ich habe aber noch nicht aktiv danach gesucht, da ich diese Schnellstart-Option eigentlich nicht nutze 😉

Der Homescreen ist wie immer bei Android auf mehrere verschiedene Bildschirme verteilt. Auf insgesamt 7 Screens, die man beliebig von rechts nach links oder umgekehrt durchwischen kann, kann man sich nach Herzenslust austoben und Apps, Widgets und Verknüpfungen darauf packen wie man möchte. Ich persönlich packe mir die ja immer voll und nutze sie am Ende nie. Bei mir spielt sich schlussendlich alles auf dem mittleren zentralen Screen ab 😀 Irgendwie steckt iOS mir doch zu sehr im Blut, mir ist es aber einfach zu umständlich, erst durch die Screens zu switchen und zu schauen, wo ich mir jetzt was hingepackt habe. Da bin ich – zumindest gefühlt – beim Aufrufen der einzelnen Apps und Anwendungen schneller. Um die einzelnen Homescreens zu belegen, hat man eine große Auswahl und quasi unendliche Möglichkeiten. Neben vielen Widgets wie Facebook, Twitter, Mail, Uhrzeit, Wetter, wichtige Kontakte und ähnlichem, kann man sich auch eigene Verknüpfungen und Ordner erstellen und einzelne Kontakte als Schnellstart festlegen. Wer will kann sich seine gesamte Smartphone-Nutzung also auf die Homescreens packen und muss das eigentliche Menü nie wieder aufrufen… Leider ist man in der Belegung mit mehreren Apps auf einem Screen sehr eingeschränkt. Zwar hat man meist mehrere Widget-Größen zur Auswahl und kann diese meist auch noch in der Größe anpassen, wenn man das möchte, aber die Rasterfelder, die für die Widgets vorgesehen sind, sind teilweise einfach zu klein. Das führt dazu, dass man meist bei mehreren Widgets – zumindest geht mir das mit denen, die ich nutzen möchte so – generell mehrere Screens nutzen muss, da man die Widgets aufgrund der teilweise echt seltsamen Größen gar nicht so wie gewollt nebeneinander bekommt. Daraus ergibt sich, dass man teilweise pro Screen nur ein WIdget nutzen kann, da ein anderes gar nicht mehr hinpasst. Schade, aber schon ein Grund, weshalb ich außer dem Hauptscreen kaum die Fenster nutze…. Auch der Abstand zwischen den einzelnen auf dem Homescreen platzierten Apps ist mir ein wenig zu groß. Mit dem großen Uhrzeit-Wetter-Widget passen noch genau acht Apps auf dem zentralen Homescreen – mit massig Luft dazwischen. Aber gut, dass sind subjektive Luxusprobleme meinerseits und eben eine Eigenschaft Androids, die für mich nicht so optimal ist.

Trotzdem gefällt mir das ganze Design sehr gut, Sense hat mir seit dem HTC Sensation XE bereits sehr gut gefallen und auch die neue Version tut dem keinen Abbruch. Das Design ist trotzdem sehr Android-typisch, wird durch den neuen Look aber deutlich aufgelockert. Ich hätte mir das ganze einen Tick moderner gewünscht, in meinen Augen wirkt es trotzdem ein wenig altbacken, aber das ist auch wieder nur meine subjektive Wahrnehmung 😀

Wie gesagt, Sense gefällt mir sehr gut, auch wenn man durch die HTC-Oberfläche kaum mehr was vom eigentlichen Android sieht. Aber das ist auch gut so, nackiges Android ist in meinen Augen eh nicht das wahre. Die Herstelleroberflächen werten das ganze deutlich auf und Sense ist in meinen Augen die schönste von allen.

Einen Eindruck vom nackigen Android bekommt man im Hauptmenü, an dem sich auf den ersten Blick im Gegensatz zu den alten Versionen nicht viel verändert hat. Eine Anordnung der Apps und Systemprogramme, die sich im Falle des HTC One V nach rechts und links durchwischen lässt. Eine Veränderung wird erst deutlich, wenn man einen Schritt weiter geht und die Untermenüs aufruft. Diese haben deutlich ihren fragwürdigen altbackenen Charme eingebüßt und an frische und moderne gewonnen. Die Untermenüs – gerade in den Einstellungen und Co. – sind endlich auf weißem statt auf schwarzem Grund angeordnet und mit deutlich hübscheren und trendigeren Symbolen ausgestattet. Man hat nicht mehr das Gefühl, ein in die Jahre gekommenes Betriebssystem in den Händen zu halten, sondern spürt bzw. sieht endlich das moderne System, das Android sein will. Mit der Version 4.0 ist dieser Schritt Google endlich gelungen.

Das Menü teilt sich in drei Hauptkartereiter: Alle, Häufig und Downloads.

Im Reiter Alle findet man alle installierten Apps, im Reiter Häufig werden die meistgenutzten Apps angezeigt und unter Downloads – logischerweise – alle gedownloadeten Apps. Neben diesen drei Reitern findet sich oben, quasi in der Menüleiste, eine Suche, den Schnellstartbutton für den Playstore und das Menü, das je nach Reiter die Appverwaltung, Sortierung und ähnliches aufweist.

Zu den vorinstallierten Apps muss oder besser braucht man leider nicht viel sagen. Außer den üblichen Verdächtigen, die auf einem namhaften Android-Smartphone so vorinstalliert sind – und von denen ich sicherlich nicht einmal die Hälfte nutze – ist nicht viel wirklich tolles drauf. Ein paar wenige Highlights mögen noch HTC Cars und die Foto-App für Facebook sein… Ansonsten hat das HTC One V folgendes zu bieten:

  • 7digital
  • Adobe Reader
  • Alben
  • Anzeigen
  • Aufgaben
  • Car
  • Downloads
  • Dropbox
  • Einrichtung
  • Einstellungen
  • Flash Player
  • FM-Radio
  • Friend Stream
  • Google Mail
  • Google+
  • HTC Hub
  • Internet
  • Kalender
  • Kamera
  • Facebook-Kamera
  • Kontakte
  • Latitude
  • Locations
  • Mail
  • Maps
  • Facebook-Messenger
  • Messenger
  • Musik
  • Nachricht
  • Navigation
  • News & Wetter
  • Personalisieren
  • Places
  • Play Store
  • Polaris Office
  • Rechner
  • Sound Hound
  • Sprach Rekorder
  • Suche
  • Talk
  • Taschenlampe
  • Task-Manager
  • Teeter
  • Telefon
  • Tuneln Radio
  • Übertragen
  • Uhr
  • Wetter
  • WLAN-Hotspot
  • Youtube

Wie man sieht, sehr viel, aber vieles, was der Normalnutzer sicher nie nutzen wird. Ob man für jede Anwendung eine eigene App benötigt ist eh fraglich, einiges wäre im Einstellungsmenü und Co. sicher völlig ausreichend gewesen. Man kommt durch die ganzen vorinstallierten Apps bereits auf drei volle und eine angefangene Menüseiten, je mehr man dann Apps downloadet steigt die Anzahl der Menüseiten natürlich entsprechend an.

Alles in allem sagt mir Android 4.0 ICS gut zu, das Design bzw. Sense gefällt mir sehr gut und auch das Menü und die Untermenüs wirken endlich moderner und nicht mehr so altbacken.

 

Zwischenfazit:

Nach einer Woche hat sich das HTC One V bisher im Alltag bewährt. Das Gerät und seine Handhabung gefallen mir sehr gut und das Arbeiten geht gut von der Hand. Im Gegensatz zu den großen Brüdern One X und One S ist das V deutlich kleiner, was sich gerade in Frauenhänden und im Alltag bewährt. Man benötigt keine zwei Hände, um das Gerät zu halten und zu tippen, sondern kann es bequem in einer Hand halten. Gerade für kleine Hände ist das V also bestens geeignet. Auch in Sachen Performance erlaubt sich das One V bisher keine Schnitzer, es rennt und rennt und muckt aktuell (noch) nicht herum. Aber auf diesem Punkt gehe ich einem der nächsten Testbericht-Teile noch genauer ein 😉

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Carmen
Handys waren schon immer meine Leidenschaft, die ich durch Zufall vor einigen Jahren zum Beruf machen konnte. Bis heute lässt mich die mobile Welt mit ihren Handys, Smartphones, Tablets und was der Markt sonst noch so her gibt, einfach nicht mehr los.
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2 Kommentare

  1. Also eines muss ich wirklich mal sagen…deine Testberichte zu lesen ist eine echte Freude. So genau und Detailliert als wenn man das Gerät selbst vor sich liegen hätte. Toll!

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